Freitag, 18. September 2015

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da!


 Naja, er kommt zumindest so langsam angekrochen. Die ersten Blätter färben sich schon gelb, die Sonne ist noch so wunderbar warm. Es ist noch nicht so kalt, dass der Regen dramatisch wäre. Frühling und Herbst mag ich ja am liebsten.  Der Sommer ist mir oft zu heiß, der Winter zu kalt. Hitze lähmt und Kälte lässt mich einkuscheln und wenig bewegen. Das dazwischen mag ich. Diese Jahreszeiten, in denen so vieles im Wandel ist. Ich habe immer das Gefühl, dass dieser Wandel auch mich antreibt.


 Ganz dringend sollte man im Herbst Zwetschen essen. Tue ich. Kiloweise.


 Ein Teil wurde auch schon zu Marmelade. Nur muss ich da wohl nochmal ein paar Gläser mehr kochen, so wie ich Herrn Fussel kenne. Zumal wir vergangenen Winter festgestellt haben, dass sich diese Zwetschenmarmelade super als Grundlage für Knödelsoße eignet. Nomm!


 Und Kürbissuppe gibt es auch schon. Ich bin eine Kürbisfressmaschine. Suppe ist da erst der Anfang. Natürlich mit ein bisschen Crema di Balsamico. Die Kürbispommes und das Pürree kommen später auch noch dran.


 Und es wird wieder gestrickt. Ich hatte im Sommer eine kleine Pause eingelegt. Für diese Stricksaison habe ich mir gaaaaanz fest vorgenommen endlich Socken stricken zu lernen. Ich bin gespannt, wie lange ich dafür brauche. Frau S. will es mir zeigen. Da wird sie wohl ihre stahlharten Nerven auspacken müssen.... Immerhin habe ich schonmal Stulpen gestrickt. Muss ich also "nur" noch Ferse und Spitze lernen....


 Außerdem bin ich dabei, eine neue Kette auf den Webrahmen zu fummeln. Gar nicht so einfach und vermutlich würde jeder Mensch, der Ahnung von diesem Metier hat, ob meiner Vorgehensweise, die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Beim letzten Teppich habe ich ja einfach die alte Kette abgewebt. Von den Stoffen in meinem Schrank und den Nähideen muss ich vermutlich nichts erzählen. Da werden demnächst die ersten Ergebnisse hoffentlich den Weg vor die Linse schaffen. Und was macht ihr so?

Donnerstag, 17. September 2015

Gut bemützt


 Eine Mütze, eine Mütze! Darum mag ich heute gar nicht so viele Worte verlieren. Schlabberstyle, so wie ich es mag.


  Zum wenden, wobei ich am hinteren Teil den Stoff ein wenig puzzlen musste. Der Stoff war ein kleiner Rest von meinem liebsten Kuschellongsleeve.


 Der Schnitt ist selbstgemacht. Ich liebe sie. Seit ich in Hamburg lebe, trage ich fast gar keine Strickmützen mehr. Da pfeift der Wind immer so durch. Durch Jersey oder Sweat zum Glück nicht. Vielleicht brauche ich noch ein paar mehr davon.


 Sie war- wie man sieht- auch schon mit in Schweden. Da hat sie meine Birne auf jeden Fall auch immer gut vor Mückenstichen bewahrt. Und weil dieses gute Stück schon so weit mit mir gewandert ist, darf sie nun auch noch rüber in die Donnerstagssammlung wandern. Der Herbst kann dann auch kommen.

Mittwoch, 16. September 2015

Die Axi kvarn


 Ich habe noch Beiträge zu Antjes und meiner Wanderung und unserem Resturlaub in Schweden in der Hinterhand. Einen davon soll es heute geben. Eine unserer Übernachtungshütten auf dem Vasaloppsleden befand sich direkt an einer alten Mühle, der Axi kvarn. Sie ist etwas über 100 Jahre alt. Die Bauern der Region taten sich zusammen und bauten diese Mühle. Wer dieser Gemeinschaft nicht angehörte, konnte sein Mehl gegen Bezahlung dort mahlen lassen.


