Mittwoch, 18. November 2020

Birkenliebe ohne Skandinavien

 

 Wie wenig ich dieses Jahr unterwegs war. Ich halte mich ja grundsätzlich nicht für so richtig wild reisehungrig. Meist zieht es mich nach Skandinavien und ich muss auch nicht jede Ferien unterwegs sein. Wie schlimm allerdings meine Skandinavienvermissung mitterlweile wirklich ist, habe ich neulich feststellen müssen, als ich am Hamburger Hafen unterwegs war. Jenseits des alten Elbtunnels stand ich auf einmal mitten zwischen den Werften vor einer Birke am Kanal... Zwischen Beton, Beton und nochmal Beton wuchs dieser Baum. Bumm! Ein paar Minuten brauchte ich. Einmal Birke mit den Augen in mich einsaugen und im Kopf noch weiter im Norden sein.





Dienstag, 17. November 2020

Runde um den Block # 12. 2020: Alter Elbtunnel


  Neulich morgens früh aus dem Bett, um den Möwen am Hafen guten Morgen zu sagen. Kein Fischmarkt, aus Gründen, keine Menschenseele. Hafenpromenade fast für mich. Und dann der Gedanke, dass ich schon lange nicht mehr durch den alten Elbtunnel spaziert bin. Also vorbei an den Kränen über die Hafenpromenade und hin da. Unten durch, aussichten und wieder zurück. Wunderbar! Erst auf dem Rückweg kamen mir ein paar Radfahrende entgegen, die wohl zum Trainieren ins Alte Land wollten.












 

Montag, 16. November 2020

Glückspilz

 

 Das Glück steht hier am Wegesrand. Irgendwie. Ich mag mich auch gar nicht anstellen. Ich habe Glück im Leben. Definitiv. Ich habe nur manchmal das dumpfe Gefühl, dass das Glück immer da aufploppt, wo man es nicht erwartet und vielleicht gar nicht mal so unbedingt braucht. Ich nehme das dann aber dennoch gerne mit. Was solls. Schadet ja nicht. Heute ein paar mehr Pilze. Weil schön und so. Und als Einleitung für eine Fotowoche. Weil Bock und so.


 
 


Sonntag, 15. November 2020

7 Sachen # 37. 2020

    Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


1. Generiert: Den Wochenendmoment. Allein am Strand. Mit mir, Zigaretten, Gedanken, Tränen und Schmunzeln. Perfekt!


2. Gedacht: Ach, Hamburg, du bist so megagut! Hier gibt es so viele Kontaktorte für Menschen, die Hilfe brauchen und jene, die welche geben können. Das hier nur so als heutiges Beispiel. 

3. Gekramt: Alle mir zur Verfügung stehenden Mützenschnitte raus. Also zumindest alle möglichen Größen. Wo wir bei Hilfsbereitschaft waren und so.

4. Geschnitten: Den letzten Rest vom Janoschstoff zu.

 5. Geschrieben: Weihnachtskarten für die Geschenke, die ich für Dein Topf schon gefüllt habe.

 6. Geschmiert: Eine flotte Liste mit Gesprächsthemen auf die Monster Post Its. Kann man mal so mystisch stehen lassen.


7. Gedrückt: Auf dem Telefon herum. Es stirbt gerade einen langsamen Tod. Alles schmiert ständig ab, lädt ewig, wenn überhaupt. Einiges funktioniert gar nicht mehr... Hmpf. Dabei stehe ich ansonsten total hinter diesem Gerät. [Werbung unbeauftragt, unbezahlt, aber sollte diese Firma Lust haben, mir ein neues zur Verfügung zu stellen, ich bin dabei.]


 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Samstag, 14. November 2020

Samstagskaffee # 29. 2020 und ein Podcast-Vlog-Dingens

 

  Zum klassischen Samstagskaffee kann ich gar nicht so viel sagen. Mein Leben ist gerade arbeiten, essen und schlafen. Für mehr ist gerade kein Platz. Weil alles Wahnsinn und so. Ich bin so nahe am Infektionsgeschehen dran, dass alles andere einfach mal gerade flach fällt.

