Freitag, 14. August 2020

Das letzte seiner ART und Straßenbandenbildung

 

 Dinge passieren in der Stadt. Kunstdinge. Die Ausstellung rund um "Das letzte seiner ART" ist bereits seit einiger Zeit zu bewundern. In Hamburg in der Marktstraße. Kunst aus Zeiten der Pandemie, auf zeitweise sehr wertvollem Material: Klopapier. Erdacht, organisiert und durchgeführt von der fabelhaften MARAMBOLAGE. Gestern trafen sich ein paar der Künstlermenschen vor Ort um da mal mit ein bisschen Brause anzustoßen und natürlich noch mehr Kunst zu machen.





 

 Der Erlös dieser Aktion geht zur Hälfte an Viva Con Agua. Die andere Hälfte bekommt die Zeltschule. Natürlich rühre ich dafür gerne unbezahlt und unbeauftragt die Werbetrommel. und tolle Sachen gibt es dafür:


 

 ELWOOD

 

LA PIZ

FRÄULEIN WANJA

 

FRAU JULE 

Ach, das ist ja von mir. Blogpost dazu auch hier. 

 Natürlich gab es noch einige Papiere mehr zu bestaunen. Etwa eine Rolle Klopapier in kleinen Kunstwerken hängt da in den Schaufenstern. Aber ich war so überwältigt von den vielen großartigen Menschen und Begegnungen, dass ich gar nicht dazu kam noch so wahnsinnig mehr Bilder zu schießen. Mehr Bilder kann mensch hier anschauen.

 

 Ein großartiger Abend war das. Danke auch an SCHAFFENSLUST, AR.TOMATO, GARTENBAUKUNST, RENE SCHEER für die Begegnung.

MAENS und MARAMBOLAGE haben noch Kunst zum Mitnehmen gemacht.


 Und ich hatte auch noch den Acrylstift in der Hand. DIe Schranktüren standen da so rum. Was ein unfassbar fabelhaftes Ding das alles und der Abend auch. Könnte ich wirklich öfter haben sowas. Also: Kauft hier Kunst! Oder Spendet einfach so. Solidarität ist ein Tuwort und so.


Mittwoch, 12. August 2020

12 von 12 im August 2020


 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier. 
 
 
 1. Licht an. Als ich aufstand war es tatsächlich noch dunkel.


2. Kurz vorm Verlassen der Wohnung die Schotten dicht gemacht. Sollte heute ein langer Arbeitstag werden.


3. Auf dem Weg zur Arbeit war es noch angenehm kühl. Aber in Erwartung des heißen Tages entblätterte sich die Litfasssäule wohl schon mal vorsorglich.


 4. Ein paar Zuchini aus dem Garten geholt. Bevor die zu groß wurden, bekam eine Kollegin sie.


5. Zeit für Frühstück. Käsebrot, ist ein gutes Brot...


6. Maske passte heute zum Outfit. Oder umgedreht.


7. Die Freistunde mit einem saucoolen kleinen Menschen verbracht.


8. Kunstunterricht. Stilleben mit Desinfektionszeug.


9. Konferenz 1 von 3 für heute. Uff.


10. Schnelle Eispause zwischen Konferenz 1 und 3.


11. Konferenz 2 und 3. Da floss der Einklang mit mir selbst irgendwie im Schweiße dahin...


12. Feierabend. Nach hause geschwitzt. da darf ich jetzt hoffentlich ein paar Tage mehr an diesem wundervollen Kunstwerk vorbei. Das Paste Up ist glaube ich von Sei Leise (man möge mich verbessern, wenn dem nicht so ist). 

 Jetzt noch bei Caro vorbei und den Rest des Abends bleibe ich auf dem Sofa. Und hoffentlich früh ins Bett. Schlafen tue ich bei dem Wetter vergleichsweise gut. Das sollte ich mal nutzen.

Dienstag, 11. August 2020

Balkonkästen und Verwandlung

 Heute geht es auf den Balkon. War das Monsterprojekt, dass ich nach fast sieben Jahren Gärzeit endlich mal umgesetzt habe. Bilder zu machen fiel mir nicht so leicht. Aber vielleicht "erkennt" ihr es ja trotzdem. Ich habe sogar Vorherbilder. Mit denen fange ich an. Einfach mal so in einer Reihe, wie es auf meinem Balkon ungefähr aussah, seit ich in diese Wohnung eingezogen bin.


 Viel Platz für Blumen, aber so richtig schön finde ich ja anders. Also ran da. Ohne Hilfe. Selber machen. Alleine machen. 
 
 


  Ich habe diese Hochbeetblumenkastendinger gebaut. Aus Holz. Angestrichen, mit Teichfolie ausgekleidet, eine Drainage reingelegt und Erde draufgeschüttet. Alte Pflanzen im Garten ausgesetzt, neue von dort mitgebracht, neue gekauft. Hauptsächlich Stauden. Pflegeleicht. Ein bisschen Chaos ist da immer noch, aber das ist dann eben so. Die Kästen sind auf jeden Fall unfassbar stabil. Grundsätzlich ist jetzt eigentlich noch mehr Platz da für Bienenfutter.

