Dienstag, 27. Juni 2017

Midsommar i Småland


 Was habe ich ein Glück in diesem Jahr, was meine Skandinavienerlebnisse angeht. Nachdem ich im Januar das Nordlicht beobachten konnte, schaffte ich es dieses Jahr tatsächlich zum ersten Mal, zur Sommersonnenwende am 21.06. in Schweden zu sein. Zugegebenermaßen habe ich schon diese immerhellen Nächte in Schweden erlebt, aber an diesem einen Tag war ich noch nicht dort. In Schweden finden die großen Midsommarfeierlichkeiten übrigens immer am Wochenende NACH dem 21.06. statt. So voll traditionell haben der Fussel es nicht gehalten. Trotzdem möchte ich gerne zeigen, wie wir den längsten Tag des Jahres in Småland genutzt haben. 


 Den Sonnenaufgang um kurz nach 4h haben wir natürlich verschlafen, aber nach dem Frühstück haben wir uns eingepackt und haben einen langen sonnigen Tag genossen. Wie man das so halten kann? Ungefähr so:




 Man kann nach Eksjö fahren. Eine der ältesten erhaltenen Altstädte mit vielen kleinen Holzhäusern in Schweden. Es ist ganz zauberhaft. Das Museum haben wir uns allerdings gespart, auch wenn eine Papierausstellung sehr verlockend klang. Doch bei dem Sonnenschein wollten wir nicht in geschlossenen Räumen sein.


 Weil es auf dem Weg lag, kann man noch in Nässjö halten. Doch außer diesem großartigen Rabenmural (jaja, such) hatte diese Stadt nicht so wahnsinnig viel zu bieten. 


 Man könnte eine Midsommarstång kaufen, wie sie hier in klein in den Margeriten stecken. In Schweden werden sie traditionell in groß aufgestellt und es wird darum herum getanzt. Ähnlich wie dem Maibaum in einigen deutschen Landstrichen. In Supermärkten und anderswo gab es sie in allen Größen.


 Statt der Midsommarståang kann man noch schnell ein paar Kleinigkeiten einkaufen, zurück zum Ferienhäuschen fahren. Fika in der Sonne und ein schwedisches Lieblingsmagazin dazu. 


 Man kann zum Haussee gehen und baden. Leider war es an besagtem Tag zu kaltwindig zum Baden. Fand ich zumindest.


 Abendessen mit vielviel Dill! Wichtig!


 Nachschauen, wo sich die Pferde an einem so schönen Sommertag rumtreiben.


 Auf Steinhaufen klettern und die Aussicht genießen.



 Kleine Kröten aus dem Feuerholzstapel sammeln und dann Feuer machen.




 Nachtisch am Feuer mit Blick in den Sonnenuntergang. Irgendwann so kurz nach 22h. Was ja irgendwie auch noch früh ist.


 Erst ganz zum Schluss scheinen nur noch die Kiefernspitzen der Sonne "Gute Nacht" zu wünschen.


  Und bis tief in die Nacht blieb es irgendwie so. Die schwedischen Tageszeitungen schlagzeilten übrigens, dass das Wetter am Midsommarfeierwochenende ganz gruselig sein würde. Das war DAS Thema. Sie behielten leider Recht.... Wir hatten Glück. Am eigentlichen Feierwochenende sind wir nach Hause gefahren. Es war ganz zauberhaft!

Kommentare:

  1. Sieht ja ein bisschen wie in den Pippi - Filmen aus, das Örtchen, dass du da besucht hast.
    Schwedische Lebensart à la Frau Jule hört & sieht sich irgendwie mediterran an...
    Einen guten Tag!
    Astrid

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    1. mediteran in skandinavien, ja, das passt. ich musste bei dem örtchen viel mehr an kalle blomquist denken ;)
      liebe grüße,
      jule*

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  2. Oooooh, sooo schön! Vielen Dank für die wunderbaren Schweden-Bilder - das Fernweh ist mehr als geweckt!
    Liebe Grüße
    Antje

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