Samstag, 17. Februar 2018

Samstagskaffee und Netzfunde # 5. 18


 Grüße aus dem Krankenlager! Frau Jule auf dem Wege der Besserung. Eigentlich schon viel besser. Nach zwei Tagen gefühltem Durchschlafen, sind zumindest die Viren in die Flucht geschlagen. Yeah! Auf zu neuen Taten. Heute Nadelkränzchen. Eine Person hat sich für heute angekündigt. Kleiner Kreis sozusagen. Vollkommen in Ordnung. Mehr brauche ich zur vergangenen Woche nicht zu sagen.

 
Oder vielleicht doch? Netzfunde: 

 500 Demonstrierende gegen so Faschoarschkrampen am Montagabend in Hamburg... Mich nerven bis schockieren solch kleine Zahlen bei so wichtigen Dingen immer.... Wo war der Rest? Z.B. die 4000 die sich am vorrangegangenen Samstag bei FEINE SAHNE FISCHFILET gefeiert haben und vermutlich auch dort antifaschistische Parolen zwischen den Songs gebrüllt haben? Ach, ich weiß: Es war kalt und hat geschneit und war glatt... Mimimimi.... Jaja. Ich war da und vermutlich hat mir das die Erkältung angeheizt. Aber das war es mir wert.

 Von faschistischen Schmierereien zur (Straßen-)Kunst. Ein feines Projekt für Jugendliche in Berlin. Das merke ich mir. 

 Ein feiner Beitrag zum Thema Sprache ordentlich nutzen gab es bei kleinerdrei. Meine Rede. Allerdings fehlte mir auch hier ein bisschen der Aspekt dahingehend, dass dieses bewusste Nutzen von Sprache auch ein sehr privilegierter Anspruch ist. Man muss wahrhaftig aufpassen, dass man in der Hinsicht niemanden aus den Debatten ausschließt, nur weil diese sprachlichen Feinheiten nicht bewusst sind und genutzt werden können. Ein wenig Fingerspitzengefühl ist da gefordert.

 Ich kannte weder die Plattform speakerinnen.org noch music women. Netzwerke an denen sich Rednerinnen* und Musikerinnen* zusammenschließen und gebucht werden können. Danke, kotzendes Einhorn.

 Auf der New Yorker Fashion Week laufen auf einmal mehr "normale" Menschen auf den Laufstegen und werden als Minderheiten-Models bezeichnet. Herrje! Ich bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt als positive Entwicklung oder erschüttert über die Wahrnehmung von Menschen aufnehmen soll.... 

 Und manchmal bin ich ja verwundert darüber, mit welchen Ohrwürmern ich manchmal morgens aufwache. Heute morgen war es Fratzengeballer: SWISS + DIE ANDERN "Wir gegen die". Und weil es so schön war und es irgendwas getroffen hat auch gleich noch von dieser Band "Zickzackkind" hinterher. 



 Nächste Woche gibt es wieder mehr und auch wieder was Kreatives und was fürs Hirn und für die Augen. Beim Kranksein geschrieben. Noch bei Andrea vorbei und dann mache ich einfach da weiter, wo ich gerade bin: Auf dem Sofa mit Nadeln.

Freitag, 16. Februar 2018

Bäume zur blauen Stunde


 Sehr am Anfang des Jahres im Liliental in der Nähe des Kaiserstuhls zur blauem Stunde mit vielen Bäumen. Das hatte was, war wunderbar. Herzgeflechte in den Himmel, kurz vorm Abendbrot.








Donnerstag, 15. Februar 2018

Sunshine statt anschrei´n


 Was ist da los? Frau Jule so still diese Woche. Jaja, war wohl der Akku alle. Bis ganz unten. Kein Samstagskaffee zum zweiten Mal in Folge, keine 7 Sachen am Sonntag. Es wurde sich schon "beschwert". Aber hier war was los. Da muss mensch einfach mal Prioritäten setzen. Und die lagen nicht am Blog. Nach sechs Wochen auf der Überholspur, kroch schon am Montagnachmittag was in meine Knochen. Vermutlich zu viel Arbeit. Nicht nur Lohnarbeit. Auch wenn es in langen Strecken fabelhaft war, fehlten einfach die Ruhephasen. Die Antifaschodemo, auf der ich am Montagabend natürlich war, hat mir dann wohl den Rest verpasst. Jetzt bin ich krank. Dafür konnte ich gestern auf meinem Sofa ganz fabelhaft die Sonne genießen. Sunshine statt anschrei´n. Hatte auch was Gutes.




 Ich pflege mich noch ein wenig weiter. Vielleicht finde ich so bis Samstag zwischen Bett und Sofa ja noch ein paar mehr feine Netzfunde. Bleibt gesund. 

