Freitag, 18. Oktober 2019

Das Glück ist umgefallen


 Das Glück ist umgefallen. War wohl zu groß....


 Mögen die anderen in der Nachbarschaft nicht so übermütig sein.

 

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Nordwärts # 2. 2019: Flekkefjord


Weiter geht die Bilderreise. Von Aalborg in Dänemark ging es nach dem Kaffeestop weiter zur Fähre nach Hirtshals und dann ziemlich schaukelig hinüber nach Norwegen. In Kristiansand schliefen wir ein bisschen vor dem Bahnhof, bevor ein Teil des Klöppelclubs HaSchaWi uns verließ und Antje und ich uns alleine auf die Weiterreise begaben. Ein paar Stunden fahren, ein paar Stunden auf dem Rastplatz im Auto schlafen. Zu wenig. Dafür zum Morgengrauen erste Aussichten.


 Unseren ersten Städtestopp wollten wir in Flekkefjord einlegen, in der Hoffnung schon genug Licht für etwas norwegisches "Stadt"gefühl zu bekommen. Total übermüdet stolperten wir durch die menschenleeren Gassen und fanden das doch ziemlich wunderschön.

















 Trotz der menschenleeren Straßen, weißen Häuser und Zebrastreifen nach Nirgendwo, fühlten wir uns keineswegs wie in einer Geisterstadt. Wie wir später auf der Reise feststellen durften, war es wohl ganz gut, dass die Strick- und Handarbeitsläden erst spät aufmachten. Ein Engelcafé fanden wir dann doch noch, wo uns ein paar freundliche Christenmenschen auch im Morgengrauen schon mit Kaffee und Kakao verköstigten. Gott braucht vermutlich auch sehr früh morgens schon ordentlich Wachmacher. Danach haben wir einmal in den Fjord gespuckt und sind weiter gefahren.


Weitere Teile der Reise bis hierher:

Dienstag, 15. Oktober 2019

Glückshose für den Safe Space


 Ich hatte mich ja irgendwann im vergangenen Jahr wieder vorsichtig an Hosen herangetastet. Zwei Hosen second hand in Göteborg erstanden. Irgendwann im Frühling hatte ich dann diese Idee von einer kurzen Hose. So für die wärmeren Tage. Leider fiel mir keine vor die Füße. Auch keine lange, die ich hätte kürzen können. So richtig Klamotten kaufen, neu in der Stadt/einem Neuwarenladen ist bei mir immer noch nicht angesagt. Ist ja auch Quatsch und macht mir keinen Spaß.


 Wie gut, dass es in der Stadt ausreichend Möglichkeiten gibt, sich durch Tauschhäuser und Verschenkeregale zu wühlen. Da fiel mir auf dem Weg in den Garten vor einigen Wochen dieses gute Hosenstück in die Hände. Leider habe ich es versäumt, ein Vorherbild zu schießen. Die Hose an sich war schon ziemlich angerockt. Diverse Löcher hatte irgendwer da schon so irgendwie geflickt und eigentlich hatte sie einen sehr hellblauen, gebleichten Farbton. 


 Aber ich werkele ja so gerne und so hatte ich ein flottes Projekt. Ein bisschen was zum schwarz färben hatte ich eh noch rumfliegen, also durfte die Hose gleich mal mit rein ins Farbbad. Danach habe ich die alten Stopfungen wieder aufgemacht und neu geflickt. Mit dem Glücksstoff und einem Patch. Die Herzstickerei zu Stopfungszwecken verschwindet leider ein bisschen sehr unter dem Gürtel, ist jetzt aber auch nicht so schlimm. Dass die Hosenbeine unterschiedlich lang sind, fiel mir auch erst beim Bearbeiten dieser Bilder auf. Drauf geschissen. Das trage ich jetzt so und vielleicht wird das dann der neueste Trend.


