Dienstag, 22. Dezember 2015

Der gestreifte Fridolin


 Hallo? Darf ich rauskommen? Ist die Luft rein? Sind nur noch Menschen da, die einen kleinen Spaß verstehen? Ja? Okay.


 Hallo, mein Name ist Fridolin, der gestreifte Fridolin. Ich bin wunderschön, oder? Diese blauen und türkise Streifen stehen mir so ausgezeichnet. Von wegen nur Längsstreifen würden schlank machen. Püh!


 Eigentlich sollte ich mal eine Socke für Frau Jule werden. Gestrickt auf unzähligen Konferenzen. Voller Stolz vollendet und dann bei der Anprobe: Zu kurz. Zum Glück saß eines Abends eine gute Fee Antje auf Frau Jules Sofa. Sie hatte die Idee mir ein anderes Leben einzuhauchen. Meine wundervollen Augen und diese feinen Haare hat mir dann Frau Jule verpasst.


 Wenn ich laut schreie, dann sieht man auch meine rote Zunge. Ein bisschen lispele ich. Das muss so.


 Am liebsten düse ich schwungvoll durch die Gegend und spiele mit kleinen Süßministern. Aber auch ohne kleine Menschen fühle ich mich bei Frau Jule pudelwohl.


 Und wenn es nichts zu tun gibt, liege ich gerne faul zusammengerollt auf dem Sofa herum. Und weil ich so wunderhübsch bin, darf ich heute auch nochmal bei der Dienstagssammlung auftreten. Von wegen, niemand mag Socken zu Weihnachten.

Sonntag, 20. Dezember 2015

7 Sachen # 49. 15

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe. Gesammelt werden die Sieben jeden Sonntag bei Anita.


1. Gezündet: Einen improvisierten Adventskranz an. Wenn der Süßminister im Hause ist, MÜSSEN am heutigen Tage vier Kerzen brennen.


2. Geserviert: "Milch". Mit Schaum.


3. Geflötet: Es war Musik gewünscht, also haben der Bruder und ich mal wieder ein bisschen musiziert. Ich bin ein bisschen aus der Übung, aber es ging. Tenorblockflöte, das Punkinstrument schlechthin. Weiß man ja.


4. Gefahren: Schiff. Musste auch sein. Wer hohen Besuch in Hamburg hat, muss natürlich Schiff fahren gehen. Mir ist dabei aufgefallen, dass ich das viel öfter machen sollte. Es ist so schön, einfach mit der Linie 62 durch die Gegend zu schaukeln.


5. Gegabelt: Mittagessen.


6. Gestaunt: Über das Zeug, was die Hamburger Menschen so an den Straßenrand stellen. Wir haben ihn stehen gelassen, diesen französischen Zigarettenautomaten.


7. Getattoowiert: Den Süßminister. Es musste natürlich die Feuerwehr sein. Und wir hätten direkt den ganzen Bogen draufballern können. Ein paar haben wir aber aufgehoben.

 Ein bisschen ist der Besuch noch da. Morgen haben wir wieder Großes vor. Mal sehen, was dann kommt. An Weihnachten wird auf jeden Fall geschlafen. Hach! Habt es gut.

Samstag, 19. Dezember 2015

Samstagskaffee mit Geschenkpapier


 Es gibt einen Gott und er hat die Ferien erfunden. Gestern war der letzte Schultag für dieses Jahr und ich habe ihn mehr durchkrebst, als alles andere. Jetzt habe ich Kopfschmerzen, aber ich merkte schon gestern Abend, wie sich eine milde Ruhe über mich legte. Herrlich! Und: Endlich! Die ersten Noten für die Halbjahreszeugnisse sind abgegeben, ich habe wahrhaftig KEINE Arbeit mit in die Ferien nehmen müssen. Welch großartige Aussichten. Zeit für mich, die Lieben, Schlaf, gutes Essen und RUHE. Das wird fabelhaft! Heute kommt für ein paar Tage Besuch. Ich freue mich auf sie. Morgens habe ich schnell noch ein paar Geschenke eingepackt, denn wir werden die Bescherung auf den 4. Advent vorziehen.


 Am Ende der Einpackaktion und des Kaffees stand ein improvisierter Weihnachtssack aus einem alten Kopfkissenbezug, der sehr gut gefüllt ist mit allerlei Schönem. Jetzt werde ich die Wohnung noch versuchen notdüftig ein wenig auf Vordermann zu bringen und dann geht es los. Ich hoffe ihr habt es auch bald in die entspannte Zeit geschafft. Diese Kaffeetasse wandert nun rüber zu Andrea. Macht es euch gemütlich!

