Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 im Oktober 2015


 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei  Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier
 Heute mal wieder ein strunznormaler langer Arbeitstag... Und los.


  1. Wach auf Verdammte dieser Erde! Kaffee. Leider ist dieser Porzellanfilzstift nicht so der Knaller wie mir scheint. Das muss ich nochmal richtig runterspülen und neu machen.


2. Auf dem Weg zur Arbeit wieder ein bisschen lesen. Im Gegensatz zum letzten Monat bin ich wieder voll auf dem Trip.


3. Es war wirklich kalt letzte Nacht. Der erste Reif der Saison.


4. Das Beste an der vor Kälte tropfenden Nase sind definitiv die Taschentücher. Ein sehr gutes Mitbringsel aus Schweden.


5. Auf der Arbeit kopiert bis der Toner alle war. Den habe ich dann auch gleich noch schnell gewechselt. Immerhin gibt der Kopierer die Anleitung gleich so Dummkopfsicher aus, dass er sogar gesagt hat, dass man den neuen Toner aus der Verpackung nehmen soll. Echt jetzt?


6. Nach dem Kopiermarathon eine schnelle (Zigaretten-)Pause unter der Eiche.


7. Nach je zwei Stunden Deutsch und Geschichte gab es noch zwei Stunden Gartenbau.


8. Da konnte man noch die letzten Bienen in den Astern sammeln sehen.


9. Noch eine Stunde Hausaufgabenhilfe, dann ein kleiner Spaziergang zur weiter entfernten Sporthalle. Sonne und knalleblauer Himmel. Was kann es schöneres geben?


10. Zum Abschluss des Tages noch flugs zwei Stunden Yoga unterrichten. Erzähl mir nochmal einer, Sonderschullehrerinnen seien keine wahren Multitalente.


11. Um 17h gab es immer noch ein paar Sonnenstrahlen an der Bushaltestelle.


12. Nach diesem tollen 12- Stunden Arbeitstag am 12ten des Monats bleibe ich den Rest des Abends doch unter der Decke und baller mir noch eine Kanne Tee rein. Badewanne wäre vermutlich auch keine schlechte Idee.... Mal sehen.

 Diese drögen 12 gehen nun rüber in Caros Sammlung, der man heute auch noch zum Wiegenfest gratulieren darf: Hipphipphurra!

Sonntag, 11. Oktober 2015

7 Sachen # 39. 15

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.
 
 
1. Geknuspert: Ein Brötchen mit fabelhafter Kruste und bester Zwetschgenmarmelade. Krümelkrieg!
 
 
2. Geräumt: Die Teedosen vom Brett und abgestaubt. Muss ja auch mal sein und war so schön bunt.
 
 
3. Geschnitten: Quasi ein Probestück aus taubengraublau. Mit Omas alter Stoffschere. Hach. Die Frau war Näherin. Seit ihre Schere beim Schleifen war, benutze ich eigentlich nur diese.


4. Genadelt: In diesem Falle nadeln lassen. Brumm! Bin ich froh, dass ich dieses Gerät habe. Ratzfatz war das gute Stück fertig. Selbst Herr Fussel der lernend auf dem Sofa saß war von dem Tempo beeindruckt. Na gut, drei Nähte, drei Säume, keine große Kunst.


5. Gepasst: Diesen Schnitt endlich an. Das taubengraublaue Stück war der letzte Testlauf. Ich wollte diesen Schnitt endlich mal so haben, dass ich nicht nach dem Nähen noch nachbessern muss. Von diesem Teil brauche ich nämlich eigentlich noch einen guten Stapel in am besten allen Farben. Der Schnitt mäandert jetzt zwischen L und S, je nachdem an welcher Stelle. Körper und so...


6. Gekramt: Dieses Stück Fleece aus meinem Stoffvorrat. Den habe ich schon vor sehr langer Zeit für ein ganz spezielles Projekt gekauft. Ein Geschenk für eine besondere Dame. Und die feiert am Freitag Geburtstag. Mal sehen, ob ich das noch schaffe. Muss aber. Sollte.


