Freitag, 8. Januar 2016

Kleine Nettigkeiten 2016


 Anno 2014 gab es diese kleine Aktion, die durch die Blogs wanderte schon einmal. Damals wurde sie von Magdu angestoßen. Ich fand diese Aktion damals so schön und eigentlich wollte ich sie im vergangenen Jahr schon wieder anstupsen, aber irgendwie habe ich das so lange vor mir hergeschoben, bis 2015 vorbei war. Aber jetzt. Die Regeln sind denkbar einfach und ich würde einfach die von 2014 wieder nehmen:


  "Die ersten drei Menschen, die mir ein Kommentar hinterlassen, erhalten irgendwann dieses Kalenderjahr eine Überraschung von mir. Etwas Gebackenes, Gebasteltes, eine Postkarte oder irgendwas anderes Schönes... Auf jeden Fall etwas, das mit Liebe gemacht oder ausgewählt wurde. Wann die Überraschung kommt, steht noch nicht fest und wird auch nicht verraten. Nur, dass es dieses Jahr ankommt ist sicher.


 Der kleine Haken? Diese drei Leute müssen das gleiche Angebot in ihrem Blog machen. 
 So lasst uns 2016 nette Dinge tun, ohne ersichtlichen Grund, einfach weil's schön ist und Spaß macht!"

 Dementsprechend können hier leider auch nur Menschen mitmachen, die einen Blog und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Ebenso solltet ihr mindestens 18 Jahre alt sein und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Fairness halber fände ich es cool, wenn jeder Mensch nur einmal kommentiert und nicht mit diesem etwas anderen Stöckchen "mitreist", um viele Nettigkeiten einzuheimsen. Auch wäre es schön, wenn auf den Blogs gezeigt würde, was es für Nettigkeiten waren, die verschickt wurden und die bekommen wurden. Da ich die Kommentare moderiere und heute sehr viel Arbeit habe, bleibt es hier erstmal ein bisschen spannend. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, die Aktion auf eurem Blog zu starten, auch wenn ihr nicht auf meiner Nettigkeitenliste steht. Einfach nur so. Damit 2016 ein bisschen netter wird. Und los!

Donnerstag, 7. Januar 2016

Silvesterkuscheldecke


 Es ist schon fast eine kleine Tradition geworden, im Winter eine neue Kuscheldecke zu nähen. So ist nun mal wieder eine neue fertig genäht worden. Komplett aus quasi recycelten Materialien.


 Die Oberseite ist komplett aus "alten" Baumwollbeuteln. In diesen bekommt man beim Einkauf im Laden einer schwedischen Desgnerin in Hamburg seine Ware mit auf den Weg. Eigentlich brauche ich das meistens nicht, aber diese Beutel habe ich immer gerne mitgenommen. Nein, ich habe da nicht meine Vorsätze gebrochen, aber in diesem Laden gibt es auch ganz fabelhafte Schuhe, Socken und Leggins. Vegan und fair. Diese habe ich mir dann auch immer gerne in die größten Beutel packen lassen. Die Beutel habe ich für die Oberseite dieser Kuscheldecke einfach auseinandergenommen.


 Aufgrund der Tatsache, dass die Beutel schon so wild gemustert sind, habe ich die einzelnen Stücke einfach groß gelassen, so dass nicht noch mehr Unruhe in die Decke kam. Die Größe Stücke sind entstand so nach dem Zerlegen, nachdem ich auch die kleinen Aufdrucke mit dem Namen der Designerin herausgeschnitten hatte.


 Die Rückseite besteht aus einem alten Bettbezug. Dieser war ursprünglich einmal weiß. Ich habe davon vor einiger Zeit ganze Massen "geerbt". Mittlerweile färbe ich sie nach und nach ein. So ist immer unifarbener Stoff da, in Farben, die ich brauche, den man mit allen anderen kombinieren kann. 


