Sonntag, 14. Juli 2019

7 Sachen # 18. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gelaufen: Zwar auf den Füßen, aber mit den Händen mal wieder ein bisschen Agitation und Propaganda geklebt. Der gute alte Propagandalauf am Wochenende hat mir doch ein bisschen gefehlt. Den durchlaufenen Vierteln zum Glück nicht so sehr.


2. Gestrickt: Mit der Muminmutter. Ich hätte auch gerne so eine Handtasche wie sie. Da passt sogar die von Mary Poppins samt Mary Poppins rein. Vermutlich.


3. Gezogen: Neue und (!!!) frische Bettwäsche auf.


4. Gesucht: Material zusammen.


5. Gebaut: Einen neuen Schnitt. Ich brauche dazu irgendwie immer Weckglasdeckel.


6. Gepausiert: Fika und so.


7. Gezogen: Ein neues Buch aus dem Lesestapel.

  Sommerpause oder nicht, weiß ich nicht so richtig. Sommer kann man das im Moment ja auch nicht nennen. Kleiner Oktober, geh wo du wohnst! Na mal abwarten und sehen, wonach mir so ist in den nächsten Tagen. Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Donnerstag, 11. Juli 2019

Was nicht im Schwedenreiseführer steht


  Dieser Beitrag liegt tatsächlich schon seit über zwei Jahren in meinem "Blogpostvorratsschrank". Heute haue ich mal raus: Es ist ja gerade Reisezeit. Ich war dieses Jahr tatsächlich schon einmal wenigstens wieder kurz in Schweden. Mir fielen da ein paar Dinge ein, die nicht unbedingt so ganz bekannt sind, die aber zu Land, Kultur und Menschen gehören, die man mitnehmen sollte, wenn man länger dort unterwegs ist. Ein paar davon habe ich mal zusammengetragen.


 Total simpel erscheint erstmal dieser Tipp: Es gibt in Schweden mehrere große Supermarktketten. ICA, hemköp, coop und Willy´s. Wer mal erleben möchte, was in Schweden so auf den Tisch kommt, der sollte da unbedingt einkaufen gehen. Diese Supermärkte haben unterschiedliche Beinamen, von denen sich auf ihre Größe schließen lässt. Z.B. nära, supermarket oder stormarknad... Am Besten eignet sich ein Besuch in einem Maxi ICA stormarknad. Das sind unfassbar große Supermärkte, in denen es von Lebensmitteln, über Bekleidung oder Werkzeug ungefähr alles gibt. Perfekt für einen Großeinkauf, wenn man weit draußen im Wald wohnt und auf einen Schlag alles im Sack haben möchte. Demenstprechend groß und vielseitig ist auch das Sortiment. Und das ist unfassbar. Ein paar meiner liebsten Lebensmittel habe ich hier schonmal erwähnt. Das vegane Sortiment in den Supermärkten ist umwerfend. Geschmacklich auch um einiges besser als in Deutschland. Außerdem: Bringt Kaffee mit. Selbst bio-fairtrade Kaffee und Espresso kostet dort fast die Hälfte weniger als in Deutschland. Keine Kaffeesteuer. Bis zu 10kg darf man mit nach Deutschland mitbringen. Lohnt sich. Kein Wunder, dass die schwedischen Menschen zu den Spitzenreitern im Hinblick auf den Kaffeekonsum gehören.


 Oftmals finden sich in der SB-Bäckerstheke auch frische vegane Kanelbullar. Passend zum Kaffee Für vegan Lebende sind die Worte, bzw. Wortkombinationen mit ägg (Ei), mjölk (Milch), grädde (Sahne), fisk (Fisch) und natürlich kött (Fleisch) die Warnsignale, dieses Lebensmittel besser liegen zu lassen. 


 In der TK-Abteilung findet man diese von mir als unfassbar lecker eingestuften veganen "Kött"bullar. Mittlerweile sind die sogar glutenfrei. Dazu sollte es dunkle Soße, Kartoffelbrei, gebratene Zwiebelringe und natürlich Lingonsylt (Preiselbeermarmelade) geben. Ein echtes Sommeressen eben. Ich habe sie mittlerweile auch schon in einem deutschen Supermarkt gesichtet.