7. Gefreut: Mich über die Welt auf dem Kopf in dieser Vase. Die hatte ich von Antje zum Geburtstag bekommen. Lange hing sie unbefüllt im Fenster. Aber jetzt werde ich immer dafür sorgen, dass eine Blüte aus ihr leuchtet, alleine wegen der verdrehten Welt.

 Damit wünsche ich euch eine gute Woche! Für mich noch eine Woche Arbeit, dann sind Herbstferien. Yippieyayay!

Samstag, 10. Oktober 2015

Samstagskaffee mit kühler Herbstsonne


 Der Blick aus dem Fenster heute morgen. Aufklarender Himmel, kalte, frische Luft, erste Sonnenstrahlen. Nach der usseligen Nieselregenwoche eine wahre Wohltat.


 Dazu gefärbtes Lindenlaub. In meiner Ecke ist es derzeit wegen einer großen Baustelle und einer damit verbundenen Verkehrsumleitung angenehm leise. Glaubt man kaum. Die Baustelle macht bisher wenig Lärm. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Diese Bilder sind ein Fall für die Himmelsbildersammlung.


 Auf dem Küchentisch die letzten Reste eines Herbststraußes. Leider halten Dahlien nie so lange wie das Drumherum.


 Der Kringel für  diese Woche ist auch schon ausgefüllt. Ich habe mich entschieden (zu versuchen) immer die Stimmung der Woche in den Gesichtern auszudrücken. Diese Woche war eine sehr müde Woche. Jede Stunde, die es möglich gemacht hat, habe ich mit Schlafen verbracht. Irgendwie steckte mir wohl doch noch ein Erkältungsrest in den Knochen.


 Ein paar Kastanien haben diese Woche auch den Weg in meine Jackentaschen geschafft. Nun steht nach dem Kaffee nur noch die Frage im Raum, ob ich den wundervollen Herbsttag nutze, um ein bisschen durch die Gegend zu schlendern, oder ob ich mich direkt an die Nähmaschine klemme. Es sind noch einige wichtige Dinge zu nähen. Vielleicht muss ich erst noch einen Tee hinterher schütten, um eine Entscheidung zu treffen. Aber dazu sind Wochenenden ja da: In den Tag gleiten und ohne Zwänge sehen, was da kommen mag.

Freitag, 9. Oktober 2015

Spätsommerlicher Heidespaziergang


 Wenn das Usselwetter einem die Laune verderben will, ist man gut damit beraten, ein paar schöne Bilder und Erinnerungen aus dem Sommer wach zu halten. Darum heute eine kleine (Bilder-)Wanderung durch die Heide. Man kann vermutlich beim zweiten Jahr in Folge noch nicht von Tradition sprechen, aber es ist irgendwie kurz davor. Antje und ich haben uns allerdings auch in diesem Jahr wieder getroffen, um an einem letzten schönen Sommertag die Heideblüte zu bewundern.


 Das haben wir schon im vergangenen Jahr gemacht. Da waren wir etwas spät dran, dieses Jahr dafür fast ein bisschen zu früh. Aber wir sahen sie, die blühende violette Pracht.


 Das Wetter hat auch wieder mitgespielt. Morgens war es zwar noch etwas frisch, aber auf der freien Heidefläche heizte uns die Sonne doch ganz gut ein.


 Es gab noch ein paar letzte Blaubeeren. Diese konnten allerdings nicht gegen die schwedischen anstinken, die es ein paar Wochen vorher noch auf unserer Wanderung durch Schweden gab.


 Vereinzelt konnte man auch noch ein paar Brombeeren finden.


 An diesem wundervollen Wochenendtag war es wirklich voll in der Heide. Viele Menschen hatten eine ähnliche Idee wie wir. Doch wir ließen uns davon nicht stören. Wir genossen bei Pausenbroten die Aussicht.  


 Wenn man zwischenzeitlich mal ein wenig still stand, konnte man die ganze Heide von Bienen nur so brummen hören. Dazu kam hin und wieder ein wenig Rabengekrächze, ansonsten war es still, wenn man die anderen Menschen mal für kurze Zeit angehängt hatte.


