Montag, 11. Dezember 2017

Norden, Nordlicht, Herzlicht # 13: Letzte Stunden in Abisko


 Meinen letzten Tag in Abisko verbrachte ich mit einem langen Spaziergang. Mein Zug ging erst am Nachmittag, ein Café oder ähnliches gab es nicht. Ausreichend Zeit, um sich lange draußen in der Sonne rumzutreiben.



 Auf meinem Spaziergang fielen mir diese wunderbar ausgebauten Wege auf. So zum Wandern und Spazierengehen bevorzuge ich ja eher kleine Trampelpfade, wo zumindest ich weiß, wozu ich Füße und Beine habe. Doch schon auf meiner Wanderung über den Vasaloppsleden dachte ich öfter, dass es doch schade ist, dass diese Naturschönheiten eben Fußgehenden vorenthalten sind. Keine Chance für Menschen im Rollstuhl. Anders hier in Abisko. Zumindest die Wege an den See und später auch rund um den Torneträskwasserzubringer waren rollstuhlbefahrbar. Da kann man lange moppern, dass das ja die Natur kaputt machen würde und blabla. Aber es können eben auch Menschen da hin, die Natur, Luft und Aussicht genießen, die nicht so flott zu Fuß sind. Der Landschaft tat das keinen Abbruch. Und mal kurz zur Erinnerung: Abisko ist ein kleines Dorf in Lappland.


 Einer der Wege führt zu dieser Sauna. Die Wiederrum war leider nicht barrierefrei. In Schweden haben sie einiges, aber eben auch nicht alles drauf.



 Aber für die Aussicht reicht es allemal.





 Um die Klamm herum gab es diese Bohlenwege. Sieht doch ganz fantastisch aus. Und ist eben auch für Rollstuhlfahrende geeignet.


 Ich fand später noch ein paar kleine Trampepfade und spazierte durch das trockene Flussbett. Zur Eisschmelze ist hier bestimmt ordentlich was los.



 Später am Tag ging es dann im Nachmittagsrot auf zum Bahnhof und auf in Richtung Stockholm. 


 
Danke Abisko für diese fabelhafte Zeit. Ich komme sicherlich nochmal wieder.

Andere Berichte der Reise:

Sonntag, 10. Dezember 2017

7 Sachen # 38. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gerührt: Englisches Frühstück um. Kulianrisch ein guter Start in den Tag.


2. Geschoben: Bierdeckel erstmal auf Seite.


3. Gelegt: Musik auf. Heute war quasi deutschsprachiger Postpunktag. Den ganzen Tag.


4. Gekrümelt: Wegen Brot und so. Das war eine echt gute Sonntagsfrühstücksschlacht.



5. Gefunden: Alte Zeichnungen und Notizen. Ersteres muss unbedingt bald hier auftauchen. Ich werde mich mal an einen Scanner klemmen müssen.


5. Gedreht: 60 Watt in die Badezimmerlampe. Die Lampe ist ja definitiv der neue InteriÖrstYle. Die alte Energiesparbirne war alle. Morgen muss ich dringend eine neue sparsamere Glühbirne besorgen.


7. Geplättet: Quasi skandinavisch.
Habt einen guten Start in die neue Woche. Ich lechze den Ferien entgegen. Noch knapp zwei Wochen. Jippie!

Samstag, 9. Dezember 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 35


 Der Grinch in mir hat die einzige Weihnachtsdeko in diesem Haushalt hervor geholt: Das Tomtetablett. Ansonsten kann man mir mit diesem Weihnachtsscheiß ja einfach mal weggehen. Mit Ausnahme der Tatsache, dass ich "ungestraft" Geschenke machen darf. Dementsprechend war der Nikolaus vergangene Woche auch nicht bei mir. Bin ja auch eher selten ein artiges Kind. Von den Keksen vom vergangenen Sonntag sind noch ein paar über. Werden noch für dieses Wochenende reichen. Dann werden neue gebacken. Was soll man sonst hier erzählen? Die Arbeitswoche kann locker 50 Stunden in fünf Tagen haben. Das läuft bei mir seit den Sommerferien nicht anders. Irgendwie auch geil, dabei ist mein Sabbelyeah echt erst seit vier Monaten vorbei. Aber ich wollte es ja nicht anders. Trotzdem werde ich am Wochenende einfach mal wieder NICHTS für die Arbeit machen. Außer Leben reinlassen. Das geht dann nämlich auch ganz gut.



