Samstag, 14. September 2019

Samstagskaffee # 21. 19 und ein Netzfund

 
 Guten Morgen allerseits. Während ich diese Zeilen tippe, wird es draußen gerade hell. Ich falle im Moment extrem früh aus dem Bett und habe auch keinerlei Gründe, da einfach mal liegen zu bleiben. Es ist gerade so ein bisschen die Ruhe vor dem Sturm. Am Horizont kündigte er sich gestern an. Vermutlich wird es im Laufe der kommenden Woche hart politisch. Antifaschismus und Kampf fürs Klima werden dann ganz oben auf der Agenda stehen. Noch nicht unbedingt hier auf dem Blog, aber in meinem Leben. Da nutze ich die noch ruhige Zeit gerne, um die liegengebliebenen Dinge zu erledigen, bevor es gleich mit Volldampf in einen arbeitssamen Samstag geht. Reproarbeit, oléolé!

 Darum bleibt es heute bei einem einzelnen Netzfund, der aber so unfassbar fabelhaft auf den Punkt geschrieben ist, dass ich ihm definitiv den Alleinstellungsplatz heute gönne:


 Am liebsten würde ich hier eigentlich den gesamten Artikel zitieren. Irgendwie. Und ich möchte bitte gerne ergänzen, dass es dieses Phänomen der verantwortungslosen, toxischen Männlichkeit eben nicht nur in nicht monogamen Beziehungen gibt. Und dass sich dieses ganze Kackphänomen auf so viele gesellschaftlich-politische Ebenen ausweitet, dass einem ganz karussellig in der Birne wird. TOXISCHE MÄNNLICHKEIT!!!! Was für ein Dreckscheiß! Ich habe in den letzten Wochen ebenfalls viel mit Menschen über dieses Problem gesprochen. Erstaunlich, wie vielen das überhaupt kein Begriff ist. Der entsprechende Blogeintrag ist zumindest in meinem Kopf schon fix. Only the strong, stay soft. Das muss an so viele Häuserwände....

 Bei Andrea gibt es heute auch was zum Thema Klimawandel beim Samstagsplausch. Es bewegt sich was und wenn es erstmal "nur" die Gedanken sind. In diesem Sinne werde ich dann jetzt mal die selfmade Brombeer- und Kirschmarmeladedas auf dem letzten Stück Kürbisbrot  für diese Woche zu meinem Kaffee wegschnabbulieren und mich dann in den Arbeitstag werfen. Hauptsache die Marmelade ist daumendick oben drauf. Habt es fein, genießt die Herbstsonne!

Donnerstag, 12. September 2019

12 von 12 im September 2019

 
 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier


1. Mich aus dem Bett gekratzt. Gestern Abend war schon Wärmflaschenmonster angesagt. Das durfte liegen bleiben. Ich war ein kleines bisschen sehr neidisch.


2. Auf dem Weg zur Arbeit warf das Lokalderby seine braun-weiß-roten Schatten vorraus. ich finde das wunderbar.


3. Tach! Post!
 
 
4. Den Tag aus Gründen der Entspannung mit einem Unterrichtsspaziergang begonnen. Vorbei an sowas Gutem.


5. Dem Kürbis noch im Beet die Hand aufgelegt. Gleich tut es mal kurz weh.


6. Wie aus dem Bilderbuch. Es brauchte jeweils drei Kinder um diese riesigen Teile aus dem Beet zu holen. Zwei Stück davon. Ein paar andere dürfen noch wachsen.


7. Zur Belohnung für die Kids und mich gab es Kürbisbrot aus einem anderen Schulgartenkürbis, das ich gestern gebacken hatte. Rezept folgt ganz bald auch hier. Irre Lecker!


8. Nach der Schule ist vor dem Schwimmen. Zeit um zwei Sekunden auf 100m gesteigert. Mit der Kraft des Kürbis. Oder so.


9. Mehrfach laufe ich in der Woche an diesem Haus vorbei und finde es immer wieder wunderschön.


10. Obligatorische Straßenkunst.


11. Kaffeeverabredung mit Verspätung. Da fing ich halt schonmal ohne an.


12. Der herbstliche Spaziergang an einem der schönsten Orte der Stadt entschädigte dann auch die Verspätung.
 
 Jetzt noch nachsehen, was die anderen so bei Caro hinterlassen haben, dann falle ich um. Gute Nacht.

Mittwoch, 11. September 2019

Einnerungszettel


  Am meinen Küchenschränken hängt so einiges. Vor allem so Krempel, der mich daran erinnert, was wirklich wichtig ist im Leben. 


