Samstag, 12. Oktober 2019

12 von 12 im Oktober 2019

 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier. 


1. Das sollte ein Trübetassentag werden. Das sah schon beim ersten Blick aus dem Fenster so aus, auch wenn es da noch dunkel war. Erster Kaffee und ein paar Seiten in dem großartigen Roman.


2. Skandinavisches Frühstück mit letztem Polarbröd, Pflaumenmarmelade aus dem Hardangerfjord und Moltebeerenmarmelade. Resturlaub für den Gaumen.


3. Beim Frühstück alte Handarbeitsbücher auf der Suche nach was gewälzt. "Das gute alte Zwiebelmuster" wird es nicht. In dem anderen Buch gibt es den "guten alten Norwegerpullover". Gut weil alt oder alt weil gut? (Ich suche übrigens noch die Bände 2, 4 und 5- falls das irgendwer irgendwo loswerden will, gerne melden)


4. Türkise Fliesen mit gelben Tagresten auf dem Weg durch den Nieselregen.


5. Garten trostlos. Der Wind der letzten Tage hat die letzten Äpfel vom Baum geschüttelt. Leider sind die alle auf die Steine geknallt und geplatzt... Die dürfen die Gartenzwerge nach den Ferien für den Kompost einsammlen. Das musste ich mir heute im Regen nicht geben.


6. Eine Zuchini habe ich im Garten noch erbeuten können. Den Rest lud ich auf dem Markt nach. Regenjacken, Gummistiefel und Blümchenhosen.


7. Aus der Rocktasche kam heute ganz viel Emomusik zwischen meine Ohren. Auf dem Markt sprachen mich ein paar Marktfrauen auf meinen Kothenrock an und wollten auch so einen haben. Sie waren voll aus dem Häuschen und schwer begeistert. Sowas ist mir schon lange nicht mehr passiert. Und jedes Mal freue ich mich darüber. Ich hatte ihn heute nur angezogen, weil der so ein bisschen Wasserabweisend ist. Habe aber keine Auftragsarbeiten angenommen.


8. Wenn man die nassen Klamotten gegen geringelte austauscht, hat man sich dann trockengeringelt?


9. Mir selbst geschenkte Blumen neben das Sofa gestellt.


10. Danach mir selbst geschenkte neue Musik aufgelegt. Noch mehr so Emomusik. Irre gut! Sie sollten Taschentuchboxen mit solchen Platten verkaufen."Immer wenn ich an dich denke, dann stirbt etwas in mir..." MARGH!!!!


11. Wenn schon Emo, dann kann mensch auch mal was kaputt machen. Zum Beispiel gestern Gestricktes, das trotz Maschenprobe dann doch nicht passte. Der Wolle mal Locken machen....


12. So viel Lob ich für den Rock auch bekommen habe, so musste ich doch auch da nochmal ran. Er passte nämlich auch nicht mehr so recht. Mal wieder zu groß geworden. Also Knöpfe versetzen. Das sind doch so "Probleme", bei denen es gut ist, dass man für ihre Lösung nur eine Schere, Nadel und Faden braucht.

 Jetzt noch nachsehen, was die anderen so bei Caro hinterlassen haben. Dann einfach weiter auf dem Sofa eingemuggelt bleiben. Das da draußen hat doch keinen Sinn. Pfui!

Freitag, 11. Oktober 2019

Nordwärts # 1. 2019


 Bin wieder da. War mal wieder auf Tour. Nicht alleine, natürlich im Norden und es war wunderschön. Ich wollte da -wie immer- gar nicht wieder wirklich weg. Nicht zurück in die Realität, nicht zurück zu diesen Nachrichten und den Umständen, nicht zurück in diese laute Stadt Hamburg (auch wenn ich sie sehr lieb habe). 


 Mit der fabelhaften Antje war ich auf Tour im Norden. Die Bilder hier sind bei einem Zwischenstopp in Aalborg entstanden. Da waren wir mit einer weiteren Mitfahrerin noch zu dritt auf dem Weg nach Hirtshals. Antje nannte das so schön "der Klöppelclub HaSchaWi macht einen Ausflug". Zwei strickten, eine fuhr. Multitasking war da allerdings nicht angesagt. Der Sicherheit wegen.


