Sonntag, 5. Juli 2020

7 Sachen # 21. 2020

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


1. Gesammelt: Schnecken aus den Gemüsebeeten. Das waren bei den feuchtwarmen Wetter wieder ganz schön viele. Die erste Zuchini, die in meiner Pfanne landen sollte haben die Mistviecher auch schon auf dem Gewissen. Gut, dass die nächste schon in den Startlöchern steht.


2. Gerissen: Bäume aus. Da hat der Eichelhäher wohl was von seinem Wintervorrat in meinem Balkonkasten vergessen.


3. Geputzt: Schweinkram!


4. Gepackt: Streuselkuchen ein.


5. Gerollt: Ein Mitbringsel nicht schön, aber Wasserdicht in einen Müllsack. Immerhin hatte ich passendes Klebeband. Ohne Regen kein Regenbogen wie bei STATION 17  feat. FETTES BROT (hörenswert!!!).


6. Geschnippelt: Lieblingssalat. Ein Gedicht mit dem neuen veganen Hirten"käse". Rezept hier.


7. Gegönnt: Einer meiner Pileas ein bisschen mehr Platz, frische Erde und einen "neuen" Übertopf, den ich letzte Woche aus dem Tauschhaus gezogen habe.
  Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Samstag, 4. Juli 2020

Samstagskaffee # 22. 2020



 Der folgende Beitrag könnte Spuren von Nonsens beinhalten und wie man es schafft, dass eine rutschende Hose nicht mehr rutscht. Die erste Ferienwoche ist vorbei und mir ist langweilig. Wow! In meinem Sabbathjahr habe ich sechs Monate gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Ein paar kleine Dinge habe ich letzte Woche erledigt, im Garten rumgewühlt, sowas. Was halt getan werden muss. Zu mehr hatte ich keine große Lust. Wahnsinn! Das mir! Mag auch am Wetter liegen. In Hamburg regnet es. Eventuell sollte ich mir ein neues Hobby suchen. Mir irgendwas total Beknacktes einfallen lassen. Vielleicht sollte ich mal was mit Streetart machen- hahaha! Dabei verfiel ich gestern der Frage, was machen eigentlich andere Menschen, die alleine leben und deren Freundesmenschen auch mal alle ausfliegen, die Nachzucht bespaßen oder die Liebsten lüften müssen?



 Gestern jedenfalls fiel mir doch noch was ein: Ich hatte tatsächlich morgens eine Hose angezogen (keinen Rock). Die Hose jedenfalls rutschte in einer Tour. Der Gürtel half auch nicht so wahnsinnig viel. Hosenträger hatte ich nicht zur Hand. Also dachte ich, Kuchen könnte helfen. Immer brav Kuchen essen, macht nen schiggn Bauch (Habe ich von Marambolages Monsta gelernt), dann rutscht die Hose auch nicht mehr. Also habe ich gebacken. Beim Backen habe ich Kuchenteig auf die Hose gekleckert. Also musste ich was anderes anziehen. Und schwups: Die Hose rutschte nicht mehr. Kuchen gab es natürlich trotzdem. Für den schiggn Monstabauch und so. Und heute habe ich megaaufregend eine Extraprise Zimt auf den Kaffee gestäubt, nicht nur rein. Ha! Vielleicht gibt es in der Samstagskaffeerunde ein bissche Inspiration und mehr als diesen Nonsens.

