Dienstag, 22. Oktober 2019

Kürbisbrot


 Oh nommnomm: Kürbisbrot. Seit der massiven Kürbisernte im Garten gibt es das hier ziemlich oft. Irgendwo muss der ja hin. Mir wurde da im vergangenen Jahr ein famoses Rezept zugespielt, das ich mal flugs veganisiert habe. Erinnert eher an Stuten, bzw. supergeil saftig-fluffiges Hefebrot.


Kürbisbrot

Zutaten:
300g Kürbis (bisher haben bei mir alle Sorten gut funktioniert)
300g Dinkelmehl 630
200g Dinkelvollkornmehl
1Päckchen Trockenhefe
4 EL Pflanzenmilch
3 EL Agavendicksaft
100ml Sonnenblumenöl
1 Prise Salz
Margarine zum Fetten der Backform

Den Kürbis in etwas Wasser weich kochen. Abgießen und ein bisschen abkühlen lassen, sonst verbrennt man sich die Pfoten wahlweise die Hefe. Mehl und die anderen Zutaten in eine Schüssel geben, Kürbis dazuwerfen und ordentlich durchkneten. Macht am meisten Spaß mit den Händen. Handrührgerät kommt bei mir gar nicht mehr zum Einsatz. Durch den warmen Kürbis bekommt es die Hefe auch gleich schön muggelig warm. Den Teig in eine gefettete Form geben, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen. Danach den Teig nach belieben einschneiden und bei 180°C ca 30-40 Minuten backen.

Geheimtipp für sparsame Haushalte: Das Brot wie den Kuchen im Glas in Weckgläsern backen. Dabei die Gläser maximal zur Hälfte füllen, sonst geht der Teig über und das Glas lässt sich nicht mehr verschließen. Heiß aus dem Ofen holen und direkt mit Gummiring und Deckel verschließen. Gibt in kleinen Sturzgläsern eher Kürbisbrötchen, die dann aber länger haltbar sind. Zwei Wochen haben sie es bei mir so schon im Regal geschafft, dann waren sie spätestens aufgegessen. Vielleicht hält das auch länger. Erfahrungsberichte gerne in den Kommentaren vermelden.


 Ich habe aus dem Kürbis zusammen mit etwas Ingwer noch Marmelade gekocht. Kürbis auf Kürbis. Der totale Kürbisoverkill.


 Wahlweise kann man auch mit Zuchini und Ingwer leckere Marmelade kochen. Zuchini ist ja auch nur ein Kürbis. Aber auch der sehr herzhafte Wallnuss"käse" schmeckt sehr gut on top! Dienstagssammlung. Mahlzeit!

Montag, 21. Oktober 2019

Nordwärts # 3. 2019: Stavanger


 Mit Kaffee und Kakao im Blut ging die Fahrt von Flekkefjord weiter durch die ersten Fjorde in Richtung Stavanger. Dort wollten wir unseren nächsten Zwischenstopp einlegen.





 Eine erste Ahnung von der Bedeutung von Fjord kam auf der Fahrt auf. Man beachte mal die Größenverhältnisse zu den Bäumen im Hinblick auf die Steinmassen von Bergen. Wahnsinn! Hoch und runter, Tunnel, Serpentinen. Hin und wieder mal mit einer Fähre über das Wasser. Umwerfend schön, schroff, krass.


 Stavanger empfing uns dann zwar bunt, aber leider auch nass. Aufgrund des Schlafmangels vermutlich auch kälter als gemessen. Wir bummelten so durch die Gassen, auf denen schon rege Betriebsamkeit herrschte. Winterbeleuchtung wurde aufgehangen. Der Regen nahm leider zu. Wir stromerten durch kleine Lädchen, Second Hand, Handwerk, Traditionsgeschäfte, skandinavische Kettenläden. 








 Uns kam dieses Städtchen sehr touristisch ausgelegt vor. Verstärkt wurde dieser Eindruck durch das riesige Kreuzfahrtschiff im Hafen und die Gruppen von Führungen durch die engen Gassen. Da half ein kurzes Verkrümeln, abermals mit Kaffee und Kakao und der ersten Kanelbulle auf skandinavischem Boden für mich. Passenderweise haben wir es die gesamte Tour über IMMER geschafft, Cafés zu finden, die sowohl vegane als auch glutenfreie Köstlichkeiten boten. Antje und ich brauchten das. Und das können die Menschen in Skandinavien auf jedem Dorf. Wunderbar. Allerdings zog es uns dann auch schnell weiter. Im Auto war es trocken und warm. Wir wollten noch woanders hin an diesem Tag.

