Dienstag, 24. November 2020

Heidi und Peter bilden Banden

 

.... und nen Vogel und ne Ziege nehmen sie auch mit. Weil fühlen doch alle das Gleiche: Liebe, Angst, Trauer. 


  Grundsätzlich keine neue Idee. Das alles. Heidi durfte bei mir auch schon Nazis boxen gehen. Da ist der Blogbeitrag inhaltlich nicht weit entfernt von meiner heutigen Situation, wobei ich doch um einiges mutiger geworden bin. Hirn und Worte sind meine Waffe, die ich in den vergangenen Jahren doch etwas öfter an diversen Stellen eingesetzt habe. Mittlerweile würde ich mich vermutlich auch mit Nazis kloppen. Nur für mal wieder ein bisschen Körperkontakt. 


  Eigentlich hatte ich in meiner Isolation nur Lust, mal wieder ein bisschen Quatsch zu machen. Beim Aufräumen fiel mir so ein Abschnitt dieses Stoffes in die Hand. Es ist noch mehr davon da. Vermutlich fällt mir dazu auch noch mehr ein. Das hier ist jedenfalls die erste Serie. Alter Stoff, Vliesofix, Stopffunktion der Nähmaschine. Fertig. Mal sehen, ob noch mehr folgen. Das "no milk today" muss auf jeden Fall noch auf irgendwas mit Veganismus ausgedehnt werden. Nochmal drüber denken.


 In meinem sozialen und geografischen Umfeld funktioniert das mit dem "Banden bilden" in den letzten Monaten auf jeden Fall ziemlich gut. Und es ist so schön, das zu beobachten und auch dabei zu sein. Nicht unbedingt mit Heidi, aber ungefähr so niedlich, kraftvoll, fröhlich und liebevoll. Und das ist doch mal ein echter Lichtblick in dieser seltsamen Zeit. Hilft auch gegen braune Kacklappen. Wie läuft eure Bandenbildung so?

Sonntag, 22. November 2020

7 Sachen # 38. 2020

     Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.

1. Geflickt: Ein Loch. Fallendes Herz...


2. Geschaut: Unterrichtsvorbereitung. Uff... Wenn ein paar der Kids das Buch gelesen haben und den Film mit allen schauen möchten, komme ich dem gerne nach. Ich fürchte nur, bei der Nachbesprechung kann ich mich als weiße Kartoffel nur in die Scheiße reiten. Aber vielleicht ist auch das mal wichtig.... Nochmal ein paar mehr pädagogisch didaktische Überlegungen dazu machen...

3. Gebacken: Kuchen.

4. Gebügelt: Meine neue Patches. Natürlich bügelt man Patches. Voll Punkrock und so.


5. Gerahmt: So Zeug halt.

 6. Geklebt: Was drüber. Dieses Drecksfaschistenpack in meiner Hood!!! War nicht der einzige Schandfleck im Viertel...

 


7. Gebastelt: Maschenmarkierer oder so. Halt welche, die auch über eine 5er-Nadel rutschen.


 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Freitag, 20. November 2020

Runde um den Block # 14. 2020: Reste

 

 Hab noch Reste von den letzten Touren. Was ich halt so spannend fand am Wegesrand.

 










Irgendwie ist doch eh immer alles eine etwas chaotisch wirkende Baustelle...


Donnerstag, 19. November 2020

Runde um den Block # 13. 2020: Am Strand


  Dass ich auch am Wochenende zur Arbeitsaufstehzeit aus dem Bett purzele, finde ich mittlerweile gar nicht mehr so schlimm. Meistens nutze ich die frühen Morgenstunden und ziehe um die Häuser. Wenn der Großteil der Stadt noch schläft. Derzeit auch keine Partyrestmenschen auf den Straßen. Ruhe. Fabelhaft. Ich liebe das. Und dann ab an den Strand. Denn das geht hier ja. Auch da: Keine Menschenseele. Gegenüber schläft der Hafen nie. So richtig dunkel ist es da auch nicht. Aber für einen fabelhaften Morgen perfekt. Wellenrauschen, Containerkrachen, Krangepiepe. Gedanken fliegen, treiben lassen, Tränen laufen, lächeln, rauchen, atmen, Sand in den Schuhen.





 

 Und Musik im Kopf. Dieses hier für die Kräne oder dieses hier wegen: "Der Hafen, die Lichter, die Sehnsucht begleiten das Schiff in die Ferne hinaus."  Oder einfach beide in stetem Wechsel...





  Und dann den Heimweg zurück durch St. Pauli und ich weiß, dass ich mich nirgendwo mehr zuhause fühle als genau hier. Im Herzen seit 20 Jahren, in echt seit zehn. So richtig.






Mittwoch, 18. November 2020

Birkenliebe ohne Skandinavien

 

 Wie wenig ich dieses Jahr unterwegs war. Ich halte mich ja grundsätzlich nicht für so richtig wild reisehungrig. Meist zieht es mich nach Skandinavien und ich muss auch nicht jede Ferien unterwegs sein. Wie schlimm allerdings meine Skandinavienvermissung mitterlweile wirklich ist, habe ich neulich feststellen müssen, als ich am Hamburger Hafen unterwegs war. Jenseits des alten Elbtunnels stand ich auf einmal mitten zwischen den Werften vor einer Birke am Kanal... Zwischen Beton, Beton und nochmal Beton wuchs dieser Baum. Bumm! Ein paar Minuten brauchte ich. Einmal Birke mit den Augen in mich einsaugen und im Kopf noch weiter im Norden sein.





Dienstag, 17. November 2020

Runde um den Block # 12. 2020: Alter Elbtunnel


  Neulich morgens früh aus dem Bett, um den Möwen am Hafen guten Morgen zu sagen. Kein Fischmarkt, aus Gründen, keine Menschenseele. Hafenpromenade fast für mich. Und dann der Gedanke, dass ich schon lange nicht mehr durch den alten Elbtunnel spaziert bin. Also vorbei an den Kränen über die Hafenpromenade und hin da. Unten durch, aussichten und wieder zurück. Wunderbar! Erst auf dem Rückweg kamen mir ein paar Radfahrende entgegen, die wohl zum Trainieren ins Alte Land wollten.