 Das feine Webmuster der Bettwäsche kommt auf dem Bild nur leise zum Vorschein. Ein kleines Stückchen musste ich anbauen, da die Breite nicht ganz gereicht hat. Gequiltet habe ich quasi von oben und bin dabei die Stoffstücke der Vorderseite einfach entlanggefahren. So ergab sich dieses etwas wilde Muster. Innen steckt ein recht dünnes Baumwollvlies.


 Die Einfassung ist ebenfalls aus dem eingefärbten Bettbezug, da davon reichlich vorhanden war. Genäht habe ich dieses gute Stück übrigens am Silvesterabend. Eigentlich ein Abend, an dem ich es mir traditionell mit der "Sex and the city"- Serie auf dem Sofa gemütlich mache. Vergangenes Silvester konnte ich aus Gründen aber so gar nicht mehr still auf dem Sofa sitzen. Soviel zum Thema "heilsame Handarbeit". Und so ergaben viele verschiedene bunte Muster eine neue Kuscheldecke. In die Donnerstagssammlung darf diese Decke auch noch, denn darunter werde ich mich verkriechen. Vielleicht nächstes Jahr an Silvester wieder mit "Sex and the city".

Mittwoch, 6. Januar 2016

Bettmenschen auf dem Sofa


 Weihnachten und Ferien fallen gerne mal zusammen. Das heißt: Viel essen, viel rumhängen, viel entspannen. Dafür braucht es die entsprechende Klamotte. Am besten eignen sich dafür die sogenannten "Chillhosen". Nicht zu verwechseln mit Jogginghosen. Das ist ein Style, der zumindest hier keine Existenzberechtigung hat. Chillhosen werden selbstverständlich selbst genäht. Im neuesten Fall trafen sich mehrer günstige Umstände: Herr Fussel beschwerte sich, dass seine Chillhosen immer zu kurz sind, mir fiel ein wunderbarer Stoff in die Hände, ich konnte auch eine neue vertragen, die auch zum Yogen taugen sollte und Geschenkezeit war auch noch.


 So fanden Herr Fussel und ich uns während der Weihnachtstage im Partnerlook auf seinem Sofa bei diversen Superheldenfilmen wieder. Wie harmonischkitschig das bei Nerds zuhause doch zugehen kann.


 Die Schnitte sind selbstgebaut. Mit der passende Kuscheldecke gaben wir dem Bettmenschdasein eine ganz neue Qualität. Herrn Fussel wollte ich nicht mit weiteren Fotosessions belasten, nachdem er mir neulich das schöne Video über die Instagramhusbands gezeigt hatte, hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm.


 Genug Platz für den Feiertagsfressbauch bieten diese Hosen auch. Feinste Fiesbilder der Hose an ihrem Bestimmungsort: Einem gemütlichen Sofa. Meine Hose taugt dank Bündchen am Fußgelenk auch zum Yogen, was ihrem Entspannungshosendasein die beste Bestätigung gibt.

Dienstag, 5. Januar 2016

Schon wieder gewebt


 Was tun, wenn man unfassbar viel alte Bettwäsche hat, deren Design eigentlich nicht taugt, um daraus neue Sachen zu nähen? Na, man macht Webmaterial daraus. Nachdem der erste Teppich fertig war, war aber immer noch unfassbar viel Material da. Also habe ich neuen Kettfaden auf dem Webrahmen aufgezogen und losgewebt.


 Der zweite Teppich ist ein wenig feinmusteriger geworden. Und auch minimal länger. Eigentlich wollte ich ihn ganz lang haben. Die Kettfäden habe ich länger abgemessen, aber dabei nicht berücksichtigt, dass diese ja auch Wege zurücklegen, bei denen sie sich verkürzen, weshalb das Endprodukt nun leider keine drei Meter lang, sondern eben nur zwei Meter und ein paar zerquetschte geworden ist. Lernen, lernen, popernen.


 Dafür habe ich darauf verzichtet, die einzelnen Schussfäden miteinander zu verknoten, sondern einfach übereinander gewebt. Das sorgt dafür, dass dieser Teppich keine Knotenknubbel bekam.