Weitere Teile der Reise bis hierher:

Sonntag, 20. Oktober 2019

7 Sachen # 31. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. 


1. Gezogen: Die Laufschuhe von den Füßen nach der Laufrunde. Im Moment braucht man hier so um die 2-3 Paar Schuhe am Tag, wenn man nicht ständig in Gummistiefeln rumlaufen will....


2. Geräumt: Den super FC St. Pauli Konfettibeutel aus. Das Spiel gestern war nicht so sehr erbaulich. Das "Luxuskonfetti" (O-Ton Nebenmensch) und die erste dicke Aktion des Gegengerade Netzwerks kamen aber umso besser an. Mega, dieses neue Netzwerk und mich juckt es schon wieder in den Fingern. So von wegen Safe Space erhalten und so....


3. Gefrühstückt: Knurpsknurps.


4. Getopft: Ableger ein. Mein grüner Daumen hat hier Heavy Rotation.


5. Geschenkt: Mir selbst noch schnell ein paar Sonntagsblümchen. Wie gut, dass die Blumenschlachterei auch Sonntags auf hat.

6. Gestapelt: Bücher für die Bilder für den kommenden Literaturbeitrag.


7. Gehängt: Ein fettes, braun-weißes "NEIN!!!" in der Küche auf. Das war der Teil einer Stadionchoreo gegen das neue Polizeigesetz. Gilt aber für so vieles mehr im Leben. Vielleicht klatsche ich demnächst die Ergänzungen noch drumherum. Eine Neincollage.

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche! Könnte mal wieder sonniger werden hier im Norden.

Samstag, 19. Oktober 2019

Samstagskaffee und Netzfunde # 24. 19


  Samstag. Zeit für einen Plausch. Die Ferien sind vorbei. Durch mein krankes Dasein war ich jetzt vier Wochen nicht mehr arbeiten. Uff. Doch ich merke, wie sehr ich diese Auszeit gebraucht habe. So ganz auf dem Damm oben drauf bin ich noch nicht. Vermutlich trägt dieses anhaltende Schietwetter seinen Teil dazu bei. Die Norwegenreise hat auf jeden Fall sehrsehr gut getan. Rauskommen, Auszeit und Sonne hatten wir ja auch. Die Zeit in Hamburg habe ich dann vor allem IM Wasser und IN der Sauna verbracht. Schwimmen bis zum abwinken und schwitzen. Es war alles erlaubt, was das Grau und den Matsch im Allgemeinen vergessen lässt. Glorreicherweise regnet es spätestens seit gestern Nachmittag in meine Wohnung. Dachschaden- haha, wie passend. Wahlweise einfach verstopfte Dachrinne. Natürlich habe ich das erst nach Feierabend unserer Hausverwaltung bemerkt- hmpf. Wenn es am Wochenende weiter so regnet, darf ich hier viel mit Schüsseln und Eimern und Handtüchern hantieren. Wie schön! Es läuft. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es könnte ja auch einfach mal einfach sein.... Ja, ich bin nöhlig. Zu recht. Scheißherbst!

   Die Netzfunde lassen mich teilweise weiter nöhlig sein:

 "Diese Dinge sprechen schmerzhafte Wahrheiten aus. Nämlich, dass Antisemitismus und Rassismus sehr wohl einen Platz in der Gesellschaft und – das ist viel gravierender – in der Politik haben. Im Großen und im Kleinen. Und ja, es ist beschämend, diesen Satz so oft sagen müssen." (Zitat ebd.)

 "Erstmal ist es wichtig festzustellen, dass es strukturelle Gewalt in unserem Leben an jeder Ecke gibt." (Zitat ebd.) "Linke Gewalt" ist ja ständig in aller Munde. Wir müssen ganz dringend über Gewalt im Allgemeinen reden. Ich wurde auch schon oft Opfer von Gewalt. Die kamen nie(!) von links. Aber so oft habe ich mir gewünscht einfach mal gepflegt zuschlagen zu können, weil reden da einfach nichts bringt... Ich bin immer ein bisschen neidisch auf Menschen, die das könn(t)en. 

 Bochbloggerinnen verschieben die Sicht und die Wahrnehmung im Literaturbetrieb. Und das muss weiter vorrangetrieben werden. Ich hab schon auf den hier vorzustellenden Bücherstapel geluschert... Eher durchwachsen...

 Perfektion und politisches Engagement passen nicht zusammen. So wie Perfektionismus eigentlich nirgends was zu suchen hat. Danke Frau Stokowski. 

