Samstag, 11. Januar 2014

Bein bestrickt

 Ich bin eine großer Stulpenfreundin. Da ich häufig Röcke mit Leggins trage, möchte ich da auch immer gerne schöne und vor allem bunte Stulpen haben. Da ich nun des Strickens mächtig bin, habe ich diesen Winter mal selbst losgelegt. Das erste Paar wird schon freudig getragen.


 Eigentlich wollte ich diese Stulpen nutzen, um mal das Nadelspiel auszuprobieren. Nachdem ich aber den sechsten gescheiterten Versuch wieder frustriert aufgeribbelt hatte, warf ich die fünf Nadeln in die Ecke und strickte einfach mit der Rundstricknadel zwei Rechtecke, die ich anschließend zusammennähte.


 Das mit dem Bündchen habe ich auch nicht hinbekommen, irgendwie sah das Muster da auch immer noch total chaotisch aus. Darum haben diese Stulpen jetzt einen Rollsaum.


 Eine Strickmeisterin wird so schnell nicht aus mir werden, auch wenn ich diese Form von Handarbeiten für Konferenzen und lange Zugfahrten mehr als befriedigend finde. Ich verdrehe immer noch die Maschen. Das Muster finde ich allerdings sehr gelungen. Die "Wolle" für diese Stulpen war ein Baumwoll- Modal- Mix. Schurwolle kommt mir bekanntermaßen nicht ins Haus. Material für das nächste Paar liegt hier schon bereit, dann wage ich mich nochmal ans Nadelspiel und anständige Bündchen. Mal sehen, wie groß meine Frustrationstoleranz ist.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Musikdonnerstag: SYSTEM OF A DOWN- "Toxicity"


 Immer (oder meistens) Donnerstags stelle ich ein Album vor, welches in meinem Leben eine prägende Rolle meiner musikalischen Sozialisation gespielt hat. Wer mitmachen mag, ist natürlich herzlich eingeladen und darf einen Kommentar hinerlassen, weil ich so furchtbar neugierig bin, was andere so hören. In den folgenden Wochen soll es um diese Alben gehen:

Meine Top 20 Alben aller Zeiten
The Beatles- A Hard Days Night (1964)
Cat Stevens- Mona Bone Jakon (1970)
Die Ärzte- Die Ärzte Früher! Der Ausverkauf Geht Weiter (1989)
Red Hot Chili Peppers- Blood Sugar Sex Magic (1991)
System Of A Down- Toxicity (2001)
Sick Of It All- Scratch The Surface (1994)
Jimmy Eat World- Clarity (1999)
Juliana Theory- Emotion Is Dead (2000)
Pale- How To Survive Chance (2002)
Boysetsfire- After The Eulogy (2000)
Kristofer Åström- Northern Blues (2001)
The Appleseed Cast- Lost Songs (2002)
Kettcar- Du und Wieviel Von Deinen Freunden (2002)
Tomte- Hinter All Diesen Fenstern (2003)
Dredg- Catch Without Arms (2005)
Deftones- White Pony (2000)
Thrice- The Artist In The Ambulance (2003)
Friska Viljor- Bravo (2006)
Captain Planet- Wasser kommt Wasser Geht (2007)
Casper- XOXO (2011)

SYSTEM OF A DOWN- Toxicity (2001)