 

 Nicht nur bei euch. Dafür gibt es seit dieser Woche ein neues Podcast-Vlog-Dingens. Ach, jetzt macht sie auch noch einen Podcast. Was solls. So ganz alleine meine Idee war das nicht. Die treibende Kraft dahinter war definitiv Antje. Sie hat auch den Löwinnenanteil der Drumherumarbeit geleistet. Ich hab nur gequatscht. Was ich halt am Besten kann. Wo das mit dem Bloggen hier nicht rund läuft, eben das. Antje und ich schnackten also über Handarbeit, das Leben und sowas halt. Aufgenommen haben wir das gute Ding schon im Sommer. Jetzt ist er halt gut abgelagert. Zu hören und zu sehen gibt es das Ganze hier:

 

Oder hier (Falls die Videoeinbindung nicht klappt)

 

Wir sprachen unter anderem über:

Cmig

mi

[Werbung unbeauftragt, unbezahlt, support your sisters!]

 

 Über Rückmeldungen, Anregungen und Kritik. Würden wir uns sehr freuen. Spaß hatten wir allemal. Vielleicht wird es auch weitere Ausgaben geben, falls das gewünscht oder uns einfach langweilig ist. Hihi.

 

 Damit geht das alles heute so in Andreas Kaffeerunde. Ihr drücke ich die Daumen, dass es nicht so schlimm wird... Und dann überlege ich mir den nächsten Quatsch. Wahlweise gehe ich einfach wieder schlafen.


Mittwoch, 11. November 2020

Literatur # 2. 2020

 

 [Werbung, da Produkterkennung, unbeauftragt, unbezahlt, Bücher selbst gekauft oder von Freundesmenschen geschenkt bekommen] 

 Lesen ist hier immer noch nicht so der Kracher. Lieber in der Gegend rumlaufen oder rumliegen ohne größere Anstrengung des Gehirns. Literatur funktioniert eher bedingt. Für Seichtes und was mit vielen Bildern hat es aber durchaus gereicht. Los:


  Keine Ahnung, was mich da geritten hat. Dachte so, dass Sybille Berg in meinem Regal noch fehlt und der Klappentext und die Kurzkritiken sich so toll lesen. Aber von wegen "Plädoyer für die Anderartigkeit". Nach diesem Buch wollte ich nichts lieber, als "normal" sein. Die Geschichte eines intersexuellen Menschen, bei dem die Geschlechtsangleichung nach der Geburt wegen Unfähigkeit der Mutter "versäumt" wurde. Danach geht es nur noch steil bergab. Ausgenutzt, ausgegrenzt, bespuckt und verachtet. Talente nicht geschätzt und Toto ist immer gut drauf. Ich fand es ekelhaft. Wenn das ein Plädoyer für die Andersartigkeit sein soll, dass man all den Scheiß ertragen und hinnehmen muss, dann "Danke nein!". Vielleicht habe ich es auch einfach falsch verstanden...


 Weiter gehts. Die Jule Triologie habe ich damit durch. Wirklich sehr seicht. Einfach mal versuchen, wieder ganze Texte zu lesen. Ein bisschen sehr rüschig. Heile Welt, verzweifelt versuchte Spannung um seltsame Dorfgeheimnisse. Naja. 


Spannend, für all jene, die immer noch meinen Influenzen wäre eine gute Idee zum Geld verdienen. Zumindest soweit, dass man damit Geld verdient. Die Seele nackig machen, für Klicks und Kohle. Schwierig... Spannende Lektüre, nach der ich doch froh war, dass ich mir niemals den Vorwurf machen lassen darf, ich würde meine Texte für den Fame oder den Kontostand schreiben. Zwischendurch zweifelte ich mal, aber nein. Ein Blick auf meine Blogstatistik, Kommentare, Followerzahlen sprechen da für sich. Klein und nicht bedeutsam. Das hier bleibt echt. Das bin ich. Das ist mein Leben schon vor dem Blog. Und mich sollte niemand zum Vorbild nehmen. So.

 


  Oh, sooooo ein wunderschönes Buch. So schöne Illustrationen, so eine schöne Geschichte von unterschiedlichen Eigenheiten und Eigenschaften. Hochphilosophisch, für kleine und große Menschen. Mein Lieblingscharackter natürlich der Maulwurf, für den der Sinn des Lebens immer "Kuchen" ist. Und doch habe ich am Ende eine Menge Tränen vergossen. Das hat mich wirklich berührt.


