Dienstag, 10. Januar 2017

Ein echtes Scheißgeschenk


 Voll das Scheißgeschenk. Ich habe zu Weihnachten (!!!) eine Klopapierhaltevorrichtung verschenkt. Ich sage jetzt nicht, wer in meinem Lieblingsmenschenkreis so etwas ganz dringend brauchte. Dafür habe ich für euch eine kleine, simple Anleitung gebaut.


 Gebraucht werden Ringschrauben, eine Kette in gewünschter Länge (ich habe mich für eine Knotenkette entschieden), etwas Rundholz (mit trockenen Haselruten geht es auch, hatte ich leider nicht zur Hand), Säge, Zange.


 Die Ringschrauben müssen ein wenig aufgebogen werden. Das ist auch so ungefähr der anstrengendste Teil der Bastelaktion. Wer zwei Zangen sein eigen nennen kann, hat weniger schmerzende Fingerkuppen als ich. Sicherlich.


 Das Rundholz auf 12cm lange Stücke zurechtsägen. Evtl. an den Enden noch etwas abschleifen, Ringschrauben reindrehen.


 Die Haltestäbe in mehr oder weniger gleichmäßigen Abständen an der Kette einhängen. Auf einer Seite kann man die Ringschrauben nun auch wieder zusammendrücken. Es reicht ja, wenn man zum Klopapier nachfüllen eine Seite von der Kette heben kann.


 Klopapier drauschieben und fertig. Wer cool ist und die Möglichkeit hat, schenkt gleich eine oder mehrere Packungen Viva Con Agua Goldeimerpapier dazu. Für den guten Zweck, sanitäre Anlagen in Entwicklungsländern. Und schick sieht es noch dazu aus. Der Vorteil von mehreren Rollen direkt an einer Kette liegt auf der Hand: Auf das sich spätestens bei der wirklich letzten Rolle jemand erbarmt und neues Papier aufzieht. Hoffentlich. Dieses Scheißgeschenk darf heute noch rüber in die Dienstagssammlung.

Montag, 9. Januar 2017

Winter in der Wahner Heide


 Bei meinem Besuch im Rheinland vergangene Woche wurde ich von meinen Gastgebenden auch wieder ordentlich gelüftet. Dieses Mal ging es unter anderem in die Wahner Heide. Dieses kleine Naturschutzgebiet liegt im Rhein- Sieg- Kreis und grenzt an den Köln Bonner Flughafen. Von 1817 bis 2004 war sie ein Truppenübungsplatz. Immer noch ist das Gebiet mit Munition belastet, dennoch ist es auch ein sehr artenreiches Gebiet, in dem man wundervoll spazieren kann. Zur Heideblüte war ich noch nicht dort, aber auch bei klirrender Kälte und Sonnenschein war es wundervoll. Ein bisschen über die Freiflächen, ein wenig durch den kahlen Wald, der hier und dort wieder aufgeforstet wurde. Ich lasse einfach mal ein paar Bilder da.













Sonntag, 8. Januar 2017

7 Sachen # 2. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Geworfen: Den Rucksack in die Ecke. Nachdem der Fussel und ich den Holzwurm zum Abschied gedrückt und den Hund gestreichelt hatten, nach knapp 5 Stunden Autofahrt...


2. Gefischt: Bergeweise Post aus dem Kasten. Drei Pakete? Ich hatte mit zweien höchstens gerechnet. Liegen bei den Nachbarsmenschen. Mal sehen, ob ich die in den nächsten Tagen erwische.


3. Gepackt: Ein tolles Geschenk aus, dass ich auf dem Esstisch fand. Antje war vergangenes Wochenende mal wieder Wohnungssitterin. Danke du Gute!


4. Gesaugt: Rollsplit ist auf dem Gehsteig bei Glatteis eine feine Sache. In der Wohnung die Hölle.


5. Gezogen: Frische Bettwäsche auf.


6. Gesucht: Reste aus der Vorratskammer zusammen.


7. Gestellt: Nudeln mit veganer Bolo (Nimm das Christian Schmidt!!!!!) aufs Sofa.
Ich bin jedenfalls wieder zuhause und gesund und hoch motiviert. Ab morgen gibts hier wieder Action. Yeah!