Freitag, 3. Juli 2020

Fragen, Fragen, Fragen

 
 Ich bin heute nicht so ganz einig mit mir, wo der Beitrag hingeht. Eigentlich habe ich auch keinen wirklichen Artikel. Vielmehr viele Fragen, die sich diese Woche in meinem Kopf tummelten. Die Fähnchen habe ich schon vor laaaaanger Zeit mal für eine Minichoreo beim FC St. Pauli gemacht. Es war kurz nachdem ich rausbekommen hatte, dass ich in "meiner" damaligen Ecke fälschlicherweise als Lesbe geoutet wurde. Solidarität bekam ich damals nicht. Eher so Dinge wie "Ach, ist doch nicht so schlimm." "Und eigentlich ist es doch egal." Sowas halt. Ich dachte: Na, wenn es so egal ist, dann können wir ja auch mal ein bisschen Solidarität mit LGBTQ* schwenken und packte einen Stapel dieser Papierfähnchen ein. Die umstehenden Herren machten keinen begeisterten Eindruck, schwenkten dreimal verschämt das Fähnchen, ließen es dann fallen. Vermutlich hatte ich was getroffen. Die Kids drumrum allerdings waren mega begeistert. Fähnchen! Sie wedelten 90 Minuten stolz wie Bolle mit dem Regenbogen herum und nahmen sie nach dem Spiel mit nach Hause. Kinder...


  Mir ploppten dabei die Fragen auf, was es denn eigentlich mit Kindern macht, wenn um sie herum nicht Heteronormatives immer beredet werden muss? Was macht es mit Kindern, wenn sie da mitbekommen, dass das wohl etwas so abgefahren ist, dass man darüber sprechen muss, auf der anderen Seite über Heterokrams nicht spricht? Was macht es mit Kindern, wenn man so die Heteronormativität weiter forciert und alles andere weiter als nicht normal gilt?



 Diese Kindern, die so freudig die Regenbogenflaggen schwenkten, was passiert, wenn sie irgendwann mal feststellen, dass sie nicht in diese Heteronormativität passen? Wenn sie Angst haben, das zu leben und zu äußern? Wenn sie Angst bekommen, dass sie dann zum Gerede werden? Wenn sie Angst haben, dass man sich dann für sie schämt? Wäre es vielleicht eher an der Zeit etwas gegen dieses ständige Reproduzieren von Heteronormativität zu tun?



 Womit das hier vermutlich ein Beitrag (nicht nur) für Eltern wäre, die sich Gedanken darum machen sollten, wie mit bestimmten Themen umgegangen wird. Bei der ganzen Sache sei noch erwähnt, dass es da immer noch um FC St. Pauli Kreise geht. Eigentlich gelten da bessere Werte. Eigentlich. Es gibt halt auch so Menschen, die meinen, es ginge da ("nur") um Fußball und gute Werte könne man da vor Drehkreuz stehen lassen. Es gibt nur nunmal kein Drehkreuz fürs Leben. Anstand, Respekt und Solidarität stehen einem immer und überall gut.

Dienstag, 30. Juni 2020

Regenbogen in Bewegung


 Es gab diese Filzbälle. Sie lagen so rum. Verstreute Emotionen, Gedanken, Gefühle. Durcheinander. So ist das Manchmal. Totales Chaos in allen Farben.


 Ich habe sie auf Schnüre gezogen. Festgeknotet. Aufgereiht. Aufgehängt.


 An etwas, das Stabilität verheißt. 


 Alle Farben. Wider der Farbenlehre auch schwarz und weiß. Licht und dessen Abwesenheit gehören auch dazu.


 In Bewegung sind sie dennoch. Emotionen, Gedanken, Gefühle. Immer. Da reicht schon ein Lufthauch und es dreht sich. Auf und nieder, im Kreis. Trotz Fäden, Stabiltät und Knoten. So ist das. Das Leben steht niemals still. Manchmal dreht es sich um sich selbst. So und so. Dienstagssammlung.

Samstag, 27. Juni 2020

Samstagskaffee # 21. 2020 mit Regenbogen


 Stonewall Riot jährt sich morgen. So ein Tag, der Geschichte schrieb. Ein Tag an dem eine Bewegung losgetreten ist, die noch lange nicht anhält. Es bewegt sich langsam. Damals waren es schon People Of Colour, dazu noch LGBTQ*. Mehrfachdiskriminierung. Angegriffen von der Bullizei. Wie viel hat sich seit dem getan? Geht so. Egal wo. Da ist noch massig Luft nach oben. Das Wort heißt immer noch Homophobie und ist so falsch, wie es nur sein kann. Man hat keine Angst vor homosexuellen Menschen, man ist ein Arschloch. Nicht besser als rassistisch, faschistisch, sexistisch.  Müsste es dann Homoismus heißen? Egal. Alles scheiße, alles diskriminierend, alles traurig, alles bekämpfenswert. Homophobie macht krank und tötet. Nicht die Menschen, die homophob sind, sondern diejenigen, die dem ausgesetzte sind. Dem Hass, der Abneigung, den Anfeindungen, den Schubladen, der Gewalt. Das so Private politisiert.


