Donnerstag, 5. Februar 2015

Hamburg im Wandel


 Ich mag diese Fliesen, die in Hamburg in den Eingängen vieler Altbauten liegen. Die Muster, die Farben. Handarbeit, die mit den Jahren ihre eigenen Geschichten erzählen können. Wie schön, dass es sie noch gibt. Hundert Jahre und mehr liegen sie teilweise schon unter den Füßen verschiedenster Hausbewohner. Wie gut, dass sie nie jemand weggetragen hat. Ganz anders an anderen Stellen in der Stadt.


 Baugerüste und -zäune gehören zum Stadtbild wie die Möwen über den Köpfen und das Tuten der Schiffe das manchmal durch die Straßen schallt.


 Kommen und gehen, wobei man mittlerweile zu wissen scheint, was erhaltenswert ist.


 Die Front ist gut abgesichert. Moderner Stahl und alte Reliefs.


 Einmal von hinten ausgehöhlt. Wie einen Kürbis. Man wird sehen, was da hin kommt.


 Und so fügt sich im Hamburger Stadtbild immer wieder Moderne zu Klassischem. Backstein aber ist wichtig.


 Und so gibt es alte Reliefs neben großen Kontorfenstern und alten Speicherhäusern an den Fleeten.


 Dieses Bild hat sich hier so reingeschlichen, denn auch das ist ein Teil der Altbauten. Wo viele Menschen wohnen, fällt viel Müll an.


 Mein Herz schlägt wahrhaftig und eindeutig für diese Backsteinbauten. Alte Arbeitersiedlungen in Barmbek. Häufig kurz vor oder im 2. Weltkrieg gebaut, direkt wieder zerstört und kurz danach wieder aufgebaut. Welch Geschichte.


 Und dann gibt es da diese wunderschönen Eingangstüren. Wunderbar eingefasst und oftmals farbig. Simpel und so schön.


 Ein solcher Eingang kann es locker mit den schönen Bodenfliesen in den Altbauten aufnehmen.


 Diese Wohnblöcke sind übrigens riesig und häufig hängen sie in einem Stück zusammen. Da muss dann auch mal über die Straße bauen.


 Und in Barmbek steht auch eine der ältesten Mietshaussiedlungen der Stadt. So niedliche kleine Häuschen. Leider total eingerahmt vom S-Bahngleis und dicker Autostraße. Aber sie ist noch da. Mal sehen, was man in Zukunft so von Hamburg zeigen kann und wo die nächsten Baugerüste stehen werden.

Kommentare:

  1. Ich liebe solche Eingänge auch! In Barcelona musste ich in jede offene Tür gucken. Ganz besonders toll fand ich alte Aufzüge (auch wenn ich nicht unbedingt damit fahren würde).
    Ich finds toll, dass sie es in Hamburg schaffen, alt und modern sinnvoll zu kombinieren. In der Münchener Einkaufsstraße, die hauptsächlich aus alten Häusern besteht, bauen sie jetzt so hypermoderne Glaskästen dazwischen. Das passt einfach überhaupt nicht.

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    1. naja, in hamburg gelingt das auch nicht so ganz. aber vielleicht verstehe ich z.b. die elbphilharmonie einfach nicht.... von daher....
      liebe grüße,
      jule*

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  2. oh, ich mag deine hamburgbieder sehr. aber am liebsten das erste, ich bin nämlich auch so ein fliesenfetischist;)
    liebst alex

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