 Veganes Eis sollte man auch unbedingt ordentlich essen. Auch in der Abteilung mit den Literpötten kann man sich gar nicht genug durchfressen. Dazu gibt es auch vegane Karamell- oder Schokosoße in jedem Supermarkt.


 So ein Trend in Schweden scheint Produktentwicklung in Zusammenarbeit mit Universitäten zu sein. Oatly hat das schon im Hinblick auf Milchersatzprodukte ganz fabelhaft gemacht. Beim einem Besuch fielen mir diese Spültücher in die Hände. Aus Baumwolle, biologisch abbaubar. Zumindest letzteres schaffen die Dinger hierzulande gerüchteweise nicht. Auf der Verpackung wird auch extra nochmal darauf hingewiesen, dass dieses Spültücher auch waschbar sind, was ja eigentlich auch irgendwie klar sein sollte. Dazu noch sehr günstig im Vergleich zu diesen ganzen Spültüchern aus dem Biomarkt.


 Kommen wir mal vom ganzen Fresskram zur Kultur: Schwedische Museen. Einige habe ich hier auf dem Blog schon vorgestellt. Nordiska Museet, Rhösska Museet, Astrid Lindgrens Näs. Ich bin nach wie vor begeistert von ihnen. Dieses Bild hier stammt aus dem Husquarna Museum. Das hat zwar umgerechnet 7€ Eintritt gekostet, dafür sind die schwedischen Museen aber sowas von viel entspannter als deutsche. Viele Museen in Schweden kosten viel weniger Eintritt oder gar keinen. Egal ob Geschichte oder Kunst. Zudem werden die Ausstellungsstücke irgendwie nicht so erhaben präsentiert, wie das in deutschen Museen oft der Fall ist. Häufig sind die Museen kleine Erlebniswelten, man darf anfassen, ausprobieren, spielerisch erfahren. Dafür sind sie oftmals auch kleiner, was den Vorteil hat, dass man sich im Anschluss an den Besuch nicht ganz so vollgestopft fühlt. Die meisten Ausstellungen sind auch barrierefrei gestaltet und Kinder finden sie sicherlich auch spannend.


 Menschen, die Trödelkram lieben, werden Schweden als himmlisch erleben. Unbedingt Ausschau nach Schildern mit dem Wort "Loppis" ausschau halten. Diese stehen auch in ländlichen Gebieten häufig an den Straßenrändern. Ein Stopp dort lohnt sich immer. Diese Loppis bieten so allerlei. Oft werden sie auch mit "Antikt" oder "Kuriosa" beworben. Manchmal ist es einfach nur Ramsch aber oft genug kann man dort wundervoll in schwedische Zeit- und Designgeschichte eintauchen. Alter Bauernkram von Brotschieber bis Butterfass, Lampen, Geschirr, Besteckt undundund. Teilweise auch relativ günstig. Manchmal sind die größeren Loppis auf dem Land an ein Kaffee angeschlossen, wo die nicht trödelbegeisterte Begleitung oft guten, hausgemachten Kuchen und Kaffee genießen kann (allerdings meistens eher unvegan). In größeren und kleineren Städten lohnt sich die Recherche nach Läden vom Röda Korset, Stadtsmission, Emmaus, Myrorna und Erikshjälpen. Das sind Sozialkaufhäuser. Die Waren sind Spenden, werden günstig weiterverkauft und der Erlös kommt den entsprechenden sozialen Einrichtungen zugute. Alle dürfen da einkaufen. Bedürftige bekommen günstig Kleidung und Haushaltswaren, Stilbewusste kommen an feine Dinge und tun Gutes damit. An die Röda Korset Läden sind oftmals auch Beratungs- und Begegnunsstellen für Hilfsbedürftige. Die Sozialkaufhäuser findet man problemlos mit den bekannten Suchmaschinen. In Schweden hat im Zweifel auch jede Wurstbude einen eigenen Account beim Instadings und im Gesichtsbuch.