  Kommt zu dieser Veranstaltung am 25. und 26.10. in Hamburg. Sie wird sehr gut. (Ja, ich weiß, es gibt an dem Wochenende mindestens noch zwei weitere, thematisch sehr spannend, aber die mag ich hier nicht bewerben) 

 Wer es einfach möchte: Ab Montag das Petzportal der Arschkrampen in Hamburg fluten. Ich freue mich drauf. Da kann man quasi politisch engagiert auf dem Sofa sitzen.

 "Aber wenn es der Seele nicht gut geht, geht es der Seele nicht gut. Ganz egal, wie die Diagnose konkret lautet: Nur, weil kein Blut aus einer psychischen Wunde spritzt, heißt das nicht, dass sie nicht wahnsinnig schmerzt und dass sie nicht lebensgefährlich ist." (Zitat ebd.) Bester Satz den ich im Zusammenhang mit Arbeit und psychischer Erkrankung in letzter Zeit gelesen habe. Das Thema muss unbedingt noch präsenter werden. Auch und gerade bei Arbeitgebenden. Auch wenn es um nicht arbeitsinduzierte psychische Erkrankungen geht.

 Mal wieder sehr schöne Illustrationen über Probleme, die alle Menschen kennen. Hier explizit für Frauen deklariert, aber ich denke, dass es nicht nur diesem Geschlecht oft so geht.

 Ein bisschen was Musikalisches habe ich auch wieder:

 Gestern hatten SCHROTTGRENZE Releasetag. Ich war nicht auf dem dazugehörigen Konzert. Aus Gründen. Aber "Traurige Träume" konnte ich mir gut geben. Mit SOOKEE. Hach! 

 Neuer Song von Rapper KUMMER "Wieviel ist dein Outfit wert". Wird sicherlich irgendwann mal ganz fantastisch in meinen Unterricht passen. Bestens!

 Neues von der ANTILOPEN GANG: 2013. "Meine Freundin in Wien fragt jeden Tag, wie es mir geht/ Ich ruf' sie einfach nicht mehr an, denn die Antwort tut mir weh." Autsch! 

 Und was zum schallend laut lachen. Sound anmachen nicht vergessen. I love it. 


 So, aber jetzt ist Schluss mit nöhlig sein. Bei Andrea vorbeigehopst und dann mache ich mich stadionfein. Vergangene Woche habe ich mir nämlich abermals bestätigen lassen, was für ein guter Resilienzfaktor Fußball sein kann. Auch passiv. Darum packe ich jetzt mal den Konfettibeutel, steige in die Glückshose und will mindestens zwei Tore für uns und einen Heimsieg haben. Los Jungs, ihr habt einen Auftrag!

Freitag, 18. Oktober 2019

Das Glück ist umgefallen


 Das Glück ist umgefallen. War wohl zu groß....


 Mögen die anderen in der Nachbarschaft nicht so übermütig sein.

 

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Nordwärts # 2. 2019: Flekkefjord


Weiter geht die Bilderreise. Von Aalborg in Dänemark ging es nach dem Kaffeestop weiter zur Fähre nach Hirtshals und dann ziemlich schaukelig hinüber nach Norwegen. In Kristiansand schliefen wir ein bisschen vor dem Bahnhof, bevor ein Teil des Klöppelclubs HaSchaWi uns verließ und Antje und ich uns alleine auf die Weiterreise begaben. Ein paar Stunden fahren, ein paar Stunden auf dem Rastplatz im Auto schlafen. Zu wenig. Dafür zum Morgengrauen erste Aussichten.


 Unseren ersten Städtestopp wollten wir in Flekkefjord einlegen, in der Hoffnung schon genug Licht für etwas norwegisches "Stadt"gefühl zu bekommen. Total übermüdet stolperten wir durch die menschenleeren Gassen und fanden das doch ziemlich wunderschön.

















 Trotz der menschenleeren Straßen, weißen Häuser und Zebrastreifen nach Nirgendwo, fühlten wir uns keineswegs wie in einer Geisterstadt. Wie wir später auf der Reise feststellen durften, war es wohl ganz gut, dass die Strick- und Handarbeitsläden erst spät aufmachten. Ein Engelcafé fanden wir dann doch noch, wo uns ein paar freundliche Christenmenschen auch im Morgengrauen schon mit Kaffee und Kakao verköstigten. Gott braucht vermutlich auch sehr früh morgens schon ordentlich Wachmacher. Danach haben wir einmal in den Fjord gespuckt und sind weiter gefahren.


Weitere Teile der Reise bis hierher: