Sonntag, 11. März 2018

7 Sachen # 9. 18

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gezogen: Die Schnellschuhe wieder aus. Eine große Runde gedreht. Joggen geht aber immer noch nicht. Muss ja auch nicht.


2. Geleert: Den Beutel von gestern. Das war ein SEHR guter Abend. Ja, der Knoblauch war auch dabei. Wegen der Vampire und so.


3. Gepatched: Was soll ich den auch erst lange liegen lassen?


4. Gefuttert: Kuchen zum Frühstück. Loift.


5. Gepinselt: Und Farbfails von gestern ausgebessert.


6. Geschrieben: Auch am Computer. Soooooo viele Worte aus dem Kopf gedrückt heute. Ich bin gerade ein bisschen alle.


7. Geschmiert: Schokolade auf einen anderen Kuchen.
Wegen weil kaputt -ja, das geht auch in den Ferien- jetzt Pause. So. Habt´s gut.

Samstag, 10. März 2018

Samstagskaffee und Netzfunde # 8. 18


 Die Menschen in Schweden erfinden ja echt eine Menge ziemlich geiles Zeug. Mal abgesehen vom irre guten Design und so auch Eesbares. Der Shit sind da ja wirklich Chokladbollar. Davon habe ich mir letzte Woche eine Großpackung mitgebracht. Megagut. Streng rationiert werden die hier. Nicht, weil sie ansetzen, sondern damit sie länger halten. 
Und was war das für eine Woche. Höchstaktiv mit Weltfrauenkampftag. Ich hatte da diese Woche so meine Erleuchtung. So passierte es, dass ich mich am Montag zur Damensauna verirrte. Ich gehe in letzter Zeit wegen Rücken öfter mal in die Sauna. Mir ist es relativ wumpe, ob da neben mir eine Vulva oder ein Penis und wer weiß was schwitzt. Damensauna hatte aber so ein Aha- Erlebnis. Ich wurde im Saunabereich des Schwimmbads von fröhlichem Geschnatter empfangen. Irgendwie war die Stimmung eine andere. Ziemlich ausgelassen. Da saßen Damen aller Altersstufen teilweise mit großen Picknickkörben in der Entspannungszone in Grüppchen zusammen, lachten, schäkerten. Ein Haufen jüngerer Mädchen planschte friedlich, nackig im Whirlpool. Und ich durfte dem entspanntesten Aufguss ever miterleben. Die Damen giggelten weiter oder lagen auf den Saunabäcken mit geschlossenen Augen, genossen, die warme Luft, das Gefächel und den guten Duft. Entspannte Gesichter überall. Wie krass dagegen der Besuch in einer gemischtgeschlechtlichen Sauna ist. Breitbeinig sitzende Männer, ächzen, keuchen und stöhnen beim Aufguss, als würden sie gerade körperliche Höchstleistungen vollbringen. Verreiben genüsslich den Schweiß über ihre Körper, während die Frauen etwas verkrampft versuchen eine Sitzhaltung zu finden, die nicht zu viele Einblicke gewährt. Wie gesagt: Subjektive Empfindungen und nicht alle Männer* agieren so. Aber der Unterschied in der Stimmung hat mich doch sher angenehm aus dem Takt gebracht. Nachdem ich diese Woche in der Schwimmbahn einige nonverbale Gefechte im Wasser mit so weiteren Menschen fechten musste, die meinten ihre Cis- Männlichkeit würde sich durch großes Wassergespritze und Kraulen über die gesamte Bahnbreite verstärken, war mein Hass komplett. Aber nach 50m erstmal keuchend am Ende der Bahn die gesamte Wendefläche blockieren. Ich wollte ihnen allen das Buch "Boys Don´t Cry" um die Ohren hauen. Ihr armen Cis- Männer. Wahlweise einfach Arschlöcher. So war die Stimmung auf der Cis-Mannfreien FLTI*-Demo am Donnerstag auch irgendwie sehr angenehm. Es ist doch erschreckend, dass es so etwas braucht. Ich halte nicht viel von Ausgrenzung, aber manchmal möchte ich auch einfach mal atmen können oder so. So.