 Netzfunde? Bittesehr:

 Wie war das mit dem Kontakt mit Medizinmenschen im Falle einer gewollten Sterilisation? Nicht so berauschend. Als ich vergangene Woche diesen ehrlichen Bericht zum Thema Probleme beim Finden eines Medizinmenschen für eine Abtreibung las, wurde mir da nochmal ganz anders.... Wieviele Verhütungsmittel kann man nochmal gleichzeitig anweden? Brrrrrrr.

 Ich habe keine PMS, aber auch ich merke, dass meine Leistungskurve an einigen Tagen dank der Hormone echt in den Keller geht. Mal wieder ein paar Gedanken zum Thema Mensturationsurlaub und Anerkennung der Tatsache, dass manch eine eben nicht einfach nur ein paar Tage blutet. Btw.: Lass mal nen Mann* fünf bis sieben Tage am Stück bluten. Möchte mal wissen, wie das ausgehen würde.... 

 In Bayern gibt es eine Initiative, die Frauenfeindliche Taten in die Kriminalitätssatistik bringen möchte. Ein spannendes Interview mit den Intitiatorinnen kann mensch hier nachlesen. Unterstützenswert. Und ich überlege schon, wen ich aus der Hamburger Bügerschaft zu dem Thema mal anschreiben könnte, sollte, müsste.... 

 Als sich aus dem Punk die Hardcoreszene entwickelte, bekam (meiner Auffassung nach) patriarchale Strukturen und diese verachtenswerte Männlichkeitskacke einen ordentlichen Anschub. Dass das aber nicht überall so war, kann man sicherlich fabelhaft bei "Queercore- Liberation Is My Lover" nachsehen. Ich glaube diesen Film muss ich mir dringend geben, um mich mit der Szene auszutöchtern oder so.

 Wie wird Mensch zum Mann, mit dem man (!!!) sich wegen dieses Feminismus dringend solidarisieren muss? Genau so.

 Hüfttasche finde ich super. Trage ich auch meistens. Ich bin dann also mal wieder Typ Linksradikale... jaja. Ein bisschen schmunzeln musste ich allerdings.

 Ich folge Stina Wollter schon länger auf verschiedenen Kanälen und feiere sie immer sehr hart für ihre Bodypositiveaktionen und den von ihr transportierten Feminismus ab. Eher so in Schweden und auf schwedisch, schadet ja aber auch nichts. Wer es musikalisch poppig, aber dennoch nachdrücklich mag, dem sei "Leave My Shame" von ihr ans Herz gelegt. Dass dieser fabelhafte Mensch auch Musik macht, ist irgendwie an mir vorbei gegangen.

 Hier heute eher so FEINE SAHNE FISCHFILET "Alles auf Rausch". Neuer Song von kommender Platte. Feinster Politpartypunkrock. Alle Daumen hoch und die Tassen jetzt hier auch! Prost Antifacista!


 Mit Zimt drauf muss sein. Schnell noch bei Andrea vorbei und dann mal sehen, was das Wetter heute zu den Plänen sagt. Habt es gemütlich!

Freitag, 8. Dezember 2017

Norden, Nordlicht, Herzlicht # 12: Letzte Nordlichtnacht


 Seid ihr es schon leid? Oder geht noch eine Nacht? Die letzte Nordlichtnacht ohne meine Hostelbekanntschaft. Es war ein Samstag. Es war voll am See, geradezu überlaufen. Und irre viel Kameragepiepe. Die Lauschigkeit war irgendwie dahin. Und alleine war das nach der fabelhaften Gesellschaft der vorrangegangenen Nächte irgendwie dann doch nicht das Selbe. Aber ein paar habe ich noch eingefangen. Mit Sternschnuppen.










 Auf jeden Fall brauche ich mehrmehrmehr. Auch wenn die letzte Nacht stimmungsmäßig etwas gedämpft war. Trotzdem voll der Hävelmanneffekt. Nächstes Mal wieder im Schnee vielleicht.


