Samstag, 14. Oktober 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 28


 Uff, Ferien. Wahnsinn! Sowas von verdient. Dabei waren es "nur" sieben Wochen seit den letzten. Aber was für welche. Die Woche vor den Ferien ist IMMER nochmal extra anstrengend. Komisches Phänomen....  Ich möchte nicht weinerlich klingen. Ich mag meinen Job ja. Es ist so ein bisschen wie mit dem Sport: Es ist anstrengend, aber macht irgendwie Spaß und danach ist man wunderbar alle. Und nun? Regenerationsphase, ab in die Eistonne oder so. Ich mach natürlich die Flatter. Tschüss Internetz, ich bin raus. Sachen erleben, leben, damit ich bald wieder was zu erzählen habe. 


 Ein paar Netzfunde lasse ich aber auch heute noch hier:

 "In großer Mehrheit ignorieren wir jedoch gleichzeitig, wie präsent, mächtig und sanktionsbefreit der Rassismus in unserem deutschen Alltag seit Jahrzehnten ist." (Zitat ebd.) Ich würde das ja gerne noch erweitern um grundsätzlichen Faschismus gegenüber allem, was nicht der vermeintlichen weißen Heteronorm entspricht. Ein energischer Artikel, dem meiner Meinung einige Punkte fehlen, aber Diskriminierung ist ebenso vielfältig wie unsere Gesellschaft und da kann einem eben mal was unter den Tellerand fallen.

 Bei verbalen Attaken richtig reagieren, kann man gar nicht oft genug wiederholen. Ist so ähnlich wie der erste Hilfe Kurs. Sollte man sich auch hin und wieder mal auffrischen. 

"Strengt euch an in der Schule. Macht eine vernünftige Ausbildung. Verlasst euch nicht auf irgendwelche Ämter, steht auf eigenen Beinen. Nehmt das Leben ernst. Und auch wenn ihr euch von geregelter Arbeit nicht gleich den dicksten Wagen leisten könnt: Lernt zu warten. Habt Geduld." (Zitat ebd.) Das kommt in meinen Resilienzfördersammelordner für meine ganz harten Lernenden. 

 Dazu fiel mir noch dieses großartige Interview mit XATAR zum Thema "Bildung" ein. Über seine Raps möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren, aber mit der Kenntnis über diese Menschen, bekommt man die Lernenden, die jegliches Vertrauen in Lehrende verloren haben, auf seine Seite. Und Vertrauen ist die fruchtbarste Basis für gute Zusammenarbeit. Resilienzfaktor sein.

 Ich musste so hart über den "The Rock Test" lachen. Aber irgendwie auch traurig, dass es so etwas mal wieder braucht. Aber die Vorstellung, wie unsichere Menschen die Augen schließen und dann The Rock vor ihnen auftaucht, statt dem vorherigen "Objekt" ihrer Begierde- hihihihi. 

  Katzen machen mir bekanntermaßen dicke Augen und eine Schniefnase, doch von Zeit zu Zeit koketiere ich auch ein bisschen damit, dass ich im Alter wohl so was wie eine verschrobene Katzendame werde. Dass ich das vielleicht sein lassen sollte, lehrte mich der Artikel bei innenAnsicht, bei dem die Figur der Katzendame, am Beispiel der Harry Potter Geschichten mal kritisch hinterfragt wird.

 Ein schöner Artikel, wie positiv sich Feminismus im Bett (oder sonstwo) auswirken kann. Hach. Auch wenn sich dort hauptsächlich auf Männer* bezogen wird, finde ich, dass das für alle Geschlechteridentitäten gelten sollte. Los, liebe Menschen es lohnt sich!

 Wie geil ist denn bitte Brot am Haken e.V.??? Das möchte ich bitte in vielenvielen Läden ganz bald sehen. 

 Wie unfassbar vielfältig Schönheit sein kann, ist ja eigentlich klar. Diese Fotoserie zeigt das einmal mehr ganz fabelhaft. Mir hat sie ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. 

 In eigener Sache: Auch wenn ich in den nächsten Tagen nicht bloggen werde, werft mir bittebitte gerne eure Links unter die diesmonatige Politisierungssammlung. Ich freue mich über jeden Beitrag! Für Hirn an den Nadeln! Kommentare werde ich freischalten, aber erstmal nicht selbst kommentieren.