 Die Mühle konnte man nur von außen sehen, doch sie war noch recht gut in Schuss. Wunderbaumaterial Holz.


 Die antreibenden Kanäle lagen trocken, bzw. waren die Sperrtore verschlossen.


 Das Wasser floss durch den mit Baumstämmen eingefassten Lauf an der Mühle vorbei. Eine Fischtreppe hatte man dort auch gebaut.


 Zur Mühle gehörten noch zwei Nebengebäude. Dieses Hier sah sehr nach Viehabstellraum aus und war natürlich auch aus Holz gebaut.


 Sogar der Türgriff war aus Holz. Man baute eben damit, was greifbar war.


 Aus den Ritzen zwischen den Baumstämmen wucherte es. In meinen Augen waren das einfach nur Flechten. Leider ließ sich nicht herausfinden, ob sie zur Abdichtung gewollt oder natürlich mit der Zeit gewachsen waren. Eigentlich ist diese Blockbauweise aber für sich schon recht dicht.


 Das zweite Haus diente als wir dort waren als Festabstellraum. Die Mühle kann man für Festivitäten mieten und offensichtlich gibt es ihr zu Ehren auch ein Mühlenfest.


 Alte Mühlensteine zu Sitzmöglichkeiten. So geht Upcycling eben auch.


 Ich fand die Bauweise sehr beeindruckend. Dass hier offensichtlich von Zeit zu Zeit etwas erneuert werden muss und das auch getan wird, konnte ich mit eigenen Augen beobachten. Kurz bevor wir die Mühle verließen, kam ein Zimmermann vorbei und nahm am Abfluss Maß. Vermutlich müssen demnächst einige Stämme ausgetauscht werden. Was man auf solch einer Wanderung nicht alles geboten bekommt.

Dienstag, 15. September 2015

Nicht jedes Fähnchen in den Wind halten


 Vergangenen Samstag habe ich ein Fähnchen in den Hamburger Wind gehängt. Normalerweise gar nicht mein Stil, aber in dem Fall war das dringend nötig. Eigentlich wollten Faschist*innen/ Asylgegner*innen/ Nazis durch die Stadt marschieren. Haben sie im dann zwar nicht, aber die Gegendemo fand auch so statt. Als erfahrene Demonstrationshäsin hat man ein paar wichtige Kniffe in punkto Demonstrationsvorbereitung natürlich im Schädel. Hilfreich ist es z.B. immer mit mehreren zusammen hinzugehen, um im Falle eines Falles (ich habe da schon so einige erlebt) gegenseitig Hilfestellung zu geben. Wenn man aber auf eine solche Großveranstaltung geht, ist es weiterhin hilfreich, einen sichtbaren Treffpunkt zu haben, der im Zweifel auch ohne Handy und in Bewegung funktioniert. Transparente können da helfen. Damit habe ich aber schlechte Erfahrung gemacht: Bei der Wahl Tränengas ins Gesicht oder Transpi fallen lassen und schnell wegrennen, habe ich schonmal die Entscheidung für das Transpi gefällt- mein Herz für Selbstgemachtes und so. Etwas Leichtes musste also her, mit dem man im Zweifel auch rennen kann.


 Da ich keinem politischen Zusammenschluss (mehr) angehöre, dessen Fähnchen ich hätte schwenken können oder wollen, musste ich selbst ran. Auf meinem Arbeitstisch flogen von meinem letzten Projekt noch ein paar Reste leichten (wichtig!!!) Stoffes herum. Eigentlich benutzt man zur Transparentmalerei Abtönfarbe, die war aber nicht da, dafür umso mehr Stoffmalfarbe. Ich habe also flott den Pinsel geschwungen. Die Botschaft war klar. In Anbetracht der knüppeldick vollgepackten vergangenen Woche eigentlich erstaunlich, dass ich das noch geschafft habe, aber man muss eben Prioritäten setzen. Ausreichend Schlaf war in dem Fall keine Option.