 Kaffee und Chokladbol zur Beruhigung der Nerven. Die Netzfunde der vergangenen Woche:

 Die Serie zum Thema ""Haut im Bezug auf Körperwahrnehmung bei innenAnsicht ging in der vergangenen Woche weiter. Ich habe sie sehr gerne verfolgt. Die ersten beiden Beträge hatte ich vergangenen Samstag schon verlinkt. Weiter ging es in den letzten Tagen dann mit den Hautthemen Akne und um Muttermale & Pigmentstörungen. Gerade von letzterem kann auch ich ein Lied singen. Meine Haut ist auch eher fleckig als sonstwas. Zum Glück ist das für mich kein Problem. Man kann ja unmöglich alles problematisieren.

 "Die eine Schönheit gibt es nicht. Ein Schönheitsempfinden ist, laut Wissenschaft, ein sehr subjektiver Reflex. Er ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich." (zitat ebd.) Tatsächlich lies mich dieser Satz stolpern. Der war so "BÄÄÄMMMMM"! Im Folgenden geht es da um Verlust- Aversion, den zerstörerischen Mechanismen von zuviel Selbstkritik im Hinblick auf Körer und einen Weg zu einer positiven Selbstwahrnehmung. Selbstliebe als subversiver Akt und so, würde Sabrina wohl sagen.

 "Lasst euch nicht einreden, ihr wärt allein. Wenn ihr es nicht schon getan habt: sucht euch Gleichgesinnte und bildet gemeinsam Banden!" (Zitat ebd.) Ein sehr schöner und wütender oder auch schön wütender Aufruf dazu, für den Feminismus aktiv zu werden, zu sein, zu bleiben. 

 Da hat Sabrina aber wirklich einen ganz fabelhaften Artikel für die Abschaffung des §219a geschrieben. "Das Verbot, Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu veröffentlichen, erweckt den Eindruck, dass Schwangere sich spontan für einen Abbruch entscheiden würden, sobald sie online darüber lesen können. Das sähe ungefähr so aus: „Oha, wenn meine Ärztin Abbrüche vornimmt, dann bestelle ich doch den Kinderwagen wieder ab und mache gleich einen Termin!“ Mal im Ernst: Diese Vorstellung ist doch absurd. Man muss vielmehr davon ausgehen, dass Schwangere sich für einen Abbruch entscheiden, weil sie wirklich ganz sicher kein Kind haben wollen." (Zitat ebd.) Für den Artikel bekommt sie von mir eine virtuelle rote Nelke.

 Eine Analyse eines Livestreams von der Hamburger Montagsdemo und warum die Faschos dort eben nicht so harmlos sind, wie sie sich geben. Gerüchteweise sind die Demos für die kommenden acht Wochen schon angemeldet.... Und die Bullizei ist bald wieder überfordert. Ich überlege, ob sich das Problem einfach von selbst erledigen würde, wenn dort keine Bullizei stünde. Feiert doch mal eure Überstunden ab.

 11 Menschen aus Hamburg, die etwas bewegen. Sicherlich gibt es noch mehr, aber diese Sammlung fand ich schon mal ganz gut. 

 Über diese Fotomontagen mit Kindern musste ich sehr lachen. Fabelhaft! 


 Frauenkampftag ist jeden Tag. Doch hin und wieder werde ich mir jetzt die Damensauna geben. Das ist irgendwie entspannter. Drecksgeschlechtskonstruktivistische Kackscheiße! Zu Andrea und heute abend endlich die Releaseparty zu "Our Piece Of Punk" mit viiiiiiieeeel Riot Grrrrl Zeug. Yeah! Habt´s fein!

Freitag, 9. März 2018

Göteborg im Schnee


 Ferien, was tut man da? Weg fahren. Ich war in Göteborg. Für ein paar Stunden, Erledigungen, Schwedenjeeper befriedigen. Wunderbar war das. Mit viel Schnee und ziemlich grau, aber mit +1°C gar nicht soooo kalt. 











 In einem Laden unterhielten sich zwei Menschen darüber, dass es ja so furchtbar kalt sei. Ich musste da ein bisschen schmunzeln. Den Menschen in Schweden ist bei +1°C kalt. Da kann man ja in Hamburg gar nicht meckern.