 Habt es gut, passt auf euch auf und genießt den Herbst, wenn es mal nicht regnet. Noch bei Andrea vorbeigehuscht und dann auf bald! Frau Jule meldet sich hiermit für die nächste Zeit ab, kommt aber wieder.

Freitag, 13. Oktober 2017

Ein Bild, ein Honorar und Viva Con Agua


 Wah! Wer ist er denn? Volker Heißmann? Es sagt auf jeden Fall: "Jo, du bist nen steiler Zahn" oder so. Haha. Wahlweise macht er Werbung für eine Veranstaltung mit ihm und den Nürnberger Symphonikern. Und warum das auf meinem Blog? Darum:


 Die Öffentlichkeitsarbeitsabteilung der Nürnberger Symphoniker schrieb mich vor einiger Zeit an, weil sie für das zirkusmäßig angehauchte Familienweihnachtskonzert gerne ein Bild verwenden wollten, das sie bei mir auf dem Blog gefunden hatten. Das Zirkuszelt eben.


 Geschossen habe ich dieses Bild auf dem Dockville Festival 2014. Die Kommunikation mit der Marketingabteilung verlief äußerst großartig. Sehr freundliche Menschen. Sie fragten an, ob sie das Bild nutzen dürften. Da stand ich also, fühlte mich geschmeichelt. Im nächsten Gedankengang stolperte ich allerdings. Für lau wollte ich das Bild nicht hergeben. Die Veranstaltung ist eine kommerzielle, ich kenne Menschen, die mit dem Fotoverkauf Geld verdienen, frei. Ich weiß, was das für ein hartes Brot ist und ich möchte nicht die Marktpreise kaputt machen, indem ich ein solches Bild lediglich für den Fame hergebe. Ich hatte schonmal ein Bild gespendet. Damals fürs Molotow. Das war etwas anderes. Ich konnte meinem Lieblingsclub etwas Gutes tun. Aber jetzt musste ich mir überlegen, wie viel so ein Bild wert ist, was ich, bzw. meine Arbeit daran wert ist. Da stand ich auch erstmal auf dem Schlauch. Ich habe von sowas ja gar keine Ahnung. Da ich aber einen Haufen Menschen kenne, denen ich doofe Fragen stellen kann, wurde ich ziemlich schnell auf die Bildhonorarempfehlung von ver.di verwiesen (für Gewerkschaften mache ich auch immer gerne Gratiswerbung). War wohl okay. Da wusste ich auch schon, dass ich die Kohle eigentlich auch nicht nötig habe. Also habe ich der Marketingabteilung vorgeschlagen, mein Honorar an Viva Con Agua zu spenden. Fanden sie gut, konnten sie aber nicht. Mein Honorarvorschlag wurde aber angenommen. Musste ich nur noch eine Rechnung schreiben. Mittlerweile konnte ich das Honorar an Viva Con Agua überweisen. 


 Belegexemplare der Flyer bekam ich zugeschickt mit einer furchtbar lieben Kurzmitteilung. Der Aufriss für mich war enorm, da ich so etwas vorher noch nie gemacht hatte. Vermutlich hätte ich die Anfrage einfach abgelehnt, wenn ich gerade nicht so einen freien Kopf hätte. Das alles begab sich noch zu Sabbatyeahzeiten. Einmal mehr ziehe ich meinen Hut vor allen Menschen, die als Freie arbeiten, ihren Wert jeden Tag selbst mit sich und anderen aushandeln, Rechnungen schreiben, Geld eintreiben und davon leben müssen. Für mich wird es die Ausnahme bleiben, auch wenn ich jetzt ein klitzekleines bisschen Erfahrung damit gesammelt habe. Darum muss ich mir so auch keine Gedanken um Gewerbe, Steuer und Co. machen. Meine Erfahrungen waren hier sehrsehr gut, was wohl auch an den freundlichen Menschen der Marketingabteilung der Nürnberger Symphonikern lag.