 Auch anderes Getier konnte man sehen. Findet jemand die Eidechse auf diesem Bild? Sie war wirklich sehr schnell, aber meine Linse hat sie gerade noch so erwischt.


 Neben vielen Birken, gab es auch sehr imposante Eichen zu bewundern. Diese hier zum Beispiel, die aus fünf Stämmen bestand. Ich konnte es mir nicht verkneifen, mich einmal hinein zu stellen und die Lichtspiele zwischen den Blättern zu bewundern.


 Wenn die Redensart stimmt, dass es ein kalter Winter wird, wenn die Bäume reich an Früchten sind, dann wird es ein sehr knackiger Winter. Die Eichen hingen voll.


 Aber so sah es an diesem kleinen Spaziertag nicht aus. Die Wanderwege durch die Heide sind nicht so gut ausgeschildert wie in Schweden, trotzdem fanden wir unseren Weg. Gerüchteweise waren es an diesem Tag 11km. Wir brauchten mit Foto- und Schnabulierpausen erstaunlicherweise mehr Zeit für diese Strecke, als wir in Schweden mit Gepäck dafür gebraucht haben.



 So war es mal wieder ein wundervoller Tag mit Antje und der Natur. Nächstes Jahr bestimmt wieder. Von wegen der Tradition und so. Ein paar Sonnenstrahlen gesammelt, wie Frederik die Maus.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Für Lasse


Ich finde es immer wieder schön, wenn meine Fähigkeiten, anderen helfen können. Die Kollegin, die schonmal ein Namenskissen bei mir bestellt hat, wollte erneut eines haben. Da half ich doch gerne. Sie kam vorbei und wählte einen Stoff aus, ich habe losgelegt. 


 Der Stoffmix aus einfacher Webware, Samtband und Cord hat mein Pädagoginnenherz mal wieder höher schlagen lassen. Ein Kissen zur haptischen Förderung. Ich sollte wirklich mal an meiner rein ästhetischen Wahrnehmung arbeiten....


 Ist schon bestens weitergegeben. Ich werde Lasse zwar nicht kennenlernen, aber ich hoffe er hat viel Spaß mit diesem Kuschelkissen.

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Dalapferde aus Nusnäs


 Wer nach Schweden fährt, kommt um bestimmte Dinge nicht herum. Typisch für die Gegend um Dalarna in der wir im Sommer waren, sind die Dalapferdchen. Ein richtig typisches Mitbringsel aus dem dortigen Urlaub. Sie werden auch vor Ort produziert und natürlich wollten wir uns das mal aus der Nähe ansehen.


 Die meisten Dalapferdchen werden in Nusnäs in der Nähe von Mora hergestellt. Grundsätzlich hat das Dalapferd in Schweden eine sehr lange Tradition und wurde früher von den Menschen hergestellt, die sich in langen, dunklen Winternächten die Zeit vertreiben wollten. Die Pferdchen dienten hauptsächlich als Kinderspielzeug, wurden aber mit der Zeit mehr und mehr zum Symbol des Landes.


 Die Produktionsstätte ist frei zugänglich und man konnte alle Schritte der Entstehung es Pferdchen anschauen. Das Ganze fängt mit Kiefernbrettern an, auf die die Umrisse des Pferdchens gestempelt werden. Anschließend werden diese Rohlinge mit der Bandsäge ausgeschnitten.


  Ebenfalls werden die groben Rundungen an der Bandsäge abgeschnitten. Die Feinarbeit geschieht aber weiterhin mit der Hand. Den Großteil der Schnitzarbeiten passiert außerhalb der Manufaktur von Menschen, die in der Nähe leben. In der Fabrik selbst saß nur ein Mann auf einem Stuhl und schnitzte. Vermutlich für die Touristenshow.


 Im Durchgang standen die Pferdchen Schubkistenweise.


 Die Pferdchen werden in verschiedenen Größen gefertigt. Die etwas größeren standen hier brav aufgereit und warteten auf ihre Lackierung.


 Traditionell sind die Dalapferdchen in der Grundfarbe Rot. Hier warten sie auf die weitere Bemalung, die natürlich auch von Hand erledigt wird.


