Mittwoch, 11. Mai 2016

Die Löwenzahnkönigin


 Löwenzahn! Als Unkraut verschrien, dabei sollte man vor ihm den Hut ziehen. Kämpft sich in der Stadt durch den Beton, lässt sich nicht von überdüngten Wiesen und Feldern fernhalten. Hat die schönsten weit fliegendsten Samen, die man sich vorstellen kann. Und er macht die gelben Tupfer in grau und grün, die auch bei Regen daran erinnern, dass es eine Sonne gibt. Und wenn es nötig ist, kann er seine Blüten sehr weit nach oben schieben und trägt das schwere Gelb mühelos auf seinem Stängel.


 Welche Blume könnte also besser geeignet sein, um sich eine Krone daraus zu binden? Eine Krone, die weit leuchtet. Okay, ich gebe es zu: Die Löwenzanmilch verklebt Hände und Haare, aber ein bisschen Reviermarkierung wird man einer solch großartigen Pflanze wohl zugestehen dürfen.


 Sonne auf dem Kopf. Von heilender Wirkung habe ich nicht so viel Ahnung. Auch nicht von Löwenzahn als Nahrungsmittel. Aber ich muss ja auch nicht alles wissen.


 Und am Freitag schiebe ich diesen Kranz noch in die Naturkindersammlung.

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