Donnerstag, 7. Dezember 2017

Reste zu Mugrugs


  Die selbsternannte Queen der Resteverwertung hat ein weiteres Mal zugeschlagen. Dieses Mal wieder Webstoffe und ein kleines Stückchen Quiltfleece, dass ich schon so lange über meinen Arbeitstisch schob, dass es schon ein wenig eingefusselt war. Aber auch dem konnte Abhilfe geschaffen werden. 


 Ich habe mir ein paar kleine Mugrugs gezaubert. Eigentlich hat mich Antje immer gut damit versorgt. Leider bin ich aber neben der Königin der Stoffresteverwertung auch die ganz große Kleckerprinzessin. Darum sind meine Mugrugs alle schon etwas eingeschmaddert und lassen sich auch nicht mehr so ganz sauberwaschen. Tee eignet sich halt super zum Färben...


 Also habe ich mal selbst zu Stoff und Nadel gegriffen. Das kleiner Format gefällt mir auch ganz gut, auch wenn so nicht so wahnsinnig viel zum Stoff zu sehen ist. Erst hatte ich noch überlegt ein bisschen spaß zu quilten, ließ es dann aber sein.


 Ich kann jetzt jedenfalls wieder fröhlich kleckern und diese Stücke werden neue Teeringe auf Tisch und Sofa zu verhindern wissen. Prost! Heute in der Donnerstagssammlung.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Norden, Nordlicht, Herzlicht # 11: Rentiere


 Suchbild. Findet ihr sie? Am Tag nach der bombastischen Sternschnuppen- und Nordlichtnacht verabschiedete sich Hostelbekanntschaft Nummer zwei in Richtung Heimat. Ich brachte sie noch zum Bahnhof und zog dann alleine los. Mich hatten die Spuren im Schnee auf dem Weg nach Lappporten nicht in Ruhe gelassen. Also Tee und Kamera in den Rucksack und ab dafür. Und wirklich, ich hatte Glück.


 Irgendwann krachte es neben meinem Weg im Gehölz. Und tatsächlich: Eine Herde Rentiere lief da entlang. Ich blieb leise stehen, führte einen kurzen Kampf in meinem Kopf, ob nur gucken, oder doch versuchen die Kamera rechtzeitig aus dem Rucksack zu bekommen. Am Ende wurde es ein leises nach der Kamera Wühlen. 


 Natürlich haben sie mich bemerkt. Aber das schien nicht weiter schlimm. Leise und langsam schlich ich näher an sie heran. Sie hatten sich einen perfekten Platz für ihren Auftritt ausgesucht.






 Zwar immer noch kein Elch, aber hallo? Rentiere in freier Wildbahn! So sind sie mir doch viel lieber als eingepfercht, in Wurstform oder als Fell zum drauf sitzen. Ich hatte Pudding in den Knien als sie aus meinem Blickfeld verschwunden waren. Mindestens so gut, wie das Nordlicht. Den Elch bekomme ich dann halt nächstes Mal.


Andere Berichte der Reise:

Dienstag, 5. Dezember 2017

Resteverwertung mit Dreieckstüchern


 Ich bin ja gerade sowas von die Königin der Resteverwertung. Bisher habe ich nur Webware zu Täschchen und Schlüsselbändern verwertet. Aber da lagen auch noch ein paar Jerseystücke rum. Die wurden natürlich wieder Dreieckstücher für die Kleinsten. Vor allem in der Zahnungsphase. Sabbersabber und so.


 Doe Fertigstellung hat tatsächlich lange gedauert. Mir waren die Jerseydruckknöpfe ausgegangen. Im Netz bekommt man zwar stapelweise Sets aber immer mit so ner blöden Zange dabei. Brauchte ich nicht. Möchte man kein Set kaufen, wird es schnell ganz schön teuer. Da habe ich mich doch ziemlich geärgert. Erstmal brauche ich jetzt jedenfalls keine Knöpfe mehr. Nächstes Mal mache ich dann einfach Klett dran oder so. Verschenkt sind die guten Stücke noch nicht, aber ein paar Menschen, die sich freuen werden, schwirren mir schon im Kopf herum. Sie werden schon gut ankommen.


 Freebooks für die Tücher findet man im Netz zu Hauf. Ich habe ein vorhandenes ein wenig abgewandelt und einfach mal wieder losgenäht. Das hier nur zu Dokumentationszwecken. Und in der Menschenskinder- und der Dienstagssammlung.