Montag, 12. Februar 2018

12 von 12 im Februar 2018

 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier. Der zwölfte ist ja auch immer gut geeignet für so richtig maue Bilder aus meiner Handykamera. Nennen wir es Kunst. Also los:
1. Nix Rosenmontag. Lohnarbeit erfordert frühen Kaffee.
2. Aus Gründen morgens schon am Hauptbahnhof gewesen. Gespenstisch.
3. 15 Minuten später aus der S- Bahn steigen und massivst überrascht sein. Schnee mich doch am Arsch!
4. Atmen nicht vergessen.
5. Buchführung.
6. Mit Brombeeren habe ich heute auch auf der Arbeit hantiert. Was mensch als Lehrperson nicht alles so tut.
7. Grinsekatze auf dem Wegschlenker zur Arbeit.
8. Kabelsalat nach der Schwimmrunde. "Man findet keine Freunde mit Sala-at, man findet keine Freunde mit Sala-at!", sang Bart Simpson in meinem Kopf....
9. Wenn es denn nur so wäre.
10. Ich hätte bitte gerne diese Krake für zuhause zum reinkuscheln. Man unkt ja, dass der Oktopuss das neue Einhorn oder auch das Tier des Jahres sei...
11. Ich als erklärtes Schüsselkind habe heute mal ein paar Reste weggeputzt.
12. Trostkamelle zum Kaffee. Kein Karneval für mich in diesem Jahr. Aber evtl. muss ich gleich nochmal raus ins Schneetreiben. Da gibt es so eine "neue" Montagsveranstaltung der Ewiggestrigen in der Stadt. Das geht ja mal gar nicht! Und die Mobilisierung ist mal wieder an mir vorbeigerauscht.... Ich pack mich gleich mal ein. Habt einen schönen Abend. Um die rheinischen 12 von 12 werde ich heute einen Bogen machen. "Heimweh" oder so....

Donnerstag, 8. Februar 2018

Kuchen und Holz


 Manchmal landet man im Leben an Orten, von denen man gar nicht so genau weiß, wie man da hin gekommen ist. Da hilft es dann einfach mal den Kopf aus- und die Augen aufzumachen. Eindrücke eines Wochenendes im Irgendwo. Zwischen Kuchen backen, Gemüse schnipseln und Holzhacken. Zwischen Herzwärme und Gruselfaktor, zwischen Unmengen Kaffee, tanzen zu guter Musik und spannenden Begegnungen. Einfach mal was erleben. Hilfreich. Immer.













 Das ist Leben. Eben. Ich bin sehr dankbar, dass ich dort sein durfte. Mehr Informationen gibt es aus Rücksichtnahme auf Privatsphären erstmal nicht. Ich wollte da einfach mal Bilder sprechen lassen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Kothenrock


 Röcke! Yeah! Ich und Röcke gehen immer. Aber ich musste mal das Niveau ein wenig anziehen. Darum gibt es heute einen Rock aus Webstoff. Einem ganz besonderen Webstoff. An ein solches Projekt habe ich mich ja schon lange nicht mehr rangetraut. Nachdem ich die Angst vor dehnbarem Material wie Jersey und Sweat überwunden hatte, merkte ich schnell, dass dieses Material viele Fehler verzeit. Ganz anders als Webware. Aber irgendwann wird es Zeit, sich wieder an altes Können zu trauen. 


 Mein neuer Rock ist aus einem besonderen Material: Einem Stück alter Kothenbahn. Die Pfadfindenden wissen, wovon hier die Rede ist. Kothen sind Zelte aus dickem, schwarzen Canvas. Ein super Material. Ich habe Antje kennengelernt, weil sie mir vor Jahren mal so eine Bahn anbot. Der Rest ist Geschichte. Spannenderweise habe ich schon einen Rock aus Kothenstoff. Allerdings aus neuem Kothenstoff. Genäht hat ihn vor Jahren mal m.i, die ich aus meiner Zeit in Frankfurt kannte. Leider passte er mir irgendwann nicht mehr, weil zu eng. Mit dem Gewichtsverlust habe ich dooferweise den Zeitpunkt verpasst, an dem er mir wieder hätte passen können. Beim letzten Nadelkränzchen dachte ich, ich mache ihn "einfach" ein bisschen enger. Doch alle anwesenden Damen meinten, das wäre ungefähr so umfangreich, wie neu nähen. Also nähte ich neu, aus altem Stoff.


 Einen Schnitt für einen einfachen Rock aus Webware hatte ich im Schrank. Lediglich die Verschlussweise mit den Riegeln und die Taschen habe ich mir von m.is Rock abgeschaut und konnte so den Kampf mit dem Reizverschluss umgehen. Reizverschluss passt auch irgendwie nicht so gut zu diesem Rock. Die Knöpfe sind übrigens auch die alten Knöpfe von der Kothenbahn. Hier kommt nix weg.


 Der Stoff ist relativ steif, auch wenn die Bahn schon alt und abgerockt war. Ein bisschen stolz war ich auf meine Nähmaschine und die letzte Jeansnadel, die das wirklich alles ohne Murren zusammengetackert haben. Teilweise durch sechs Schichten wirklich dicken Stoff.


  Die leichte Marmorierung auf dem Stoff finde ich hier ziemlich passend. Definitiv ist der zum Holzhacken geeignet. Das durfte ich schon austesten. Dieser Rock ist jetzt schon sowas von mein neuestes Lieblingsteil. Der Patch musste natürlich drauf.


 Natürlich bin ich jetzt ein bisschen angefixt. Vielleicht muss ich demnächst wieder mehr mit Webstoffen nähen. Da kann ich gleich noch Nervgegner Reizverschluss angehen. Nur auf Röcke aus Stoff, die Futter benötigen habe ich keine Lust. Mal sehen, was mir dazu so einfällt.


 Meine Kothenbahn ist jetzt jedenfalls komplett vernäht. Falls irgendwo ein altes, gebrauchtes, gerne zerstörtes Kothenblatt oder eine Jurtenbahn aussortiert wird: Gerne an mich denken. Meine alte Pfadfindendentruppe gibt es leider nicht mehr. Heute darf dieser Rock noch in die (leider nur noch monatlich stattfindende) Mittwochssammlung.