Sonntag, 7. September 2014

7 Sachen # 34. 14

Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


1. Gebrüht: Kaffee. Heute zuhause. Das war sehr entspannend.


2. Gerührt: Crunchymüsli zusammen. Für die nächste Woche.


3. Gedeckt: Die Füße zu beim Sendung mit der Maus schauen.


4. Geklebt: Eine Adresse auf einen Umschlag.


5. Gewählt: Stoffe und Borten aus für ein kleines Nähprojekt.


6. Gelegt: Ein neues Quadrat zur Sammlung. Kein Stoff geht verloren.


7. Geschnitten: Überflüssiges ab. Vor allem Fädchen. 

 Ich wünsche eine entspanntere Woche als die letzte. Allen.
 Mehr 7 Sachen sammelt Anita.

Samstag, 6. September 2014

Müder Samstagskaffee


 Den ersten Kaffee des heutigen Tages gab es leider ungewollt außer Haus nebst Gossenjournalismus. Das war schon anstrengend und wenig erheiternd. Die Woche steckte mir trotz ausschlafen noch in den Knochen. Bergeweise Überstunden, die normalerweise immer dazu gehören. In der Menge und Art der Weise dieser Woche war es aber dann doch zu viel. Dazu die Wut auf die Schulbehörde und das Sozialamt, die meiner geliebten Arbeit gerade baumstammdicke Knüppel zwischen die Beine werfen. Der kleine Punker in mir tobte, füllte 1/3 Heizöl und 1/3 Benzin in Flaschen und sammelte kindskopfgroße Steine zum Schmeißen. Da halfen auch kein Trödelmarktbummel, kein Eis und kein Sonnenschein. Ich hatte Mühe den Kleinen im Zaum zu halten und war, als ich endlich die Wohnungstür hinter mir schloss, so müde, dass ich in einen stundenlangen unruhigen Schlaf fiel. Manchmal kann mich Leben echt am Arsch! Und der Staat gleich mit!
 Mittlerweile habe ich ihn ein wenig runtergekocht mit Kräutertee und Zitronenkeksen... Das Wochenende ist wohl gelaufen. Schade... Es kann ja nur besser werden. Ich hoffe bei euch sieht es derzeit sonniger aus.

 Mehr (hoffentlich) entspanntere Samstagsgetränke und -gedanken sammelt auch heute wieder Ninja.

Mittwoch, 3. September 2014

Hamburg im Spätsommer/ Frühherbst


 Manchmal muss man die ganzen Bilder, die man so gesammelt hat einfach loslassen. Das hier ist Hamburg, das ist meine Heimat, das ist wo mein Herz ist, das ist wo ich mich wohl fühle. Mittlerweile ist es wettertechnisch etwas grau geworden... Aber grau ist ja schwer im Trend.


 Jawoll!


 Ist noch aktiv.


 Manchmal muss man große Augen machen, weil es immer noch so viel zu bestaunen gibt.


 Viele Pferde kann man auch satteln.


 Die Steuergelder gehen öfter spazieren. Witziger finde ich es immer, wenn sie joggen müssen. Hähä. Gehört auch zum Stadtbild.


 Ouh yeah!


 Mittlerweile hinter Bäumen, hilft diese Werbung nicht mehr viel.


 Da war vielleicht mal ein kleiner Laden.


 Richtig!!!


 Upcycling von Feuerwehrschläuchen zur Riesenhängematte im Frappantinnenhof.


 Ottensen. Schmuck und Nippes verträgt sich gut mit Kunst und Kultur.


 Deutsch mich nicht voll- sehr wahr!


 Hinter der Reeperbahn abends halb acht.


 Einhorn fährt U- Bahn.


 Morgendliche Tabakvorratauffüllstation.


 Und Trödelmärkte gibt es hier so wundervolle.


 Ich gebe mein Bestes.
 Und wo ist eure Heimat? Ist es da auch so schön wie hier?

Dienstag, 2. September 2014

Critical Mass- mach deinen Protest doch selbst


 Was macht ein anständiger Mensch am letzten Freitag im Monat? Bei der Critical Mass mitfahren. Erschreckenderweise musste ich feststellen, dass dies vielen Menschen gar kein Begriff ist. Darum nun ein kleiner Einblick:


 Die Critical Mass versteht sich als direkte Aktion für mehr Rechte und bessere Bedingungen für Radfahrer im Straßenverkehr. Es herrschen eben leider nicht überall Kopenhagener Zustände.