Donnerstag, 5. Januar 2017

Besuch in meiner Küche

 Unter dem Label "Kopfkirmes" gibt es auf diesem Blog hin und wieder lose Wortklaubereien, die sich im Laufe der Zeit in meinem Kopf zusammengebraut haben. Sie stehen in keinem Zusammenhang zu den sonstigen Themen hier. Ich weise jegliche Bezüge zu aktuellen Geschehnissen und autobiografische Zusammenhänge von mir. Es sind Worte, die aus meinem Herz in den Kopf sprudeln, dort toben und nach Freiheit verlangen. Teilweise sind die Wortklaubereien älteren Datums, teilweise auch glänzend neu. Ich lasse sie hier einfach frei. Heute auch in der Donnerstagssammlung.


Besuch in meiner Küche (04.2005)

 Da ist er nun in meiner Küche. Im fahlen Licht der Deckenlampe sieht er wunderschön aus. Zart und knackig mit einer glatten Haut. Auf seinem Kopf sieht es aus wie Locken. Ich habe ihn gerade mit nach Hause gebracht. Draußen dämmert es schon und das Radio auf dem Kühlschrank dudelt die typische Radiomusik. Ansonsten ist es relativ still. Ich frage ihn nach seiner Reise. Sie sei lang und beschwerlich gewesen. Über Feldwege sei es gegangen, Autobahnen und kleine verwinkelte Straßen aus den Dorf in die Stadt. Viele Tage ist er unterwegs gewesen, trotzdem sieht man ihm die anstrengende Reise nicht an. Er erzählt mir von der Sonne und der braunen Erde. Dort wo er herkommt, sei es viel ruhiger als hier in der großen lauten Stadt. Die Luft sei frischer und sauberer und die Lieder der Vögel wären ganz andere. Vor allem würden die Vögel viel mehr Lieder kennen.
 Draußen klatschen die Regentropfen an die Fensterscheiben, während er erzählt, wie oft er vom Regen bei sich Zuhause nass geworden wäre. Der Regen sei ganz weich gewesen und sauber, die Regentropfen größer und schwerer. Nach dem Regen wäre die Luft noch lange Zeit sehr klar gewesen, im Sommer würde sie nicht so schnell wieder verdrecken, wie hier in der Stadt und so stinken würde es bei ihm zuhause auch nicht. Er erzählt mir von Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen über den Feldern und Wäldern, vom Morgengesang der Lerche und dem Abendgeträller der Drossel. Das Rauschen der Bäume, welches man Nachts in der Stille gut hören könne, kommt in seiner Erzählung vor. Vom Gekicher der Mädchen, die am Wegrand Blumen pflückten, während er ihnen schweigend hinterher sah. Manchmal hätte er verträumt den Bienen und Hummeln hinterhergeschaut oder die Wolken beobachtet, die am blauen Himmel immer wieder ihre Form veränderten.
  Ich sitze da und höre seine Geschichte und fast kommt es mir vor, als wäre ich auch dort gewesen, wo er herkommt. Als ob ich auch einmal nichts gehört hätte, als die Stille, in der Dunkelheit nichts gesehen hätte, ausser den Sternen am Himmel und nur den leisen Ruf des Käuzchens nachts im Wald hin und wieder vernommen hätte. Fast kann ich die saubere Luft riechen. Den Duft von Blumen und Heu, von Holz aus dem nahen Wald, das Brummen der Insekten in den Wiesen und das Rauschen der Bäume hören. Die laue Abendbrise von der er erzählt, kann ich auch fast auf meiner Haut spüren. Wenn der Wind günstig gestanden hätte, hätte man sogar die Äpfel, die reif an den Bäumen der Nachbarwiese hingen, gerochen. Leise klopft der Regen an das Fenster, bis das Quietschen der Räder der Tram die Stille zerstören. Ich sehen die Scheinwerfer der Autos durch die Fensterscheibe huschen. Ich atme tief ein. Mein Magen knurrt. Noch einmal schaue ich ihn an, um mich dann ans Kochen zu machen. Er ist still geworden. Die Töpfe klappern, das Radio dudelt immer noch. Ich rieche an ihm und es duftet wunderbar, bevor ich ihn ins kalte Wasser werfe und die Herdplatte auf 3 drehe. Langsam fängt das Wasser an zu kochen und ich weiß, dass er weich werden wird, ohne seine wunderschöne grüne Farbe zu verlieren. 
 Danke für deine Geschichte, du leckerer Broccoli. Ich wünschte, ich wäre öfter dort, wo du herkommst.