 Ich trage heute Regenbogenrock. Ich bin mir immer nicht sicher, wie sehr mich dieses Thema betrifft. Ich werde oft als lesbisch gelesen. Werde von anderen als solche "geoutet". Warum auch immer. Was das für mich bedeutet, kann ich auch nicht so recht einordnen. Es nervt mich auf jeden Fall jedes Mal. Es tut weh. Ich kann die Folgen für mich nicht einschätzen. Reagieren Menschen dann anders auf mich? Behandeln mich anders? Es bedeutet auf jeden Fall, dass nicht alles was man sieht, so ist wie man denkt.


 Irgendwie wäre es doch schön, wenn es einfach egal wäre... Am Ende ist es doch "nur" Liebe. Hoffentlich. Darum. Regenbogen für die Liebe, Kaffee für die Liebe, Solidarität für die Liebe, Herz für die Liebe. In der Kaffeerunde heute auch. Habt ein gutes Wochenende. Lasst euch nicht diskriminieren, bleibt stark, behaltet die Nerven, vergesst nicht, wie Liebe sich anfühlt.

 

Donnerstag, 25. Juni 2020

Gut Kirschen essen


 "Mit dem ist nicht gut Kirschen essen." Eine Redewendung mit schön antiklassisitischem Hintergrund. Im Mittelalter waren Kirschen teuer, so dass sich meist nur reiche Menschen einen Kirschbaum leisten konnten. Wer mitessen wollte, musste dich quasi einschleimen, ranzecken, schnorren, mopsen, whatever. Wenn das rauskam wurden die Mitessenden mit Kirschkernen bespuckt und den Stielen beworfen, weil Teilen war und ist ja kacke. Besser die nicht so gut gestellten Menschen mit Abfall bewerfen, um sie zu vertreiben und vom Reichtum fernzuhalten. Wieder was gelernt. Klassismus ist Diskriminierung aufgrund unterschiedlicher Herkunft im sozialen Raum. Ist auch scheiße. (Notiz an mich: Dringend mal was zu Pierre Bourdieu hier schreiben.)Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen miteinander gut Kirschen essen. Sowohl so als auch so.


 Diese Kirschen gab es gratis. Selbst gepflückt. Ich weiß, wo der Kirschbaum steht, an dem sonst keiner Interesse hat, bzw. den sonst niemand beachtet. Achtsamkeit! Ha! MEINS!!! Und da mit mir niemand weder gut noch schlecht Kirschen isst, obwohl mit mir sehr gut Kirschen essen wäre: Mehr Marmelade für mich und der Rest wird auf dem Balkon verspeist und die Kirschkerne in hohem Bogen über die Balkonbrüstung in den Hinterhof gespuckt. Da hält sich selten jemand auf. Was für ein Spaß!

Mittwoch, 24. Juni 2020

Runde um den Block # 9. 2020: Mit Schirm und Charme


 Von wegen, in Hamburg regnet es immer und der Regenschirm sei hier eigentlich das Must Have. Sonnenschirme. Wunderbar. Eine Runde durch die Hood.














 Als ich nach Hamburg zog, fiel mir auf, dass ich nie in einer Stadt gelebt habe, in der die Menschen sich so viel Mühe mit Balkongestaltung geben. Ich glaube das ist so nen Hamburger Ding. Balkone, die nicht irgendwas Grünes draufhaben, gibt es hier nur sehr selten. Und grüne Bierkisten gelten da nicht. Das zieht sich auch durch alle Viertel, egal mit welchem soziokulturellen Hintergrund. In Hamburg wird der Balkon für die guten Dinge genutzt und die raren Sonnentage. Balkonkultur, Balkoncouture, das kann Hamburg.