 Baden im See muss natürlich im Sommer auch sein. Ich muss immer mindestens einmal reingehüpft sein. Die meisten Seen in Schweden haben Trinkwasserqualität. Wenn das Wasser wie auf dem ersten Bild etwas bräunlich-rötlich verfärbt wirkt, heißt das nicht, dass es dreckig ist. Die schwedische Erde ist relativ metalllastig. Vor allem Eisen färbt das Wasser dann ein. Also einfach reinhüpfen und ein tiefer Schluck ist sicherlich hilfreich bei Eisenmangel.


 Bei anständiger Beachtung der Feuerschutzmaßnahmen sollte man auch unbedingt mal an einem Lagerfeuer sitzen. Allemannsrätten steht in jedem Reiseführer und war der Grund dafür, dass ich mich zu Pfadfindendenzeiten nur in Schweden rumtrieb. Und natürlich sind Mücken IMMER das Thema, wenn man erzählt man fährt so gerne in den Norden. Ja, ich gebe zu, manchmal ist es echt fies. Allerdings empfinde ich die normalen Mücken gar nicht so schlimm. Ich werde immer ganz schlimm von den Bremsen gefressen. Kriebelmücken sind auch so eine Plage. Mein seit Jahren bewährtes Schutzmittel seht ihr oben im Bild. Gibts in der Apotheke (im Zweifel kann man es dort mindestens bestellen). Im Bioladen habe ich es auch schon gesichtet. Ich mag es vor allem auch, weil es nicht so schlimm chemisch riecht und auf der Haut brennt, wie die meisten anderen Produkte. Hilft vor Stichen wohlgemerkt. Die Viecher fliegen einem natürlich trotzdem weiterhin um die Nase, die pieken nur nicht. Zecken hält das ebenfalls eins A ab. Früher konnte ich keinen Wald betreten, ohne mit mindestens zehn Zecken an jedem Bein wieder raus zu kommen. In Schweden habe ich mir schon ewig keine mehr eingesammelt. Ab irgendwo im Norden wird es denen allerdings auch zu kalt. Im Värmland gibt es (erfahrungsgemäß) schon keine mehr.


 Das beste in Schweden ist aber sicherlich die Natur. Es gibt unfassbar viel davon, wenn man sich nördlich von Skåne bewegt. Da kann man dann einfach mal einfach so rumsitzen, die Fresse halten, die Sonne genießen und sich von den Vögeln was vorzwitschern lassen oder den Kranichen beim Trompeten zuhören. In den ersten Tagen tut diese Stille zwar manchmal schon fast weh in den Ohren, aber spätestens ab Tag drei empfindet man dann wiederrum den Parkplatz vom Maxi ICA stormarknad als Stress pur. Herrlich! 


 Im Sommer sollte man dort oben nicht zu viel Zeit mit Schlafen verbringen. Da kann man sogar nachts um 12h noch Blumen pflücken gehen. Dringend muss ich ganz bald wieder hin....

Dienstag, 9. Juli 2019

Solidarität einkringeln


 Kaputtmachen ist ja einfach. Beim antifaschistischen Holzklotzwerfen waren die Kids ganz eifrig dabei. Allerdings bin ich keine Freundin von nur niederschmettern. Es soll ja auch aufgezeigt werden, wofür so eine gute, demokratische Gemeinschaft alles stehen sollte. Darum habe ich im gleichen Pinselstreich wie beim Holzklotzwerfen, noch ein Ringwurfspiel gebaut.


 Das mögen nur einige wenige Beispiele sein. Sicherlich hätte man es bei weitem noch größer bauen können. Punkteverteilung für alle Treffer gleich, denn alles ist gleich wichtig. Zum Ringe selber basteln hat es dann nicht mehr gereicht. Da mussten die Tauchringe der Kinder einer Kollegin herhalten.


 Nur damit nicht vergessen wird, wofür man einstehen muss, bei dem ganzen dagegen ankämpfen. Die wichtigen Dinge mal ordentlich, dick und fett einkreisen. Dienstagssammlung.