Dienstag, 3. Januar 2017

Weltreisedecke für den Bruder


 Das hier ist die fünfte T-Shirtdecke, die ich insgesamt gezaubert habe. Witzigerweise ist dies die Decke für meinen Bruder, die ich eigentlich schon vor zwei Jahren machen wollte, sollte. Der Denkanstoß für alle T- Shirtdecken. Aber der Bruder konnte sich nicht von seinen Shirts trennen. Jetzt musste er es. Aus Gründen. Der Bruder ist ein großer Weltenbummler. Als Souvenier hat er sich von allen Enden der Welt T- Shirts mitgebracht. So finden sich in dieser Decke so einige Stoffe, die schon weit gereist sind. Im Zweifel haben sie ähnlich viele Geschichten zu erzählen, wie die Bandshirts, die ich sonst vernähe. Bolivien, Australien, USA, Italien, Marrokko. Und viele waren "Made in Bangladesh".... Ich weiß schon, warum ich immer nur in den Norden fahre. Da ist mein Bruder nie- haha!


 Kanada lag noch nie so nah an Thailand. Das nur mal so exemplarisch.


 Einige Shirts stammten aus Spanien.


 Das einzige verhackstückte Bandshirt ist auch gar kein richtiges. Das hat meine Schwägerin ihrem Mann selbst bemalt. Das finde ich unfassbar herzig. Auf unserem letzten gemeinsamen IMMERGUT FESTIVAL konnte er im Gegensatz zu uns, diese Band nämlich leider nicht sehen. Dafür haben die damals noch Schwägerin in spe und ich sie abgefeiert.


 Die Rückseite dieser Decke ist aus dem selben Stoff, wie meine auch. Wir wollten beide gerne blau. Geschwister...


 Und so kann er nun mit seiner Familie unter dieser riesigen Decke kuscheln. Höhlen kann man damit jedenfalls ganz fantastisch bauen. Und vielleicht werden seine Söhne in ein paar Jahren diese Decke auch so cool finden, wie wir sie heute. Noch schnell in die Dienstagssammlung und dann weiter.

Montag, 2. Januar 2017

Schneemenschen


 Schnee am morgen, welche Freude!


 Gemeinschaftlich den Fußweg geräumt. Und mit dem dort anfallenden "Abfall" kann man auch ganz wundervolle Sachen machen.


 Mit allen Kindern in der Straße Schneemenschen bauen. Solche und solche, große und kleine. Ich hatte ganz vergessen, wie anstrengend das ist. Ich werde zu alt für den Scheiß. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.


 Alle haben mitgemacht und fleißig Schnee rangetragen und Karotten und SchalE. Naja, es hat nur für einen gereicht.


 Mal sehen, wie lange die halten. Jetzt Kaffee, Kakao und Kekse. Montagsfreuden.

Sonntag, 1. Januar 2017

7 Sachen # 1. 17

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Gefangen: Im Pozileiabsperrgebiet. Und das vor dem Frühstück. Ich konnte mich aber schnell befreien. Vanillesojadrink ist ein super Freikaufmittel. Zumindest bei den kleinen Pozilisten.


2. Geoperiert: Little John heißt jetzt Jim und hatte eine geplatze Naht. Nun ist er wieder gesund.


3. Gepackt: Einen ganzen Haufen kleiner Menschen ein.


4. Gefroren: Beim Spaziergang. Dafür war die Sonne da.


5. Gestreichelt: Ein zotteliges Pony.


6. Gelegt: Feuerholz nach.


7. Geknipst: Die Lampen an.

 Ich wünsche euch allen ein buntes und wunderbares neues Jahr!  Ich bin gespannt, was es hier und da und dort so bringen wird.