 Zum Abschluss gab es wie immer Kaffee und Chokladbollar in meinem Lieblingslokal, die offensichtlich einen neuen Altar haben. Den fand ich dann auch hübscher zum Fotografieren als meinen Kaffee. Immer wieder gut, so ein kleiner Trip. Nicht nur für den Jeeper. Im Sommer dann wieder richtig. Freutag.

Donnerstag, 8. März 2018

Feminismus ist nicht fertig


 Weltfrauentag? WeltfrauenKAMPFtag! Eigentlich sollte hier zu diesem Anlass heute ein neues Fähnchen auf dem Blog flattern. Heute Nachmittag geht es noch auf eine Demo und zu diesem Zweck sollte sie eigentlich fertig sein. Hat leider nicht geklappt. Die Idee war gut. Das Motiv schon auf dem Stoff, angefangen hatte ich dieses Projekt recchtzeitig, aber dann passierte etwas, das mir schon laaaaange nicht mehr passiert ist.


 Da war das Garn alle. Ich hatte fabelhaftes, glitzerndes Garn im Haus, aus dem ich den Stick machen wollte. In Gold und violett eben auf lila Grund. Doch leider war das Garn dann doch schneller fertig, als mein Gesticke und eben dieses nachzukaufen, selbst in einer großen Stadt nicht möglich. Schade. Aber so ist das ja nunmal öfter im Leben. Da wird etwas einfach nicht fertig und das ist auch gut so. Denn fertig heißt ja nunmal auch nur noch bedingt wandelbar, veränderbar, anpassbar. Feminismus kann auch niemals fertig werden.


 Der erste Weltfrauentag fand am 28. Februar 1909 in den USA statt. Seitdem gehen jedes Jahr in verschiedensten Ländern unter unterschiedlichsten Themen Frauen an diesem Tag auf die Straße. In diesem Jahr eben zum 109ten Mal. 109 Mal internationaler Frauenkampftag. (Mal abgesehen, dass Frauen jeden beknackten Tag für ihre Rechte kämpfen müssen) Man könnte meinen, so langsam sollte das mit der Gleichberechtigung und der Anerkennung des Daseins, der Rechte von Frauen langsam mal gegessen sein. Aber natürlich ist es das nicht. Frauen werden immer noch schlechter bezahlt als Männer, arbeiten (darum) öfter teilzeit, wenn es um die Versorgung von Kindern, Pflegebedürftigen und Familie geht, werden in Körpernormen gedrängt, die krank machen, werden häufiger als Männer* Opfer von allen möglichen Übergriffen, dürfen immer noch nicht selbst über ihren Körper bestimmen. Natürlich ist diese Liste beliebig erweiterbar. Andernorts sieht das dann nochmal viel dramatischer aus. 


 Feminismus hat auf den ersten Blick in den letzten Jahren einen wahrhaftigen Imagewechsel hingelegt. Junge Menschen schminken ihn, zeigen dass es nicht immer Latzhose sein muss. Mal abgesehen von dem kruden männerhassenden, BH-verbrennenden Ansehen, ist Feminismus mittlerweile ja doch recht schick geworden. Leider treibt auch das seine seltsamen Blüten. Kleine Mädchen können bei großen Modeketten Shirts mit aufgedruckter feministischer Botschaft erwerben, zum Weltfrauentag gibt es in verschiedensten Drogerieketten Angebote, speziell für Frauen. Feminismus wird vermarktet, ausgeschlachtet, kapitalisiert. Faschos nutzen Feminismus ebefalls für ihre kruden Botschaften. Man müsse die Frauen vor den notgeilen Einwandernden schützen, ebenso der Schutz der Gebäraufgabe der Frau... blabla. 109 Mal Frauenkampftag und es gibt immer noch Menschen, die meinen, dass Frauen und Männer gleichgestellt sind? Feminismus ist fertig? Haha!


 Tatsächlich müssen Frauen es jeden Tag aufs kämofen. Mittlerweile erkennen auch einige Männer*, dass ihre Männlichkeit nicht das gelbe vom Ei ist. Sie beginnen ihre sozialsierte Männlickeit zu hinterfragen, schauen auf den Feminismus und erkennen. (Ich empfehle dazu die Lektüre "Boys don´t cry" von Jack Urwin). Es geht ja auch im Feminismus nicht um das Erreichen des Matriarchats, sondern um GLEICHberechtigung. Das heißt aber eben auch, dass das Patriarchat bekämpft und abgeschafft werden muss.


