Dienstag, 19. Februar 2019

Die wärmende Wanda


 Es gibt da so Wesen, die sind sehr Tageslichtscheu. Sie zeigen sich selten außerhalb ihrer natürlichen Umgebung. Es gibt so Viecher, die leben gerne unter Decken, im Dunkeln und Weichen, mensch bekommt sie selten zu Gesicht.


 Wenn die Spezies der Bäuchlinge oder auch Wärmflaschfressenden aber mal das Tageslicht erblickt, kann man sie bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Das passiert bestenfalls selten oder aus dem Grund der besseren Rumgammelei.


 Hat solch ein wärmflaschenfressendes Wesen seine Beute einmal verschlungen, dann gilt es schnellstmöglich wieder im dunklen, weichen Versteckt zu verschwinden und mit der Verdauung Erwärmung zu beginnen. 


 Beim heutigen Exemplar handelt es sich um Wanda. Die wärmende Wanda. Wenn Wanda den Bauch voll hat, dann gluckst sie gerne leise und zufrieden vor sich hin. Wenn man dann genau hinhört, kann man da Geschichten hören, die sie einem leise zugluckst und die einen in sanfte und heilende Träume wiegen können. Man muss dann sehr leise sein, denn sonst versteht man sie nicht. Vor allem ermahnt sie einen zur Selbstfürsorge. Bett- oder Sofaruhe, die sich die meisten Menschen doch zu selten gönnen...


 Auch Wanda ist sehr lichtscheu und verbringt ihre Zeit am liebsten unter Decken auf dem Sofa oder im Bett. Darum wollen wir sie für heute auch nicht weiter stören und lieber ihrem sanften Gluckern lauschen. Wer weiß, was sie heute zu erzählen hat. Auch in der Dienstagssammlung.

Sonntag, 17. Februar 2019

7 Sachen # 5. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gesaugt: Nicht. Das Glitzerkonfetti vom gestrigen Stadionbesuch darf noch ein bisschen auf dem Schlafzimmerteppich rumliegen. Sieht ja auch recht hübsch aus.


2. Geschlagen: Im Zug noch schnell ein neues Projekt an. Verschobenes Nadelkränzchen heute bei Antje. Mal was neues lernen. Zweifarbig stricken.


3. Gepackt: Aus. Beste, sapschigste Brownies. Vegan und glutenfrei aus der thematisch passenden Dose.


4. Gefikat: Nach bester schwedischer Tradition mit Kaffee und Kanelminibulle. Beim Stricken.


5. Gespaziert: Durch den Wald im Sonnenschein. Das geht bei uns auch mal ne Runde flotter zur Sache. Man kann ja nicht den gesamten Nachmittag mit den Nadeln auf dem Sofa verbringen.


6. Gezogen: Die Mütze nicht an. Auch nicht auf dem Heimweg auf dem Bahnsteig. Neinneinnein.


7. Geblättert: Um auf dem Heimweg und dieses famose Buch noch schnell fertig gelesen. Ein guter Tag. So!

  Ich wünsche mir die kommende Woche bitte katastrophenfreier, mit weniger Beulen und etwas weniger Arbeit. Diese 60- Stunden- Wochen gehen mir an die Substanz. Könnte funktionieren.
 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, seid dankbar, passt auf euch, arbeitet an eurer Selbstfürsorge und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich und zuverlässig. Habt eine gute Woche.

Samstag, 16. Februar 2019

Samstagskaffee und Netzfunde # 4.19


 Ein Hauch von Frühling liegt in Hamburg in der Luft. Die Leute sitzen schon vor den Cafés, Restaurants und Kneipen, in der Winterjacke ist Hochsommer. Die ersten Frühblüher stecken ihre grünen Finger aus der Erde. Fabelhaft! Nach Wochen ohne Licht, seit Donnerstag die komplette Sonnenladung. DIe Kids in der Schule wurden dann auch erstmal rausgejagt. "Tut was für euer Vitamin D!". Es war ein bisschen viel Arbeit, aber okay. Viel geschafft, die Woche geht durchaus zufriedenstellend zu Ende.


 So viele Netzfunde habe ich darum auch nicht.