 Die hinteren Beine der Beetkästen sind so hoch, dass ich mein Sonnensegel daran aufhängen kann. Auch das ist selbstgemacht. Das habe ich schon länger. Ein neues hätte ich gerne noch. Aber das kommt dann nächsten Sommer.



 

 Die neue Beflanzung zieht jede Menge Hummeln, Bienen und Wespenarten an. Ich bin nie alleine auf dem Balkon. Die solidarische Hummeltränke ist natürlich auch wieder aufgestellt. Ein neuer Satz Balkonmöbel fehlt noch. Immerhin der erste Stuhl ist schonmal da. Mehr brauche ich für den Anfang nicht. Da das ein Alleinprojekt war, reicht es erstmal, wenn ich da sitzen kann. Der Rest wird mich auch noch finden. 

 Ich kann es da jetzt jedenfalls sehr gut aushalten. Und alles selbst gemacht. Allein gemacht. Geht doch, auch wenn es schön wäre, wenn es anders gelaufen wäre. Dienstagssammlung.



Montag, 10. August 2020

Um Hilfe bitten

 Mir wird oft gesagt, ich solle mal lernen, um Hilfe zu bitten. Bzw. lernen, Hilfe anzunehmen. Richtig. Auf mehreren Ebenen. Um Hilfe zu bitten ist längst nicht Schwäche. Um Hilfe bitten ist nicht hilflos sein. Um Hilfe bitten ist schlicht und einfach in Ordnung. 

 Aber was tun, wenn niemand da ist, der einem Helfen kann. Total banal aber handfest hatte ich da neulich dieses Großprojekt, was ich fast sieben (!!!) Jahre nach dem ersten Hirngespinst endlich in die Tat umgesetzt und vollendet hatte. Es sollte etwas für mich werden. Es war nichts, von dem ich dachte, dass ich es alleine nicht hinbekomme. Aber ich wollte es einfach nicht alleine machen. Es würde schwer werden alleine. Es würde anstrengend werden alleine und im Zweifel würde auch Blut fließen. Ich habe in den letzten sieben Jahren diverse Menschen um Hilfe dabei gebeten. Zum einen eben aufgrund des Respektes vor dem Projekt. Zum anderen weiß ich, dass es Menschen waren, denen werken mit Holz und "schwerem" Gerät leichter fällt als mir und die dabei vielleicht sogar noch Spaß haben könnten, bzw. ein bisschen Selbstwirksamkeit erleben können. Und eine Hilfe sein können. Nö, war keiner bereit zu.

 Am Ende habe ich es alleine geschafft. Es ist vollbracht. Es fiel mir schwer, es war anstrengend und das Blut floss wenigstens unterhalb meiner Haut und wurde zu diesen schönen blauen Flecken auf den Schultern, als ich das Material aus dem Baumarkt nach Hause karrte (ohne Auto in fünf Gängen). Natürlich freue ich mich darüber, dass ich es alleine geschafft habe und es schwingt auch Stolz dabei mit, aber irgendwie halt doch auch ein bisschen Traurigkeit. Ich hätte dieses Projekt gerne mit einem netten Menschen verbunden. So bleibt auch dieses eben meines alleine. Es fällt mir schwer um Hilfe zu bitten und diese anzunehmen. Es wird nun auch wieder ein Kampf werden, dass dieses Projekt kein Zeichen dafür wird, dass einem eh niemand hilft und man eben doch alles alleine schaffen muss. Zu wünschen wäre es mir. Was es wurde, zeige ich noch.

Sonntag, 9. August 2020

7 Sachen # 26. 2020

  Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.

1. Gesammelt: Brombeeren. Mit Schweiß und Brenngenessel und Blut. Und Zecken und Bremsen. Morgens im Wald, die Joggenden erschreckt. Die angestrebten zwei Kilo habe ich auf den Punkt gesammelt. Und ich hatte keine Waage mit.
 
 2. Gespült: Nagelneue (!!!) Marmeladengläser. War nen Sonderangebot und praktisch.
3. Geschwungen: Die Waffen einer Frau und ihr Supercape. Nicht. Eigentlich war mir beim Marmeladekochen zwischenzeitlich nur langweilig und ich hab Blödsinn mit der Kamera gemacht.
4. Gezogen: Zwei Zuchinikuchen aus dem ROAR. Keine Ahnung wie die da reingekommen sind. Vermutlich habe ich gestern Abend beim Gießen im Garten noch ein paar Zuchini gefunden, die nicht noch größer werden sollten. Bekommen die Kollegas morgen wohl zum Fraß vorgeworfen. Rezept gibts nach erfolgreich abgeschlossener Experimentierphase demnächst hier. 
5. Gefüllt: Klopapier auf. Wer kochen und futtern kann, der muss auch ka****.... [Werbung: unbeauftrag, unbezahlt, weils geils.] 
6. Geknuspert: Wenn viele US-amerikanische Einwandernde aus Schweden kamen, ist das Knäckebrot mit dem Loch in der Mitte dann der Ursprung des Bagels? Quasi sein vertrockneter, älterer Vorfahr? (Ich bin zu faul das zu recherchieren, aber das ging mir beim Knuspern so durch den Kopf)
 7. Geschlagen: Ein neues Buch auf. So.

  Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!