 Das alles als weiteres Kapitel "Was man mit einem Blog so alles erleben kann". Und auch eine kleine weitere Liebeserklärung an die großartigen Menschen von Viva Con Agua. Immer und immer wieder! Und wer in Nürnberg wohnt kann sicherlich ein schönes Konzert erleben. Das ist ja wirklich auch ganz famose leicht begreifbare Hochkultur. Saint-Saëns und so. Ein kompletter Kontrast zu dem, wie Viva Con Agua sonst so Spenden sammelt. Aber wie Volker Heißmann weiß: "Jede Menge steile Zähne da!" Und warum ich das heute schreibe? Zum angeben, was für ein Gutmensch ich bin? Mit nichten. Ich möchte nur den sozialen Druck erhöhen, öfter mal Gutes zu tun- Harghhargh! Tu Gutes und sprich darüber tut dem Altruismus keinen Abbruch. Freutag!

Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober 2017

 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier
 Und es ist Zeit für miese Handyfotos bei mieser Beleuchtung. Meine Handykamera ist wirklich nicht die Beste. Dafür eine der korrekteren. Das hier sind quasi Fairtradebilder.


1. Frühstückskaffee aus der Aufwachtasse. Das Vitamin B morgens darf nicht vergessen werden.


 2. Auf dem Weg zur Arbeit, fast jeden Morgen unfassbarer Zimtduft aus diesem unscheinbaren Kiosk. So duftet Hamburg am Besten. Da sabbere ich morgens schon. Franzbrötchen. Ach!


3. Ich bin ja manchmal schon beeindruckt davon, wie gut ich die Aufstellung eines stimmigen Farbkonzepts auch morgens um 6h hinbekomme.


4. Da ich heute fast vor dem Hausmeister in der Schule war, musste ich das Schultor aufschließen und es blieb genug Zeit, mir ein paar Korrekturen vom Hals zu schaffen, bevor die Lernenden kamen.


5. Apfel.


6. Ein Bilderrätsel...... Naja, meine Ordnugnsmappe für den Zettelwahnsinn.
7. Konis Postkarte erinnert mich ein Jahr lang täglich daran, das Atmen nicht zu vergessen. So richtig.
8. Kaffeepause. Seit man mir im naheliegensten Café erzählte, man würde keine Sojamilch mehr in den Kaffee schütten, weil für Soja Regenwald abgeholzt wird, habe ich mittags eben einen kleinen Spaziergang bis zur nächsten Kaffeetanke. Meinen Becher bringe ich immer mit. Jaja, für meine Sojamilch wird Regenwald abgeholzt, aber die Wurstbrote in der Auslage haben... Manchmal kann die Tischplatte nicht dick genug sein, in die ich in solchen Situationen beißen will. El Rojito ist übrigens ein sehrsehr guter Laden. Die verteilen diese Pfandbecher in der halben Stadt. Bestes.


9. Blauer Himmel zum Feierabend. Yeahyeahyeah!!!


10. Genau so und nicht anders.


11. Da liegen die Herbstferienvorbereitungen.


 12. Ein bisschen Pause hinterm Rechner für das hier heute. Auf dem Sofa unter der Decke. Nun noch bei Caro vorbei, dann mal sehen.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Holz hacken kann so heilsam sein


 Das schöne am Feuer machen ist, dass man Holz dafür braucht, das man vorher sägen und vor allem hacken muss. Auf meiner Wanderung habe ich verdammt viel Feuerholz gemacht. Ich hatte dank meiner Selbstunterschätzung ausreichend Zeit und Energie. Sägen zählt dabei nicht so wirklich zu meinen Lieblingstätigkeiten, aber auch das ging. Das Beste ist IMMER das HOLZHACKEN!!! . 


 Holzhacken ist besser als Yoga. Man betätigt sich körperlich, man darf etwas kaputt hauen und das macht ausnahmsweise mal Sinn. Manchmal hilft das ja im Leben. Einfach drauf. Es macht einen starken Rücken und starke Arme. Gutes Schuhwerk ist Pflicht. Holzscheit auf den Hackklotz, breitbeinig hinstellen, darauf achten, dass niemand in der Nähe steht, falls mal ein Holzscheit durch die Gegend fliegt. Die Axt mit beiden Händen fest packen, gut ausholen, zielen und ordentlich auf den Holzscheit sausen lassen. Es kracht und knallt. Wenn man eine gute Axt hat, geht das fast wie von selbst. Allerdings: "Das Holz reißt, wie der Vogel scheißt.", wie ich kürzlich bei der Naturmama lesen durfte. Bei Feuerholz ist das aber nicht weiter schlimm.


