Dienstag, 20. April 2021

Ich schnitze and I knit

 

  Einfach mal machen, was man kann. Linol schnitzen hatte ich schon lange nicht gemacht. Zu lange. Aber alles im Haus. Dieses Materialmessitum....

 

 Eine Quatschidee. Aufnäher sollten es werden. Vermutlich ist der Druck nur so vermatscht, weil ich eben keine Linoldruck, sondern nur Stoffmalfarbe da hatte. Ich glaube das war einfach zu flüssig. Leider gerade auch kein Bedarfsladen offen. But so what? DIY- or die!!!


Sonntag, 18. April 2021

7 Sachen # 2. 2021

   Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


 1. Gefrühstückt: Endlich mal wieder Baked Beans nach der Laufrunde. Vereinsmagazin als Sonntagslektüre.


2. Gepinselt: Mit Kakao und Kirsch. Ach, schwarzwälder Kirschtorte....

3. Genommen: Maß.

4. Geprökelt: Die letzten Reste Butterbrotpapier weg.


5. Gelaufen: Ein Toast zu meinen Käsefüßen. 18km heute. Joggen, spazieren, Eis essen gehen... Hach! Laufen kann ich. Und mag ich. Was ein Glück.


6. Gecalled: Und nebenbei zusammen umständliche Dinge am PC erledigt...


7. Gefertigt: Endlich dieses eigentlich kleine Nadelprojekt fertig gemacht. Wenn einem aber auch ständig so Sachen dazwischen kommen....


 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Montag, 12. April 2021

12 von 12 im April 2021

 


 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier
 

 
1. Joggen gewesen.


2. Geyogt zur Dehnung oder für was auch immer mensch halt Yoga macht.


3. Gefrühstückt. Hauptsache fett oder auch Fett.


4. Homeoffice... Mit ein bisschen Farbe.


5. Kleines Spaßdetail aus dem alltäglichen Erfolgskonzept "Digitale Schule": Irgendwann im ersten Lockdown fiel das CD-Rom-Laufwerk aus meinem privaten (!!!) Endgerät, von welchem aus ich auch arbeite. Vermutlich Schraube locker, wie bei mir. Seit dem wird es von einem Stück Klebeband der Antifa an Ort und Stelle gehalten. Wenn gewisse Naziparteien das wüssten, dass hier vom Standpunkt der radikalen Linken aus Bildung betrieben wird... HAHAHAHAHAHAHAHA!!!! So ist das halt, wenn man mit privaten Endgeräten arbeiten MUSS.... Auch ein Jahr nach dem ersten Lockdown... Nothing more to say.


6. Dafür ist der Terminkalender so prall gefüllt, als sei alles wie immer. Wobei: Was heißt eigentlich noch "wie immer"?


7. Hab erst überlegt, ob ich ein Bild aus meinem Arbeitszimmer posten soll. Aber das kann ich niemandem antun. Diese Postkarte stellvertretend. Gut, dass man die Tür schließen kann....


8. Was ich heute nicht gemacht habe...


9. Aber tolle Tulpen gibt es hier.


10. Feierabendbier auf dem Feierabendspaziergang. 


11. Auf dem Feierabenspaziergang noch bessere Sachen als Bier gefunden. Finde ich. Ich hab da dieses Ding mit Kuchentellern....


12. Abendessen. Kartoffeln und irgend was mit Dill und SEEEEHR viel Knoblauch. Wer mich in den nächsten Tagen riecht, hält den Mindestabstand nicht ein. Ist ja nicht alles scheiße an Corona.

 Jetzt noch schnell bei Caro vorbei und dann noch ein bisschen Quatsch machen. Habt einen feinen Abend!

Sonntag, 11. April 2021

7 Sachen # 1. 2021

  Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.

1. Geklebt: Jetzt fängt sie auch noch mit Decoupage an...


2. Geguckt: Das junge Gemüse macht sich gut. Im Arbeitszimmer riecht es wie im Gewächshaus.

3. Geschnitten: An Stoffresten rum.

4. Geschlurft: Kaffee mit SojaMILCH aus dem neuen Lieblingsbecher auf Sojasocken anne Füße.

5. Gesucht: Den passenden Stickrahmen raus. Dabei etwas perplex festgestellt, dass ich mittlerweile ziemlich viele auf Halde habe. Davon ist kein einer gekauft... Alle gefunden an den Rändern der Straße.


6. Gezogen: Stoff auf kleine Knöpfe.

7. Gekocht: Urdeutsche Erd- FRÜCHTE um gesund zu bleiben. KARTOFFELN!!!

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Mittwoch, 30. Dezember 2020

What? 2020? Das ging so:

  

 Ende des Jahres. Zeit für einen Rückblick? Die Stimme aus dem Off raunt mir zu, dass ich meinen Blog vernachlässigt habe und dass das jetzt ja wohl mal das Mindeste sei. Mein Kopf sagt: "Achja... Aber, egal was du schreibst, es wird fies werden. Irgendwer wird sich angegriffen fühlen, irgendwer wird dir sein Unverständnis um die Ohren hauen. Irgendwer wird dir schon einen RatSCHLAG geben. Willst du das?" Und das Herz sagt: "Nunja, aber vielleicht sind da auch Menschen, die sich wiedererkennen. Deren Gedanken du schaffst in Worte zu packen, wozu sie selbst nicht in der Lage sind oder sie nicht die Möglichkeiten haben." Okay. Herz schlägt Verstand. 2020 also. Das war so:

 


 Beschissen begonnen. Weil das letzte Jahr schon beschissen war und die davor eigentlich auch. Weil es mir alles weggeschossen hatte, was man einem nur so wegschießen kann in den letzten Jahren. Immer wieder Löcher aufgerissen, die ich vermutlich nur notdürftig verschlossen hatte. Neue Bomben reingeworfen. So startete das Jahr also. Beschissen (oder wenigstens nicht gut oder gar optimistisch). Und vielleicht war das einfach die Chance dafür, dass dieses 2020 für mich gar sich gar nicht so kacke anfühlte, wie all die Jahre vorher. 

