Sonntag, 19. Mai 2013

7 Sachen # 20.13

  Eigentlich müsste das heute so laufen:
Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.
 
  Aber: 
 Gemeinsam mit Herrn Fussel war ich gestern auf einer Hochzeit. Die anschließende Feier war so wunderwunderbar, dass sie sehrsehr lange dauerte. Das Wetter hat zwar nicht so ganz mitgespielt, aber im Nachhinein war das nur ein Detail. Es waren liebste Menschen da, beste Musik, Tanz, Gesang, Speisen, Getränke, neue Geschichten, die es zu erzählen gibt, nichts aufgetakeltes, absolut entspanntes Feiern, wie man es sich schöner nicht wünschen kann. es handelte sich übrigens um das Paar, welches meinen "Ringkissenprototypen" letztes Jahr bereits zur standesamlichen Trauung geschenkt bekommen hat. Gestern hatte das Kissen zusammen mit einem original niedlichen Mädchen, welches es getragen hat, noch einmal seinen Auftritt. 
 Jedenfalls hatte ich heute so einige Motivationsprobleme, viel mit meinen Händen zu machen. Tasche packen, Zugticket ziehen und solcherlei Sachen sind nicht so wirklich spannend. Die Kamera hatte ich gar nicht dabei. So habe ich heute nur drei von sieben Sachen, die alle was mit Nahrung zu tun haben, da ich zu mehr nicht in der Lage war:


1. Gerührt: Kuchen.


2. Geschleudert: Salat.


3. Bestäubt: Kuchen.

  Ansonsten wäre das hier vielleicht eine Möglichkeit, mal die restlichen wunderbaren Geschehnisse der Woche kurz abzufeiern. Denn neben bergeweise Arbeit nach den Ferien, hatte ich eine absolute Glückssträhne und dazu braucht man nicht immer Fotos:



6. Gelacht: Ziemlich viel. Mit meinen Schülerinnen und Schülern.

7. Gesonnt: Bot sich vergangene Woche an.

 Da sage ich doch mal heute ein oberdickes "DANKE!!!" an all die Menschen, die mein Herz diese Woche haben tanzen lassen! Wunderbar!!! Genießt den freien Tag morgen!

Mittwoch, 15. Mai 2013

Hochzeitsbuchseiten und -karten oder einfach Glückwunschkarten für alle(s)

  Wonnemonat Mai lud mich dieses Jahr jedes zweite Wochenende auf eine Hochzeit. Allerdings gibt es dann auch Hochzeiten, zu denen ich aus verschiedenen Gründen nicht gehen kann und da muss dann mindestens eine Karte her. So habe ich für eine anstehende Hochzeit eine Hochzeitsbuchseite gestaltet und für eine vergangene noch eine Glückwunschkarte. Zu traditionell wollte ich es nicht halten und so ist das Folgende dabei herausgekommen:


 Guter Verwendungszweck für die noch so kleinen Stoffreste. Einfach mit der Zackenschere in Dreiecke geschnippelt und erst einmal grob auf Fotokarton in der Reihe festgenäht.


 Für ein bisschen klare Linie habe ich einfach nochmal ein Satinband drübergenäht.


 An den Seiten dann mit schickem Klebeband versäubert. Wobei mir hinterher einfiel, dass Schrägband sicher auch gut gekommen wäre oder ein breiteres Satinband oderoderoder.


  Dann mit den guten Filtzern einen flotten Spruch draufgemalt, in die Klappkarte ein farbiges Tonpapierfür den Text, mit (oh ratet mal) Satinband und Schleifchen fixiert und fertig. Ich hoffe nur, dass das nicht mein neues Argument wird, jeden noch so kleinen Schnipsel Stoff aufzuheben...

