Samstag, 10. November 2012

Eine neue Chance...

 ...verdient auf meinem Speiseplan der Rosenkohl. So dachte ich mir heute, als ich über den Markt schlenderte. Als Kind habe ich ihn verteufelt. Bitter und matschig war er alles andere als ein Hochgenuss. Als ich begann mich selbst zu versorgen, stand er nicht mal im Hinterkopf auf meiner Einkaufsliste. Doch heute lachten mich die dicken Strünke voller kleiner Röschen an und ich überlegte: "Na komm, eine Hand voll, zum Testen." So behandelte ich die Rosenköhlchen nach den Anweisungen der freundlichen Marktfrau, schnitt die Enden kreuzförmig ein, schmiss sie ihn kochendes Salzwasser und danach neben das restliche Kürbispüree von gestern mit Röstzwiebeln und Feldsalat mit Raspelkarotten auf meinen Teller.


Und was muss ich sagen? Das gibt es diesen Winter öfter! Vor allem im Hinblick auf das wunderbare Vitamin B2. Zweite Chancen lohnen doch öfter als man denkt. Lediglich Kohlrabi wird es nur noch auf die rote Liste schaffen. Den probierte ich mehrfach, doch das Kohlrabitrauma aus dem Kindergarten (!!!) sitzt fest. WÄH!

 Zum Nachtisch gab es übrigens mal wieder Apfelstreusel mit mehr als ausreichend Schlag"sahne". 


 Und statt Schnittblumen stellte ich mir diese Woche einen Weihnachtskaktus -auch bekannt als Schlumbergera- auf den Tisch. Wundervoll und hält länger als ein Blumenstrauß.


 Das Leben ist immer so schön, so gut und so lecker wie man es sich macht. In diesem Sinne wünsche ich ein schönes, gutes, leckeres Wochenende!

Freitag, 9. November 2012

Laterne, Laterne


 Ich bin heute in einen Laternenumzug geraten. Am Sonntag ist ja der Tag vom heiligen Martin. Allerdings tun mir die Hamburger Kinder ein bisschen leid. Sie bummelten dort so mit ihren Laternchen mit Elektrobirnchen drin über die vermatschten Straßen und keiner nahm sie ernst. Ich bin bekanntermaßen ein Kind des Rheinlands. Im Rheinland wurde -und wird vermutlich immer noch- nicht Laterne gelaufen, sondern ein Martinsumzug veranstaltet, inklusive "echtem" St. Martin auf großem Schimmel, Blaskapelle, abschließendem Martinsfeuer und Weckmannverteilung. Die ein oder andere Laterne wurde immer Opfer der echten Kerze innen oder vom Regen außen. Das war immer ein großes Fest als man noch nicht wusste, wie man cool sein sollte. Anwohner am Weg schmückten ihre Häuser und nach dem Umzug ging es zum "schnörzen". Wir zogen von Haus zu Haus, sangen mit ordentlich Schmackes Martinslieder und sackten Süßkram ein. Halloween war uns damals noch nicht geläufig. Und hier im hohen Norden? Traurige, frustrierte, wenig enthusiastische Kindergesichter und nur ein leises "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" auf den Lippen. Der Rheinländer an sich zieht ja gerne im großen Stil um. Nicht nur an St. Martin. Zur selben Zeit beginnt auch Karneval. Reiter hoch zu Roß, Blaskapelle und mehr Süßkram als Karius und Baktus vertragen, gibt es dann auch. Martinsumzüge sind quasi das Warm-up vor der fünften Jahreszeit. Ein feier- und zuckerwütiges Völkchen eben. Der Hamburger hat die Reeperbahn, aber von einem Laternenumzug über die Reeperbahn rate ich aus pädagogischen Gründen dringend ab. Ich liebe diese Stadt und möchte im Moment nicht im Rheinland leben, doch ein paar herzerwärmende Dinge haben "die da unten" doch. In diesem Sinne:

          De helleje Zinte Mätes
De helleje Zinte Mätes,
Dat wor ne jode Mann,
Hä jov de Kinder Käzje
Un stoch se selver an.
Butz, butz, widder butz,
Dat wor ne jode Mann.
Hier wohnt ein reicher Mann,
Der uns vieles geben kann.
Viel soll er geben,
Lange soll er leben.
Selig soll er sterben,
Das Himmelreich erwerben.
Laß uns nicht so lange, lange stehn,
Denn wir wollen weitergehn,
Weitergehn, weitergehn.

Sonntag, 4. November 2012

7 Sachen

 Ich hatte ganz fabelhaften Besuch am Wochenende und es war wirklich wunderbar! Schade, dass diese Wochenenden immer so schnell vorbei sind...

 Trotz Besuchs oder gerade deswegen heute wieder 7 Sachen. Worum es geht? Darum: Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von frau liebe.


1. Gemörsert: Lavendel für die Muffins.


2. Gedreht: Diese fantastische Teeuhr um.


3. Gepflegt: Die Blumen.


4. Geklebt: Den Staubsauger zusammen. Funktioniert ja noch und eine alte Weisheit besagt: Gaffa hält die Welt zusammen.


5. Gestellt: Bratapfelstreuselkuchen, Zitronen-Lavendelmuffins, Gedeck, Blumen und Kastanien auf den Tisch. Kaffee kam später frisch aus der Espressomaschine dazu.