  Noch zu Schulzeiten machte ich mich auf in die Welt des Metal. In diese Schublade würde ich für diesen Eintrag auch gerne SYSTEM OF A DOWN stecken. Alternativ New Metal oder so. Mitte der 90´er erfand sich der Metal in Form des New Metal neu. Bands wie KORN, MACHINE HEAD, SLIPKNOT, DEFTONES und Konsorten erblickten das Restlicht der vermeintlich dunklen Welt. Um ein paar Ecken rutschte ich damals in eine Gruppe von Menschen, die alten und neuen Metal mit allem Schnickschnack stilecht zelebrierten (und es heute noch tun). Wir hatten eine wundervolle Zeit mit viel Bier, Rollenspielen, spannenden Diskussionen und viel Musik. Vor allem zeigten sie mir Hamburg und welche Liebe sie damit entfachten, muss ich hier wohl nicht erwähnen. Metal war immer dabei. Für viele Menschen gelten Metal und ihre Anhängerschaft nach wie vor als böse und brutal. Ich halte nicht viel von Stereotypen, doch wenn man mich fragen würde, würde ich lieber mit einer Horde Metaler als mit einer Horde Punks auf einer Insel stranden. Metal ist echt und wahr. Metal tut nicht so, Metal ist so. Metal spielt keine Rolle und muss sich nichts beweisen. Wenn Metal sagt, sie sei "TRUE!", dann hat sie verdammt nochmal recht. Soviel zum hier durch SYSTEM OF A DOWN repräsentierten Musikstil.
  SYSTEM OF A DOWN jedenfalls lernte ich damals kurz vor "Toxicity" kennen und sie spielten sich zügig in meine Gehörgänge. Nach wie vor mag ich das Abrupte und Wechselhafte bei SYSTEM OF A DOWN sehr gerne. Irgendwie ist ihre Musik wie das Leben. Das wird auf "Toxicitiy" direkt und ungeschönt mit dem Einstieg in Form von "Prison Song" klar gemacht. Sie brettern los, durch die Wände, schlagen kaputt was kaputt gehört, bleiben dann aber wieder leise und ruhig stehen, Atem holend und stürmen dann wieder von vorne los. Einzelne milde Gitarrenklänge verheißen die Schönheit zwischen geordnetem Krachen und akkustischer Gewalt. Serj Tankian und Daron Malakian schreien sich die Seele aus dem Leib, nur um kurz danach eine kleine Ode auf das Wahre, Schöne, Gute zu singen. Schmettern Songs mit kräftigem Gesang. Das hält wach, macht aufmerksam und wird nicht langweilig. SYSTEM OF A DOWN verbinden das Sanfte und das Butale in einem Song. Die meisten Bands schaffen das höchstens nur hart oder nur sanft oder wenn im Mix, dann in Form einer Ballade auf dem Album. Wenn SYSTEM OF A DOWN das aber in einen Song packen, dann gibt es keine vorbereitenden Übergänge. SYSTEM OF A DOWN kreieren Brüche, sie reißen Wunden hart auf, so dass die Milde umso besser ihre Wirkung entfalten kann. "Toxicity" repräsentiert das Ganze wundervoll. "Chop Suey!" ist natülich der Hit. Der titelgebende Song "Toxicity" wärmt das Herz. Metal braucht auch mal einen Weichspüler und wenn es der spezielle für schwarze Wäsche ist.
  Leider habe ich SYSTEM OF A DOWN noch nie live gesehen. Das steht aber auf jeden Fall noch auf meiner Liste (immerhin habe ich SLAYER schon geschafft- oder sie mich).
  Ich habe noch keine vergleichbare Band gefunden, die mich in diesem Stil so sehr in ihren Bann zieht. SYSTEM OF A DOWN halten mich gefangen und erinnern mich hin und wieder daran, auch mal die anderen Platten von ihren Vorgängern abzustauben. Und an das Wunderbare im Metal.

 Wer auch gerne Schätze aus seiner Plattensammlung vorstellen möchte, darf gerne einen Link hinterlassen. Ich hoffe auch, dass ich im neuen Jahr jede Woche eine Platte vorstellen kann.

Dienstag, 7. Januar 2014

Blaue Wolke(n)

 Genau: Blaue Wolke(n). Wir sind hier ja nicht bei BLUMFELD. Die gab es jedenfalls am Wochenende für meine neue Joana.


 Da hatte ich diesen grauen Jerseycoupon vom Stoffmarkt. eigentlich wollte ich ein langärmliges Raglanshirt draus machen, zusammen mit einem blauen Jersey, doch das waren zwei vollkommen unterschiedliche Qualitäten. Nicht, dass ich das nicht beim Kauf gewusst hätte, doch die Idee kam mir erst hinterher. Also wurde es eine normale Joana ohne Ärmel.


 Für die Applikation habe ich einfach Vliesofix auf einen Jerseyrest gebügelt, Wolke und Tropfen ausgeschnitten, aufgebügelt und nochmal rübergesteppert. Ich hatte erst ein bisschen Angst, dass das Vliesofix mit dem elastischen Stoff nicht funktioniert, ging aber doch ganz gut.


 Demnächst wird das erstmal über einem Longsleeve getragen und im Sommer hoffentlich schön kühl auf der Haut liegen, dieser Jersey ist nämlich sehr leicht. Und irgendwie ist es ja auch keine Regenwolke sondern eine ganz normale Hamburger Sonne.

Montag, 6. Januar 2014

Alte Leuchte, neues Gewand

 Vor Jahren habe ich mal diese Papierstehlampen beim Möbelschweden gekauft. Die gab es irgendwie im Dreierpack, zwei kleine, eine große recht günstig. Während meines Studiums leuchteten sie in meinem WG- Zimmer. Die große habe ich mal beim Yoga kaputtgemacht. Beim Pflug nicht nach hinten geschaut, zack war der Schirm zerfetzt. Als ich umzog passte sie nicht in meine erste eigene Wohnung, darum wurde sie eingemottet. Nun habe ich sie wieder rausgeholt und renoviert.


 Nun steht sie wieder neben dem alten Bild aus Omas Wohnzimmer.


  Den alten Lampenschirm habe ich einfach auseinandergenommen. Das Papier wanderte in den Müll, die Metallringe habe ich behalten.


 Weißen Stoff zurechtgeschnitten, Spitzendeckchen draufgenäht, Schlauch genäht, oben und unten die Metallringe wieder rein. Die Ringe anzunähen war etwas friemelig, aber nun steht sie wieder.