 Irgendwann letztes Jahr habe ich da auch mal so eine Liste erstellt, was zu tun ist, wenn ich das Gefühl habe, meine Schwächen würden meine Stärken überrennen. Wenn das Leben nur noch Zitronen, aber keinen Zucker parat hält. Es sind Dinge, die mich daran erinnern, dass ich stark bin. Es sind Dinge, die mich aktiv halten, die tröstlich sind, die mich bestätigen, empowern. Das ist meine Liste. Da sind Dinge, die mir zeigen, dass ich was schaffen kann. Dinge, die Erfolgserlebnisse generieren. Dinge, die ein Lächeln zaubern. Dinge, die die Gedankenkreisel stoppen können. Es sind Dinge, die ich alleine, ohne Hilfe machen kann, wenn es zu sauer ist. Es sind kleine Dinge. Denn die kleinen Dinge braucht es in Zitronenzeiten.


  Ich muss mir da nichts vormachen. Ich habe schwache Zeiten. Zeiten, in denen ich meine Stärken vergesse. Wo es nicht mehr ansatzweise für "Attacke!" reicht. Es ist gut, so einen Erinnerungszettel hängen zu haben. Das sind meine stärkenden Dinge. Aber ich finde, jeder Mensch sollte so eine Liste irgendwo haben. Auch gerne sichtbar. Schwache Zeiten hat jeder Mensch. Da darf man sich nichts vormachen. Schreibt mal so eine Liste. Könnte helfen.

 [Werbung] Da die Fragen sicherlich kommen: Der hier gebrauchte Notizzettel ist von Slinga, aber selbst bezahlt. Schönheiten helfen auch.

Dienstag, 10. September 2019

Kein Zeitungszebra


 Kunst gucken können ja alle. Kunst machen? Da hört es oftmals auf. Sonderpädagogik ist auch manchmal Kunst. Und weil ich nun auch wieder im Kunstunterricht rumhüpfen darf *hüpfhüpf* kann ich auch wieder Kunst machen. Es gibt ja nichts besseres, als neben den Kids zu sitzen und über dem eigenen Kunstwerk bzw. schon über den Auftrag zu fluchen. Da überwinden sie nämlich oftmals auch ihre Frustrationsgrenze und legen los. Ich kann nämlich schlimmer fluchen als alle. Und dann werkeln wir nebeneinander. Parallelspiel nennen das Erziehende. Und dann kommt sowas dabei raus:


 Eigentlich sollte es eine Giraffe werden. Jetzt bin ich mir nicht sicher, ob es vielleicht doch eher ein Alpaka oder Lama ist. So voll das aktuelle Trendtier eben...


 Kein Kleber. Nur Papier und ein bisschen Baumwollgarn. Ich würde es ja gerne Zeitungszebra nennen, aber das sähe defintiv anders auch und hätte auch keine Wellpappehörnchen. Was tut mensch nicht alles für die Kunst und die optimale Förderung der kommenden Generationen. Ein kleines Bisschen großen Spaß hatte ich aber auch dabei. Öfter mal die Zeitung kneten und aus schlechten Nachrichten Tiere bauen. Dienstagssammlung.

Sonntag, 8. September 2019

7 Sachen # 26. 19

 Immer wieder Meistens Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe


1. Gepuhlt: Die Röllchen aus den Schlafzimmergardinen.


2. Geschoben: Einen Verschenkehausfund zum Entwachsen in den Backofen.


3. Genadelt: Während ich auf die Wäsche wartete. Immer im Kreis. Wie die Waschmaschine.


4. Geplättet: Die gestern gewaschene Küchengardine.


5. Geerntet: Die ersten Balkontomaten.


6. Geschlappt: Übers Umsonstfest und durch die Nachbarschaft.


7. Geblättert: Im Reiseführer. Klar. Es geht in den Süden. Haha!

 Die wichtigen Worte zum Sonntag: Bleibt auf jeden Fall gesund! Helft einander, nehmt Hilfe an, wenn ihr sie braucht, seid dankbar, arbeitet an eurer Selbstfürsorge, nehmt euch Zeit, passt auf euch und andere auf, seid freundlich, wertschätzend, ehrlich, geduldig und zuverlässig. Bleibt antifaschistisch! Habt eine gute Woche!