 Die Stoffe habe ich einfach mit der Zackenschere zugechnitten. Den weißen Stoff auf die Rückseite des gestreiften genäht. Mit rotem Garn, das war eh gerade in der Maschine. Bunt und so.


 An der Seite habe ich einen Tunnel genäht, das ganze über eine Holzlatte aus einem alten Raffrollo gezogen und sicherheitshalber nochmal festgetackert. Gelernt ist gelernt. Die Latte war etwas splitterig, aber zum Schleifen war keine Zeit. Den Griff habe ich einfach mit Gaffa umwickelt. War super.


 So ging es in die Stadt. Die Demo verlief weitestgehend friedlich. Rennen mussten wir auch nicht. Sie hat dennoch ihren Zweck erfüllt. Was will man mehr? Hin und wieder blieb Zeit, sich einen Kaffee zu organisieren, Pippipause zu machen, hinterm Demowagen zu tanzen, den Garageninhalt der Polizei zu fotografieren. Und selbst, wenn der eine oder die andere unserer Gruppe sich kurz entfernte, fanden wir wieder schnell zusammen. Für alle anderen Fälle hätte sie vermutlich auch getaugt. Ich habe schon schlimmere Demos erlebt. Wir wären gut vorbereitet gewesen.


 Eigentlich war der Wind an besagtem Tag ganz gut. Die Fahne wehte häufig gut sichtbar. Nur ich selbst habe irgendwie kein brauchbares Bild in Action hinbekommen.


 Das Fähnchen durfte danach noch mit aufs Straßenfest und Kaffee trinken. Nun steht sie in der Ecke und wartet, was da kommen wird. Ich entschuldige mich hiermit auch hochoffiziell bei all den Menschen, denen ich zwischenzeitlich mal aus Versehen mit der Fahnenstange auf den Kopf geklopft habe, wenn ich in meiner Tasche was suchte. Ich kann zwar Fahnen machen, aber damit Umgehen muss ich wieder üben.
 Und damit rüber zu den anderen Dienstagsprojekten. Das hier ist ja schon fast mal wieder DIY- or die! der feinsten und ursprünglichsten Sorte. Hängt euer Fähnchen nicht in jeden Wind!

Montag, 14. September 2015

10 Jahre Yoga, Meditation und Dharmapunx


 Mir fiel vor kurzem auf, dass ich in diesem Herbst seit 10 Jahren Yoga übe. Wie die Zeit rennt. Die Gelegenheit, um mal ein paar Gedanken und Geschichten dazu kundzutun.
 Meine erste Yogastunde erlebte ich im Rahmen des Unisports in Frankfurt in einer großen Sporthalle mit Spiegelwänden. Poweryoga für 5€ pro Semster. Jede Woche ein Kurs. Ich hatte kurz zuvor nach Jahren der Abstinenz wieder mit Sport angefangen. Walken, zum Abspecken, zum Ausgleich. Ich ging aus sportlichen Aspekten zum Unisport. Ich bin nach wie vor keine große Freundin des Sports, aber irgendwas musste her. Schnell merkte ich allerdings, dass Yoga gar kein Sport ist. Die Yogastunden im Unisport waren so lala. Ich hängte sie nach einem Semester an den Nagel, denn schnell hatte ich aber Lust auf mehr und die Stimmung in der Halle passte nicht so recht zu dem, was in mir dabei abging. Ich besorgte mir Literatur, übte zuhause. Bald täglich und hielt es wirklich mehrere Jahre streng durch, jeden Tag nach dem Aufstehen als erstes auf die Matte zu gehen. Ein Tag ohne Yoga ging gar nicht mehr. Ich war total angefixt. Eine Bänderüberdehnung im Fuß, die ich mir nicht beim Yoga zuzog, sorgte einmal für eine quälende lange Pause. Danach ging es schnell weiter.


