Samstag, 10. Juni 2017

Samstagskaffee und Netzfunde # 17


 Sofakaffee. Der Sommer macht Pause. Es ist nicht so, dass ich die Tage vor dem Ausfall nicht ausreichend draußen rumgelaufen wäre, aber drinnen mag ich gerade nichts tun. Die Nähmaschine und der restliche Kreativkrams verstauben ein bisschen. Aber das ist ja nicht schlimm. Sommer genießen, wenn er da ist. Da tut die Sommerpause gerade nicht ganz so schlimm weh. Auf den Füßen habe ich schon Sandalenabdrücke in der Sonnenbräune.



  Ich muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich mich ein wenig über den Wahlausgang in Großbritannien gefreut habe. Konservative Partei abgewatscht und Rechtspopulistische mit 0%. Alles weitere kann man nun vermutlich noch nicht absehen, aber könnte sich diese Republik, in der ich lebe, bitte eine Scheibe davon abschneiden? Vom Wahlergebniss. Nicht vom Brexit. Natürlich. Kaffee also auf dem Sofa, dazu gibt es ein paar Funde aus den Weiten des Netzes:

 Nein, ich habe den neuen Wonder Woman Film noch nicht gesehen. Allerdings fand ich den Artikel über die (finanziellen) Erfolge weiblicher* Regisseurmenschen in Hollywood spannend. Früher oder später werde ich ihn sehen. Bei Filmlöwin gibt es eine ausführliche Rezension aus feministischer Sicht. Immerhin bekommt der Film dort 6 von 10 Punkten. Nur weil eine Frau* mal Erfolg hat, muss sie ja nicht gleich alles besser machen, als ihre männlichen* Kollegen. Eins nach dem anderen, denke ich.

 Update zum G20- Gipfel in Hamburg: Ein Interview mit unfassbar dummen Fragen des Reporters und unfassbar klugen Antworten der Frontfrau der Interventionistischen Linken Emily Laquer. Respekt!

 Ich bin ja keine Freundin von Hochzeiten. Solange allerdings gleichgeschlechtliche Beziehungen und Ehen noch ein Politikum sind, kann ich gar nicht genug von solchen Hochzeitsbildern bekommen. Ich musste ein bisschen grinsen, weil sie so viel mehr als nur Liebe ausstrahlen. Juni ist LGBTQ- Monat, bald gehen die CSD- Paraden überall wieder los. Das nur als Fakt am "Rande". Ich fürchte es wird noch dauern, bis hierzulande auch solche Bilder entstehen können. Bei ein bisschen Interessenrecherche zum Thema ist mir mal aufgefallen, dass G**gl* Regenbögen an der Seite bei Suchergebnissen zum Thema LGBTQ einblendet. Ich bin mir nicht sicher, ob das niedlich gemeint ist oder eine Warnung sein soll....

 Vielleicht ist das so eine Berufskrankheit, dass ich mich nicht über Rechtschreibfehler anderer Menschen lustig mache. Den Aspekt der linksintellektuellen Arroganz unterschreibe ich schon seit Jahren vehement. Hilft ja auch nicht, wie man diese Woche bei bento nachlesen konnte

 Es gab tatsächlich irgendwann mal eine Zeit, da habe ich mit dem Gedanken gespielt, Aktmodell zu stehen. Ich mag Aktkunst in all seinen Darbietungs- und mit all seinen Körperformen. Da kann ich mich stundenlang versenken. Ich dachte es sei vielleicht toll, mal ein Teil dessen zu werden. Dass das doch ziemlich hilfreich und aufbauend sein kann, konnte man vergangene Woche bei innenAnsicht nachlesen. Vielleicht sollte ich doch mal....

 Bei THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM sollte man sich nicht vom Namen abschrecken lassen. Beim GOTT SEI PUNK FESTIVAL habe ich leider nur ein paar Minuten ihres Auftritts erleben können. Seitdem habe ich jedenfalls einen schlimmen Ohrwurm von "Ich und mein Pony". Auch der andere Kram von diesen krassen Damen* ist ganz famos, mitgröhl- und tanzbar.


 Jetzt nur nicht kleckern, wenn es noch rüber zu Andrea geht. Mal sehen, was das Wochenende so bringt. Habt es gut!

Kommentare:

  1. Ein bisschen gefreut? Sehr gefreut. :-) Und ich befürchte, Akt stehen (sitzen) ist sehr anstrengend .... Schönes Wochenende. Regula

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  2. Schnell einen Gruß nach HH, ich muss noch dieses lustige Rechtschreibquiz machen, aber dann mal endlich in die Puschen kommen....
    GLG
    Astrid

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  3. Ich wünsche Dir ein super schönes Wochenende und viel Spaß bei Deinen ganzen Aktivitäten..l
    Herzlichen Gruß Sylvia

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  4. Ach, bei uns macht der Sommer auch gerade Pause. Aber tolle Kaffeedekoration! :D Ich hab mich gestern auch gefreut, aber für eine große Veränderung hat's leider nicht gereicht. Da hat die Presse hier einiges zu beigetragen.
    Ein schönes Wochenende!

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    1. die macht der medien ist wahrhaftig nicht zu unterschätzen. kürzlich hat der new yorker geschrieben, dass man beim blick in deutsche presse das gefühl bekommen könnte, die a*f*d hätte das sagen in schland. zumindest, wenn man von außerhalb kommt....
      brrrrrrrr. es muss sich was tun.
      liebe grüße,
      jule*

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  5. Deinen post zu lesen kostet mich immer viel Zeit! Und doch ist es immer wieder spannend, unterhaltsam, informativ...
    Lieben Gruß
    Andrea

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    1. liebe andrea,
      es klingt so, als sei das keine verschenkte zeit und das ist schön zu hören.
      liebst,
      jule*

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  6. Die IL hat keine Frontfrau - das ist billiger MOPO-Sprech und nichts weiter. Emily Laquer ist eine der Sprecherinnen der IL und im Orga-Komitee für die G20-Proteste aktiv. Nicht mehr und nicht weninger.

    Vom Wahlausgang in GB soll sich Deutschland eine Scheibe abschneiden? Du kennst das Wahlprogramm von Labour?

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    1. sehr geehrter anonym kommentierender mensch,
      es mag sein, dass ich dem moposprech zum opfer geworden bin, dennoch denke ich, dass jemand in sprechfunktion für welche organisation auch immer auch irgendwie an der front arbeitet. es ging mir ja auch nicht darum, die organisationssturkturen der il aufzuzeigen, sondern das talent dieser frau.

      und nien, ich kenne das wahlprogramm vvon labour nicht, war allerdings beeindruckt von den 0% für die rechtspopulisten.
      herzliche grüße,
      jule*

      p.s.: anonym kommentieren macht man nicht mal auf moponiveau....

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