 


 "Wie jetzt?!?", werden da eine Menge Menschen laut schreien. Tja, Relationen und so. Ich habe da einige Privilegien, die ich schon früh in meinem Leben angelegt habe, die es für mich nicht schwerer als sonst gemacht haben, auch dieses Jahr zu überstehen. Und das gar nciht mal so schlecht. Es startete mit laaaaaange krank, mehrere Wochen Krankenhaus. Während ich da war, brach "draußen" der Sturm los. Ich saß da und konnte nur müde lächeln. Weil ich eine leise Ahnung davon hatte, dass meine Eigenheiten jetzt meine Superpower werden. Ja, ich habe einen verflixt krisensicheren Job. Kann mir keiner ankreiden. Ich habe den nicht deshalb gewählt. War und ist nun aber von Vorteil. Geld also nicht meine Sorge. Lockdown war nicht schlimm. Homeschooling fand ich zwar nervig, weil ich nicht gerne am Schreibtisch sitze, kam meiner Lebenssituation aber sehr entgegen. Ich konnte einigermaßen ruhig einen guten Rhythmus pflegen, der mich sehr entspannte. Ich hatte und habe keine Probleme damit, mich auch ohne Fremdentertainment zu beschäftigen. Kreativ sein, alleine sein. Gar kein Stress. Spazieren, telefonieren, rumliegen. Kidnerlosigkeit abermals als extremen Vorteil genossen. Ich habe es sehr begrüßt. Nein, schön fand ich das auch nicht, aber es war eben nicht schlimmer als die Jahre vorher. Eigentlich war es besser. Zwischendurch wäre ich auch gerne mal wieder schwimmen oder in die Sauna gegangen, wäre gerne in nem vollen Stadion gewesen oder leicht angetüddelt über eine Tanzwiese gepogt. Aber es war auch nicht schlimm, dass das nicht ging. Ich kannte Social Distance schon, da spielten die noch in kleinen Clubs. Scheint ne erfolgreiche Band zu sein. Trotzdem war Platz für mindestens ein großes Abenteuer. (Von dem ich sicherlich hier bald doch noch berichten muss/will/sollte). Begegnungen mit anderen Menschen fanden im abgesicherten Modus statt. Vermutlich hat das dazu geführt, dass dies das erste Jahr seit langem ohne komplette Vollkatastrophen war. Im Gegensatz zu den letzten Jahren. Niemand warf so richtig schlimme Bomben in mein Leben. Das fand und finde ich ziemlich gut. Die Erkenntnis daraus könnte lauten: Keine Menschen, keine Probleme... Ich lasse das mal so wertfrei stehen.

 


 Trotz allem habe ich im Sommer eine Menge toller Menschen kennengelernt. Ich glaube es war das Jahr der Frauen*. Ich habe so unfassbar viele großartige, bunte, engagierte, starke Frauen* kennengelernt. Wahnsinn. Es war mir immer wieder ein Fest ihnen zu begegnen, zusammen tolle Aktionen zu schieben, das Leben bunter zu machen, neue Dinge anzuschieben. Lustigerweise waren die (neu getroffenen) Männer* im Gegenzug dazu nur.... nunja... milde gesagt: Langweilig bis Totalausfälle. Nichts, was ich im Leben unbedingt brauche. Nur so eine subjektive Wahrnehmung und Feststellung...

 


 Ziemlich viel krank gab es dieses Jahr. Ich glaube das letzte Mal so viel krank war ich in meinem Sabbatyeah... Auf über zwei Monate zu nix zu gebrauchen, komme ich in diesem Jahr. So richtig auf dem Damm bin ich auch immer noch nicht. Vielleicht werde ich das auch nie mehr. Ich kann es nicht sagen. Ich habe das dumpfe Gefühl, dass das ein Zustand ist, mit dem ich mich nun arrangieren muss... Das ist der Struggle der sich in diesem Jahr so ein bisschen festgebissen hat. Optimismus mag ich an dieser Stelle nicht versprühen. Muss ja auch nicht sein. Ein Jahr ohne neue Katastrophen für mich persönlich fand ich schonmal ziemlich gut. Und darauf kommt es doch an, oder? Keine Katastrophen reicht vollkommen, um dieses Jahr für mich als ein gutes abzustempeln. Ich würde es sehr begrüßen, wenn 2021 das auch schafft. Weiter so!


Mittwoch, 23. Dezember 2020

Haus(wand)besetzung

 

 Letzte Nacht kam es zu einer Haus(wand)besetzung in meiner Wohnung. Die anarchistischen Antiweihnachtswichtel leben jetzt wohl bei mir.


  Hatten wohl keinen Bock mehr auf diese ganze Plackerei und wollten einfach nur mal chillen. Streetartlover scheinen sie zudem zu sein. Ein Werk von CROWNS FOR STREETS lässt sich neben der Tür finden. Den St. Pauli Aufkleber auf der Tür kenne ich vom Kiezkiecker.

 


 Sicher sind die neuen Mitbewohnis hier in der weihnachtsfreien Zone auf jeden Fall. Und definitiv herzlichst willkommen. Lediglich die Strickleiter sollten sie evtl. einrollen, bevor das Staubsaugerräumkommando vorbei kommt. Ich bin gespannt, wie sich das alles so entwickelt und was da noch so passiert. Alternative Szene ist ja bekannt für lustige Einfälle.