 Nächstes mal werde ich die äußeren Kettfäden noch dreifach nehmen und dann hoffentlich eine gleichmäßigere Außenseite bekommen. Ich kann nur lernen. Allerdings sind die hier gezeigten Schussgarnfarben nun wirklich fast am Ende. 


 Beide Teppiche harmonieren natürlich ganz vorzüglich miteinander. Für einen noch längeren Teppich wird das Material wohl nicht mehr reichen, aber hier gibt es ja genug Stoff im Haus. Mal sehen, wann der nächste vom Rahmen fällt. Heute darf dieser erstmal rüber in die Dienstagssammlung.

Montag, 4. Januar 2016

10 Jahre vegan- wie einfach!


 Hoppla! Schon wieder eine Sache, die ich vor 10 Jahren begonnen und seit dem erfolgreich durchgezogen habe: Ich ernähre mich seit 10 Jahren vegan. Heieiei, wie die Zeit vergeht. Erst vor einiger Zeit hatte ich etwas über 10 Jahre Yoga in meinem Leben geschrieben.

 
  Begonnen hat das alles total unspektakulär. Beschäftigt hatte ich mich schon eine ganze Zeit mit dem Thema. Der entscheidende Schritt wollte mir aber nicht so recht glücken. Ich lebte schon lange vegetarisch. Am Schlimmsten an der veganen Ernährung erschien mir der Verzicht auf diese Schokoriegel, die angeblich für Kinder sind und die extra Portion Milch enthalten. Ich hatte damals eine ernstzunehmende Sucht nach diesen Riegeln. Allerdings entdeckte ich irgendwann eine vegane Schokocreme, deren Geschmack mich sehr an diese Schokoriegel erinnerte. Die vegan Lebenden in meiner Umgebung, die mir diese Creme das erste Mal kredenzten, hatten diese allerdings für teueres Geld in den Niederlanden erstanden. Von daher kam dieser Ersatz erstmal für mich nicht in Frage. Zu kompliziert. An diesem denkwürdigen 4. Januar vor 10 Jahren stand ich dann aber zum Monatsanfangsluxuseinkauf im Bioladen und entdeckte diese Schokocreme. Und genau vor diesem Schokocremeregal beschloss ich, dass ich das vielleicht doch mal versuchen sollte. Ich kaufte meine ersten veganen Lebensmittel, verschenkte die unveganen Lebensmittel, die ich noch zuhause hatte, an meine Mitbewohner*innen und startete dieses Experiment. Es war kein Jahresvorsatz. Ich setzte mir einen dreimonatigen Experimentierzeitraum, der schneller und leichter verstrich als ich das befürchtet hatte.


 Ich blieb dabei. Mein Veganismus entwickelte sich weiter. Ich kaufte auch keine Woll- oder Ledersachen mehr. Von Seide war ich noch nie begeistert. Ich musste mir in den letzten zehn Jahren viele doofe Sprüche anhören, hatte manchmal doch Hunger, weil ich nicht vorgesorgt hatte. Doch das bisschen Hunger kann man hierzulande ja auch mal aushalten.


  Mittlerweile hat sich mein Umfeld an meine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten gewöhnt. Diskussionen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es nicht mehr. Ganz im Gegenteil. Einige konnte ich mitnehmen und es bricht niemandem mehr der Schweiß auf der Stirn aus, wenn ich zum Essen vorbeikomme.


  Und auch sonst konnte ich in den letzten zehn Jahren einige spannende Entwicklungen miterleben: Veganismus wird nicht mehr nur belächelt. Diese Ernährungsform hat sich zu einem Trend aufgeschwungen. Streckenweise etwas zweifelhaft, aber lieber so als gar nicht. Jedes vegane Menu trägt mehr zur Eindämmung von Tierleid bei. Verringert den CO2 Ausstoß und all den anderen Mist, der mit fleischlicher und vegetarischer Ernährung einhergeht. In jedem Supermarkt gibt es Sojamilch, vegane Ersatzprodukte und vieles mehr. Dass vegane Ernährung ungesund sei, ist mit diesem Trend weitestgehend auch vom Tisch. Meine eigenen Blutwerte bestätigen dies immer wieder. Ich muss dazu sagen, dass ich in einer Großstadt lebe, an der es an jeder Ecke etwas Veganes zu Schnabulieren gibt und es wirklich ein Leichtes ist, diese Lebensform zu betreiben. Doch auch in anderen Gegenden findet man immer öfter die ein oder andere vegane Köstlichkeit.