 Immerhin bemerken jetzt auch Menschen, dass sich politischer Aktionismus evtl. mal anbieten könnte. Der §13 holt sie aus ihren Buden vor den Kameras weg, auf die Straße. Ich bin massivst gespannt, wie sich das sonst noch so entwickelt. Vor allem im Hinblick auf den Einfluss, den diese Videounterhaltungsmenschen auf den offenen Kanälen auf eine neue Generation haben, bin ich höchstgespannt. Im näheren Umfeld ist zunehmende Politisierung zu bemerken. Natürlich finde ich das super! Mal sehen was passiert, nachdem uns die neue DGSVO schon alle wuschig gemacht hat...

 Okay, liebe Nazis. Wer verschreibt euch also in Zukunft eure lebensnotwendigen Medikamente, zieht die Schrauben an euren Rollatoren fest, verkauft euch die Haftcreme fürs Gebiss und wischt euch den Hintern ab? Vermutlich niemand. Die neue Bertelsmann Studie kommt also zu dem Schluss, dass bis 2060 jährlich 260.000 (!!!) Menschen nach Deutschland einwandern müssen, damit der demografische Wandel ausgeglichen werden kann. Und ihr Faschos meint, die nehmen euch die Arbeitsplätze weg? Volliditioten. Einmal mehr.

 Der Ohrwurm des Tages: MUFF POTTER- Schwester im Rock. Vielleicht denke ich schon zu sehr an den Weltfrauenkampftag und was ich da wohl tun werde.... 


 Noch rüber zu Andrea und dann ab in die Sonne. Evtl. sollte man sich schon ein bisschen Sonnencreme ins Gesicht schmieren.... Habt ein charmantes Wochenende! 

 

Donnerstag, 14. Februar 2019

Steinekunst für alle # 3


 Ich bin Materialsammlerin. Vermutlich mehr als ich Selbermacherin bin, scheint es mir manchmal. Diese Emailleschüssel mit Steinen stand jetzt einige Zeit auf meinem Küchentisch herum. Immer wieder schob ich sie hin und her, nahm sie runter, wenn ich die Tischdecke wechselte, beachtete sie aber nicht weiter. Irgendwann hatte sie sich mal dahin verirrt und stand da halt so rum. Vor ein paar Wochen im Putzwahn fiel mir dann erschreckenderweise auf, wie lange sie da schon stand. Die Steine hatte ich auf meinem Lapplandtrip am Torneträsk gesammelt. Weit gereist. Über ein Jahr schubste ich also eine Schüssel mit Steinen durch die Gegend, die eigentlich für etwas anderes gedacht waren. Geht das nur mir so?


 Ein bisschen Zeit und Lackstift und der ganze Spaß wurde dann endlich zu dem für das er eigentlich gedacht war.


 Ey, lass ma Mandala malen. Zwischendurch musste ich bei dem Gekritzel etwas schmunzeln. Über Ausmalbücher für Erwachsene mache ich mich gerne mal ein bisschen lustig und nun saß ich da und zog selber so mehr oder weniger symetrische Linien. 

 Aber eigentlich sind diese Mandalaausmalbücher für Erwachsene doch nur ein Sympton, oder? Es geht natürlich im meditative Zustände, um ein bisschen Ruhe, Stille, Zeit um Kraft, Mut und Zuversicht zu finden. Braucht es aber dafür wirklich diese Kaufbücher? Findet mensch nicht genau das meistens in den Dingen, die viel näher liegen? In der Bahn mal aus dem Fenster oder in ein Buch blicken, statt aufs Taschengehirn. Eine Bahnstation früher aussteigen, ein Stück gehen, frische Luft atmen. Etwas Sinnstiftendes tun, das Spaß macht. Zu oft vergisst mensch das ja.


  Vielleicht lasse ich diese Steine darum so gerne in U- und S- Bahnen liegen. Da sitzen die Menschen eh nur rum. Manchmal frag ich mich, ob jemand diese kleinen Erinnerungssteine wohl erblickt, sich was denkt oder sogar den ein oder anderen einsteckt. Wenn ich sie an öffentlichen, nicht fahrenden Orten liegen lasse, sind sie meist schon weg, bis ich das nächste Mal vorbeikomme. Mauervorsprünge, Grenzmauern, sowas. Wohin sie wohl gehen? Ich weiß es nicht, aber vielleicht hilft es ja. Meistens lege ich sie im Vorbeigehen ab. Aber es geht auch anders.


 Kürzlich wollte ich mal flott einen neuen Kleber ausprobieren, mit dem ich auch meine Tellerkunst mal an die Wand kleben kann. Geht auch mit den Steinen. Die müssen ja nicht zwangsläufig im Weg rumliegen.


