Montag, 26. Juni 2017

15 Fakten (+1) über mich und Tiere


 Astrid sammelt noch bis Ende des Monats in ihrer Linkparty Fakten über den Bezug zu Tieren. Eine schöne Idee, zu der ich mich gerne geselle. Heute also 15 Fakten über mich und Tiere:

 1. In unserer Familie gab es immer Hunde. Ich bin mit ihnen großgeworden.

 2. Mit Katzen kann ich, mit Ausnahme einer laufenden Nase und dicken Augen, nichts anfangen.

 3. In meiner Kindheit und Jugend habe ich knapp 13 Jahre lang mein Zimmer mit Wellensittichen geteilt. Meine erste Wellensittichdame überlebte drei Partnervögel, die alle aus dem Tierheim kamen und starb ein halbes Jahr bevor ich Abitur machte, im stattlichen Alter von 13 Jahren.


 4. Natürlich war auch ich ein Pferdemädchen. Pferde sind wie große Hunde. Viele Jahre bin ich voltigiert und geritten. Ich besitze sogar den deutschen Reiterpass.

 5. Mein erster Berufswunsch im Kindergartenalter war Bäuerin, weil ich mit möglichst vielen Tieren zusammenleben wollte.

 6. Hätte ich im Kindergartenalter schon gewusst, was Landwirtschaftsmenschen mit Tierne machen, wäre "mein Bauernhof" wohl schnell ein Gnadenhof geworden. 


 7. Mit 14 beschloss ich kein Fleisch mehr zu essen. Damals schon gegen die Widerstände aus meinem Umfeld. Eine besonders konsequente Vegetarierin war ich allerdings nie. Ich trug trotz allem noch Leder- und Wollklamotten und aß Gummibärchen mit Gelatine und Käse mit tierischem Lab.

 8. Ich bin extrem unzufrieden mit den deutschen Tierschutzgesetzen und davon, wie Menschen Tier behandeln. Eine Kuh ist nicht mehr als eine Fabrik, die Pflanzen zu Milch verarbeitet, ein Huhn eine Eierfabrik, ein Schwein ein Fleischlieferant, ein Schaf Wollproduzent... usw. usf. Wohingegen Haustiere verhätschelt werden, als seien sie Menschen. Ich bin erklärte Feindin des Speziesismus, der Lebewesen aufgrund ihrer Artzugehörigkeit diskriminiert.

 9. Mit 23 stellte ich doch fest, dass mein Pseudovegetarismus ziemlicher Quatsch war und nichts ändern wurde. Ich fing an, vegan zu leben. 


 10. Bis heute gibt es keine Lebensmittel tierischen Ursprungs in meiner Küche.

 11. Vegane Lebensweise heißt für mich auch der Verzicht auf unvegane Kosmetik, Wolle, Leder, Seide. Ich gehe in keinen Zirkus mit Tieren und in den Zoo schon mal gar nicht.

 12. Tierhaltung lehne ich grundsätzlich ab. Als ich in Lappland war, bin ich auch nicht Hundeschlitten gefahren oder habe mir eine Rentierzucht angeschaut. Auch auf ein Pferd würde ich heute nicht mehr steigen. Ein Haustier kommt mir auch nicht mehr in die Hütte.


 13. Trotz meiner relativ konsequenten veganen Lebensweise, bin ich mir noch nicht sicher, welche Haltung ich gegenüber Assistenz- und Therapietieren einnehmen soll.

 14. Tage an denen ich einen Hund streicheln kann, überragen trotzdem immer noch alles.
 
 15. Grundsätzlich üben Tiere nach wie vor eine große Faszination aus. Ich kann stundenlang irgendwo sitzen und sie beobachten. Am liebsten natürlich in freier Wildbahn. Die Pferdebilder hier entstanden während meines letzten Urlaubs in Schweden. Die Lichtung im Wald auf der unser Ferienhaus stand, teilten wir uns mit vier Stuten, die hier vermutlich die Zeit verbringen sollten, bis sie zugeritten werden sollten. Sie waren bei Wind und Wetter draußen, fraßen Gras und waren einfach nur da.


  (16. Wo wohnt die Katze? Im MieZhaus!)

Kommentare:

  1. Du bringst einen ganz anderen Blickwinkel in diese Faktensammelei, mit der ich mich auch nie wirklich beschäftigt habe, aber für die ich dir dankbar bin.
    Ich bin auf dem Dorf groß geworden in einer Bauern-Großfamilie mit Tierhaltung, die meilenweit von der heutigen entfernt war, und irgendwie steck t in mir noch diese alte Einstellung zu Tieren in mir, die Haustiere waren dazu gehörten, aber auch nicht vermenschlicht wurden wie Hund & Katzeheutzutage in meiner Umgebung ( damit kann ich nichts anfangen ) Am liebsten habe ich Tiere, die sich meinem Einfluss entziehen, die einfach neben mir her leben draußen.
    Tierschutz ist sicher nicht mein Hauptthema, ich beteilige mich aber an Kampagnen, die dazu gestartet werden.
    Immerhin hast du mich nachdenklich gemacht...
    GLG
    Astrid