Dienstag, 14. Mai 2013

Mach dir deine Liga selbst: Das Roller Derby


 Wer braucht schon Bundesligafußball, wenn es auch noch ganz andere Sportarten gibt? Vor allem welche, in denen sich die Mädels mal so richtig austoben können (jaja, Geschlechtskonstruktivismus, manifestierte Rollenklischees, Sexismus...blabla- egal! Es geht um Spaß!). Es gibt diese Frauen, die mehr wollen als Yoga, BBP und Kunstturnen. Die stellen sich dann auf Rollschuhe und zeigen mal wo der Hammer wirklich hängt. Zum Beispiel beim Roller Derby. Ein solches gab es nämlich am vergangenen Samstag in Hamburg. Die Harbor Girls Hamburg luden anlässlich ihres 5. Geburtstages zum Derby. Geladen waren die Prague City Roller und die Berlin Bombshells. Wenn das mal nicht eine nette Alternative zum Hafengeburtstag darstellen sollte. Die Halle war auch gut gefüllt und für Neulinge wie mich war das Ganze auch ziemlich spannend.


 Worum es geht, ist gar nicht so einfach zu erklären. Wenn ich nicht zwei Roller Derby erfahrende BegleiterInnen gehabt hätte, hätte ich wohl auch nur die Hälfte verstanden. In der groben Version gibt es zwei Teams aus jeweils fünf Rollergirls, die erstmal immer nur im Kreis fahren. Das Ganze wird dadurch spannend, dass es aus jedem Team je eine "Jammerin" gibt, die hinter zwei Reihen von jeweils vier Mädels (dem Pack) aus beiden Teams in die Runde startet, sich durch das gegnerische Pack drücken und eine Runde drehen muss, um Punkte zu holen. Das eigene Pack lässt sie natürlich durch, das gegnerische Pack versucht sie daran zu hindern und die eigene Jammerin durchzubringen.


  Das verläuft natürlich nicht nach dem Motto: "Würdet ihr mich mal bitte durchlassen?", sondern geht mit vollem Körpereinsatz über die Bahn. Stürze, Karambolagen und diverse blaue Flecke sind da nicht zu vermeiden.


  Die Rollergirls fahren darum auch in voller Schutzmontur mit Helm und Gebissschutz. Das restliche Outfit ist den Spielerinnen selbst überlassen.


 Stapelweise Referees mit und ohne Rollen unter den Schuhen sorgen für den geregelten Ablauf. Bei heftigen Regelverstößen gibt es für die ausübende Rollerin Strafminuten in der Box.


 Gewonnen haben am vergangenen Samstag übrigens in beiden Bouts die Harbor Girls. Heimvorteil oder einfach die bessere Mannschaft (oder Frauschaft?). Rollerderby ist eine Sportart, die vorzugsweise von Frauen ausgeübt wird. In Deutschland gibt es lediglich zwei Teams, die von Männern gebildet werden. Aufgrund der Tatsache, dass es insgesamt auch noch eine relativ unbekannte Sportart ist (zumindest in Europa) sind die Teams auch weitestgehend auf Selbstorganisation der "Vereine" und Derbys angewiesen. Frei nach dem Motto: DIY- or die! Eine andere Chance gibt es nicht diesen Sport auszuüben.
 Die Afterboutgeburtstagsparty stieg dann im Molotow. Selbst ausüben werde ich diesem Sport wohl kaum. Dazu fühle ich mich auf der Yogamatte zu wohl und wenn ich mir Rollen unter die Schuhe schauben würde, dann könnte man mich wohl bereits nach fünf Metern ins Krankenhaus mit allen möglichen Knochenbrüchen einliefern. Doch zum Passivsporteln und Anschauen habe ich in der Hinsicht auf jeden Fall Blut geleckt (also nicht im wortwörtlichen Sinne).