 Bei den Recherchen im eigenen Blog durfte ich feststellen, dass es eine gewisse Weiterentwicklung der Steinekunst gab. Angefangen hat das so. Beim zweiten Eintrag sah es schon so aus. Ich habe immer mal wieder für Nachschub gesorgt, aber nicht jedes mal darüber gebloggt. Zwischenzeitlich ist diese Aktion auch eingeschlafen, aber nie gänzlich in Vergessenheit geraten. Nun eben noch filigraner. Irgendwo hatte ich mal eine Liste mit Dingen, die sich gut zum drauf Schreiben eignen. Aber die war aber nicht mehr auffindbar... Ich habe ja Hirn und Herz und da kamen dieses Mal eben diese Dinge heraus.


 Öfter mal anderen Steine in den Weg legen. Die müssen ja nicht unbedingt immer nur doof sein. Ich mache das jetzt mal wieder eine Runde. Und die nächste Schüssel mit Steinen wird hier dann nicht mehr so lange rumstehen. Hoffentlich.

Dienstag, 12. Februar 2019

12 von 12 im Januar 2019

 
 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier


1. Blaue Phase. Weg zur Arbeit. Heute mit der Bahn.


2. Der Award für die verschmaddertste, klemmenste Tastatur wurde hiermit verliehen. Pfuä! Nicht meine. Aber soviel zum Thema "Digitalisierung in Schule".


3. Vor Unterrichtsbeginn, den Rotstift schwingen.


4. Im Igelbecher heute coffee to run. Von gehen konnte da wirklich keine Rede mehr sein.


5. Draußen lachte heute nicht nur die Sonne.


6. Nicht fotogen, aber für mehr Mittagessen bleibt derzeit selten Zeit.


7. "Faule Lehrkräfte!", könnte man sagen, aber 30 Minuten Beine hoch, mussten heute sein.


8. Suchbild: Krokanten.


9. Getrifidingsbums überall. Aber die Stadt vergisst, Schulen zu bauen.


10. Darum ist meine, die beste Schule. Da fischt man hin und wieder mal sowas aus seinem Fach.


11. Ein bisschen mit Ölkreiden geschmiert.


12. Abendveranstaltung fertig. Ich auch. Feierabend. Uff! Noch bei Caro vorbei und dann falle ich um. Gute Nacht.

Sonntag, 10. Februar 2019

7 Sachen # 4. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gehängt: Meine neue Kette, die Frau Postriot mir schenkte übers frische T-Shirt. Natürlich erstmal voll verdreht... Aber man kann es wohl erkennen.


2. Gestrickt: Im Zug auf dem Heimweg nach einer ganz fabelhaften Nacht, noch mit Punkrock in den Ohren. Ohrwurm so und so (Wobei es letzteren nur in der Coverversion gab. Aber dieser Chorus. Ohhhoooohhhh!). Hoffentlich bekommen wir das öfter hin.


3. Gestopft: Wäsche in die Maschine. 


4. Geputzt: Auch den Verzerrspiegel.


5. Gestapelt: Scheißpapier. Das gute. Nach dem Putzen. Für mehr Realität auf Blogs und so. 


6. Gesucht: Material für schulischen Krams zusammen. Korb und Garn werden morgen dringend gebraucht. Was man nicht immer so alles mit zur Arbeit schleift....


7. Gepuhlt: Orangen. Nervig diese weiße Haut. Mag ich nicht. Diese hier war besonders hartnäckig. Aber ein bisschen Vitamine mussten heute noch rein.

  Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, seid dankbar, passt auf euch, arbeitet an eurer Selbstfürsorge und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich und zuverlässig. Habt eine gute Woche.

