Samstag, 4. Oktober 2014

Später schräger Samstagskaffee


 Den ersten Kaffee des Tages gab es heute in der Hamburger Innenstadt. Ich dachte, ich könne schnell noch ein paar Erledigungen tätigen, wenn ich eh schon da war. Ich mag die Hamburger Innenstadt nicht so sonderlich gerne, aber manchmal muss man einfach da rein. Ich war nämlich eigentlich gerade von einem Besuch bei Antje wiedergekommen, mit dem Zug, total tiefenentspannt, von viel Natur und ländlicher Ruhe und dann stolperte ich in den Samstagsshoppingwahnsinn... Ächz. Unverschämterweise hatte ich auch noch einen Stock im Jutebeutel. Es ist wirklich erstaunlich, welche Blicke man erntet, wenn man in der Stadt mit einer Tasche rumläuft, aus der ein Stock herausschaut. Menschen, die ich aus Versehen damit tangierte, sprangen entsetzt beiseite. Die Dekoläden waren allerdings voll mit Gedöns aus Zweigen und Gestrüppt, aber alles schön sauber. Ach liebe Menschen, ihr habt keine Ahnung- manchmal...


 Der Stock stammte von einem unserer Waldspaziergänge. Ein paar Stunden vorher hatte ich gerade diesen Blick erhascht, als ich mit Antje noch eine Runde durch den Kiefernwald stapfte, abseits der Wege, am Moor vorbei über herrlich weichen Waldboden und mit einem Rauschen in den Ohren, dass sich anhörte, als sei hinter der nächsten Wegbiegung der Strand... Ich weiß nicht, was das ist, aber im Moment mag ich meine freie Zeit gar nicht so gerne in der Stadt verbringen. Aufs Land werde ich darum nicht ziehen, aber ich genieße diese kleinen Ausflüge sehr. Danke liebe Antje, dass ich immer wieder bei dir aufschlagen darf.

 Den Samstagsstadtkaffee schicke ich zu Ninja und den anderen SamstagskaffeetrinkerInnen.
 Das Himmelsbild geht in Katjas Sammlung.

 Darüber warum wir in flotten Jahren übrigens schon üben aus Schnabeltassen zu trinken- wie man auf meinem obigen Samstagskaffee sehen kann- denke ich ein anderes Mal nach.

Kommentare:

  1. Schnabeltassen!!!! Du hast mich verdorben. Daran werde ich jetzt JEDESMAL denken müssen....

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  2. Stadt ist wirklich anstrengend. Und was die Leute immer kaufen müssen! Heute habe ich in Koblenz diesen Spruch gesehen: "Wir shoppen nicht, wir kaufen uns glücklich." Ist das nicht krank irgendwie? Ich verstehe deinen Drang aufs Land hinaus. lg Regula

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  3. Ich kann Dich grad gut verstehen. Auch mir ist Berlin momentan oftmals zu viel. Da helfen ausgedehnte Spaziergänge im Wald oder ein Besuch der Domäne Dahlem den Söhnen und mir wieder zur Ruhe zu kommen und uns zu erden.
    Stöcke, Steine, Kastanien, Eicheln, Blätter... Ich trage auch immer einiges mit mir rum, entweder weil ich es vom kleinen-kleinen-Mann übergeholfen bekomme oder weil ich es einfach selber schön finde. Komische Blicke von anderen nehme ich dabei schon gar nicht mehr wahr.
    Liebe Grüße
    Sabrina

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