Samstag, 6. Juli 2019

Samstagskaffee # 16. 19


 Ich habe den Kaffee auf, über dieses Thema. Dass wir immer noch darüber reden und dafür kämpfen müssen, dass sie immer noch sterben müssen, dass helfende Hände angezeigt, angeklagt und eingeknastet werden. Ich wiederhole mich so ungern.


 Seenotrettung ist und bleibt -gottverdammte Scheiße(!!!)- kein Verbrechen, sondern menschliche Pflicht!!! Mehr gibt es zu heute nicht zu sagen. Das darf dann auch mal so für sich stehen. Auch oder gerade darum in die Kaffeerunde.

Donnerstag, 4. Juli 2019

Sommersalat # 2


 Heute dann schon das nächste Salatrezept. Im Gemüsewegknuspern bin ich echt unschlagbar. Heute mal eher so einfarbig in grün. Gute Gurken und so:


Sommersalat # 2
(Eine Portion- zummindest für mich)

Eine Salatgurke
Eine kleine rote Zwiebel oder Schalotte
3 EL TK- Dill (für mich immer gerne mehr)
Salz
Pfeffer
Apfelessig
Nach belieben 2-3 EL Sojajoghurt oder -Quark

Gurke fein hobeln, Zwiebel fein hacken. Zusammen mit dem Dill, Salz, Pfeffer und einem Schuss Apfelessig verrühren. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Wer mag rührt tagesformabhängig noch Sojajoghurt oder -quark unter. Mahlzeit! 


  Auch das macht mich ohne weitere Beilagen an einem heißen Sommertag satt und glücklich. Lasst es euch schmecken.


 Weitere Lieblingssalate:

Mittwoch, 3. Juli 2019

Literatur # 2. 19


 Erst der zweite Literaturbeitrag für dieses Jahr. Ich schaffe es einfach nicht. Hörbücher gehen ganz gut. Da habe ich mich bei von so nem Abo fangen lassen. Die Rezensionen mag ich hier aber nicht darstellen. Echte Bücher sind immer noch etwas anderes. Wenn ich die Lesedamen nicht hätte, würde ich wohl gar nicht mehr lesen. Und selbst da lese ich die letzten Seiten meistens kurz vor unseren Treffen.... Dabei lese ich doch eigentlich so gerne... Mal sehen, was die Sommerferien so bringen.


 Ich fange mal mit einem der besten an. MODDI macht eigentlich Musik. Hier hatte ich ihn schon mal bis zum Anschlag hinten gegen gelobhudelt. Dieses Buch erschien zu Beginn des Jahres. Ich habe es sofort gekauft und war dazu auch auf so einer massiven Gänsehautlesung mit Musik. Es spielt noch in dem Themenkomplex der "Forbidden Songs". Ein Reisebericht zu den Menschen, die wegen ihrer Musik verfolgt, eingesperrt, umgebracht und verjagt wurden. Krass war es. Anregend, motivierend, zum schreien, zum weinen. Irre, was Menschen manchmal so machen..... 


 Ein kleines feines Heftchen. Illustriert und erzählt die Geschichte der Post. Wer durfte Briefe schreiben, wie lange hat es anno dazumal gedauert einen Brief von A nach B zu schicken undund. Für Kinder sicherlich auch toll zum drin rumblättern. Das bekommen meine Neffen demnächst weitergereicht. Damit sie mal sehen, dass es früher nicht so leicht war, wenn die Onkelin aus dem fernen Norden Pakete schickte.


 Okay, ich spiele kein Roller Derby. Ich besitze noch nicht einmal Rollschuhe. Aber Ich könnte Yoga mit Rollschuhen machen, wenn ich das wollte. Yoga kann ich. Das hier sind so nette kleine Übungen für all jene, die Rollsport betreiben. Dargestellt werden sowohl ganze Sequenzen für einen yogenden Menschen, als auch Übungen mit einem anderen Menschen gemeinsam. Auch eine Meditationsanleitung findet sich in diesem Büchlein. Sehr schön vor allem, weil die Übungen mal nicht so überbelichtet, voll erleuchtet abgebildet sind. Es gibt ausführlich Anleitungen, die auch für Menschen verständlich sind, die nicht schon seit 39874 Jahren Yoga üben. Ziemlich punkig, versteht sich von selbst. DIY- Yoga aus Kiel sozusagen. Ich bin Fanin!


