Dienstag, 16. August 2016

Nähen: A very dangerous hobby


 Schnullerbänder. Ach, welch nette kleine Spielerei. Meine Familie hatte ein paar für das kleinste Familienmitglied bei mir bestellt. Ist ja nichts dabei. Ein paar Clips hatte ich noch, der mit den Autos auf Holz wurde mir mitgegeben. Irgendwie war bei diesen Schätzchen aber der Wurm drin.


 Es gibt ja so Tage, da geht alles schief. In diesem Falle floss sogar ordentlich Blut. Nähen kann verflucht gefährlich sein. Ich wollte die Schnullerhaltevorrichtung mit Druckknöpfen machen. Dabei habe ich mir zuerst mit der Ahle in den linken Zeigefinger gepiekst. Es hörte gar nicht mehr auf zu bluten. Also Pflaster drauf, damit ich nicht alles vollschmaddere. Weitergemacht. Direkt beim nächsten Stich musste der rechte Zeigefinger dann auch dran glauben. Und ich dachte noch so: "Nimm am besten den Finger hinter der Ahle...AU! Zu spät." Wenn man sich schon weh tun, dann richtig und vor allem symetrisch. Den nächsten Druckknopf zerbröselte es dann beim Zudrücken der Zange. Natürlich saß das Bruchstück schon richtig fest. Klassiker. Doch ich bin mittlerweile eine recht erprobte Druckknopfrauspoplerin.


 Mein liebstes Werkzeug hierzu: Das Skalpel. Aber der Wurm war ja drin. Also brach mein Skalpel einfach durch. Es war so bescheuert, dass ich lachen musste. Ich habe es dann sein gelassen. Erstmal eine Nacht drüber schlafen und so.


 Am Ende sind sie dann tags darauf alle fertig geworden. Im Falle des zerbröselten Druckknopfes half dann auch rohe Gewalt mit einem kleinen Schraubendreher. Jetzt können die Schnullis alle einfach festgeknöpft werden.


 Alle unterschiedlich lang, sehen auch alle unterschiedlich aus, aber keines überschreitet im geschlossenen Zustand die magische 22cm- Marke. Jaja, sogar Schnullerbänder haben eine Norm. Für kleine Kinder nähen macht mich immer ein bisschen nervös. Aber diese Schnullerbänder kommen in verantwortungsvolle Hände und heute noch in die Dienstagssammlung. Von Druckknöpfen habe ich jetzt allerdings erstmal die Schnauze voll. Meine Finger auch. Und, wie habt ihr euch schon beim Nähen verletzt?

Kommentare:

  1. Autsch! Sowas ist echt ärgerlich und kann ich gut verstehen. Bei mir geht vor allem dann viel schief, wenn ich abends noch nach einem regulären Arbeitstag nähen mag und dann verwechsle ich schon mal die einzelnen sChnittteile, nähe die Wendeöffnung zu, pickse mir ständig in die Finger, komme zu nahe mit dem Rollschneider an die Hand.... Argh. Dann heißt es auch am besten: Klappe zu und morgen weiter...
    Gute Besserung und toitoitoi fürs nächste Mal!
    LG. Susanne

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    1. ohja, wendeöffnungen zunähen kann ich auch total gut... auch im vermeintlich wachem und erholtem zustand...
      liebe grüße,
      jule*

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    2. Oder mann näht die Wendeöffnung nur so weit zu, dass sich alles total schlecht wenden lässt ;o)

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  2. Ooooha! ^^ Das sieht aber wirklich übel aus - also deine Finger! ^^
    Aber ich habe mir auch schon diverse Male mit Nadeln in den Finger gepiekst - natürlich nur dann, wenn ich gerade mit hellen Stoffen hantiert habe. Etwas schlimmeres ist zum Glück noch nie passiert!

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    1. na dann sieh mal zu, dass das so bleibt ;)
      liebst,
      jule*

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  3. Autsch! Da zieht man schon die Augenbrauen nur beim Lesen hoch und muss doch schmunzeln, weil: wenn schon - denn schon.
    So isses, das kennen wir sicher alle und bestimmt hat auch jede von uns Pflaster gleich griffbereit. Ich zumindest :-D
    Du fragst nach der "dusseligsten Verletzung"?
    Hier! *Finger heb*
    Ich hatte die kleine spitze Schere im Fuß und hab mich mehr darüber geärgert, dass die Socke nun kaputt war ;-)))
    LG Lehmi

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    1. oh, das mit der socke kann ich voll gut nachvollziehen. der fuß heilt schließlich wieder. selbstheilende socken... eine echte marktlücke...
      liebe grüße,
      jule*

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  4. Aua! Wenn es nicht flutsch sollte man die Arbeit wirklich liegen lassen und auf einen Tag mit besserem Karma warten.
    Die Bänder sind trotzdem hübsch geworden.
    LG Jennifer

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  5. Uh, das sieht schmerzhaft aus. Wenn so viel schiefläuft, hilft wirklich nur alles niederlegen und in Ruhe durchatmen. Mein letztes "Schieflaufen" habe ich natürlich erst festgestellt, als ich den frischgenähten Sofaüberwurf zehn Minuten vor Eintreffen des Besuchs über das Sofa stülpen wollte und dann sah, dass die vordere Naht auf der falschen Seite zusammengenäht war ...

    Weh tue ich mir beim Nähen regelmäßig, vor allem beim Quilten, weil ich mit der Hand nähe und keinen Fingerhut oder ähnliches verwende. Allerdings ist es besser geworden, seitdem ich die beanspruchsten Stellen vor dem Nähen mit Pflaster schütze. :D

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