Montag, 13. Mai 2013

Hafengeburtstag wie es uns gefällt


 Der Hamburger Hafen hat bekanntermaßen am vergangenen Wochenende seinen 824. Geburtstag gefeiert. Grund genug für Massen von Menschen am verlängerten Wochenende an die Elbe zu strömen. Als Hamburger versucht man stetig solcherlei Großevents gekonnt aus dem Weg zu gehen. Dieses Wochenende war allerdings Besuch da und wenn man diesem schonmal ein so leichtes Bespaßungsprogramm bieten kann, dann ergreift man die Chance gerne. Dieses Jahr war der Hafengeburtstag aufgrund des Feiertages einen Tag länger als gewöhnlich. Diesen Umstand hatten wohl nicht alle mitbekommen, denn als wir am Donnerstag die Hafenstraße enterten, herrschte dort entspannteste Atmosphäre ohne viel Gedrängel und Gestresse. 


 Und weil die Hafenstraße so ein schönes Fleckchen Hamburg ist, in welcher die DIY- Kultur der alternativeren Szene schon laaaaaange hochgehalten wird, macht man hier auch alles selbst, statt bunte Glitzer- Blingbling- Buden hinzustellen. Neben Infoständen für Sea Sheperd und diversen Aktionen um die linke Szene gab es auch eine vegane Fressmeile. Ich war total fasziniert. Seltsamerweise sind auch nur Bilder der Fressstände und keines der Infostände entstanden. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass mich die selbstgemalten Schilder am allermeisten fasziniert haben.




 Da geht der Aktionismus durch den Magen.



 Allerdings möchte ich das nicht mit "wenig Aufwand, großer Effekt" abtun. Da standen schon wirklich nette, witzige, engagierte und sympathische Menschen hinter den Theken. Und irgendwie ging es dabei auch um mehr als nur um Pommes und Disco.

 

 Passende musikalische Untermalung gab es selbstredend auch.


 Und dieses letzte Bild ist ein Ausschnitt der Zustände vom Samstag auf dem Heiligengeistfeld. Da hatten es nämlich auch die letzten Menschen aus dem Süden geschnallt, dass es in Hamburg eine große Sause gibt. Und am Hafen war es dann gar nicht mehr so entspannt, so dass wir die restlichen Tage das Treiben zwar gestreift, aber wenig genossen und schnell wieder hinter uns gelassen haben. Dennoch: Selbstgemachtes ist doch irgendwie am einlandendsten. Und die Hot Dogs waren wirklich sehr lecker. Vielleicht konnte der ein oder andere Partygast von den Infoständen auch ein wenig Hirn mitnehmen...

Sonntag, 12. Mai 2013

7 Sachen # 19.13 vs. 12 von 12 im Mai

  Okay, heute Pattsituation: 7 Sachen von Frau Liebe vs. 12 von 12 von Caro von Draußen nur Kännchen!. Worum es geht? Hier:

7 Sachen: Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.

12 von 12:
 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei  Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier

 Und weil ich keine Entscheidung treffen kann und will, gibt es heute 19 Bilder von 19 Sachen, die ich heute getan und gesehen und erlebt habe. Mindestens sieben davon sind mit den Händen gemachtes. Und los:

 
1. Geholt: Brötchen und wichtigen Journalismus für ein Abschiedsfrühstück mit dem Besuch, der zum Hafengeburtstag und anderen Späßen in der Stadt war.


2. Getrödelt: Auf dem Rückweg vom Brötchenholen bin ich über den Trödel gestolpert und habe diesen Riesengartenzwerg aus einer ehemaligen Schaufensterdeko erstanden.


3. Gepackt: Nachdem der Besuch gefahren ist, die "Echte Frankfurter Grüne Soße" aus, die ich am Freitag auf dem Isemarkt gekauft habe. Einmal im Jahr brauche ich das. Schließlich habe ich dort mal studiert und so. Also in Frankfurt nicht in der grünen Soße. Die gibt es gleich mit Pellkartoffeln.


4. Gerührt: Frankfurter grüne Soße zusammen. Einfache Version. Es gibt zig Arten sie zuzubereiten und es scheiden sich die Geister daran. Ich mag sie am liebsten mit Yofu, Zwiebel, Knobi, Salz, Pfeffer. Und immer die "Streckpetersilie" verringern.


5. Gespült: Erste Runde.


6. Gegruselt: Mich vor den Wäschebergen. Bettwäsche vom Besuch plus meine, plus alle Ausgehklamotten der letzten Tage....


