Mittwoch, 14. November 2012

Schleim


 Heute hatte ich dann doch nicht den Nerv, meinen Kopf den dritten Tag in Folge unterm Arm zur Arbeit zu tragen oder gar auf meiner eigenen Schleimspur auszurutschen. Also bin ich auch direkt zum Arzt gegangen, denn persönliche Selbsteinschätzung in solcherlei Dingen liegt mir nicht so. Und was kam? Der gelbe Schein. Wow! So was hatte ich nicht mehr in der Hand, seit mir mit 16 die Weißheitszähne entfernt wurden. "Ein bisschen Hustensaft und viel trinken und das sollte in den nächsten Tagen erledigt sein.", meinte der Herr Doktor. Nun gut. Zeit für meine neue Schmusedecke und das alte Bettmonster mit Wärmflasche inside.


  Gestern saß ich in der Klasse an meinem Arbeitstisch, während die Schüler lieb und brav gearbeitet haben und rotzte so vor mich hin. Irgendwann sagte Peter, der mir schräg gegenüber saß: "Meine Güte, zum vierten Mal Nase geputzt in fünf Minuten! Frau Jule, sie gehören ins Bett."
 Dorothea ergänzte: "Und sie müssen viel Ingwertee trinken!"
 Als ich das letzte Mal mit einer dicken Erkältung durchgehend zur Arbeit gegangen bin, meinten meine Schüler: "Frau Jule, wenn sie so erkältet sind, sollten sie zuhause bleiben. Außerdem sind sie immer so schlecht gelaunt, wenn sie krank sind."
 Heißt das dann im Umkehrschluss ich bin sonst immer gut gelaunt und die kleinen Racker machen sich ernsthaft Sorgen um meine Gesundheit? Oder pokern sie nur auf Frei- oder lusche Vertretungsstunden? Egal: Meine Schüler, hach... <3 Kranksein ist doof, da vermisse ich sie nur...

Montag, 12. November 2012

12 von 12 im November

 
 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei  Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau  hier. Ich fühle mich heute eher so, als würde sich mein Gehirn auflösen und sich mit Hilfe von Extremniesen und in Form von Schleim aus meinem Kopf verabschieden. Nervig. Vielleicht hätte ich einfach im Bett bleiben sollen, aber das mache ich nicht so gerne. Ging dann ja auch.


1. Wobei ich heute morgen im Halbdunkel auf der Arbeit gerne die Escapetaste gedrückt hätte, um mich zurück ins Bett zu beamen....


2. Doch dann gings: Englisch, Deutsch, Gesellschaft. Hurra!


3. Zwischendurch ein kleines Meeting mit dem Kopierer. Der Wert warmer Kopien in der Hand ist bei diesen Temperaturen nicht zu unterschätzen.


4. Das Blau der S-Bahnsitze auf dem Heimweg hat immer etwas sehr Tröstliches.


5. Ebenso die Musik in der S-Bahn. Dieser I-Pod hält mir seit sechs Jahren die Treue, wir sind schon fast symbiotisch.


6. Warme Socken zuhause und eine Gammlerhose: Feierabend!


7. An der wahrhaft explodierenden Schlumbergera erfreut.


8. Die Aussicht auf dem Sofa genossen.


9. Erdmandelkekse geknuspert. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert!


10. Die Rückseite meiner neuen Kuscheldecke bewundert.


11. Mit dem Lieblingsgeschirrtuch mit Dalapferdchen aus Göteborg Geschirr getrocknet.


12. Dope für morgen für mich und meine Kolleginnen eingepackt. Wir sind alle verschnieft. Die Frage ist und bleibt: Wer hat es eingeschleppt?

 Gesundheit! Wahlweise: Gute Besserung!

Sonntag, 11. November 2012

7 Sachen

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


 1. Getaped: Tape reingeworfen und mehrmals umgedreht. "Sad Autumn 2006", das vorletzte Tape, welches ich mischte... schade irgendwie. Leider habe ich keine Tracklist zur Hand und wollte heute nicht mitschreiben. Vielleicht später. Der Tag war übrigens gar nicht traurig, aber die Musik trotzdem so schön.


2. Geschrägbandelt: Tolles Ding dieser Schrägbandformer. Nie wieder verbrannte Fingerspitzen.


3. Genäht: Und zwar endlich den Kuscheldeckenquilt fertig, den ich vor einem Monat begonnen habe. TADÄÄÄÄ: 


Es ist doch immer wieder ein schönes Gefühl ein Großnähprojekt fertiggestellt zu haben. Wie gut, dass hier noch 2309480394 angefangene und ideelle Projekte warten.


4. Getoastet: Mehrfach Brötchen von gestern.


5. Geyogt: Man kann sich beim Yoga so schlecht selbst ablichten. Aber heute mal wieder die Matte eingepackt, ins Studio getragen, 90 Minuten auf Händen und Füßen rumgehampelt und danach wunderbar gefühlt. Irgendwie hat meine Yogapraxis schonmal bessere Zeite gesehen. Früher habe ich täglich geübt, heute bin ich froh, wenn ich es 2-3 Mal in der Woche ins Studio schaffe. Auch heute war es wieder eine total unnötige Diskussion mit dem inneren Schweinehund: "Man, das dauert inklusive Weg jetzt wieder mindestens zwei Stunden. Nähen wäre toller, Laub müsste gefegt werden, Reviews getippt..." Hinterher bin ich aber immer froh, dort gewesen zu sein. Ich vermisse meine Dharmapunx aus dem Rhein-Ruhr-Gebiet. Das war immer sehr motivierend. Warum klappt das hier in Hamburg nicht? Wer Lust hat, kann sich gerne bei mir melden ;)


6. Geteet: Yogitee! Was für ein Klischee! "Unsere Gedanken formen die Welt." Weißte Bescheid.



7. Gezündet: Ein Glitzerteelicht unter der Duftlampe mit Orangenöl. Hmmmmmmmmm.

 An alle Rheinländer ein herzliches "ALAAF!" und viel Spaß in der neuen Session. Trinkt nicht so viel! HAHA! Dem Rest einen guten Start in die neue Woche!

Samstag, 10. November 2012

Eine neue Chance...

 ...verdient auf meinem Speiseplan der Rosenkohl. So dachte ich mir heute, als ich über den Markt schlenderte. Als Kind habe ich ihn verteufelt. Bitter und matschig war er alles andere als ein Hochgenuss. Als ich begann mich selbst zu versorgen, stand er nicht mal im Hinterkopf auf meiner Einkaufsliste. Doch heute lachten mich die dicken Strünke voller kleiner Röschen an und ich überlegte: "Na komm, eine Hand voll, zum Testen." So behandelte ich die Rosenköhlchen nach den Anweisungen der freundlichen Marktfrau, schnitt die Enden kreuzförmig ein, schmiss sie ihn kochendes Salzwasser und danach neben das restliche Kürbispüree von gestern mit Röstzwiebeln und Feldsalat mit Raspelkarotten auf meinen Teller.


Und was muss ich sagen? Das gibt es diesen Winter öfter! Vor allem im Hinblick auf das wunderbare Vitamin B2. Zweite Chancen lohnen doch öfter als man denkt. Lediglich Kohlrabi wird es nur noch auf die rote Liste schaffen. Den probierte ich mehrfach, doch das Kohlrabitrauma aus dem Kindergarten (!!!) sitzt fest. WÄH!

 Zum Nachtisch gab es übrigens mal wieder Apfelstreusel mit mehr als ausreichend Schlag"sahne". 


 Und statt Schnittblumen stellte ich mir diese Woche einen Weihnachtskaktus -auch bekannt als Schlumbergera- auf den Tisch. Wundervoll und hält länger als ein Blumenstrauß.


 Das Leben ist immer so schön, so gut und so lecker wie man es sich macht. In diesem Sinne wünsche ich ein schönes, gutes, leckeres Wochenende!

Freitag, 9. November 2012

Laterne, Laterne


 Ich bin heute in einen Laternenumzug geraten. Am Sonntag ist ja der Tag vom heiligen Martin. Allerdings tun mir die Hamburger Kinder ein bisschen leid. Sie bummelten dort so mit ihren Laternchen mit Elektrobirnchen drin über die vermatschten Straßen und keiner nahm sie ernst. Ich bin bekanntermaßen ein Kind des Rheinlands. Im Rheinland wurde -und wird vermutlich immer noch- nicht Laterne gelaufen, sondern ein Martinsumzug veranstaltet, inklusive "echtem" St. Martin auf großem Schimmel, Blaskapelle, abschließendem Martinsfeuer und Weckmannverteilung. Die ein oder andere Laterne wurde immer Opfer der echten Kerze innen oder vom Regen außen. Das war immer ein großes Fest als man noch nicht wusste, wie man cool sein sollte. Anwohner am Weg schmückten ihre Häuser und nach dem Umzug ging es zum "schnörzen". Wir zogen von Haus zu Haus, sangen mit ordentlich Schmackes Martinslieder und sackten Süßkram ein. Halloween war uns damals noch nicht geläufig. Und hier im hohen Norden? Traurige, frustrierte, wenig enthusiastische Kindergesichter und nur ein leises "Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne" auf den Lippen. Der Rheinländer an sich zieht ja gerne im großen Stil um. Nicht nur an St. Martin. Zur selben Zeit beginnt auch Karneval. Reiter hoch zu Roß, Blaskapelle und mehr Süßkram als Karius und Baktus vertragen, gibt es dann auch. Martinsumzüge sind quasi das Warm-up vor der fünften Jahreszeit. Ein feier- und zuckerwütiges Völkchen eben. Der Hamburger hat die Reeperbahn, aber von einem Laternenumzug über die Reeperbahn rate ich aus pädagogischen Gründen dringend ab. Ich liebe diese Stadt und möchte im Moment nicht im Rheinland leben, doch ein paar herzerwärmende Dinge haben "die da unten" doch. In diesem Sinne:

          De helleje Zinte Mätes
De helleje Zinte Mätes,
Dat wor ne jode Mann,
Hä jov de Kinder Käzje
Un stoch se selver an.
Butz, butz, widder butz,
Dat wor ne jode Mann.
Hier wohnt ein reicher Mann,
Der uns vieles geben kann.
Viel soll er geben,
Lange soll er leben.
Selig soll er sterben,
Das Himmelreich erwerben.
Laß uns nicht so lange, lange stehn,
Denn wir wollen weitergehn,
Weitergehn, weitergehn.

Sonntag, 4. November 2012

7 Sachen

 Ich hatte ganz fabelhaften Besuch am Wochenende und es war wirklich wunderbar! Schade, dass diese Wochenenden immer so schnell vorbei sind...

 Trotz Besuchs oder gerade deswegen heute wieder 7 Sachen. Worum es geht? Darum: Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von frau liebe.


1. Gemörsert: Lavendel für die Muffins.


2. Gedreht: Diese fantastische Teeuhr um.


3. Gepflegt: Die Blumen.


4. Geklebt: Den Staubsauger zusammen. Funktioniert ja noch und eine alte Weisheit besagt: Gaffa hält die Welt zusammen.


5. Gestellt: Bratapfelstreuselkuchen, Zitronen-Lavendelmuffins, Gedeck, Blumen und Kastanien auf den Tisch. Kaffee kam später frisch aus der Espressomaschine dazu.





6. Geblättert: In alten Epochenheften. Wieder was gelernt. Du meine Güte!


7. Gezwängt: Bunte, alte Epochenhefte in simple Stehsammler vom Möbelschweden. 

 In Hamburg war heute verkaufsoffener Sonntag, der damit beworben wurde, dass es noch 50 Tage bis Weihnachten seien. Noch 50 Tage!!! PANIK!!!! Vermutlich haben heute alle ausnahmslos Weihnachtsgeschenke gekauft....

Ich wünsche einen guten Start in die neue Woche.

Donnerstag, 1. November 2012

Husch, husch, ins Körbchen

 Das sagt man ja gerne mal zu Hunden oder Katzen. Aber Körbe kann man ja auch noch für andere Sachen gebrauchen als für den Markteinkauf. Ich mag Körbe. In die kann man schnell alles reinwerfen und einen Eindruck von "aufgeräumt" suggerieren. Darum habe ich einige Körbe hier rumstehen und gebrauche sie für alles Mögliche. Die meisten habe ich vom Trödel. Eine Dusche und sie sind wie neu. Und nun ist Ordnung!

 Da gibt es bei mir...


....den Strickkorb.


.... den Nähkkorb.

 
 ... den Lesestoffkorb.


... den CDs- die- ich- besprechen- sollte- aber- ich- habe- gerade- keine Lust- mich- durch- 90%- Schrott- zu- hören- Korb.


... selbstgeflochtene Körbe aus Schulzeiten.


... und natürlich den Brotkorb, der in seiner Freizeit für Brotbackzutaten missbraucht wird.


Nur der Wäschekorb ist keiner, weil zum durch die Gegend tragen diese Taschen doch einfach praktischer sind.



 Übrigens allen pflanzenfressenden Kolleginnen und Kollegen alles Gute zum Weltvegantag!!!


WEITER SO!!!