 Ich übte Yoga die ganze Zeit für mich. Nach Büchern und Videos. Als ich nach Krefeld zum Referendariat zog, schaffte ich es problemlos, meine "strenge" Praxis aufrecht zu erhalten. Durch einen glücklichen Zufall geriet ich über den Holzwurm in die Dharmapunxgruppe Rhein-Ruhr, die zur damaligen Zeit sehr aktiv war. Eine Gruppe von Menschen, die Bock auf Yoga und Meditation jenseits des Trends und der Esotherisierung haben.  Ich begann zu meditieren, bekam neuen Schwung in meine Praxis, Menschen zum Austausch, die mit mir auf einer Wellenlänge surften und immer öfter hier und dort mal eine anständige Yogastunde. Dort durfte ich feststellen, dass ich in den Jahren des alleine Übens auf gar keinem so falschen Weg war. Ich verbrachte meinen ersten Urlaub in einem großen Yogazentrum an der Nordsee. Zwischenzeitlich versuchte ich mich auch mal in strenger yogischer Diät, musste aber feststellen, dass das irgendwie gar nichts für mich war. 


 Dann ging es nach Hamburg und mit meinem ersten richtigen Vollzeitjob litt auch meine Praxis. Wenn man jeden morgen um kurz nach 6h das Haus verlässt, um was zu schaffen, mag man vorher einfach nicht auf die Matte. Also ich zumindest nicht. So kam es, dass ich zunächst hier und dort eine Yogastunde mitnahm, auch mal eine Mantrayogastunde, von Zeit zu Zeit aber eher selten zu hause übte, irgendwann öfter in einem Yogastudio aufschlug, dass mehr nach meinem Geschmack war. Power-Ashtanga- Yoga ist übrigens der Stil der mir am ehesten zusagt. Etwas mit ein bisschen Action. Nach einer Achtsamkeitsfortbildung für Lehrer*innen fasste ich den Entschluss die Ausbildung zur Yogaübungsleiterin zu machen. Das war vor drei Jahren. Seitdem unterrichte ich Jugendliche. Traumhafterweise in der Schule mittlerweile in Form eines Sportwahlpflichtkurses. Der Kurs hat mittlerweile einen so guten Ruf unter den Jugendlichen, dass den Mitlehrenden die Lernenden weglaufen. Leider dürfen die Lerndenen nur ein halbes Jahr Yoga bei mir praktizieren. Und leider findet das ganze auch wieder in einer Sporthalle statt. Zwar ohne Spiegelwände, aber an der Atmopshäre gäbe es noch einiges zu verbessern.

 
 Weiterhin leidet meine persönliche Praxis aber definitiv unter meinen Arbeitszeiten. Nachmittags und abends Yoga üben hat auf mich bei weitem nicht so einen unglaublichen Effekt, wie morgens. Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass nach Jahren der Praxis viel yogisches in meinem Alltag wiederzufinden ist. Ich habe auf jeden Fall das Atmen gelernt. Übrigens hatte ich trotz Übens zwischenzeitlich immer mal so heftige Rückenschmerzen, bzw. entzündete Schultergelenke, dass nur eine kurze Physiotherapieeinheit geholfen hat. Immerhin hat auch das meine Praxis vorrangebracht. Die Übungen des Physiotherapeuten habe ich in Asanas "übersetzt" und seitdem habe ich meine "Problemzone" ganz gut im Griff.