 Feminismus ist nicht fertig. Niemals. Diese Welt ist im Wandel. Vieles muss immer wieder angepasst werden. Ich werde heute auf die Straße gehen. Ohne Fähnchen, aber mit Haltung. Ich möchte heute nicht für mein Frausein abgefeiert werden, ich möchte heute für die Gleichberechtigung meines Frauseins kämpfen, so wie an jedem anderen Tag auch. Dabei ist mir die Ausgestaltung dieses Frauseins übrigens auch relativ wumpe. Über Cis-Krams werde ich dann mal an anderer Stelle schreiben. Heute geht es einmal mehr gegen das Patriarchat, für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Auch in der Donnerstagssammlung, denn das hier ist auch ein Kampf für mich, auch wenn das unterstreichende Fähnchen nicht fertig wurde. In die Politisierungssammlung darf das auch noch. Seid laut, seid stark, lasst euch nicht alles andrehen und verarschen. Heute ist kein Tag an dem man das Frausein feiert, sondern die dadurch entstehende Ungleichbehandlung bekämpft! Natürlich bin ich eine Feministin, du etwa nicht?

 

Mittwoch, 7. März 2018

Ich guck zurück!


 Triggerwarnung: Körperwahrnehmung durch andere, Gewichtsverlust und mal wieder Körperquatsch. 
 Es war noch ein Rest von diesem Stoff da. Einem fabelhaften Menschen hatte ich zum Wiegenfest einen Jullover geschenkt. Der Stoff wurde vom beschenkten Menschen ausgewählt. Augenstoff. Ein Rest blieb nach Fertigstellung des Jullovers noch übrig. Genug für einen Rock für mich (ähem... ja, was denn sonst!?!?!). Der Schnitt ist selbstgebaut. Von der Qualität des Stoffes, der online gekauft wurde, war ich etwas enttäuscht. Sehr dünn für die Bezeichnung "Sweat" und mal sehen, wieviele Wäschen dieser Druck überlebt. Aber das hier ist ja kein Handarbeitswohlfühlblog. Also ran an die Gedanken:


  Was tun Augen? Genau: Gucken. Menschen an. Mich zum Beispiel. Und es fuckt mich ab, wenn aus dem Gucken krude Gedanken werden, die dann auch noch geäußert werden. Gewicht verloren habe ich. Hat der Körper einfach so abgeworfen. Erwähnte ich schonmal. Würde mir die Waage und meine zu großen Klamotten im Schrank mir das nicht sagen, es wäre mir nicht aufgefallen. Achso. Doch. Denn es gibt ja fantastischer Weise Menschen, die einem das gerne mal unter die Nase reiben. Ich HASSE das! Da trifft man entfernt bekannte Menschen an der Kaffeeausgabestation/im Supimarkt/irgendwo in einer beruflichen Situation mit ordentlich Betrieb drumrum und dann geht es los:
- "Du hast aber abgenommen, da muss man sich ja Sorgen machen. Geht es dir gut?" - Das soll ich dir ernsthaft jetzt hier erzählen, obwohl wir uns kaum kennen?
- "Du hast ganz schön abgenommen." -Ach echt? Danke, dass du mich darauf aufmerksam machst.
- "Du bist so zierlich." -Am Arsch die Räuber! Ich geb dir gleich zierlich.
- "Du musst mal wieder mehr essen." -Dann koch mir gefälligst was!
- "Wie dünn willst du denn noch werden?" - Ähm....... MARGH!!!!!
- "Du hast aber auch einen super Körper." - Ja, mit "Komplimenten" ist es auch problematisch, denn es impliziert ja eben auch, dass anders nicht "super" wäre.... *seufz*
 Schublade auf, Mensch rein: Dick - Dünn; Mann - Frau; Hübsch - Hässlich; Behindert - Normal (!!!).....


