Samstag, 27. August 2016

Samstagskaffee mit Backflash


 Samstagskaltkaffeegetränk im Bett. Wahrhaftig zum Runterkühlen. Das ist nicht alleine den Temperaturen der letzten Tage geschuldet. So ist das, wenn liebe Menschen wieder ins Leben rauschen. Es war eine Woche, in der auf meinem Handy längst gelöschte Nummern und Namen wieder auftauchten. Mehrfach. Erinnerungen wurden ausgegraben. Nur gute, warme, großartige, lustige, legendäre. Und auch musikalische. Ich hätte am Donnerstag die Musikmüdigkeit nicht vor dem Abend erwähnen dürfen. Nichts neues, aber altes, entstaubt, angehört und abgefeiert. Von AFI bis YELLOWCARD. Gerade laufen THRICE.


 Ein Seufzen ging durchs Herz und durchs Hirn. Es tat gut festzustellen, dass zwischen all dem damaligen Mist solche Perlen lagen und die Erinnerungen daran mittlerweile doch viel mehr wiegen. Dass sie mindestens so viel dazu beigetragen haben, wer ich heute bin, als der Mist.


 Und weil wir so viel alte Musik und Bilder, Herz- und Kopfgeschichten ausgegraben haben, habe ich noch einen alten Aktenordner ausgegraben. Darin Geschichten, Essays von mir und anderen. Ich las sie beim morgendlichen Kaffee. Literarisch teilweise keine Glanzleistungen, doch wir haben sie damals abgefeiert. Es war schön, sich auch hier zwischen den Zeilen und Seiten zu verlieren. Und wie das immer bei so etwas ist, sprudelte es in meinem Kopf. Vielleicht gibt es hier demnächst mal en ein oder anderen kleinen Essay, Gedankenworte, Herzgeflüster. Altes und neues von mir. Manche Dinge ändern sich nie. Früher habe ich so viele davon geschrieben. Das Forum, in dem ich sie veröffentlichte, existiert nicht mehr. Es ist vielleicht an der Zeit einen neuen Ort dafür zu finden. Hier.


 Und für ein paar neue Musikdonnerstage habe ich auch schon Ideen. Man merkt, es sprudelt. Ich finde es wunderbar. Dafür bin ich sehr dankbar, dass Altbekannte sich nach Jahren einfach wieder melden. Mit dem Wissen, dass man nicht im Groll auseinandergegangen ist, mit dem Mut und den Glauben daran, dass man sich immer noch versteht, auch wenn viel passiert ist. Dass man sich noch etwas zu sagen hat, auch wenn viel Zeit und eigene Erlebnisse dazwischenstecken. Einfach da weitermachen können, wo man vor Jahren aufgehört hat. DankeDankeDanke! Heute geht die Gedankenübersprudelei noch rüber zu Andrea.

Kommentare:

  1. Such mal wieder in Altem verlieren, hat doch was. Und dann auch noch Menschen, von denen man dachte, das sie einen vergessen haben.
    Schönes Wochenende,
    Andrea

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  2. Hach siehste ratzi fatzi hat sich der graue Nebel verdünnisiert. Ich fand ihn trotzdem gut, weil wer hat solche Kacktage nicht? Und dann tut es gut wenn dufte Leute wie du auch mal durchhängen. Hier läuft nun gerade thee oh sees und ich schicke gut gelaunte Grüße.
    Die Doreen.

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