 Was ich in den letzten Jahren im Zusammenhang mit yogischer Praxis allerdings immer etwas befremdlich fand, ist die zunehmende "Trendisierung" der Sache. Natürlich sollte jeder Mensch Yoga machen, der merkt, dass es gut tut. Gar keine Frage. Ich verstehe nur diese Yogaindustrie nicht. Ganze Kleidungslinien werden auf den Markt geworfen. Außerdem posieren Menschen auf Bildern in diversen Netzwerken und posaunen herum, welche Asana sie nun besonders "gut" oder ausdauernd halten können. Nicht bewerten, eine wichtige Yogaregel, über die ich auch in meinem schulischen Unterricht immer stolpere und meiner Meinung gerade in unserer Welt eine so wichtige, geht dabei in meinen Augen verloren. Das Bild oben könnte in die gleiche Kategorie geschoben werden, allerdings ist das für Wissende mit einem Augenzwinkern zu sehen. Es sollte das allseitsbekannte "Pommesgabelmudra" zeigen. Spaß darf man bei dem Ganzen natürlich haben. Was wäre eine Yogarunde ohne Lachen, wenn man zum x-ten Mal beim Versuch den Pfau aufzubauen, auf der Nase gelandet ist? Vermutlich ist aber auch das Posieren der anderen der Grund, weshalb es auf meinem Blog so wenig um Yoga geht.


 Mein Leben wurde durch Yoga auf jeden Fall ganz ordentlich auf den Kopf gestellt. Obwohl ich bis heute übrigens keinen Kopfstand kann. Meine Problemzonen und so. Aber ich muss auch nicht alles können. Vermutlich habe ich es auch dem Yoga zu verdanken, dass ich wenige Monate nach meiner ersten Yogastunde endgültig vom Veganismus überzeugt war. Dieses "Jubiläum" feiere ich dann im Januar. Auch andere Dinge veränderten sich mit dem Beginn meiner Yogapraxis. Die meisten zum Guten. An meiner regelmäßige Praxis muss ich aktuell zwar immer noch schrauben, aber ich bin da auf einem guten Weg. Eine Dharmapunxgruppe in Hamburg fände ich toll, aber um das aus dem Boden zu stampfen, müsste ich wohl entweder aufhören zu schlafen oder zu essen. Die Zeit. Aber vielleicht klingelt der Wecker dann eben demnächst doch um 4h morgens... Für das Oooooooooommmmmmmmmmm.

Sonntag, 13. September 2015

7 Sachen #35. 15

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.
 
 
1. Gezahlt: Für Brötchen und Sonntagszeitung. Ja ich mag dieses Hamburger Blättchen. Das ist nicht die böse aus dem großen Verlagshaus, sondern eine gute, kurzweilige Zeitung, wenn es um Hamburger Interna geht. Beim Frühstück konnten Herr Fussel und ich so die gestrigen Ereignisse noch mal Revue passieren lassen.
 
 
2. Gefreut: Mich über die Blumen, die ich mir vergangene Woche geleistet habe, obwohl ich gar nicht so viel zuhause war und nächste Woche sein werde. Aber für die paar Minuten, die ich vor ihnen sitzen kann, tun sie meinen Augen gut. 


3. Gewischt: Über die Schlafzimmerfenster und für Durchblick gesorgt.
 
 
4. Geputzt: Auch den Rest vom Schlafzimmer und zwar groß und porentief rein. Herbstputz. Ein Zimmer nach dem anderen. Küche, Wohnzimmer, Flur, Bad und Klo hatte ich schon in den Sommerferien geschafft. Bleibt noch das Arbeitszimmer, aber davor gruselt mir, weil da immer so Arbeits-/ Näh- und Bastelchaos herrscht.... Vielleicht nächstes Wochenende.
 
 
5. Gegabelt: Nach einem kleinen Spaziergang an der frischen Luft ein Stückchen Torte von der Konditorei meines Vertrauens. Nomm!
 
 
6. Getrennt: Diese vermalledeite Tasche von einem Kleid ab. Zum dritten Mal. Taschenplazierung finde ich immer das Schwerste an Nähprojekten, die nach eigenen Schnitten entstanden sind.
 
 
7. Genäht: Nach der dritten Abtrennung brauchte ich eine neue Tasche. Gut, dass noch ein Reststück von diesem Stoff übrig war. Die habe ich dann drangenäht. Das fertige Stück ist dann erstmal in die Waschmaschine gewandert. Beurteile kein Nähstück vor der ersten Wäsche. Hat immerhin drei Wochen gedauert, dieses Teil fertig zu stellen.... Zeit...
 