  Das doofe am Reisen in den Norden ist, dass man da meistens irgendwie durch Dänemark muss und Dänemark ist grundsätzlich ja eher absolut unaufregend. Für total langweilige, aber erholsame Urlaube sicherlich top, ansonsten aber nur im Weg. Der Zwischenstopp wurde auch nur eingelegt, weil noch Zeit war und wir Kaffee und Kuchen tanken mussten. Ansonsten hat es geregnet und die Stadt war grau.


 Aus Versehen stolperten wir aber vom Regen von der Straße vertrieben ins richtige Café, hatten unfassbar großartigen veganen, glutenfreien und "normalen" Kuchen, Kaffee und Tee. Immerhin etwas. Schnell ging es danach weiter und in den nächsten Wochen gibt es hier wieder ordentlich und spammäßig bildgewaltige Beiträge aus dem höheren Norden. Reisen muss der Mensch, weil das Leben manchmal aus dem Kopf raus muss.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Gemusterte Beinkleider


 Neue Beinkleider brauchte ich. Leggins trage ich wirklich viel. Als überzeugte Rockträgerin braucht es im Norden doch eher mal was Wärmendes um die Beine. Feinstrumpfhosen schredder ich immer so schnell, weil ich ständig irgendwo hängen bleibe oder sonstwas.


 Leggins hingegen kann ich nie genug haben. Und nach Jahren der einfarbigen haben sich in den letzten Monaten auch mal ein paar gemusterte in meinen Schrank geschlichen. 


 Nähen tue ich die seit Jahren nach einem Freebook, an dem ich mittlerweile gefühlte 39873 Änderungen vorgenommen habe, damit der ganze Spaß mir so sitzt, wie ich das mag.


 Früher wurde mir ja oft gesagt, mit meinen X-Beinen/Stampfwaden solle ich es tunlichst lassen, kurze Röcke und enge Hosen zu tragen. Seit Jahren pfeife ich da ganz deutlich drauf. Ich mag die Bewegungsfreiheit, die mir Leggins bieten. Die Wärme und das äußerst angenehme Tragegefühl. Auch den wilden Mustermix, den ich zeitweise an den Tag lege, lasse ich mir nicht madig reden. Leo und Streifen? Bitte gerne, wo habe ich noch was gepunktetes? Hauptsache ICH fühle mich darin wohl.


 Natürlich habe ich auch Tage, an denen ich mich mal so eintönig anziehe und nicht auffallen mag. So zum Verkriechen, wenn die Welt mich mal wieder nervt oder ich keine Lust auf Kommentare habe oder einfach nur so. Aber dafür habe ich auch Leggins im Schrank. Einfarbig. Für gute oder wilde Tage sind Streifen und Leo. Aber das ist mein Körper und mein Geist den ich in Klamotten hülle und da hat mir niemand reinzureden. Und erschreckend die Endbemerkung: Das ist für die meisten Menschen keine Selbstverständlichkeit. Vor allem nicht, dass Menschen sich in ihrem Körper in ihren Klamotten wohlfühlen. Da geht ja eine ganze Industrie zu Grunde, wenn das alle täten... Monatliche Mittwochssammlung heute.

Dienstag, 1. Oktober 2019

Super FC St. Pauli Konfettibeutel


 Mal wieder eigenes Faninenequipment für den Herzverein gezaubert. Es musste mal ein Beutel her. Aus Gründen ein etwas größerer als all diese Kaufbeutel. Passenderweise spülte es mir vor einigen Wochen ein paar Meter dieses feinen braun-weißen Glücksstoffs in die Hände. 


 Braun- weiß, das Herz von St. Pauli und Glücksklee in einem Stoff. Als hätten sie vor 30 Jahren eigentlich auch nur Stoffdesigns für den einen Fußballverein kreiert. Immerhin stammt das Design ja sogar aus Hamburg. Totenkopf drauf musste sein. Grob umstichelt. Ein bisschen fransig. So soll es sein. Keine große Kunst, aber viel Glück.


