Dienstag, 19. April 2016

Krabbeldecke dieweißichnichtwievielte


 Dass sich in meiner Familie Nachwuch ankündigte, habe ich hier ja schonmal vorsichtig angedeutet. Dass der erste Sekretär vom Süßminister es aber so eilig hatte, dass er sechs Wochen als geplant auf die Welt purzelt und das Empfangskomitee nicht drauf vorbereitet war, konnte man ja nicht ahnen. Er hat jedenfalls einen fulminanten Auftritt mit viel Aufregung hingelegt. Die obligatorische Krabbeldecke lag schon lange fertig in meinem Regal.


 Eine recht simple Decke habe ich gezaubert. Für die Oberseite habe ich jede Menge Westfalenstoffe mit unifarbenem kombiniert. Fein im Quadrat.


 Gequiltet wurde sie auch sehr simpel im quadrat. Sollte der Sekretär einen roten Teppich brauchen, kann er die Decke einfach umdrehen. Die Rückseite ist rot.


 Mit dem Maß 115 x 115cm machte diese Decke schon auf den Weg ins Rheinland. Bis zum Krabbeln wird es noch ein bisschen dauern. Bis zu meinem Antrittsbesuch als Onkelin hoffentlich nicht ganz so lange. Und das hier ist dann auch die Androhung dahingehend, dass es demnächst noch mehr Kinderkram hier geben wird. Dieses Stückchen darf heute schon mal in die Dienstagssammlung krabbeln.

Montag, 18. April 2016

Socken für den Süßminister #2


 "Lernen, lernen, popernen", singt HELGE SCHNEIDER so schön. Also lerne ich mal. Sockentabellen lesen zum Beispiel. Für den Süßminister hatte ich kürzlich Socken gestrickt. Mit der Post habe ich sie ihm geschickt. Sie waren wirklich zu lang. Ein erneuter Blick auf die Tabelle mit der Rückmeldung der Süßministermutter und mein Fehler wurde mir klar. Es ist ja auch ein bisschen größenwahnsinnig (im wahrsten Sinne). Da habe ich gerade Socken stricken gelernt und schon fange ich an die Familie zu bestricken...


 In meinem Fundus gab es sogar noch einen Rest echte Wolle. Ich glaube die habe ich gekauft, als ich noch nicht dachte und vegan lebte. Zum Häkeln. Für ein paar kleine Socken hat sie auch noch gereicht. Materialabbau. Und diesmal finde ich die Proportionen auch stimmiger.


 Zwar habe ich gerade erst ein riesiggroßes, gut befülltes Paket ins Rheinland geschickt, da waren die Socken aber noch nicht fertig. Aber man freut sich ja immer über gute Post. Und vielleicht gibt es ja wirklich noch den ein oder anderen frischen Frühlingsmorgen oder diese Socken werden als Haussocken getragen. Und ich habe gelernt. Sockentabelle lesen. Popernen! Nun dürften sie passen. Die Socken natürlich.

Sonntag, 17. April 2016

7 Sachen # 16. 16

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Geworfen: Meine Lieblingsthermoskanne runter. Es ist immer hilfreich, den Tag damit zu beginnen, etwas kaputt zu machen. Allerdings muss ich an dieser Stelle mal kurz feststellen, dass sich die Investition in diesen Designklassiker wirklich gelohnt hat. Jedes verbaute Teil ist einzeln nachkaufbar. Den Glaszylinder habe ich auch schon mal zerschmissen und nachgekauft. Der ist heute zum Glück heile geblieben. Die Gießtülle habe ich schon nachgeordert. Sehr nachhaltig. Ich bin total begeistert. Auch wenn das Kaputtmachen nicht hätte sein müssen.


2. Genäht: Das hat heute gut funktioniert. Ich hatte sogar Sonne im Rücken. Das war ganz wunderbar.


3. Gesortiert: Die Garnrollen neu in die Dose. Da war totales Chaos mit halb abgespultem Garn und alles durcheinander. Mal sehen, wie lange diese Ordnung hält....


4. Gebacken: Kuchen. Das Handrührgerät fungierte heute auch mehr als Schleuder. Der weiteste Kuchenteigtreffer lag drei Meter weiter im Flur. Kein weiterer Kommentar.


5. Gesucht: Einen Schnitt raus. Mal wieder was für mich zaubern. Ging natürlich nicht, ohne aus den Stoffresten direkt was für die Neffen im Rheinland zuzuschneiden. Besser als horten auf jeden Fall.


6. Gefreut: Mich über die Blumen, die ich gestern geschenkt bekam. Ich bekomme ja eher selten Blumen geschenkt, aber wenn dann freue ich mich immer sehr. Das eine bedingt vermutlich das andere und so darf es gerne bleiben.


7. Getankt: Sonne, frische Luft und ein paar Windböen. Kraft für die neue Woche zusammenkratzen. Noch vier Wochen bis zu den nächsten und dreizehn bis zu den ganz großen Ferien. Das ist doch mit das Beste an meinem Job.