 Mal sehen, was die nächste Woche bringt. Es kündigen sich einige spannende Dinge an. Diese sieben wandern hinüber in ihre Sammlung. Habts fein!

Samstag, 12. September 2015

12 von 12 im September 2015


 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei  Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier



1. Früh aufgestanden. Noch während des ersten Kaffees an der Maschine gesessen. Die Woche war einfach zu voll, um das schneller und pünktlicher zu erledigen.


2. Am Hamburger Hauptbahnhof habe ich Antje getroffen und wir sind zusammen gegen Naziquatsch auf die Straße gegangen. Die eigentliche Nazidemo war zwar gerichtlich verboten worden, aber auf die Straße musste man natürlich trotzdem.


3. Schöne Bilder gab es da zu sehen. Teilweise künstlerisch auch ziemlich gut.


4. Oder einfach witzig auf den Punkt.


5. Spaß und Tanz durfte da natürlich auch nicht fehlen. Lieber Spaß als rechts und so.


6. Zahlen habe ich noch nicht gelesen. Mehrere tausend Menschen dürfen es aber gewesen sein. Für eine so große Stadt wie Hamburg fand ich es grundsätzlich aber etwas leer. Blöd. Ich denke ja, dass alle, die in Hamburg heute nicht dort waren, Nazis supporten. Passiv eben. Es gibt Dinge, die kann ich nicht verstehen. Dieses passive Sesselgepupse. Wäh! Hier gibt es noch ein paar mehr Argumente. Wenigstens hat es die Demo Dank der fleißigen Autonomen sogar in die Fernsehnachrichten jenseits der Hamburger Grenzen geschafft. Schade, dass das immer nur klappt, wenn man den schwarzen Block loslässt. Dem jedenfalls danke dafür. Habt ihr gut gemacht. NAtürlich auch dafür, dass die Züge mit Nazis in Richtung Bremen nicht so richtig vorwärts kamen. Den regionalen Nachrichten reichte übrigens der bunte, friedliche Protest.


7. Ich hatte nebenbei ein bisschen Spaß daran, den Garageninhalt der Hamburger Polizei zu fotografieren. Dieses niedliche Nashorn zierte allerdings das Räumfahrzeug der Bundespolizei. Wieder so ein Ding, was deren Autorität definitv untergräbt.



8. Bei solchen Szenen muss ich immer ein bisschen schmunzeln. Da joggen meine Steuern. Hehe.


9. Hamburg hatte in den letzten Tage gut für diese Demo mobilisiert. Das hier ist der Bauzaun an der Kunsthalle.


10. Das Ohnesorg Theater hat es auf Platt durchgezogen.


11. Selbst das Schauspielhaus hatte mitgemacht. Die Muslime wurden beim gestrigen Freitagsgebet mobilisiert, sämtliche Hamburger Radiosender hatten zur Teilnahme aufgerufen, die Zeitungen ebenfalls und selbst der Bildungssenator hatte per Mail an die Schulen Werbung für diese Veranstaltung gemacht. Von meinen Kolleg*innen habe ich allerdings niemanden getroffen. Hätte mich auch schwer gewundert...


12. Nach der Demo wurde die Fahne wieder eingerollt. Antje hat es irgendwie in den abgeriegelten Bahnhof und nach Hause geschafft. Ich zog mit dem Rest weiter auf ein Straßenfest und Kaffee und Fußpause taten nach vier Stunden auf Asphalt sehr gut. Die Faschist*innen haben jedenfalls nicht viel von Hamburg gesehen (außer aus dem Zug raus). Danke, du hammergute Stadt für deinen Einsatz!

 Den Rest des Tages darf ich jetzt auch mit gutem Gewissen in mein Sofa pupsen und nichts anderes habe ich vor. Habt es bunt! Diese 12 gehen nun rüber zu Caro.