 Und was muss transportiert werden? Meistens Konfetti in rauen Mengen zum Teilen mit den Umstehenden. Man glaubt das ja gar nicht, wie glücklich man Menschen machen kann, wenn man ihnen mal ne ordentliche Ladung Konfetti zum Werfen in die Hand drückt. Denn Support ist auch Handarbeit. Mittlerweile habe ich sogar einen Aktenschredder, der mir den ganzen Quatsch, der auf der Arbeit an Papiermüll anfällt in handliche Stückchen schreddert. Das macht Spaß. Das Schreddern. Im abgebildeten Fall waren das sogar die übrig gebliebenen Einladungen zu einer antifaschistischen Veranstaltung, die den Faschos so furchtbare Angst gemacht hat. Wo könnte man die besser upcyceln als im Antifastadion vom FC St. Pauli? [Sarkasmus an] Immerhin gelten Fanaufkleber des FC St. Pauli mittlerweile in diversen kleinen Anfragen der Nazis ja auch schon als indoktrinierend linksextremistisch. [Sarkasmus aus]. Hauptsache es fliegt ordentlich Konfetti beim Einlaufen der Mann*schaften und zwar so viel, dass es bis in die Unnabuxe rieselt und man noch drei Tage später seinen Spaß in diversen Wohnungsecken damit hat. Mein neuer Beutel hat jedenfalls ein Fassungsvermögen von mindestens 25 Litern (Konfetti). Ziemlicher Qutsch das alles, aber den braucht es im Leben ja auch. Einfach mal glücklich sein, geht beim Fußball hin und wieder ja auch mal ganz gut. Als nächstes brauche ich nur noch einen passenden (dünnen) Stoffbeutel für den Auffangbehälter des Aktenschredders, damit ich da nicht immer diese Plastiktüten verbraten muss. Dienstagssammlung.

Sonntag, 29. September 2019

7 Sachen # 29. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. 


1. Gelegt: Zwetschen im Kreis. Wenn ich schon nicht liegen bleiben kann.


2. Geklebt: Den großen Punker neben die Kleinstpiraten. Passenderweise an die Fliesen über der Badewanne. Ich mag so Widersprüchlichkeiten. So ist das Leben.


3. Gehängt: Discokugeln ins Küchenfenster. Wenigstens etwas Tröstendes für die Augen, wo es draußen doch in einer Tour geregnet hat heute.


4. Gespült: Emaille.


5. Gepackt: Den Konfettiglücksbeutel zum Ausgang. 


6. Gegönnt: Der Mokkakanne ein neues Sieb und vor allem eine neue Dichtung. Wenn hier sonst so einiges nicht ganz dicht ist, dann wenigstens die Kaffeekochsituation.


7. Getropft: Auf die Fußmatte vor der Badewanne. Irgendwie musste ich wieder warm werden. Brrrrrrr.

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Samstag, 28. September 2019

Samstagskaffee und Netzfunde # 23. 19


  Die Pippipostkarte fiel mir in die Hände, als ich darüber nachdachte, dass die jungen Leute von heute ja doch einiges mehr auf dem Kasten haben, als meine Gernation damals und heute.... Ihr macht das schon prima! Und wir brauchen das alle so sehr. Antifa, Fridays For Future undundund. Ich bin seit einer Woche krank geschrieben, eine weitere wird folgen. Müde vom Kämpfen oder so. Weniger die Arbeit tatsächlich. Muss ja nicht immer die Lohnarbeit sein, die einen auslutscht. Da war ich wohl nicht ganz so gut mit der Selfcare. Wie gut, wenn man dann eine Ärztin hat, die das mal eben mit einem blauen Schein für einen übernimmt. In dem Sinne habe ich versucht meinen Rücken und meinen Kopf mit viel Sauna und leichten Spaziergängen wieder in schmerzfreie Bahnen zu bringen. Schlafen funktioniert immer noch so suboptimal. Aber es ist gut, mal ein bisschen Zeit zu haben. Einfach mal nicht müssen müssen, nicht das bis gestern, jenes bis heute und dieses bis morgen schaffen müssen/sollen. Muss halt mal jemand anders ran. 