 Konkret sieht das so aus, dass sich z.B. in Hamburg am letzten Freitag im Monat Menschen auf ihren Rädern an einem Ort "spontan" treffen. Dieser Ort wird vorher über die üblichen verdächtigen sozialen Netzwerke kundgetan.


 Dabei ist es egal was man fährt. Ob grob geschweißter Straßenpanzer...


 ...gelbes liebenswertes Klapprad...


 ...Hightech Leichtrad...


...oder Bonanzarad. Einfach mitrollern.


 Stil ist dabei selbstversändlich.


 Die Menschen hier in gelben Westchen schummeln allerdings auf ihren motorisierten Zweirädern, aber die mag eh niemand.


 Nach einiger Zeit setzt sich diese wilde beradete Menge dann in Bewegung. Da eine solche Masse im Straßenverkehr als ein Fahrzeug gilt, darf man dann auch nebeneinander auf der rechten Spur und im Konvoi über rote Ampeln fahren. Es handelt sich also bei der Critical Mass eigentlich um ein seeeeehr großes Gefährt mit viiiiiielen Rädern. Am vergangenen Freitag waren es gerüchteweise fast 3000 Leute die dieses Gefährt stellten. Hui!


 Der Autoverkehr ist somit absolut lahmgelegt, manchmal auch der der Masse. Wie gut, dass die Bahn hier oben drüber fährt. Dabei sind auch Räder, die das Equipment für musikalische Untermalung dabei haben oder gar einen Grill auf den Lenker montiert. Eigentlich gab es noch viel mehr zu sehen, aber radfahren und gleichzeitig knipsen bekomme ich irgendwie nicht hin. Komisch.


 Das letzte Bild entstand kurz bevor am letzten Freitag der Regen einsetzte und Weicheier wie ich ausgestiegen sind.
 Wer diesen Monat mitfahren möchte, kann sich für Hamburg hier schlau machen. In vielen anderen Städten gibt es die Critical Mass auch, schaut doch einfach mal nach und macht mit. Zusammen bewegend bewegen wir was (oder verursachen einen verdammt fiesen Autostau).

Montag, 1. September 2014

Augustliteratur

  Die Bahn ist morgens mein Lesesessel. So lese ich mich auf den Weg zur Arbeit und auch zurück. Darum am Ende des Monats (wenn ich es schaffe) eine kurze bibliothekarische Rückschau auf die Bücher in meinen Händen, vor meiner Nase, durch meine Augen, in meinen Kopf.


 Mit einem Kinder- oder Jugendbuch habe ich angefangen. Das lag eigentlich nur daran, dass ich in einem Interview gelesen habe, dass Herr Steinhöfel die Schnauze von pädagogischer Kinderliteratur voll hatte und darum ein nicht pädagogisches Buch schreiben wollte. Aber bitte, was ist denn an diesem Buch nicht pädagogisch? Ein tiefbegabtes (ich verneige mich vor dieser Wortschöpfung) und ein hochbegabtes Kind werden Freunde und erleben zusammen Abenteuer. Hallo? In Zeiten, wo Kinder verstehen müssen, was Inklusion bedeutet, finde ich das hochgradig pädagogisch. Es tut mir leid Herr Steinhöfel aber da haben sie ihr Vorhaben um Längen verfehlt. Auf jeden Fall ein tolles, witziges Buch. Den Film habe ich auch gleich noch geschaut. Die nächsten Bücher der Reihe sind auch bald fällig.


 Eine kleine Straßengeschichte zwischen Irrenhaus und Kopenhagens Straßen. Eine Geschichte vom Verrückt- oder Normalsein, vom Suchen, von Einsamkeit und Vielsamkeit, von Ohnmacht und Macht. Brutal und liebevoll. Ein Buch voller Gegensätze, die ohne einander nicht existieren können. Ich mag Licht- und Schattengeschichten in denen nur bedingt nicht alltägliches den Blick auf das Alltägliche schärft. Irgendwie so. Ich mochte es sehr.