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    1. ja, tierrechtskram, läuft bei mir auch irgendwie nur so nebenbei, wenn man vom vegan leben absieht. ich kann auch nicht an allen fronten kämpfen. was tierrechte angeht, so sieht es in vielen ländern auch besser aus, als in schland. es passiert hierzulande ja sogar nur noch sehr selten, dass man milchkühe auf der weide sieht. in schweden beispielsweise ist das ganz anders. astrid lindgren war da übrigens auch immer sehr aktiv.
      liebe grüße,
      jule*

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    2. Ich weiß, das Buch hat ja damals auch viel Aufsehen erregt! Ich persönlich bin immer sehr angegriffen, wenn ich das Schweineelend sehe.
      Es tröstet mich, dass du auch nicht an allen Fronten aktiv sein kannst. Ich schaff es einfach nicht mehr, dazu werde ich zu langsam. Mir reichen schon fast die regelmäßigen Themen meines Blogs und dann eben so das, was über Campact & Konsorten reinkommt. Aber ein schlechtes gewissen plagt mich schon ab und an...
      LG

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    3. ja, das gewissen... aber wie singt eine meiner liebsten punkrockbands so schön?

      nimm dir zeit,
      nimm dich endlich selber ernst,
      wirst hier gar nichts mehr verändern,
      wenn du das genießen verlernst....

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  2. Also ich bin gegen Menschenversuche. Wenn du so konsequent sein willst, solltest du auch auf Medikamente, Untersuchungsmethoden und Therapieformen verzichten, die es nur dank Tierversuche gibt. Und ich spreche jetzt nicht von Schnupfen etc, sondern von sowas wie Krebs, Autoimmunkrankheiten usw.. Komischerweise ist es da mit der Tierliebe der achso konsequenten Tierfreunde nicht mehr sehr weit.

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    1. achja... und täglich winken adorno und co.: es gibt kein richtiges leben im falschen und kritische kommentare kommen von menschen, die sich hinter der feinen internetanonymität verstecken. "meiner relativ konsequenten veganen Lebensweise" zitat s.o. ich sagte: relativ und mache ein weitere kreuzchen auf meinem veganen bullshitbingo.
      gruß,
      jule*

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    2. Kritik am Veganismus kommt bestimmt deswegen anonym, weil es immer wieder Fälle gibt bei denen das in nette Kampagnen und Anfeindungen mündet, wenn jemand mal anfairer Weise dagegen argumentiert. Dem möchte sich wohl nicht jeder aussetzen, aber dennoch seinen Standpunkt schreiben.

      Die paar kritischen Stimmen hier steckst Du doch locker weg, bei dem überwiegenden Lob und "Hach, Jule Du bist so toll!).
      :-)
      Aber interessant, dass Du Dich über Internetanonymität mancher Kommentarschreiber beschwerst, diese aber als Autorin der Beiträge selbst für Dich in Anspruch nimmst.

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    3. ich verweise auf den aktuellen artikel von heute.
      desweiteren: ich und anonym? in abetracht der tatsache, dass ich wegen meines blogs schon in der öffentlichkeit erkannt wurde, zweifele ich daran, dass ich mich hier anonym genug gebe...
      gruß,
      jule*

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    4. Naja, Dein Artikel von gestern ändert ja nichts dran, dass es grundsätzlich immer wieder zu Anfeindungen und Kampagnen gegen Kritiker kommt. Von daher ist Anonymität bei einer sachlichen Meinungsäußerung eigentlich verschmerzbar. Aber klar: Dein Blog, Deine Regeln!

      Anonym bist Du natürlich nur begrenzt wenn man täglich Deinen Blog liest und Deine Fotos sieht. Aber für gelegentliche Leser bist Du nicht eindeutig identifizierbar wie ein Blogger der mit Impressum und Klarnamen agiert.

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  3. Liebe Jule, ich bewundere dich sehr!
    Zu meiner anonymen Vorrednerin mag ich jetzt gar nichts sagen. Konsequent bist du für mich definitiv, perfekt ist ja wohl niemand. Ist aber wieder klar gewesen, dass sich da sofort wieder eine bestimmte Art Mensch angegriffen fühlt.
    Deine Einstellung gegenüber Tieren und Tierhaltung teile ich im Großen und Ganzen, stoße da aber ganz oft auf Widerstand. Ein schönes Erlebnis hatte ich heute, als ich bei Bekannten zum Grillen eingeladen war und mein Gastgeber total begeistert reagiert hat, als er mitbekam dass ich kein Fleisch esse und sofort in die Küche verschwand um einen Salat aus eigenem Gartengemüse zu machen. Der bekam von allen Gästen auch das größte Lob und war ganz schnell leer :)
    Liebe Grüße,
    Ronja

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    1. haha! grillen finde ich ja tatsächlich ziemlich anstrengend. meistens bleibe ich hungrig, weil alle den vegankram probieren wollen, bis nichts mehr da ist. meine erfahrung... und spannend ist dann ja auch immer der fakt (ähnlich wie bei dir), dass die veganen sachen als schmackhaft deklariert werden. als ob vegan lebende keinen geschmack hätten....
      liebe grüße,
      jule*

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  4. Ich finde Deine Fakten und Einstellungen wunderbar und kann ihnen nur zustimmen.
    Liebe Grüße
    Andrea

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