 Wer hatte hier das Quarantänepaket von Goldeimer gekauft? Ich. Eigentlich wegen dieses tollen Buches. Es werden kulturelle und historische Geschichten rund um das große Geschäfft erzählt. Illustriert von unterschiedlichen Menschen. Bunt und wild und lustig. Das macht bestimmt Spaß, das mit kleinen Menschen zu lesen...


 Neues aus Abfall machen ist bei mir ja schlimm angesagt. Dass das auch mit Pflanzen geht, weiß ich und kann ich. Zumindest, wenn es sich um Zimmerpflanzen handelt. Next Step: Gemüse und Obst. Hier jedenfalls ein sehr schönes, gut gegliedertes Nachschlagewerk. Habe ich geschenkt bekommen und wird sicherlich zur nächsten Gartensaison zum Einsatz kommen. Bis dahin popel ich weiter Kerne udn Samen aus meinem Essen. Für´s nächste Jahr.
 

 

 
 Was soll ich sagen. Die Geschichten sind bekannt. Ich mag dieses Umsetzung in Comic total gerne. Megagut gelungen. Originaltexte aus den Romanen, wunderbare Bilder. Sicherlich super, um Kinder an diese Geschichten heranzuführen, bevor man sich den ganzen Roman gibt. Oder als Nachlese.
 

  Kleine Geschichten aus dem Leben eines Kindes. Anke Kuhls Geschichten hier, sind wohl "genau so in echt passiert". Und ich mag die Bilder sosososo gerne. Immer etwas wild, viel zu entdecken, grenzenlos. Alltagsgeschichten, oder eben auch mal dramatisch nicht alltäglich. Leben eben.
 

 

  Das Einzige, was mir dazu einfällt: Kan mensch Bücher von Marc-Uwe Kling nicht mögen? NEIN!!!!


  Jemand hat es geschafft, mir ein Mafalda Comic zu organisieren. Wahnsinn! Bekommt man kaum noch. Warum auch immer. Dieses Mädchen ist schon so alt und hat so viele großartige, fantastische, vorbildtaugliche Inhalte. Gesellschaftskritisch, feministisch, ein bisschen Anarchie. Ich will mehr davon!!!

 Die Geschichte des antifaschistischen Widerstands. In Comicform. Einmal rund um die Welt. Überall. Damit verbunden eben auch die Geschichte des Faschismus. Einmal rund um die Welt. Überall. Ziemlich ausführlich. Kein Comic, den man mal eben so wegschmökert. Da ist mehr drin. Da ist Bedeutsamkeit drin und auch einiges an Anschub. Motivation. Ich fürchte, dieses Buch werde ich noch öfter verschenken müssen.


  Der nächste Stapel liegt hier auch schon parat. Wird wohl auch immer noch Graphic Novellastig. Es klappt irgendwie nicht mit den Romanen.... Immer noch nicht...

Sonntag, 8. November 2020

7 Sachen # 36. 2020

   Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. 


1. Generiert: Einen guten Moment. Oder eher vier Stunden. Aus einer kleinen Runde durch die Hood wurde ein vierstündiger Morgenspaziergang an den Hafen inkl. durch den alten Elbtunnel und viel Quatsch am Straßenrand machen. Man muss sich ja bei Laune halten.
 

2. Gemalt: Ein Bild auf gefundenes Regalbrett. Quatsch und Entertainment eben.
 

3. Gefrühstückt: NACH dem vierstündigen Krawallmarsch.
 

4. Geworfen: Die alten Eurythmieschlappen (kurz: Eurythlatschen) in den Müll. Hab ich beim Aufräumen gefunden. Das letzte Mal vermuteterweise vor 20 Jahren ernsthaft genutzt. Die Sohle mittlerweile hart. Was für Erinnerungen. Was man halt so macht im Leben.
 

 5. Gebacken: Kuchen. Einfach alles in den Teig rein, was sich so fand. War wohl etwas viel Lavendel. Wurde nicht so geil, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aber es ist Kuchen. Ich bin jetzt allerdings total tiefenentspannt....
 

6. Geblättert: Im Fernweh... Skandinavienjeeper... Schlimm. Schlimmes Luxusproblem...
 

7. Gehört: Den Podcast nochmal, den Antje und ich im Sommer aufgenommen hatten. Vielleicht erblickt er demnächst doch noch das Licht der Öffentlichkeit. Perfekt Unperfekt.

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, redet miteinander und hört einander zu, passt auf euch und andere auf, seid einfach da, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bewahrt Ruhe! Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!