Samstag, 7. September 2019

Samstagskaffee # 20. 19


 Woche um. Irgendwie eigentlich ja auch zwei. Diese Woche hatte es mich kurzzeitig etwas ausgeknocked. Kopf- und Rückenschmerzen aus der Hölle. Ich hatte schon die leise Befürchtung, da ist die erste Erkältung der Saison im Anmarsch, aber es ging doch mit etwas Ruhe und Sauna ganz gut weg. Ansonsten rege Sprachlosigkeit gepaart mit heftiger Hoffnungslosigkeit. Ein trauriger Blick auf die nachfolgende Generation, die da jeden Tag vor mir sitzt und für dich ich an manchen Tagen gefühlt nichts tun kann, außer sie mit Wissen zu füttern. NERVT!!! Erwachsene Menschen sind doch kacke... Es fällt schwer optimistisch zu bleiben und den Aktivismus trotz alledem nicht frustriert in die Ecke zu pfeffern. Trotz alledem oder gerade trotz alledem habe ich es mir nicht nehmen lassen, diese Woche auf mehreren antifaschistischen Veranstaltungen aufzuschlagen und mitzumischen. Bisweilen bis in die Haarspitzen auf Schmerzmitteln. Muss ja. Welch deutschkartoffeliger Ausspruch... Bisweilen aber auch viele Stunden unter der Decke verbracht. Igelig. Vollkommen undeutsch.


 Netzfunde von unter der Decke weg gab es aber auch:

 Rassistische und somit falsche Signale die der Fußball sendet, sind keine Neuigkeit. Im Moment geht es im Falle des HSV hoch her. Anstoß der Sache ist der Spieler Bakery Jatta. Ein guter Kommentar, warum das alles totaler Quatsch ist, findet sich hier. Alles ist politisch. Anzumerken bleibt, dass der Stadtrivale und Herzverein FC St. Pauli vor dem anstehenden Lokalderby keinen Einspruch eingelegt hat. So macht man das. "Die Paragrafenreiterei wäre nur halb so schlimm, wenn die Clubs in ihrer stillen Hoffnung auf einen etwaigen Formfehler nicht übersehen würden, welche gesellschaftliche Botschaft ihr Protest vermittelt. Ob sie wollen oder nicht, ihre Einsprüche senden ein übles politisches Signal: Wir glauben, Jatta dürfe gar nicht mitspielen. Ja, eigentlich dürfte er gar nicht hier sein." (Zitat ebd.) Mittlerweile hat die zuständige Behörde in Hambrug den Fall für abgeschlossen erklärt und weitere Ermittlungen eingestellt.

 Schöner Fun Fact dazu, dass der FC St. Pauli so links ist wie nie. So viele Linksfüßer im Kader. Herzseite und so. 

 Zwei Faschodemos in den kommenden Wochen in Hamburg. Am 21.09. und am 29.09.. Mal abgesehen davon, dass sie für den 1. Mai 2020 auch schon was angemeldet haben, möchte ich da doch gerne im Schwall kotzen. Dagegen sein! Auf der Straße sein! Laut sein!  

 Sehr schöne "Hilfestellung bei Mansplaining" in der vergangenen Woche bei innenAnsicht. Ich liebe diese "W"-Fragen so sehr und solche Vollpfeifen damit zu enttarnen. Manchmal hilft aber auch (nur) die Baseballkeule.

 Ein wunderbar feministischer Film über die Erfindung des Vibrators: "In guten Händen" noch bis 16.09.2019 in der Mediathek hier. 

 Ebenfalls ein feiner Filmtipp "Lotte am Bauhaus". Noch bis 10.09. 2019 in der Mediathek.

 Seit ich das Buch "Rendevous mit einem Octopus" gelesen habe finde ich diese Viecher ja noch einen Zacken genialer. Bzw. zweifle auch keinesfalls an, dass Tier vielleicht doch die abgefahreneren Lebewesen als Menschen sind. Spannende Kurzdoku hier

 Wie Liebe so aussehen kann...

 Und morgen trifft man sich zum Umsonstfest am Centro Sociale. Letztes Jahr hatte ich da schon Grünzeug hingebracht. Dieses Jahr werde ich wohl eher mal drüberschlendern. 

 Kommen sie zu dieser Veranstaltung. Sie wird sehr gut. Wahlweise auch gerne am Abend vorher schon hierher. (Das werde ich hier jeden Samstagkaffee posten, bis es so weit ist).


 Mal sehen, was das Wochenende sonst noch so bringt. Ein bisschen Arbeit, ein bisschen Garten, ein bisschen in nach vorne schauen, ein bisschen planen und rumspinnen. Von allem was dabei. Und hoffentlich viel Schlaf. Den kann ich gerade sehr gut vertragen. Noch bei Andrea vorbei und dann ab dafür. Habt es fein!

Freitag, 6. September 2019

Ein sylter Abend


 Mein erstes Mal auf Sylt und dann auch noch mit so einer fabelhaften Gang. Was drumherum geschah, bleibt auf Sylt, aber ein paar Abendimpressionen habe ich eingefangen und die mag ich auf gar keinen Fall vorenthalten.