Dienstag, 30. Januar 2018

Eat. Revolt! Love.


 Fundstücke vom Straßenrand. Alte Teller, mal hier, mal da eingesammelt. Mit Blümchendekor. Doch zum Kuchenessen brauche ich keine Teller mehr. Eher für was anderes.


 Porzellanmalfarbe ist noch im Haus gewesen. Nur rot und schwarz, aber das reicht ja auch. Braucht es noch mehr Erklärungen? Eine Pesiflage auf diese Schundgeschichte "Eat, Pray, Love". Es braucht mehr Inhalte, als Selbstfindungstrips, die bei einem selbst bleiben. Finde dich selbst. Auf jeden Fall, aber dann geh auch raus und teile deine Erkenntnisse und bleib nicht da stehen.


 Iss gutes Essen, überlege gut, was du isst. Denke und revoltiere gegen das, was man dir eingepflanzt hat. Trage deine Erkenntnisse hinaus in die Welt, mit ausreichend Energie, denn du hast ja gut gegessen. Und dann liebe. Liebe das Gute. Liebe ist ein Tuwort! Ein anderer Kalenderspruch ist ja auch dieses "Do what you love, love what you do". Aber behalte doch bitte den Sinn des Tuns im Blick. Den Sinn, der über den Selbstzweck hinausgeht.


 Ich würde diese Teller ja gerne an Hauswänden aussetzen. Bisher fehlt mir noch ein Kleber, der das schnell erledigt. Eine Idee dazu habe ich noch nicht. Vielleicht darf auch einer meine eigenen Innenwände zieren.


Vermutlich wurden diese Teller irgendwann schonmal handbemalt. Nun trifft das liebliche Blümchendekor eben eine handfestere Aussage. Ein bisschen musste ich auch an "Revolution starts in the kitchen" denken. Früher wohl der einzige warme, wenn nicht gar der einzige Raum in der Wohnstätte der Revoltierenden. Immer ein guter Treffpunkt um so einiges anzuschubsen. Und wie oft sind die Tische der Ausgangspunkt für Diskussionen und Veränderung. Vielleicht auch Streit und Zerwürfnisse, wenn eben das auf dem Plan steht.


 Selbstfindung, dann hinaus in die Welt. Ich finde ja essen, revoltieren und lieben sind fabelhafte Lebensinhalte. Ziemlich ausgeglichen das Ganze. Heute in der Dienstagssammlung.

Kommentare:

  1. Wundervoll!
    Kennst du @feministkitchen auf Instagram? Daran haben mich deine Teller direkt erinnert.

    “Eat. Pray. Love“ fand ich auch schrecklich, ich habe es mal in einer Phase akuter Langeweile gelesen... gegen die Langeweile hat es nicht geholfen.

    Liebe Grüße
    Sabrina

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    1. ich habe zum glück nur den film gesehen. 90 minuten verschwendete lebenszeit... feministkitchen werde ich mal auschecken.
      liebe grüße,
      jule*

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  2. Eine tolle Idee! Die Teller mit den blauen Blumen gefallen mir besser, da dort der Schriftzug an sich mehr zum Tragen kommt und gerade das rote "REVOLT" auffälliger ist. Ich grübele auch wie man sie an Hauswände bekommen könnte, aber da fällt mir nichts ein. Viele Grüße!

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    1. danke! ja, die blauen teller finde ich auch toller. aber man muss eben nehmen, was einem so vor die füße fällt.
      liebe grüße,
      jule*

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  3. Du könntest es mit PosterStrips von Tesa vesuchen ,sie an der Hauswand fest zumachen

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    1. naaaa, das sollte ja schon eine dauerhaftere (haha) lösung sein. da werden die sicher schnell mitgenommen oder runterfallen... aber danke für die idee.
      liebe grüße,
      jule*

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