6. Geblättert: In alten Epochenheften. Wieder was gelernt. Du meine Güte!


7. Gezwängt: Bunte, alte Epochenhefte in simple Stehsammler vom Möbelschweden. 

 In Hamburg war heute verkaufsoffener Sonntag, der damit beworben wurde, dass es noch 50 Tage bis Weihnachten seien. Noch 50 Tage!!! PANIK!!!! Vermutlich haben heute alle ausnahmslos Weihnachtsgeschenke gekauft....

Ich wünsche einen guten Start in die neue Woche.

Donnerstag, 1. November 2012

Husch, husch, ins Körbchen

 Das sagt man ja gerne mal zu Hunden oder Katzen. Aber Körbe kann man ja auch noch für andere Sachen gebrauchen als für den Markteinkauf. Ich mag Körbe. In die kann man schnell alles reinwerfen und einen Eindruck von "aufgeräumt" suggerieren. Darum habe ich einige Körbe hier rumstehen und gebrauche sie für alles Mögliche. Die meisten habe ich vom Trödel. Eine Dusche und sie sind wie neu. Und nun ist Ordnung!

 Da gibt es bei mir...


....den Strickkorb.


.... den Nähkkorb.

 
 ... den Lesestoffkorb.


... den CDs- die- ich- besprechen- sollte- aber- ich- habe- gerade- keine Lust- mich- durch- 90%- Schrott- zu- hören- Korb.


... selbstgeflochtene Körbe aus Schulzeiten.


... und natürlich den Brotkorb, der in seiner Freizeit für Brotbackzutaten missbraucht wird.


Nur der Wäschekorb ist keiner, weil zum durch die Gegend tragen diese Taschen doch einfach praktischer sind.



 Übrigens allen pflanzenfressenden Kolleginnen und Kollegen alles Gute zum Weltvegantag!!!


WEITER SO!!!

Sonntag, 28. Oktober 2012

7 Sachen

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von frau liebe.

 Heute alles mit der neuen Kamera. So richtig dicke sind wir noch nicht, aber wir freunden uns an.


1. Getrödelt: Alten Krams, den andere nicht mehr brauchen, ich aber unbedingt *hust*.


2. Gebuddelt: Zwiebeln für Blumen in die Erde. Ja, wirklich alle 150 mit dem kleinen Schäufelchen. Einen Spaten besitze ich nicht, wäre für den kleinen Garten wohl auch etwas übertrieben.


3. Geölt: Schneidebrettchen mit Olivenöl. 


4. Gekuchend: Heute Brownies mit Erdnussmusfüllung aus der neuen Lieblingsbackfischschale.


5. Gecremt: Die Gartenhände.


6. Gespeist: Milchreis mit Apfelkompott und Zimt-Kardamon-Zucker. 


7. Geknackt: Die ersten Walnüsse für diese Saison.

 Einen guten Start in die Woche! Und zieht euch warm an.

Freitag, 26. Oktober 2012

Verpackung

Vor kurzem verloste ich hier ein kleines Stoffmonster. Dieses machte sich letzte Woche auf die Reise nach Berlin zum glücklichen Gewinner. Der (!!!) Gewinner war allein schon von der Verpackung des Paketes schwer beeindruckt. Leider habe ich davon kein Foto gemacht. Vermutlich aus dem Verdacht heraus, dass es doch normal ist, schöne Dinge schön zu verpacken. Oder etwa nicht? Andersrum geht nartürlich auch: Schöne Sachen total verschlonzt ins Geschenkpapier vom letzten Weihnachtsfest knüddeln, lieblose Schleife drumrum, fertig. Oder eine tolle Verpackung und der Inhalt ist eher so zum Wegrennen. Ich denke da eher ganzheitlich. Dabei habe ich aber auch nichts dagegen, mal Zeitungs- oder Packpapier als Geschenkumwickelung zu gebrauchen. Es kommt eben immer auf das "Wie" an. Und eine schöne Verpackung zeigt ja auch immer Wertschätzung, sowohl dem Geschenk als auch - und das ist das Wichtigste- dem Beschenkten gegenüber. Schätzen wir unser Gegenüber also mal wieder ein bisschen mehr wert.

 Darum wird das nächste Geburtstagskind auch klein aber fein beschenkt. Nur eine SMS geht ja eh gar nicht. Eine normale Postkarte sollte es auch nicht sein. Also benähte ich eine Karte und als Anhängsel gab es noch ein Schlüsselband dazu.

 
 Da das Ganze nicht so groß war, passte es in einen Briefumschlag. Ich nahm einfach einen stinknormalen und das bunte Papierklebeband zu Hand. Mit viel Liebe umklebt und sieht doch so schön aus.

 
 Und weil ich schonmal die Maschine und den Stoff draußen hatte, beschenkte ich mich und meine Kamera gleich mit einem neuen Kleidchen mit. Auch "nur" neu verpackt, der alte Tragegurt. 


Hinter Verpackungen steckt manchmal noch viel mehr. In diesem Sinne: Ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Glück

 Irgendwie ist mir das Wetter so schon viel lieber. Es ist kühl aber nicht kalt, das Wasser kann sich nicht entscheiden, ob es noch Neben oder schon Nieselregen sein will und es ist immer etwas dämmerig. Herbst eben. Fein!


  Und wenn man auf dem Wegesrand zur Arbeit ein wenig die Augen offen hält, dann kann man dort das Glück wahrhaft wuchern sehen.



 Ansonsten haben heute die ersten Gewürze endlich mal neue Kleider bekommen. Ich muss ja nicht ständig nur für mich welche schneidern.


 Waldorf lässt grüßen. Endlich Herbst! Und der anstrengende Teil der Woche ist auch vorbei.