 Doch es gibt die Pferdchen auch in anderen Farben. Blau und schwarz sind auch sehr bekannt. Ich weiß nicht, was mit den Pferdchen in dieser Kiste passieren sollte. Etwas eingestaubt und halb bemalt standen sie am Rand. 


 Hinter der Fabrik standen diese Kisten mit den Abfällen. Man konnte sie für ein paar Kronen als Feuerholz erwerben.


 Ein wenig traurig, soviele Pferdeköpfe im Abfall zu sehen.


 Blöderweise habe ich es irgendwie versäumt ein Bild von fertigen Pferdchen zu machen. Hmpf. Antje und ihr Mann kauften ein kleines Selbermacherset inklusive Morakniv, die am gleichen Ort einen Outletverkauf hatten. Antjes Mann schnitzte in unserem Ferienhaus direkt einen Rohling in Form. Dieses Bild hat Antje gemacht und ich verwende es hier einfach mal ganz frech. Ich habe übrigens wieder kein Pferd gekauft. So schön ich sie auch finde, sie sind eben doch sehr teuer. Und selbst in Second Hand Läden bekommt man sie nicht günstiger. Spricht für die Symbolkraft dieses Pferdchens. Auf meiner Wohnzimmerfensterbank steht ein großes unbemaltes, dass ich bereits vor einigen Jahren mal aus Göteborg mitgebracht habe. Vielleicht bringe ich vom nächsten Schwedenurlaub ein bemaltes mit, denn der wird kommen, der nächste Schwedentrip.

Dienstag, 6. Oktober 2015

Für mehr als eine Meise


 Vorletztes Wochenende hatte ich auf dem Weg zum Trödel schon unfassbares Glück: Ich habe auf einem Verschenketisch in meinem Viertel drei alte Teetasen und zwei Untertassen gefunden. Schon als ich sie sah, wusste ich, dass es das Material ist, das mir so lange fehlte. Also habe ich sie schnell eingesteckt und zuhause gespült. Letztes Wochenende schritt ich dann zur Tat.


 Kokosfett geschmolzen, Körnerfutter dazugemischt und rein damit in die Tassen. Es ist sehr schwer, vegane Meisenködel zu finden und so stand dieses Projekt schon lange auf meiner Liste. Die kleinen Federviecher sollen auch von mir ihr täglich Korn bekommen. Das mit den unveganen Meisenknödeln finde ich übrigens schon fast witzig. Ich habe nie eine Meise gesehen, die ein Rind erlegt hat, um an dessen Talg zu kommen. Okay, eine Kokosnuss können, die wohl auch schwerlich knacken, aber was soll´s.


 Am Ende erwies sich übrigens folgende Methode am hilfreichsten: Tassen mit Körnern füllen, flüssiges Kokosfett dazuschütten, Stöckchen zum Landen reinstecken, abkühlen lassen. Man erspart sich das nervige Löcher stopfen, was bei einem umgedrehten Blumentopf der Fall sein müsste und was ich nie hinbekomme. Bei der Tassenmethode supscht nichts daneben.


 Die Tassenfüße erwiesen sich bei der Aufhängung als sehr hilfreich. Ich habe einfach Paketkordel drumgeknotet. Den Henkel habe ich nur als zusätzliche Sicherung genutzt. Ich hatte noch Paketband aus Kunstfaser rumfliegen und hoffe, dass sich dieses als witterungsbeständiger erweist als Sisal.


 Eine Tasse habe ich direkt am Henkel an meiner verrosteten Kamottenlüftungsvorrichtung auf dem Balkon aufgehängt. Die Kordel dient hier auch nur der zusätzlichen Sicherung.


 Da kann der Winter doch kommen. Free refill gibt es auch. Vogelfutter ist noch fast ein ganzer Sack da und Kokosfett kostet nunmal wirklich nicht die Welt. Definitv habe ich jetzt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Aber wo wären sie besser aufgehoben als janoschmäßig von der Dachrinne über meinem Balkon baumelnd? Ich bin gespannt, ob das mit der Piepshow auf meinem Balkon was wird. Ich halte euch auf dem Laufenden. Erstmal dürfen diese Futterstellen zum Creadienstag.