 Und irgendwie ist das ja in Großstädten ja auch eine Marktlücke. Kann mal bitte jemand eine Holzhackhütte aufmachen? Da könnte man dann einfach hingehen und stundenlang Holz klein kloppen. Das könnten die Betreibenden dann auch gleich an Kaminbesitzende weiterverkaufen. Besser als diese ganzen Yogastudios. Diese ganzen Holzfällerhipsters und Pseudozurückzurnaturmenschen könnten sich dann auch gleich mal beweisen. Und wenn da jemand meint, einer wie mir erklären zu müssen, wie man das richtig macht, dem würde ich dann mit der Axt in der Hand mal was erzählen. Geht mal öfter Holzhacken. Das ist wirklich heilsam. Ich liebäugele gerade mit dem Kauf einer Axt. Falls jemand Holz zu hacken hat: Ich komme gerne vorbei. Und danach am Feuer sitzen. Nicht nur Mittwochs mag ich das.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Für Lupina


 Im Freundesmenschenkreis ist ein neuer Mensch geboren worden. Hurra! Eine kleine witzige Anekdote gab es am Rande dieses Inhalts meines ersten Willkommenspaket. Der werdende Vater hatte mir den geplanten Namen außerplanmäßig verraten, damit ich mich an der Nähmaschine austoben konnte. Ich hatte genug Zeit bis zum errechneten Geburtstermin. Aber irgendwie hatte ich irre viel andere Dinge zu tun. Natürlich. Dann an einem freien Feiertag hockte ich mich bereits nach dem errechneten Termin an die Maschine und dachte, dass ich das jetzt wohl nicht mehr termingerecht hinbekomme. Ich schnitt so vor mich hin, bügelte, steckte, nähte und fragte zwischen zwei Tassen Tee mal nach, wann das Menschlein denn nun endlich kommen würde. "Sind seit 30 Minuten in der Klinik.", kam prompt die Antwort. Hoppala. Während sich das kleine Menschlein also ans Licht der Welt kämpfte, entstand zeitgleich diese Erstausstattung. Doppelte Geburt oder so. Und ich in Gedanken voll bei der entstehenden Familie. Ohne Mist. Irgendwie hatte das was.


 Es wird ein Punkerkind werden. Ich habe beim Nähen ordentlich Emopunk gehört und mich amtlich anschreien lassen.


 Wenn das mit dem Schlaf also nichts wird, dann liegt das nicht an mir. Neinnein. Resteverwertung.


 Ein bisschen niedlich durfte aber auch sein. Noch mehr Resteverwertung.


 Das letzte Lavendelsäckchen dieser Serie kam auch mit ins Paket. Als Ausgleich für die Schlaflosigkeit.


 Dieser tulpige Stoff ist tatsächlich neu gekauft. Kein Retrostoff. Fabelhaft, oder?


 Das Paket wurde gepackt. Es kam noch ordentlich Nervennahrung für die frischen Eltern dazu. Da kann man ja immer nur gutes Gelingen wünschen. Das letzte Päckchen für Lupina wird das hier nicht gewesen sein. Hmmmmmm.... Lupinen. Ich bin Fanin. Heute in der Dienstagssammlung. Edit: Auch in die Menschenkindersammlung von Karin.

Montag, 9. Oktober 2017

Herbstsonnenspaziergang nach dem Regensturm


 Genau: Gegen die Grauseeligkeit!!! Nach einer Woche Regen plus Megasturm, war es die Sonne gestern eine wahre Wohltat. Also habe ich mir die Kamera geschnappt und bin eine Runde spazieren gegangen. Aus Eimsbush an der Schanze vorbeigeschrappt nach St. Pauli an den Hafen und zurück. Eine meiner absoluten Lieblingstouren. Fotobombe gefällig? Alle so: YEAH!!!!






















 Und meistens geht man an solchen Tagen ja doch auf der sonnigen Seite der Straße. Da sind sie ja doch die Spuren des goldenen Herbstes. Für die Montagsfreuden.