 Zu fett, zu dünn, irgendwas ist ja immer. Wussten schon die fabelhaften Menschen von inkluWAS... Ab jetzt wird zurückgeguckt. Aber ich denke mir nichts dabei. Ich achte auf meine Gedanken und meine Worte. Äußere Erscheinung? Ist mir doch wumpe! In zu vielen Fällen heißt es ja eh: Du siehst vielleicht ganz gut aus (was auch immer das ist), aber zieh dir bitte einen Papiertüte über deinen Charakter. Meistens macht Charakter hässlich. Wäh! Lasst doch einfach mal diesen Körperquatsch sein. Könnte ich mich ja wirklich nachhaltig drüber aufregen. Über Gewichtszunahmen wird dann ja meistens eher hinter vorgehaltener Hand gesprochen.


 Und was macht das mit den Menschen? Fett muss verteidigt werden, kein Fett muss verteidigt werden. Ja, ich sage verteidigt, denn nichts anderes ist es. Körperkrams ist wie Krieg, da gibt es schlimmstenfalls auch verwundete und am Ende sogar tote Menschen. Es kostet Energie, den eigenen Körper so zu mögen, zu lieben, zu ehren und zu pflegen wie er ist. Egal, wie er ist. Es kostet Energie, die mensch für andere Dinge viel besser nutzen könnte. Gibt es Menschen, die ihren Körper immer schon so gemocht und akzeptiert haben, wie sie ihn mitbekommen haben? Oder wie er sich entwickelt hat? Ein stetiger Kampf. Selbst ich habe erst vor wenigen Jahren aufgehört, an mir selbst rumzumäkeln. Diese letzte Veränderung meines Körpers hat mich auch ein wenig "überrascht" und ich musste die ein oder andere Wahrnehmung mit mir selbst aushandeln. Man verliert nicht einfach so Gewicht und alles ist fein. Pah! Gewichtsverlust soll ja immer so "Yay! Alles besser!" sein. Mitnichten. Und tun diese Kommentare Not? Muss das sein? Gibt es nicht spannendere Dinge, über die es sich zu reden und auszutauschen lohnt? Ich mag Menschen ja eher aufgrund der Tatsache, was sie sind und nicht wie sie aussehen. Und, ja, das hier ist motzen auf hohem Niveau. Rein optisch bin ich ja immer noch eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen, bin nicht behindert, habe eine helle Haut, ist alles an mir dran, was irgendwie dran gehört. Da geht der ganze Scheiß ja dann auch ekelhaftest weiter. Ich kann nicht mal ansatzweise erahnen, wie viel Energie es kosten muss, es zu verteidigen, wenn da auch etwas nicht der "Norm" entspricht. Was auch immer diese Norm sein soll, denn "dünn" sein wird ja auch... nunja....


 Ich gucke bei Körperkommentaren jetzt einfach zurück. Mit solche einem leeren Blick, wie ich dieses Thema hohl finde. Ich weiß, was ich mit diesem Körper mit und ohne Fett alles anstellen kann. Es gibt da keinen Unterschied. Meine Energien verwende ich jedenfalls lieber für andere Dinge, als meinen Körper zu malträtieren, zu kritisieren und zu verachten. Selflove! Immer noch! Auch wenn sie sich ein bisschen anpassen musste. Fick dich Diätratgeberecke und Schubladenschrank! Heute in der Mittwochssammlung. Und morgen beim Weltfrauentag! Hört auf meinen Körper zu Kommentieren, ich bin hier nicht zu eurem Entertainment!

Montag, 5. März 2018

Politisiert euch: Ergebnisse im Februar und neue Sammlung

 Es ist der erste Montag im Monat, Zeit für eure Beiträge! Unter dem Motto: "Zeigt das Politische im und beim Handarbeiten auf", veröffentliche ich jeden Monat eine Sammlung von Blogbeiträgen aus der Handarbeitssektion. Vergangenen Monat gab es "nur" Beiträge von Karin und mir. Die Bilder im Folgenden gehören den jeweilis uns. Doch es wird wärmer, der März bietet viele Möglichkeiten politisch aktiv zu werden. Mein Demokalender ist voll. Donnerstag ist Weltfrauen*tag. Spätestens dazu sollte es bitte gefälligst bergeweise Beiträge geben. Ich würde es mir wünschen.