 Veganismus ist für mich mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden. Ich muss beim Einkaufen nicht mehr groß nachdenken. Es läuft einfach. Spannend oder anstrengend wird es immer da, wo Menschen meinen, ich würde ihre Lebensweise alleine mit meiner Lebensweise angreifen wollen. Darüber habe ich mich schon mehrfach ausgelassen. Auf jeden Fall sollte ich mal wieder meine Rubrik "Was kannst du denn dann noch essen?!?" aufleben lassen. Für alle die noch zweifeln, für alle, die immer noch keine Idee haben. Und für alle, die immer noch meinen, dass vegane Wurst nicht "Wurst" heißen dürfe, die dürfen sich gerne noch Gedanken darüber machen, ob vegane Torte dann auch nicht "Torte" heißen dürfe. Lasst es euch schmecken! Auf die nächsten zehn Jahre!

Sonntag, 3. Januar 2016

7 Sachen # 1.16

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Gerupft: Die Gardinen aus dem Arbeitszimmer aus ihrer Laufspur. Danach die Röllchen abgepuhlt und gewaschen. Ich habe es doch noch geschafft, das Arbeitszimmer in den Ferien aufzuräumen und grundzureinigen. Nur die Gardinen mussten bis zum Schluss warten.


2. Geknipst: Meine neue Lampe über dem Esstisch an. Herr Fussel hat sie mir gestern angebracht. Yeah! Ein bisschen Flugrost ist dran, aber endlich habe ich dieses klischeemäßige Leuchtgerät, das ich schon so lange haben wollte. Dank meinem Bruder, der kürzlich zwei davon günstig geschossen hat. Das bisschen Flugrost, fällt schon fast nicht auf.


3. Gestaubt: Ent. Abgestaubt habe ich diesen Leuchter schon vor langer Zeit. Zu WG- Zeiten habe ich damit immer gerne meine Zimmer geheizt, um Heizkosten zu sparen. So ein fünfarmiger Leuchter macht schon ganz ordentlich warm. Heute Abend wird er mal wieder angeworfen.


4. Gestempelt: Mir war so danach. Ich müsste das Stempelkissen mal nachladen.


5. Geschrieben: Gute Songzitate auf kleiner Zettelstreifen.


6. Geklebt: Retroblume auf die Fliesen. Mehr schlecht als recht. Die habe ich vor kurzem mal auf dem Trödel erstanden. Leider ist sie beim Aufkleben ein bisschen zerfetzt...


7. Gelegt: Material parat. Dieser Aufnäher kommt heute noch auf die Jacke. Ich denke aber, ich werde doch schwarzes Garn nehmen. Für den Rahmen für die Message. Ohne Message keine Competition, nech?

 So, morgen wieder arbeiten, wie alle anderen auch. Wie gut, dass ich in den Ferien fast alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe: Nichts! Ha! Muss ja auch mal sein. Habt es fabelhaft!

Samstag, 2. Januar 2016

Samstagskaffee mit Elefant


 Aus Gründen gibt es den Samstagskaffee heute mit Elefant. Es war diese Nachricht, die den Silvestertag bedrückte. Gedankenvoll ging damit ich ins neue Jahr, euch nur das Beste wünschend. Auch wenn ich euch nicht persönlich kannte, waren es die Gedanken an euch, die mich die letzten Tage umtrieben.


 Ich wünsche euch einen Elefanten. Die erzählten Geschichten, werden bleiben, werden wohl noch weiter tragen als bis hierher. Mehr Worte will ich gar nicht suchen und trotzdem oder gerade deswegen geht dieser Elefantenkaffee noch zu Andrea.