Donnerstag, 22. August 2019

Birke, Socken, Bilder


 Kombiniere: Birkenaquarell und schwarze Tofusocken. Hm.... was ist da nur los schon wieder, bei der Frau Jule? Komplett bekloppt mal wieder alles.


 Ich löse auf: Birkenaquarell wird Tattoo. Ist doch ganz logisch. Die Geschichte ist so schön: Ich wollte mir so sehr gerne eine Birke aufs Bein tattowieren lassen. Eine geeigenete Vorlage fand ich aber nicht, bzw. war mit sämtlichen meiner Entwürfe vollkommen unzufrieden. Aber es gibt ja die Blogosphäre und da gibt es die großartige Farbenformerin Angela. Die kann malen, dass sich hier vor Neid die Pinsel biegen. 


 Bei Angela entdeckte ich jedenfalls dieses Bild und war schockverliebt. Sie war so großartig und hat es mir geschenkt. Dass daraus DAS Tattoo werden würde, war nicht sofort klar, aber im November letzten Jahres kam es dann doch unter meine Haut. Jetzt im Sommer kann ich es voll Freude überall mit rumtragen.


 Meine Birkenliebe ist kein Geheimnis. Meine Lieblingsbäume. Ausgefallene Rindenfarbe, im Frühling so wunderbar grün, flexibel. Der Fakt, dass sie sogenannte Herzwurzler sind, trieb mir fast die Tränen in die Augen. Sie sind meistens die ersten Bäume, die sich auf öden Flächen, zwischen Schutt und Geröll, wieder ansiedeln. Dazu der Umstand, dass sie mit ihren peitschenden Zweigen potentielle Baumnachbarinos weg- und kaputtpeitschen, wenn die ihnen Angst um Licht, Wasser und Nährstoffe machen, finde ich beeindruckend. Hart im Nehmen und doch so biegsam ohne abzuknicken. Birken haben mehr mit Menschen zu tun, als man so glaubt. Irgendwie wohl auch mit mir.... Bei Astrid kann man über die Weißbirke auch einen sehr schönen Beitrag finden.


 Achso, die Socken. Jaja. Die Tattowiererin, die mir die Birke unter die Haut gejagt hat, wurde natürlich mit Geld bezahlt. Aber die gute Angela sollte natürlich auch etwas bekommen, zum Dankeschön. Ich fragte sie, was ich ihr denn Gutes tun könne, ob sie einen Wunsch hätte. Sie wünschte sich selbstgestrickte Socken. Farblich unaufgeregt. Dem bin ich sehr gerne nachgekommen, auch wenn das nicht im Ansatz meine Dankbarkeit für diese Schönheit auf Papier und meinem Bein zum Ausdruck bringt. Darum auch nochmals hier: Angela, dein Bild macht mich jeden Tag mindestens für den Augenblick wahrhaftig froh! Danke dafür!


  So läuft das eben in der Blgosphäre und das ist doch wahrhaftig und ganz wunderbar. Da kann mensch das Internetz ja doch mal wieder ganz geil finden. Ich fürchte allerdings bei der Birke wird es nicht bleiben, das Bild auf dem Bein ist ja durchaus noch weiterführbar. Mit dem Tattoowieren ist es nämlich wie mit allem (!!!) anderen Nadelkram. Hängste einmal an der Nadel, kommst du nicht mehr so leicht davon weg....

Dienstag, 20. August 2019

Portemonnaie, Portemonnaie, Portemonnaie


 Portemonnaie, Portemonnaie, Portmonnaie. Doofes Wort. Aber wir sind ja hier nicht beim Buchstabierwettbewerb. Meines jedenfalls kaputt. Also noch funktionsfähig, aber angeschmaddert und fadenscheinig. 
 


 Alle paar Jahre muss mal ein neues her. Das Nähen immer einigermaßen fummelig, den alten Schnitt nicht mehr gefunden, der neue gebaute unerwartet klein ausgefallen. Passt aber gerade so noch.


  Sterntaler musste es aber dennoch wieder sein. Wegen der Sterne, der Goldstücke und des Dramas.


  Viele Karten muss meines nicht beherrbergen, darum reicht mir auch diese kleine, minimalistische Ausgabe. Große Geldbörsen finde ich doof. Die wichtigen Karten aber immer dabei. Organspendeausweis, DKMS-Registrierung und Gewerkschaftsausweis. Letzterer fällt etwas aus dem Rahmen, aber mensch weiß nie, wann das mal nötig ist. Sollte alles in keinem Portemonnaie(!!!) fehlen. Um das "Warum" muss ich hier wohl kein großes Gewese machen. Propaganda- und Agitationsaufkleber trage ich mittlerweile in größeren Mengen immer direkt in Jacken-, Hosen- oder Rocktaschen mit mir herum. Nicht mehr wie früher in der Geldbörse. Da mag ich nicht mehr lange kramen müssen, sondern lieber schnell zuschlagenkleben können.


 Im Innenfutter kommen dieses Mal Herzchen zum Einsatz, die sich aber sehr fotoscheu gezeigt haben. Seis drum. An diversen Kassen bin ich schon auf dieses gute Stück angesprochen worden und nun gibt es eben ein strahlend Neues. Soviel zu den Schönheiten des Alltäglichen. Dienstagssammlung.