 Einen teilweise sehr erschütternden Beitrag hat eben Karin geschrieben. Es ging um die Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeitsfragen bei Nähmaschinen. Sie hatte offensichtlich eine Menge Arbeit gekostet. Einige Herstellende hatte sie angeschrieben, mit dem Resultat, dass ihr sogar rechtliche Schritte angedroht wurden, wenn sie bestimmte Markennamen und die entsprechenden Antworten nennen würde. Brrrrrrr.... Da kann einem echt ganz anders werden. Danke, liebe Karin, für deine Courage! 


 Ich habe nicht so wirklich etwas Nachhaltiges hinbekommen. Im doppelten Sinne. Ich habe eine Tasche aus alten Stöffchen gezaubert und dabei über Makel/Macken/Ecken/Kanten/Löcher sinniert und darüber, dass man sie nicht als Defizit sondern als Chance wahrnehmen sollte. Leider zerlegt sich die Tasche mittlerweile und ist mehr Loch als Tasche. Kann man auch nochmal drüber sinnieren. Manchmal ist etwas eben doch einfach nur hinüber.... Schade.


 Ein bisschen über Geschlechtskontruktionskrams habe ich mich bei der Präsentation der Kissen für the (!!!) Drummer Queen*. Muss ja nicht immer drin sein, was außen draufsteht. Oder so. Etwas schwach, aber was solls. Hauptsache Pink und ein bisschen Glitzer.

Weil ich keinen weiteren Post eröffnen möchte, würde ich die Sammlung für März wie immer gerne einfach hier unter dem Post einrichten. Gleiches Spiel wie die letzten Male:

 1. Sucht das Politische im und beim Handarbeiten. (Es muss ja auch nicht zwangsläufig was mit Nadeln zu tun haben)

 2. Stellt dabei ein Projekt vor, in dem ihr das Politische gefunden habt, oder bei dem ihr politische Gedanken gewälzt habt. Blogt darüber.
 3. Postet unter diesem Beitrag einen Link zu eurem Beitrag. Schön wäre hierbei ein Hinweis mit Link auf diese Aktion zu meinem Blog. Vermerkt sehrsehr gerne, ob ich ein Bild aus dem Beitrag für die Sammlung verwenden darf. Ende der Sammlung ist der letzte Tag des Monats.
 4.  Menschen ohne Blog, die dennoch einen Beitrag liefern möchten, dürfen mich gerne anschreiben und ich stelle unter bestimmten Umständen einen Gastbeitrag auf meinem Blog online.
5. Habt keine Angst vor Sprache, Formulierungen, Kontroversen, Lücken in der Argumentation. Supportet euch gegenseitig! Irgendwann und -wie muss man einfach anfangen. 
 Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass mit den Händen arbeiten nicht zum Selbstzweck verkommt. Lasst uns Hirn und Flagge zeigen und dass in jeder von uns ein bisschen Supergirl und Wonder Woman steckt, die die Welt zu einem besseren Ort machen möchte. Veränderungen passieren zuerst im Kopf. Zeigt auf, dass da auch beim Handarbeiten was passiert. Ich hoffe, das alles ist in eurem Sinne. Zeigt, was ihr im Kopf und in den Händen habt! Ich freue mich auf eure Beiträge. Vernetzung und gegenseitiger Support sind die Zauberwörter.

Sonntag, 4. März 2018

7 Sachen # 8. 18

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gebügelt: Pommes.


2. Geschnitten: Stoffkrams zu.


3. Gemarkiert: Anständig. Ich hasse ReiZverschlüsse.


4. Gerepariert: Eine Tasche von wem anders. Mal ganz freikünstelnd mit Goldglitzergarn.


5. Geflucht: Über neue Löcher in meiner perfekt unperfekten Tasche. Ab wann ist so eine Tasche eigentlich eher Loch als Tasche? Ich habe wohl auf den falschen alten Stoff gesetzt....


6. Gepausiert: Mit Kaffee und Keksen.


7. Gehängt: Wäsche auf. Und gleich geht es noch hinaus in die Kälte. Habt einen guten Restsonntag und kommt gut in die neue (Ferien-)Woche.