 Lesekreisbuch. Wurde vorgeschlagen, weil angeblich ein Klassiker. Nunja.... Vielleicht habe ich mir über das Leben im Allgemeinen schon zu viele Gedanken gemacht, aber ich fand es zu platt, zu einfach. Der Autor trifft nach Jahren seinen alten Professor wieder, der bald sterben wird und der mit seinem ehemaligen Studenten Lebensweisheiten teilt. Für so ganz weltfremde, verirrte Menschen ist dieses Buch bestimmt klasse, aber nicht für Menschen, die sich schonmal so ein bis zwei Gedanken gemacht haben.


 St. Pauli Roman #1 für diesen Beitrag. Einen besseren Titel hätte es nicht geben können. Leider gibt es in dem Roman selbst keinen direkten Bezug zu Konfetti. Das ist vielleicht einfach so als St. Pauli Insider zu verstehen. Beschrieben wird jedenfalls die Geschichte rund um eine Gruppe Ultras. Inklusive Auswärtsfahrten, Lokalderby, antifaschistischer Aktion etc. pp. Für Menschen die diesem Verein nicht angehören und keinerlei Bezug zur linken Szene haben, vermutlich nicht so ganz spannend. Ich fand den Einstieg in die Geschichte auch einigermaßen schwierig. Viele Personen in diesem Buch, aus deren jeweiliger Sicht die einzelnen Kapitel geschrieben sind. Das gibt der Geschichte einigermaßen Rasanz, macht es aber auch anstrengend. Sicherlich nichts, was man mit Konfettibier im Kopf leicht lesen kann.


 St. Pauliroman #2 war da irgendwie spannender. Ich durfte mal wieder vorlesen, auch wenn wir dieses Mal länger gebraucht haben. Der Bolzplatz der Rabauken soll jedenfalls einem Bürogebäude weichen und das lassen die Rabauken sich natürlich nicht gefallen. Ein Buch, dass den Zecken von morgen schonmal zeigt, wo es wie lang geht. Großartig! So werden die jüngsten mit Fußball politisiert. Dazu taucht nun zusätzlich zum multikulturellen Team noch Linus im Rollstuhl auf. Und der mischt auch ordentlich mit. Inklusion in alle Richtungen. Megamegagut! Teil 1 hatten wir in der letzten Runde gelesen. Funktioniert auch für Menschen, die nicht unbedingt dem FC St. Pauli anhängen (wobei das natürlich im Grunde genommen keine Option ist). Dieses Buch endet mit einem so harten Cliffhanger, dass wir jetzt schon hibbelig auf den nächsten Band warten.


 Das Ende eine Beziehung. Puh! Ziemlich dramatisch, traurig, melancholisch. Dagegen diese fabelhaften Illustrationen. So wunderbar. So nah liegen das Schöne und das Gruselige beieinander....


 Eh, Ratgeberecke. Tz! Bin ich wohl mal reingestolpert. Weil ich dachte, ich könnte mal ein paar Denkanstöße gebrauchen. Brauchte ich aber eigentlich gar nicht. In diesem Buch stand einfach nur, was ich schon alles mache und laut den Aussagen des Autors ist das alles super. Pah! Dieser Autor ist diskutabel, aber so als erfahrende Petergogin fand ich die angebotenen Ideen schon ziemlich gut, weil kindorientiert ohne die Bedürfnisse der Erwachsenen zu missachten. Sowas wo alle mit zufrieden sein könnten. Sicherlich gut geeignet für alle, die keinen Schimmer von Pädagogik haben. Oder Kindern. Einzig der Satz "Trennung als Gewinn" auf dem Rückumschlag, fand ich ziemlich daneben. Klang so wie "Krankheit als Chance". Sollte man nicht machen sowas.


