Montag, 7. August 2017

Politisiert euch: Ergebnisse im Juli und neue Sammlung

 Es ist der erste Montag im Monat, Zeit für eure Beiträge! Unter dem Motto: "Zeigt das Politische im und beim Handarbeiten auf", veröffentliche ich jeden Monat eine Sammlung von Blogbeiträgen aus der Handarbeitssektion. 
 Auch wenn mein Blog gerade eine kleine Sommerpause macht, möchte ich euch die Ergebnisse nicht vorenthalten. Die Pause wird noch ein bisschen weitergehen, aber irgendwann werde ich auch wieder voll weiterbloggen. Ich habe einfach zuviel in meinem Kopf, als das ich das alles für mich behalten könnte. Vergangenen Monat waren die meisten Beiträge zum politischen Handarbeiten mit der CSD-Blogparade der fabelhaften Karin verknüpft. Ich sehe das ja keinesfalls als Konkurenz sondern als wunderbare Möglichkeit, sich diesem Thema auf vielfältige Art und weise zu nähern und es aus unterschiedlichsten Blickwinkeln zu beleuchten. Und es macht deutlich: Nicht nur Handarbeiten ist politisch, sondern auch die Liebe. Schaut auch unbedingt nochmal in ihrer CSD- Linksammlung vorbei. Nun aber zu den bei mir "eingereichten" Beiträgen. Die Bilder stammen jeweils von den Bloggenden.


 Die Radaufrau hat sich im vergangenen Monat mit Heteronormativität und der Manifestation in Köpfen beschäftigt. Auch mit Vorurteilen in der Gesellschaft. Ein Thema, das auch mir auf den Nägeln brennt. Ein halber Blogpost dazu ist schon fertig. Sie hat das sehr tiefgründig, persönlich, aber auch mit dem entsprechenden wissenschaftlichen Hintergrund getan. Dazu gab es einen ganz Haufen kleiner bunter Wichtel.


 Sabrina hat sich zum Thema Feminismus und weiblich konotiertes Handwerken und dessen Wertschätzung angenommen. Kurz und knackig und auf den Punkt. Dazu gab es das bestickte und selbstgenähte Feministenmonster. Mir fiel dazu spotan und leise kichernd ein: "Ein Monster geht um in Europa, das Monster des Feminismus...." Buah!


 Ebenfalls ein CSD-Thema hat Julia aufgegriffen. Sie erzählt von ihren Erfahrungen mit Menschen, die ihre eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung und Akzeptanz im Hinblick auf sexuelle Vielfalt gemacht haben. Die von ihr genannten Beispiele dürften sich immer wieder und wieder wiederholen, aus Gründen, die z.B. die Radaufrau oben aufgezeigt hat. Dazu hat Julia ein bisschen Guerillaknitting betrieben.

https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=960x10000:format=jpg/path/se3e1f0ac8bfeee0b/image/i859702b0e94db1c7/version/1500319956/arbeitsoutfit-im-englischen-sommer-rock-und-beinstulpen-zebraspider-diy-anti-fashion-blog.jpg

 Janina hat in diesem Monat dann für ein bisschen Vielfalt in dieser Sammlung gesorgt. Sie hat sich mit der "Problematik" subkulturelles Outfit bei der Arbeit beschäftigt. Dazu gab es einen ganzen Stapel selbstgenähter oder upgecycelter Klamotten. Ich gehöre ja auch nicht zu den Menschen, die sich auf der Arbeit verkleiden, weil sie nicht sie selbst sein können. Hat mir auch schon Probleme bereitet, aber ich finde ja immer, das sind eher die Probleme von normativ denkenden Menschen.

 

 Ich selber habe mich auch mit einem CSD-Thema beschäftigt. Es ging um die Auswirkungen von Diskriminierung von Menschen unterschiedlichster sexueller Orientierung. Dazu gab es ein kunterbuntes, gar nicht spießiges Stickbild. 


 Ihr wollt mit- und weitermachen? Gerne! Weil ich keinen weiteren Post eröffnen möchte, würde ich die Sammlung für August gerne einfach hier unter dem Post einrichten. Gleiches Spiel wie die letzten Male:

 1. Sucht das Politische im und beim Handarbeiten. (Es muss ja auch nicht zwangsläufig was mit Nadeln zu tun haben)
 2. Stellt dabei ein Projekt vor, in dem ihr das Politische gefunden habt, oder bei dem ihr politische Gedanken gewälzt habt. Blogt darüber.
 3. Postet unter diesem Beitrag einen Link zu eurem Beitrag. Schön wäre hierbei ein Hinweis mit Link auf diese Aktion zu meinem Blog. Vermerkt sehrsehr gerne, ob ich ein Bild aus dem Beitrag für die Sammlung verwenden darf. Ende der Sammlung ist der letzte Tag des Monats.
 4.  Menschen ohne Blog, die dennoch einen Beitrag liefern möchten, dürfen mich gerne anschreiben und ich stelle unter bestimmten Umständen einen Gastbeitrag auf meinem Blog online.
5. Habt keine Angst vor Sprache, Formulierungen, Kontroversen, Lücken in der Argumentation. Supportet euch gegenseitig! Irgendwann und -wie muss man einfach anfangen. 
 Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass mit den Händen arbeiten nicht zum Selbstzweck verkommt. Lasst uns Hirn und Flagge zeigen und dass in jeder von uns ein bisschen Supergirl steckt, die die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Veränderungen passieren zuerst im Kopf. Zeigt auf, dass da auch beim Handarbeiten was passiert. Ich hoffe, das alles ist in eurem Sinne. Auf einen aktiven August!

Kommentare:

  1. Bin ja beruhigt, dass Frau Jule noch unter den Lebendigen weilt! Groß Sorgen machen könnt ich mir nicht, da ich mich selbst in der Klinik auseinander nehmen lassen musste, um wieder laufen zu können, anschließend Reha mit allem Pipapo. Dort bin ich immer noch un d z.Zt. Gänzlich unpolitisch, zumindest auf dem Blog. Heute habe ich allerdings ein Them a, zu dem der Anstoß kam - ja von wem denn bloß?
    Alles Liebe!
    Astrid

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    1. ach, du gute. um mich muss man sich selten sorgen machen. morgen tauche ich nochmal auf und dann wieder ab. muss ja auch mal sein. ich ziehe meinen hut vor dir, dass du aus der reha bloggst. hätte ich ja gar keinen nerv zu.
      liebst,
      jule*

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  2. "Ein Monster geht um in Europa, das Monster des Feminismus...." Ach Jule. <3

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    PS: Du fühlst dich hoffentlich nicht gestresst, wenn ich dir sage, dass ich mich darauf freue, dass du irgendwann wieder voll bloggst? Das tu ich nämlich. Aber ich warte auch gerne noch ein Weilchen darauf.

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    1. ich fühle mich keinen meter gestresst. ein bisschen pause brauche ich allerdings noch. aus gründen ;)
      liebst,
      jule*

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  3. Meine liebe Jule, wie schön, von Dir zu lesen! Ich wünsche Dir noch eine erholsame "Sommerpause"...! Und ich hab schon einen Link für die nächste Sammlung: https://gruenernaehen.wordpress.com/2017/08/09/retro-love-mit-else-und-ein-wort-zu-konfektionsgroessen/
    Liebste Grüße nach Hamburg! Karin

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