7. Gewählt: Motivationsmusik für den Aufräum- und Putzteil des Tages.


8. Gesaugt: Gaffa hält immer noch.


9. Gerieben und gehackt: Eine geheimnisvolle Zutat.


10. Gefegt: Die Evergreen Terrace.


11. Gewundert: Immer wieder über diese riesigen Tulpen. Der Gartenzwerg hat schon die richtige Größe.


11. Gefreut: Mich darüber, dass einige Blumen immer weiter im Garten wuchern und dabei so schön aussehen.


12. Gezupft: Ein wenig Alilbi"un"kraut aus den Terrassenfugen. 


13. Gedacht: Dass das hier doch ein ziemlich schönes Fleckchen ist.


15. Gestellt: Flieder in die Vase.


16: Gereinigt: Meine Fingernägel vom Lack.


17. Geschnitten: Das Kuchenexperiment an.


18. Gedreht: Mit Kuchen und Tee eine Runde um den Blog.


19. Gebunden: Schleifchen um kleine Geburtstagsgeschenke für Kolleginnen, die in den Ferien Geburtstag hatten.

 Und das ist das Stichwort: Ferien sind vorbei. Morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens. Aber nicht mehr lange: Bald sind schon wieder Sommerferien. Eieieiei. Habt einen guten Start in die Woche!

Samstag, 11. Mai 2013

Wie aus einem Stück Stoff kein Rock wurde

 Es gibt diese Nähtage, da braucht man mehr Gehirn, als man gerade zur Verfügung hat. Ich hatte mir vor einiger Zeit diesen super leichten Baumwollstoff gekauft und dachte dabei an einen fluffigen doppellagigen Sommerrock. 


 Also setzte ich mich dran und dachte es wird ganz einfach. Die Streifen sollten hauptsächlich senkrecht verlaufen mit Ausnahme einer kleinen Bahn, die waagerecht verlaufen sollte. Einen Schlauch, am Saum gefaltet, leicht ineinander verdreht, oben Gummiband rein, fertig. HAHA! Als ich den Spaß nämlich von links auf rechts wendete, war ich verwirrt. Alles verkehrt. Ätsch! Hätte ich in Mathe oder so mal besser aufgepasst, dann würde mein logisches Denken besser funktionieren. So finde ich das Rätsel nach wie vor faszinierend. Allerdings weiß ich, wie ich meine nächsten Loopschals viel unkomplizierter als bisher nähen kann.
 Und nun? Bei diesem leichten Stöffchen wäre Naht auftrennen seinem Todesurteil gleich gekommen. Nicht dass ich unbedingt einen bräuchte, aber als Loop macht sich das Ding auch ganz gut...


 Sieht ganz schick aus, finde ich... Wenn das mal nicht Recycling der anderen Seite ist: Mist bauen, es dann aber doch ganz gut finden. Hey, so wurden schon große Erfindungen gemacht!

Freitag, 10. Mai 2013

Wochenendgebäck # 12


 Es ist Rhabarberzeit! Jippie! Ich mag Rhabarber. Diese Säure, dieses fiese Gefühl auf den Zähnen, die Frische und auch gerne das Drumherum, weil so ganz pur ist er doch etwas unspektakulär. Wie gut, dass ich zur Rhabarberzeit immer tütenweise Rhabarber fertig geschält und geschnippelt einfriere und wie gut, dass davon auch jetzt noch welcher im Tiefkühlfach lag, obwohl es schon frischen gab. Also ran da. Aufräumen! Platz schaffen!


 Ich habe für diesen einfachen Kuchen das frankfurter Rührkuchenrezept genommen, einen TL Vanillepulver dazugeschmissen und soviel Rhabarber, wie ich eben wollte. Fertig ist die Gartenlaube.


 Schmeckt auch vorzüglich mit einem Klecks Vanillesoße.

 Habt ein gutes Wochenende mit oder ohne Hafengeburtstag!