Samstag, 16. April 2016

Samstagstee nach der Disco


 Gestern abend kleiner Fund auf dem Weg zur Disco, die unter anderem ich in unregelmäßigen Abständen für behinderte Jugendliche veranstalte. An diesem Zaun jedenfalls ist Fahrräder anstellen verboten. Das gilt aber anscheinend nicht für Steuerräder und Anker. Ach Hamburg. Ich liebe dich.


 Danach haben wir den Saal geschmückt, die Discokugel und Musikanlage angeworfen und haben eine bombastische Party gefeiert.

 
 Spätabends die Reste vom Feste zusammengekehrt und nach einer lange Arbeitswoche nach Hause geschleppt. Einfach umgefallen. Aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen und es war wirklich großartig. Es lohnt sich in dem Fall immer, die Arschbacken zusammenzukneifen und noch ein bisschen durchzuhalten. Die Ermüdung kommt dann meistens erst, wenn es eh vorbei ist.

 
 Darum heute Tee, nach dem Kaffee. Ich war ein wenig dehydriert. Es war eben viel los vergangene Woche. Heute waren Herr Fussel und ich mit lieben Freunden verabredet. Damit es trotzdem ein bisschen gemütlich blieb, habe ich meinen Lieblingskuschelpulli aus dem Schrank gezogen. Auch da hat es sich gelohnt, nicht einfach auf dem Sofa zu versumpfen. Das tut man ja irgendwie doch ziemlich oft. Und die kommende Woche wird dann wieder entspannter. Glaube ich. Ich rutsche jetzt nochmal schnell bei Andrea vorbei und schaue, was andere so zum Samstag zu erzählen haben.

Freitag, 15. April 2016

Ein Stillshirtversuch


 Kurze "witzige" Anekdote, bevor ich etwas zu diesem Shirt erzähle: Seit ich vor einigen Jahren mal einen Stillschal nähte und diesen hier verbloggte, ist er der meistgeklickteste Beitrag in meinem Blog. Jede Woche, dauerhaft. Ausgerechnet der Stillschal Stillschal Stillschal Stillschal (Hallo Suchmaschine). Den Stillschal hatte ich jedenfalls für meine Schwägerin genäht, als der Süßminister kam. Der Schal wurde für schön aber unpraktisch befunden, da das Kind nur kurz die Größe hatte, dass er optimal reinpasste. Eine größenverstellbare Variante wollte ich mir aber nicht ausdenken. Als sich der kleine Bruder vom Süßminister ankündigte, hat sich die Schwägerin Stillshirts von mir gewünscht. Die Herausforderung habe ich gerne angenommen. Heute zeige ich das Probestück.


 Genäht habe ich das Shirt nach der Anleitung von Herzekleid. Ein passendes altes Shirt der Schwägerin hatte ich zum Vergleich hier. Meine Demonstrationshenriette ist leider etwas groß. Das Shirt hat eigentlich Größe XS. Am kompliziertesten fand ich den Saum am Hals. Da man alle Schnittteile einzeln säumen musste, ist es furchtbar schief geworden.


 Meine Modellpuppe hält hier gerne mal die nippellose Brust aus der Stillöffnung. Aufmachen geht auf jeden Fall.


 Wenn man das Shirt hochzieht kann man die Unterschicht gut sehen.


 Ich bin keine Meckertante, was meine Nähkünste angeht. Selbstgemachte Dinge haben nunmal Ecken und Kanten, wenn das Herzchen bei der Arbeit vor Freude hüpfte. Dieses Shirt ist allerdings so schief und krumm, dass es mir wirklich etwas peinlich ist. Mein Herzchen hüpfte beim Nähen allerdings einige Male, weil der erste Sekretär vom Süßminister vergangenen Freitag meinte, man könne auch einfach mal sechs Wochen zu früh den Dienst antreten. Am Morgen nach seiner Geburt hechelte ich dieses Stück durch die Maschine. Vielleicht deshalb. Allen Beteiligten geht es gut und demnächst gibt es hier wieder ganz viel Kinderkram. Ich habe das Stillshirt erstmal zur Anprobe verschickt. Dazu habe ich meine Schwuppdiwuppjacke gepackt, da sie leider nach dem zweiten Waschen an den Ärmeln für mich zu eng wurde. Zum Stillen für die kleinere Schwägerin eignet sie sich aber bestimmt super, nachdem ich den Rücken etwas zusammengenäht habe. Die nächsten Stillshirts werden dann aus durchgefärbtem Stoff und ordentlicher gearbeitet. Und nun warte ich mal darauf, ob dieser Beitrag ein ähnlicher Dauerbrenner wie der Stillschal wird. Und das von einer Frau, die gar keine eigenen Kinder will bzw. mit Babys nur sehr wenig anfangen kann. Stillen Stillen Stillen. Ich gehe ein bisschen kichern und mich über das neue Familienmitglied freuen.

Donnerstag, 14. April 2016

Ein bisschen Waldorfkindergarten


 Ich mag es ja, mit verschiedenen Materialien zu experimentieren und zu sehen, was man mit der Nähmaschine alles anstellen kann, außer Stoff zu nähen. Papier hatte ich ja schon. Mit Seilen nähen wollte ich schon lange mal ausprobieren.


 Seit ich mal Baumwollseil im Netz gesucht habe, bekomme ich ständig Werbung für Bondagezubehör bei den einschlägig bekannten Internetkaufhäusern vorgeschlagen. Ach Algorythmen kennen mich so gut. Nicht. Eigentlich wollte ich gewebtes Baumwollseil verwenden, die gedrehte Sisal- Wäscheleine aus dem Drogeriemarkt erschien mir für ein Experiment aber vollkommen ausreichend.


 Also los: Nähmaschine, farbig passendes Garn, Zickzackstich und dann ein bisschen im Kreis drehen. Der Anfang war etwas kniffelig, aber mit ein bisschen Hin- und Hernähen hielt es schließlich doch. Ebenfalls kniffelig war auch die erste Biegung vom Boden zum Rand. Ich habe das Seil einfach eine Runde auf den Boden drauf- statt drangenäht und den ganzen Spaß dann auf die Seite gelegt.


 Das Sisal hat ein bisschen gekrümelt, aber wozu hat die liebe Göttin den Staubsauger erfunden? Wo genäht wird, fliegen eben Fasern. Man darf bei der ganzen Sache den Garnverbrauch allerdings nicht unterschätzen. Ich habe glaube ich viermal die Unterfadenspule nachfüllen müssen. Bzw. spule ich immer vorher mehrere auf Vorrat, so dass ich nicht jedes Mal umfädeln muss, wenn die Spule leer ist.


 Für einen Prototypen ist das gute Stück ziemlich gut geworden finde ich. Vermutlich wird es auch nicht der letzte bleiben. Steht wie eine eins und wird demnächst für den Transport von Material zum Sofa dienen.


 Und ein bisschen erinnert er mich an Waldorfkindergarten, oder? Fehlen nur Kastanien oder Steine oder kleine Aststücke oder Seidentücher oder Wachsblöcke zum Reinsortieren. Nein, ich habe kein Trauma. Mein neuer Waldorfkindergartenkorb darf heute noch in die Donnerstagssammlung. Seinen Namen tanzen oder so.

Dienstag, 12. April 2016

12 von 12 im April 2016

 Heute ist der 12te also gibt es heute wieder 12 von 12. Worum es dabei geht, könnt ihr bei  Caro von Draußen nur Kännchen! nachlesen und zwar genau hier


1. Fliesen morgens um 6h an den U-Bahnhaltestellenwänden.


2. Weiter ging es mit der Fleischwurstbahn. Welcher Innengestaltungsmensch auch immer das (v)erbrochen hat.


3. Der Dienstag ist in diesem Halbjahr mein Lieblingsschultag, weil kurz. Zumindest was die Unterrichtszeit betrifft.


4. Nach der Schule nach Hause. Welch Farbkombi: Grau, blau, gelb. Voll trendy und so. Die Kippe ist nicht von mir. Es ist schwer in Hamburg ein Straßenbodenbild zu machen, ohne Kippe drauf.


5. Auf der Fahrt nach Hause war dann der Handyakku alle. Also ohne Bild zur Physiotherapie. Zu faul zum Kochen gewesen, darum danach was zum Mitnehmen geholt. Gibt es bei mir nur selten, weil wegen Müll und so. Essen dann auf dem Balkon, während die Sonne um die Ecke wanderte.


6. Handy aufgeladen und mindestens drölf Mal die heutige Sprachnachricht vom Süßminister und meinem Bruder gehört. Seelensüßigkeit, aber sowas von.


7. Auf dem Couchtisch blühen die Monsterfreilandtulpen aus Vierlanden.


8. Ein bisschen gearbeitet und danach bergeweise Zeug hübsch verpackt.


9. Immerhin drei Pakete. Ich habe es sogar geschafft, sie noch zur Post zu bringen. Es sind noch nicht diese Nettigkeiten. Das ist Post für die Liebsten im Rheinland.


10. Wo wir neulich mal beim Thema Klobilder auf dem Blog waren: Der wunderbare Kalender vom Illumat verriet mir, dass heute auch Tag des Kosmonauten ist. Jaja. Immer was Erheiterndes auf dem stillen Örtchen.


11. Weil wegen so einem wunderbaren kurzen Arbeitstag, hatte ich sogar noch Zeit um Dreck mit Sisal zu machen. Sauberkeit ist vollkommen überbewertet.


12. Da sich ein kleiner Kopfschmerz anschlich, dachte ich, ich könnte den Rest des Abends auf dem Sofa verbringen. Gerade rief aber die Buchhandlung meines Vertrauens an und teilte mir mit, dass sie doch noch ein Ticket für die Lesung von Benedict Wells heute hätten. Da greife ich doch gerne zur Tablette und bewege meinen Hintern heute noch vor die Tür. Yay! 
Übrigens ist noch ein Lostopf offen, springt doch mal rüber. Und ich schaue jetzt mal, was der Rest der 12er- Bande heute so gemacht hat.