 Lesekreisbuch #2. Superspannend. Der Einstieg etwas schwierig, aber danach wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Primär geht es um Octopoden, aber auch andere Lebewesen des Meeres bekommen hier eine Bühne geboten. Von wegen alle dumm und dusselig. Sogar ein Seestern ohne Hirn agiert klug. Wissenschaftsroman. Berührend erzählt. Leider ist es mal wieder eine Beobachtung, die sich zu großen Teilen in Aquarien abspielt, d.h. Tiere in Gefangenschaft beschreibt. Das ginge vermutlich auch anders. Hat mich sehr an Peter Wohllebens "Das Seelenleben der Tiere" erinnert. Das kann ich zu diesem Themenkomplex sehr empfehlen. Und danach würde mich interessieren, wie das Schnitzel noch schmeckt. Oder das Sushi.


 Das letzte Lesekreisbuch für diese Runde. Ebenfalls ein Klassiker. Eine spannende, ulkige Geschichte. Zur damaligen Zeit sehr passend, aber auch mühelos auf die heutige Zeit übertragbar. Ich habe es sehr sehr gerne gelesen. Wir haben uns noch ein wenig mit der Autorin auseinandergesetzt. Beeindruckende Frau.


 Die nächsten Bücher liegen hier auch schon parat. Vielleicht schaffe ich im Sommer ja noch das ein oder andere. Gerüchteweise ist ein bisschen Urlaub drin.

Dienstag, 2. Juli 2019

Faschismus couragiert niederschmettern


 Da stand dann eines Tages auf einmal so eine ekelhAFDe Wand in meiner Klasse. Von mir gebaut. 


 Mit ein paar Kindern hatte ich im vergangenen Schuljahr so ein antifaschistisches Projekt am Laufen. Zum Schuljahresabschluss wollten wir das gebührend feiern. Mit Reden, Musik, Gesang, Spielen und anderen Spaßaktionen. Dosenwerfen war gewünscht. Leider war es gar nicht so einfach an ein paar brauchbare Dosen zu kommen. Aber selber machen ist ja eh immer besser. Also war ich im Baumarkt, habe mir Bauholz auf handliche 10cm-Stücke zuschneiden lassen und ein halbes Wochenende durchgepinselt. Mit fabelhafter Unterstützung.


 Natürlich durften die Wurfsäckchen dann auch nicht irgendwelche werden. So habe ich noch gestickt und genäht und mit Spielplatzkies gefüllt. Es ist hilfreich immer etwas Courage in der Hand zum Werfen zu haben.



 So und nicht anders begegnet man Hass und Hetze und dem ganzen anderen Dreckscheiß. Und wer jetzt meint, diese Farbwahl wäre in irgendeiner Art und Weise absichtlich gewählt: Ja! Sonst findet man die Klötze in der grünen Wiese ja nicht mehr. Das ist Himmelblau und Feuerrot. Ein Schelm, wer anderes denkt. Und hier wirft niemand mit schwarzen Blöcken nach Faschismus *hust* [Ironie/Sarkasmus aus]


 Wenn der erste Wurf nicht alles weggeballert hat, ist nicht so schlimm. In einer solidarischen Gemeinschaft gibt es mehr als eine Hand voll Courage.


 Für mich definitiv eines der besten Handarbeitsprojekte der letzten Monate. Die Kids hatten irre viel Spaß. Und schön waren auch die Gespräche die sich da untereinander und mit mir entsponnen. So wissen sie jetzt auch, was hinter den Begriffen "Homophobie" und "Patriarchat" steckt. So baut man didaktisches Material heute. Bildung und Erziehung zu demokratischen, partizipierenden, antifaschistischen Menschen mit Spiel und Spaß. Antifaschismus ist und bleibt einer der wichtigsten demokratischen Grundwerte. Darum! Das muss mensch ja heutzutage immer wieder betonen. 


 Die Holzklötze sind definitiv auch nachhaltiger als Dosen und können jetzt zu diversen folgenden Festen wieder ausgepackt werden. Das wird ein Spaß! Wünschenswert wäre es ja, wenn das dann irgendwann eher mal so historisches Material werden würde.... Dienstagssammlung.