Samstag, 9. Februar 2019

Samstagskaffee und Netzfunde # 3. 19

 
 Zwei Wochen kein Samstagskaffee. Ist ja auch keine Schande. Kaffee getrunken habe ich auch so in rauhen Mengen. Ich war so krank, wie lange nicht mehr. Es hatte mich wirklich ziemlich ausgeschaltet. Leider habe ich in dem Zug auch mal wieder bemerkt, wie schlecht ich in Selbstfürsorge bin. Ich war definitiv zu früh wieder Arbeiten. Gedankengänge dazu hatte ich ausreichend. Mittlerweile geht es wieder ganz gut, doch die Regeneration ist noch nicht vollends abgeschlossen. Spannenderweise habe ich mir (vermutlich durch mein zu frühes wieder aktiv werden) einen Hüftschnupfen zugezogen, der mir immer noch in den Knochen steckt. Ich musste bei der Diagnose ja ein bisschen lachen. Hüftschnupfen ist eigentlich eine Kinderkrankheit, die vornehmlich kleine Jungen trifft. Ich, weiblich, eher Ende als Mitte 30 kann einfach nicht "normal". Nichtmal mein Körper kann das. Finde ich gut so, auch wenn es manchmal weh tut. So ähnlich die Feststellung einiger Lernender -unabhängig von meiner Krankheit-, dass ich ja gar nicht so alt sein könne, weil ich erstens nicht so aussehe und mich zweitens auch nicht so benehme (!!!). Passt und das ist auch SEHR gut so.


 Passend zum Thema "Normalität" oder eben nicht geht es darum heute auch mit den Netzfunden los:

 "Hä? Was hat die denn da?", fragte das Kind, vor dem Bild einer Frau*, die selbstbewusst ihre Arme hob und man ihre Achselhaare sehen konnte. Das Bild ploppte in einem von mir abonierten Fotofeed auf, das Kind und ich scrollten da gerade zusammen durch. Ich war ein bisschen baff. Es wusste nicht, dass Frauen unter den Armen auch Haare haben. Hatte es noch nie gesehen. Wo auch? Vielleicht ein kleines weiteres Beispiel, warum, es wichtig, ist, dass wir Vielfalt in der Öffentlichkeit noch mehr supporten müssen. Alle! Und das natürlich auch den Kindern zeigen sollten.

 Und wo wir gerade dabei sind: Wie Väter stereotype Männlichkeitsbilder aufbrechen können. Finde ich richtig und wichtig. Auf der anderen Seite sollte man dabei auch aufpassen, dass man alternative Bilder von Weiblichkeit dabei bitte auch nicht vergisst. Am besten wäre natürlich geschlechtsneutral, aber....

 Sieben Gründe, warum Feminismus auch immer gegen den Kapitalismus kämpfen muss. Eigentlich gilt das auch nicht nur für den Feminismus. Kapitalismus ist das größte Problem, immer und überall.

 Pixar hat einen sehr rührenden Kurzfilm über Frauen in männlich Dominierten Jobs/Firmen gebaut. Ich hatte ein bisschen Tränchen in den Augen. 

 Braucht noch jemand einen Grund, weshalb es wichtig ist, sich für Schutzsuchende aus schlimmen Verhältnissen einzusetzen und ihnen brauchbare und hilfreiche Schonräume zu geben? Ein paar mehr erschütternde Beispiele, Geschichten und Bilder dazu gibt es hier.

 Eine Hamburger Schülerin gibt den Opfern des Nationalsozialismus in Hamburg ein Gesicht. Beeindruckende Aktion einer beeindruckenden Person.

 
 Ansonsten durfte ich auch so, weitere Inspirationen für kommende Artikel sammeln. Mal sehen, wann ich die geschrieben und illustriert bekomme. Ich konnte mich mit einer ersten Unterlassungserklärung wegen eines Bildes herumschlagen. Des Weiteren hat mich das Ordnungsamt bei einer Ordnungswidrigkeit erwischt, über deren vergleichsweisen Unsinn ich auch nur schallend lachen möchte, bevor ich meinen Kopf wegen dieses gesetzlichen Idiotismus und Aktionismus auf die Tischplatte knalle. Dass mein Verstoß gegen die vermeintliche Ordnung schon scheiße und sinnlos war, ist mir klar, doch die Verhältnismäßigkeit und die Zusammenhänge waren und sind so unfassbar dumm, dass es fast mehr schmerzt, als meine Hüfte. Dazu die beiden Gesetzeshüter, bei denen man schon riechen konnten, dass diese vom Staat ausgeliehene Macht und ihre Uniformen vermutlich das Geilste in ihrem Leben sind. Nein, ich habe keine Vorurteile. Argh! Damit jetzt zu Andrea. Heute ist zum Glück mal wieder ordentlich Punkrock angesagt. Mit Hüftschnupfen sitzen ist die Hölle. Stehen und ein bisschen Bewegung ist zum Glück nicht das Problem. In diesem Sinne: Passt auf euch auf, bleibt gesund und pflegt euch gut. Vergesst dabei aber auch nicht, noch ein bisschen Spaß zu haben.