Bei den Netzfunden hilft diese Woche dann nur atmen. Vor allem die Nazis sind ja wohl mal wieder voll auf Zack:

 Kleine Anfrage der A*f*D-Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft zur Max-Brauer-Schule. Da möchte ich doch nur im Schwall kotzen. Die entsprechende Berichterstattung in den Medien ist durchwachsen. Hier und hier nachzulesen. Von einer Aufforderung, die Aufkleber und Co. zu entfernen war allerdings nicht explizit die Rede. Ich frage mich, wo dda der Aufschrei bleibt. Wir erinnern uns an den Fall der Ida-Ehre-Schule. Gleiches dreckiges Spiel. Was ist eigentlich diese Linksextremismus? Mittlerweile macht sich bei mir das Gefühl breit, dass Antifaschismus jetzt schon als extremistisch durchgeht. Wo leben wir denn? Wenn es nicht so traurig wäre, mensch könnte lachen über den Fakt, dass die Nazis Angst haben vor Aufklebern... Wer fotografiert eigentlich einfach so in Schulgebäuden? Wo ist denn da der Datenschutz? Und dabei muss jetzt endlich mal dieser Begriff vom "Neutralitätsgebot" aus dem Wortschatz aller gestrichen werden. Das ist nämlich Nazisprech und Quatsch. Niemand ist neutral und muss es sein. Es gibt ein Mäßigungsgebot. Und da wo fremdenfeindliche Meinungen zum Tragen kommen muss allerspätestens Schluss mit Neutralität sein. ARGH!!!

 "Eine klare Haltung gegen Faschismen sowie eine antifaschistische Grundhaltung als Bildungsziel lässt sich aus dem Bildungsauftrag ableiten. Dem gegenüber steht die aktuelle Tendenz, antifaschistisches Engagement zu diskreditieren, und als angeblich per se gewaltbefördernde extremistische Einstellung zu kriminalisieren. Völlig zu Recht verwahrt sich die Max Brauer Schule daher dagegen, dass im aktuellen Diskurs eine Verschiebung in die Richtung stattfindet, dass Antifaschismus an Schulen nicht gewünscht sei oder der freiheitlichen, demokratischen Grundordnung widerspreche. Im Gegenteil, ohne einen konsequenten Antifaschismus ist dies nicht möglich." (Zitat ebd.) Danke GEW!

 Auch im Bundestag ist "die" Antifa mittlerweile Thema. Ein feiner Kommentar zum Antiantifaantrag der Nazis. Kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Zynismus enthalten und setzt Intelligenz beim Lesenden vorraus. Muha!

 Ebenfalls ein guter Kommentar, warum es gefährlich ist, die Nazipartei als Partei der Abgehängten und Armen zu sehen, gibt es hier. Klassismus ist nämlich auch scheiße!

 Wie passend dazu hat Astrid in der vergangenen Woche einen gruseligen Beitrag über die Erziehungsmethoden der Nazis geschrieben. Die Folgen wirken immer noch nach und wie ich vermute auch generationenübergreifend. 

 Da kann es doch immer nur heißen: KEIN VERGEBEN! KEIN VERGESSEN! 

 Morgen muss dann was gegen die Straßennazis in Hamburg getan werden. Ich kann aus Gründen nicht dabei sein, aber ich vertraue da auf die anderen denkenden Menschen. Erst demonstrieren und danach schön zum verkaufsoffenen Sonntag, nech?

 Kommt zu dieser Veranstaltung. Sie wird sehr gut. Und ist so notwendig wie nie.

 Schlafen als revolutionärer Akt. Ach, da würde ich auch gerne mal wieder so richtig revoltieren. Als Lerche werde ich ja eher immer komisch angeschaut... Ich muss nicht spät aufstehen, aber ich muss immer früh ins Bett... Sagt mein Körper.

 Eine kleine Empfehlung zum auf dem Sofa sitzen: Wenn mensch keinen Streamingdienst aboniert hat, dann werden eben Mediatheken genutzt. Irgendwo muss ich ja meine ZwangsGEZzahlungen wieder reinholen. Vergangene Woche gab es dann für mich "Die unendliche Geschichte". Hat ein bisschen reingehauen. Gedanken angeschoben. Backflash. Steht nun auf der Liste von Filmen, die ich ganz dringend noch mit meiner Klasse schauen muss.


 Noch bei Andrea vorbei, die eher von ihren Katzen als von ihrem Körper geweckt wird und dann sollte ich ein bisschen was für den Rücken und gegen die Schmerzen tun. Habt ein charmantes Wochenende. Werdet oder bleibt ANTIFA!!!

Donnerstag, 26. September 2019

Kunst am Wegesrand


 ... da kann mensch tolle Sachen finden. Wunderbares. Buntes.







 Die schönste Kunst ist nicht umsonst, aber gratis. Danke dafür!