Sonntag, 18. August 2019

7 Sachen # 23. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe
 
 
1. Geschoben: Den Tellerstapel auf dem Kreativtisch zur Seite und da mal aufgeräumt. Ich glaube ich illustriere meine politsch-privaten Ansichten demnächst nur noch über bemalte Teller. Davon gibt es hier gerade defintiv zu viele im Materiallager. The Verschenkehaus is my friend.
 
 
2. Geweint: Über das Wetter. Kopfweh. Nachbarschaftsfest von gestern abend auch im Regen aufgeräumt. Wir hatten ja auch im Regen gefeiert. So what.
 
 
3. Gezogen: Den Teppich nach dem Saugen wieder gerade. Soll ja niemand zu Fall kommen hier.
 
 
4. Gesucht: Nach einem Karton. In knapp zwei Wochen wird der Süßminister eingeschult. Bis dahin müssen Schulranzen und -tüte da sein. Ich werde dem Spektakel leider nicht beiwohnen können... 
 
 
5. Geschrieben: Etiketten für die Marmelade, die dann doch eher acht statt sieben Tage im Weg rumstand. Mache ich mittlerweile immer auf Tape. Erspart einem das nervige Klebeetiketten abpopeln.
 
 
6. Gewischt: Und für Durchblick gesorgt. Ich kann auch problemlos eine Woche mit ner total verschmadderten Brille rumlaufen. Heute wollte ich dann doch mal wieder was unvernebelt sehen.
 
 
7. Gekocht: Tee. Ja und heiß getrunken. Ist ja eher herbstlich hier. Ein bisschen mehr inner glow könnte da sicherlich helfen. Wenn der Tee nur halten würde, was er verspricht...
 

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche! 

Donnerstag, 15. August 2019

Spätsommerliche Brombeerjagd


 Ich gehöre nicht zu den Langschlafenden. Und ich mag das sehr. Ich liebe es, früh aufzuwachen und dann noch die Ruhe und Zeit für mich zu haben. Ich liebe es morgens früh unterwegs zu sein, wenn die Straßen noch ruhig sind und nur ein paar stille Gestalten, die das ähnlich sehen, an mir vorbeihuschen. Sonnenaufgang, Vogelgezwitscher, früh Arbeitende, die einfach ruhig in den Tag gleiten.


 So war es auch am vergangenen Samstag. Morgende am Wochenende sind immer nochmal extra still. Da bin ich dann mal in das Grüngebiet gefahren und habe mich in die Brombeeren geworfen. Zwei Kilo Brombeeren und ein paar mickerige Himbeeren später war meine Pflückhand gebrennnesselt und sah aus, als hätte ich einen ganz wilden Catfight gehabt. Ich habe da schon mehr aus den Büschen rausgeholt, aber so war ich auch ganz zufrieden.




 Da blieb dann noch genug Zeit in Ruhe die wiesennassen Füße in trockene Schuhe zu stecken, ein bisschen zu atmen, Mitgefühl zu haben und die Sonne zu genießen. Mir war fast schon ein wenig herbstlich zumute.



 Ganz langsam dann nach Hause spaziert, mit der ein oder anderen Bankpause. Joggende und Hundemenschen die einzigen, die grußlos an mir vorbeizogen. Und das mit dem grußlos begrüßte ich an dieser Stelle sehr.


 Zuhause wurde die Beute dann beste Brombeermarmelade, die vermutlich noch so ein bis sieben Tage irgendwo in der Küche im Weg rumstehen wird, bis ich es schaffe, das klebende Geklecker von den Gläsern zu wischen und Ettiketten draufzukleben. Winter kann kommen. Brombeermarmelade ist eine meiner liebsten.

Dienstag, 13. August 2019

Punkrockgoddiebag und Feminismus auf Festivals


 Sommerzeit = Festivalzeit. Auch wenn ich langsam in die Jahre komme, kann ich es doch nicht lassen. Sie werden zwar weniger, aber ein Sommer so ganz ohne ist undenkbar. Dabei bevorzuge ich aber immer noch die kleinen, subkulturellen. So wie dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge das RUHRPOTT RODEO. Da soll man sagen, was man will, aber letzte Jahr hat mir das den Arsch ganz gut gerettet. In eben der gleichen Besetzung wie im vergangenen Jahr sollte es auch in diesem Jahr wieder hin gehen. Vielmehr, wegen Quatsch im Vorfeld in der Birne, Ferien und weil es eben geht, dachte ich, dass für so ein echtes "Frauenwochenende" eigentlich so nen Goodiebag hergehört.


 Ich kenne das von so fancy Promoevents, die gerne auch mal für die Bloggenden abgehalten werden. Warum nicht auch mal in der Festivalpunkrockedition? Also habe ich meine Reizverschlusstäschchen mit einer kleinen Stickerei gepimpt und dann gefüllt.


 Was für so ein Fetzival eben nötig ist: Feuchttücher, Taschentücher (funktionieren auch als Klopapier), Ohrenstöpsel, Kaugummi (statt nächtlichem Zähneputzen), ein Tütchen Konfetti, eine Halstuchschalsituation, die sowohl gegen Sonne von oben, als auch gegen Kälte von weiß-nicht-woher hilft, aber auch als Handtuch oder so genutzt werden kann.


 Die Halstuchsituation ist nun einfarbig, aber im Dreieck, wie die Glückstücher. Ursprünglich sollten sie schwarz und lila, im Stile der Glückstücher werden, aber an passenden Rohstoff heranzukommen, gestaltete sich unmöglich. Lila mit Leo geht da aber für eine solche Festivität durchaus auch durch. Mit Feminismus auf Festivals ist das ja immer so eine Sache. Auf dem RUHRPOTT RODEO kann man sich als Frau/Intermensch sicherlich sehr wohlfühlen. Die Anzahl der Idioten ist verschwindend gering und die werden auch schnell zu Anstand berufen, von mehreren Beteiligten. Der nicht männliche Anteil auf der Bühne lässt noch zu wünschen übrig. Das ist aber wohl so ein typisches Problem der Musikkultur jenseits des Pop. Ich möchte da nichts und niemanden in Schutz nehmen. Dabei muss gesagt werden, dass es im Punkrock eine Menge großartiger Bands mit nichtmännlichen Mitohnegliedern gibt. Da ist noch Luft nach oben. Immerhin konnte ich mal wieder feststellen, dass Frauen* auch immer eine sehr (!!!) gute Deeskalationsmaßnahme sind. Wahlweise war die Sonderpunkergogin in mir da einmal mehr sehr gut unterwegs...


 Mehr geht immer. Mehr Feminismus, mehr nicht männliche Musik. Und Reizverschlusstäschchen kann Frau ja auch nie genug haben.... Dienstagssammlung.

Montag, 12. August 2019

12 von 12 im August 2019

 
 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier


 1. Um kurz nach 3h war die Nacht für mich ohne Wecker vorbei. Wie wunderbar mich da dann direkt eine kaputte Glühbirne empfing und ich erstmal wühlen musste, bevor ich Licht über meinen Morgenarbeitsplatz bringen konnte.
 
 
2. Ich liebe meine neuen Brüsteklebezettel. Sogar in verschiedenen Hautfarben auf einem Block. In Schweden haben sie es mit sowas echt drauf. Bringt Freude in die To Dos.
 
 
3. Die erste am Kopierer, noch bevor im Lehrendenzimmer jemand das Licht anmachte.
 
 
4. Kuchen für alle. Naja, wenigstens für mein liebstes, bestes Team. Braucht man an Tagen wie heute.
 
 
5. Eine kleine Tour gemacht und auf einmal steht man mitten in der Großstadt im Dorf. Ich mag diese Straße sehr.
 
 
6. Eine sportive Runde gedreht. Die Zeit mal wieder ein bisschen gepusht, obwohl das Wasser heute ungewöhnlich kalt war.
 
 
7. Kurzer Zwischenstopp mit Verschnauf- und Kaffeepause auf dem heimischen Balkon. Danach zum Montagstermin mit M.
 
 
8. Und back to school.
 
 
9. Ein bisschen Beute gemacht. Bis zum nächsten Unterricht im Garten ist das nur hinüber.
 
 
10. Lernenden- Eltern- Lehrenden- Gesprächstage dauern lang. Allerdings sind die oft auch irre super. Ich hatte heute so mindestens ein ganz furchtbar gut empowerndes Gespräch. Für alle Beteiligten. Erwähnte ich schonmal, dass meine Berufsentscheidung so unglaublich großartig war und immer noch ist?
 
 
11. Nach Feierabendbier war mir schon, aber auch wenn diese Kneipe immer ganz toll von außen aussieht, mag ich da gar nicht rein.
 
 
12. Alkohol löst Flecken, aber keine Probleme. Von daher darf es bei mir gerne das ohne Umdrehung sein. Das jetzt noch weg und dann hoffentlich Schlaf. Mal sehen, was die anderen so bei Caro gepostet haben. Habt einen guten Abend und eine gute Nacht.

Sonntag, 11. August 2019

7 Sachen # 22. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gewühlt: Mich durch ein wieder gefundenes Stickerpack. Aufräumen ist doch toll. Ich wünschte, ich könnte Hooligan sein....


2. Geschreddert: Walnüsse für ein Kuchenexperiment. Wenn schon nicht Feminist Hooligan, dann eben Walnuss Hooligan.


3. Gesteckt: Diesen fabelhaften Film ins Schleppilaufwerk. Ich hatte vergessen, wie gut der ist. Empfehlenswert für alle Eltern, Eltern to be oder Menschen, die mit Eltern zu tun haben. Dazu gibt es tolle Bilder und einen fantastischen Soundtrack.


4. Geschnippelt: Was Buntes zu Mittag.


5. Genadelt: Und endlich dieses UFO vom Tisch.


6. Gepinselt: So dies und das auf Teller.


7. Gezogen: Die letzten Werte an, an die ich mich so klammern kann. Und jetzt ab zum Fußball.


 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!