 Der "Love Football- Hate Racism" Patch war ein Mitbringsel vom RUHRPOTT RODEO. Passenderweise braun-weiß. Natürlich ist das hier meine neue Fußballguckhose. Hat auch schon Glück gebracht. Der Antirassismuspatch passt zum FC St. Pauli ja grundsätzlich auch ganz gut. Rassismus ist mir allerdings zu kurz gegriffen. Es ist eine Unterkategorie des Faschismus. Profis denken da immer gleich intersektional (heißt verschiedene Merkmale beachten, die zu Diskriminierung führen können). Das gilt zum Glück auch für die meisten Menschen, die dem FC St. Pauli so anhängen. Rassistische, sexistische, homophobe oder behindertenfeindliche Äußerungen werden da nicht geduldet. Auch nicht zum Spaß und auch nicht "ist ja nicht ernst gemeint". Das darf mensch da gerne öfter erleben, wenn sich irgendwer im Ton vergreift und gleich von mehreren Seiten die Erziehungsmethodik ausgepackt wird. Das sind auch so Kleinigkeiten, wie dass die Kerle auch bei wärmeren Temperaturen nicht oberkörperfrei auf den Rängen oder auf den Zäunen agieren. Ich nenne das solidarisch.


 Ich hatte diese Hose das erste Mal beim Lokalderby an. Da hat sie schon irre viel Glück gebracht. Sogar schon vor dem Spiel. Es war wahrhaftig voll im Stadion. Ich kannte die Gesichter der umstehenden Menschen schon. Fußballbekanntschaften. Grundsätzlich sind im Stadion auch immer eine Menge Frauen*, aber um mich rum standen nur Männer*. Beim Lokalderby kam es mir dann doch noch eine Ecke kuscheliger vor als sonst. Nichts ungewöhnliches. Sehr begrüßt habe ich allerdings die etwas verschämte Vorentschuldigung meiner Nebenmänner*, dass es sein könnte, dass sie mich heute an Körperstellen berühren, an denen sie das sonst nicht einfach so machen würden, es aber heute extrem eng sei und sie sich dafür schonmal im Vorfeld entschuldigen würden und dass dahinter keine böse Absicht stünde. Nahm ich ihnen voll ab und feierte sie dafür offen ab. So geht das nämlich. Könnten sich ein paar Menschen gerne mal eine Scheibe von abschneiden. Und leider muss ich sagen, dass genau wegen solcherlei Begegnungen, das Millerntorstadion zu einem der letzten Safe Spaces dieser Stadt geworden ist. Ich hoffe das bleibt so. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass es egal ist, was auf dem Platz passiert, aber alleine für die Momente Spaß und Durchatmen ohne Angst vor dem nächsten dummen Spruch zu haben und mich im Zweifel auf die Solidarität der Umstehenden verlassen zu können, wird dafür sorgen, dass ich da wohl auch weiterhin noch sehr viel Zeit verbringen werde. (Dieser Umstand ist leider auch nicht in allen Ecken des Millerntor anzutreffen, aber dazu ein anderes Mal) Die antifaschistische Glückshose wird jetzt jedenfalls öfter im Stadion getragen. Die bringt nämlich wirklich Glück, nicht nur mir. Das Flickenwerk darf heute in die Dienstagssammlung. Gegen diskriminiernde -ism immer und überall!

Montag, 14. Oktober 2019

Runde um den Block # 1. 19


 Mutiert wohl zum Fotoblog hier. Egal. Ich hab Bock und nur noch die Festbrennweite drauf. Runde um den Block wird dann vielleicht eine neue Serie. Weil´s hier halt auch schön ist. und ich viel rumlaufe. Auch um den Blog... äh... Block. "Den Schweinehund Gassi führen" wäre eine gute Alternativüberschrift.














Sonntag, 13. Oktober 2019

7 Sachen # 30. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. 


1. Geblickt: Tiiiiieeeef in die Teetasse, nachdem ich meine persönliche Bestzeit beim wochenendlichen Morgenlauf ganz entspannt übertroffen hatte.


2. Gezogen: Grauschwarz an. Sah so aus, als würde der Tag heute wieder so ein Trübetassentag wie gestern werden. Mir ist nicht so recht nach Buntness.


3. Geschnippelt: Stoffe zu. Da dachte sich der Tag wohl, meine Vorverurteilung war zu schnell und schickte doch noch die Sonne hinter der Wolken hervor.


4. Getrennt: Eine Naht auf.


5. Genäht: Eine andere Naht zu.


6. Gekocht: Immerhin bleibt es wenigstens in der Schüssel bunt.


7. Gestrickt: Nächste Maschenprobe. Bald habe ich die Schnauze voll. Entweder stricke ich kacke oder rechne kacke. Warum passt das nie?!?! Wo sind die Strickprofis? Ich habe gerade so einen leichten Handarbeitsfrust.... Hmpf!

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche! Könnte mal wieder sonniger werden hier im Norden.