 Herr Sommer ist ein komischer Typ, der viel spazieren rennt. Ein rastloser Mensch, der den Kindern in seinem Dorf eine Menge Rätsel aufgibt. Aber es gibt auch Einblicke in die Kindheit zu Zeiten des Wirtschaftswunders und zu den Wunderlichkeiten, die es auch vorher schon in ihrem Alltag gab. Man sollte nie aufhören sich zu wundern, auch nicht, wenn man schon groß ist. Und man muss auch nicht alles verstehen. Vielleicht auch diese Geschichte nicht...


 Was ist eigentlich normal? Wer sind die wahren Freaks in der Gesellschaft und wer oder was macht sie dazu? Eine weitere Geschichte über das Leben abseits der Norm und dass dieses vielleicht manchmal sogar besser ist. Ich mochte diesen Roman sehr gerne. Die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen geschrieben und eröffnet einen Blick in die Wahrnehmungen aller Beteiligter. Sehr spannend und sehr schnell. Mit schroffem, unerwartetem Ende.


 Irgendwo habe ich gelesen, dass es der letzte Teil der Maulina Schmitt Geschichte ist. So stand ich direkt in der Buchhandlung als dieser Band erschien. Das habe ich bisher bei Büchern nur ganz selten geschafft. Ich fand die beiden vorangegangenen Teile schon so wunderbar. So warf leider dieser Teil seinen Schatten vorraus auf das, was passieren musste und das macht dieses Buch zu keiner einfachen Lektüre. Mehr als eine Träne habe ich mir aus dem Auge gewischt. Die Geschichte von Maulina Schmitt ist so wunderbar und groß aber nicht artig und doch so düster auf ihre eigene Art. Maulina Schmitt hat sich bereits im ersten Buch zu einer neuen Heldin in meinem Herzen gemausert. Hut ab vor Finn- Ole Heinrich und Rán Flygenring! Eine Geschichte mit wundervollen Illustationen. Lesen! Sofort!


 Mit Haruki Murakami bin ich irgendwie auch nach Jahren nicht so richtig warm geworden. Das hat dieses Buch grundlegend geändert. Die Geschichte vom Herrn Tazaki ist eine sehr leise, sie kommt ohne großes Bohei aus und geht doch so tief und breitet sich aus und nimmt ihren Raum. Fantastische Metaphern hat Herr Murakami da aus dem Hut gezaubert und eine Sprache, die mit so einfachen Worten, so großes zaubert. Ich bin ein bisschen begeistert und werde demnächst die alten Bücher von ihm, die ich angefangen aber nicht zu Ende gelesen in die zweite Reihe meines Regals verbannt habe, wieder nach vorne ziehen.

 Und ja, das waren wirklich alles ungemein gute Bücher. Manchmal habe ich so einen Lauf. Der Stapel für den nächsten Monat liegt auch schon parat.
 Was hat ihr so weggeblättert in letzter Zeit? Irgendwelche Tipps?

Sonntag, 31. August 2014

7 Sachen # 33. 14

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


1. Gefrühstückt: Kuchen zum Frühstück und der Tag ist mein Freund. Hach!


2. Getrödelt: Auf drei Märkten war ich mit meinem ebenso trödelfreudigen Holzwurmkumpel. Heute war was los in der Stadt.


3. Getragen: Trödelfunde nach hause.


4. Gestellt: Den nassen Regenschirm in die Wanne zum Trocknen. Das war perfektes Timing heute.


5. Geschmissen: Die Waschmaschine an. Gestern hat sie aufeinmal ganz komische Geräusche gemacht und wild blinkend das Programm abgebrochen. Ich fürchte, ich habe sie einfach zu voll gemacht. Nun läuft eine Testladung. Bisher noch keine erneuten seltsamen Vorkommnisse. Daumen drücken.


6. Gedrückt: Auf den Auslöser mit Blick vom Sofa in den Regen... Teetasse in der Hand... ach...


7. Gewischt: Über das neue Handy. Seit heute morgen bin ich auch bei Instagram- yay!!! Aber ich muss noch viel lernen und üben.

 Mehr 7 Sachen sammelt auch am heutigen Tage Anita.
 Habt eine trockene Woche!