 Leider scheint die obere Birnenfassung keinen Strom mehr zu bekommen. Ich muss mal sehen, ob ich das mit ein bisschen fachmännischer Hilfe wieder hinbekomme. Aber das ist fast schon ein anderes Projekt.

Sonntag, 5. Januar 2014

7 Sachen # 1. 14

  Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe
 Narf, Ferien vorbei. Das sind immer die schlimmsten Sonntage. Am schlimmsten von allen im ganzen Jahr ist aber immer der Ferienendsonntag nach den Weihnachtsferien. Darum heute viel getan, um den trüben Gedanken zu entkommen und langsam wieder reinzukommen.


1. Geschmiert: "Honig"brötchen. Nomnom.


2. Gezwickt: Die Lampenkabel. Gekürzt, abisoliert und Herr Fussel hat sie mir angeschlossen. An Elektrokram traue ich mich nie dran. Ich glaube ich habe noch nie eine Lampe angeschlossen (außer Stecker rein natürlich).


3. Gehängt: Den Lampenschirm dann endlich auf. Hach, schön! Die Lampe ist übrigens selbst gemacht. Die Anleitung gibt es hier.


4. Gezeichnet: Wolke und Regen. Ist ja Ferienendsonntagsdepression... Hmpf.


5. Genäht: Grau mit Hellblau mit Zwillingsnadel.


6. Gearbeitet: Dann doch. Die fehlenden Zensuren wurden mir heute doch noch übermittelt. Morgen gehts dann also ab.


7. Gemixt: Feldsalat mit Karotten, Sonnenblumenkernen, Käutersalz, Pfeffer, Senf, Apfelessig, Sonnenblumenöl, Agavendicksaft. Fragt bloß nicht nach Salatsoßenrezepten. Salatsoße schüttel ich immer aus dem Ärmel, zeitweise gar nicht mal so gut. Heute war aber lecker Rest von gestern.

 Kommt gut wieder in die komplette 5 Tagearbeitswoche!

 Mehr 7 Sachen wie immer auch heute bei Grinsesternanita.

Samstag, 4. Januar 2014

Gewonnen, gewonnen, gewonnen

 Wenn mir zumindest in Punkto Blogverlosungen das Glück im vergangenen Jahr nicht hold war, dann weiß ich auch nicht. Kurz vor Weihnachten habe ich nämlich auch nochmal kräftig abgesahnt. 

 Zum Einen gewann ich bei Laura von tagträumerin.de das Rock´ A´ Bella- Buch, welches ich schon beim Kauf meiner aktuellen Nähmaschine im Laden sehnsüchtig in den Händen hielt, dann aber doch stehen ließ (die Nähmaschine alleine war schon kostspielig genug). Nun habe ich dieses Buch nebst kurzer Latzhose und einer Packung Tee tatsächlich gewonnen.


 Das Buch erinnert mich auch etwas sehr nachdrücklich an das RockabillykleidchenUFO, das hier noch rumliegt. Es wird Zeit das Ding fertig zu machen.

 Bei Fräulein Ordnung habe ich einen Gutschein für den DaWandashop von SAPRI gewonnen. Ich habe mir ein paar Kleinigkeiten ausgesucht und Sarah war so lieb mir noch das letzte Lovemag mit einzupacken.


 Jetzt sollte ich mal ganz schnell ein paar schicke neue Teile an den Start bringen, damit ich diese wundervollen Häkeleien auch gebührend in der Gegend rumtragen kann.

 Herzlichsten Dank euch allen! Und ich denke dieses Jahr könnte dann auch das Aktion Mensch Los etwas Gewinn abwerfen... So viel Glück!

Freitag, 3. Januar 2014

Kanga mal zwei

 Wie war das mit dem Vorsatz mit den Geschenken? Naja, der gilt seit vorgestern. Vorher waren noch ein paar Geschenke fällig. Darum konnte ich schon vor Weihnachten zwei neue Kangas nähen. Erstmal einen zu Weihnachten für die Bonusmutter:


 Gewünscht war hier rot und die mittellange Version für warmen Hintern.


 Futter für Kapuze und Tasche ein Rest vom Äpfelchenstoff.


 Der rote Sweat ist vom Stoffmarkt.

 Für die Schwägerin musste ich noch einen Geburtstagsgutschein einlösen. Baby ist schon seit Längerem da und bei meinem letzten Besuch habe ich dann mal vermessen. 


Bei dem Model hier war grüner Nikki gewünscht und da habe ich einen Teil meines Einkaufs vom Türkenmarkt in Berlin verbraten.


 Kapuzen- und Taschenfutter mit Pilzen. Der Stoff war ein Coupon vom Stoffmarkt und passt perfekt wie ich finde.


Zum Schluss noch die Waschanleitung dran und ab dafür.

 

Alles dran, Wünsche erfüllt und alles super. Darum macht Schenken so einen Spaß. Ich wünsche den neuen Besitzerinnen viel Freude damit. Und jetzt bald wieder was für mich.