Freitag, 18. Dezember 2015

Waschsalon mit Stil


 Ich gehe da ja sonst immer nur dran vorbei. Dieser unfassbar stylische Waschsalon befindet sich einfach zu weit von meiner Dreckswäsche entfernt. Mitten in St. Pauli. Neulich hatte ich nach einem Konzert mal die Kamera dabei. Der Laden war schon zu. Ich habe durch die Fensterscheiben fotografiert, während hinter mir schon der samstagabendliche Kiezwahnsinn in den Startlöchern stand.


 Die Tapete ist der Knaller und so nächtlich menschenleer hatte dieser Laden auch etwas. Sonst mag ich da nie Fotos machen, weil immer irgendwelche Menschen den Laden nutzen wozu er eben da ist: Dreckige Wäsche sauberwaschen. Und Unbeteiligte mag ich nicht fotografieren.


 So bleibt es beim Blick durch die nächtlichen Fensterscheiben. Hier wird St. Pauli saubergewaschen.Und ich werde mir heute die schnellen Schuhe anziehen. Letzter Schultag in diesem Jahr. Danach renne ich ganz schnell in die Ferien. Haltet durch!

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Nadel- und Garntäschchen für mich


 Heute ein kleiner Nachtrag zum Nadelkissentausch von Mila. Ich hatte ihr ein Nadel- und Garnaufbewahrungstäschchen gefertigt. Bevor ich mein Tauschobjekt fertigte, hatte ich ein Probestück angefangen. Ich war mir mit der Stickerei einfach nicht ganz sicher. Dieses Probestück wurde nicht sofort ganz fertig, da ich zwischenzeitlich etwas in Zeitnot geriet und fand, dass ich die Stickerei doch drauf hatte.


 Lange lag die äußere Schicht in meinem Handarbeitskorb und wartete auf die endgültige Fertigstellung. Es hat etwas gedauert, aber nun ist es fertig. 


 Grundsätzlich ist dieses Täschchen ein wenig größer als das, welches ich Mila geschickt hatte. Innen sieht es fast genauso aus. Der einzige Unterschied ist, dass ich an der Nadelaufbewahrung doch zum Samtband gegriffen habe. Hauptsächlich darum, weil das rote Schrägband ausgegangen war.


 Ich freue mich sehr, dass ich auch ein solches Nadeltäschchen für zum Mitnehmen habe. Es wird auf jeden Fall Stammgast in meiner Nadelkänzchentasche. Und gestickt wird bald auch öfter. Und weil dieses Schätzchen nur für mich ist, darf es heute in die Donnerstagssammlung.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Eisbärset für den Süßminister


 Meine Schwägerin und ich waren bei meinem letzten Besuch bei der Familie zusammen auf dem Tuchmarkt. Bereits bevor wir uns ins Getümmel warfen, hatte ich angeboten, dass sie Stoff kaufen könne, aus dem ich für ihren Sohn etwas zaubern würde. Ziemlich stilsicher griff sie nach diesem wundervollen Eisbärstoff. Wunderbar weich und dann auch noch aus Biobaumwolle. Ganz großspurig meinte ich, dass ich aus einem Meter davon locker eine Hose und ein Oberteil zaubern könne. Knapp verschätzt. Was liegt der Stoff aber auch nur 1,20m breit? Tz!


 Es wurde dann eben doch nur ein Oberteil. Im klassischen Schnitt. Ich finde es wundervoll. Wären die Eisbären ein bisschen größer, hätte ich auch gerne etwas daraus gehabt.


 Wobei ich ein bisschen am Zweifeln bin, ob das wirklich Eisbären sind. Reiten Vögel auch auf Eisbären? Gibt es am Nordpol solche Vögel? Vermutlich ist da eher die Bärenfarbe die Mutter des Eisbärengedanken...


 Für eine Hose hat es nicht gereicht. Aber aus den Resten konnte ich immerhin noch eine Mütze und eine Halssocke zaubern. Ich bin gespannt, wie das alles ankommt. Heute dürfen die Bären nochmal rüber in die Dienstagssammlung und zu den Made4Boys. Und wegen mir dürfen mir die Eltern gerne mal öfter ein Stöffchen in die Hand drücken. Finden glaube ich alle Seiten gut.

Montag, 14. Dezember 2015

Kampfhandschuhe


 Aus Gründen sind derzeit weder Frau Postriot noch der Winter in Hamburg anwesend. Das ist in letzterm Fall sehr schade, denn so habe ich gar keine Gelegenheit diese wundervollen Handschuhe zu tragen. Heute kommt der Kreativanteil in diesem Beitrag nicht von mir, sondern von Frau Postriot.


 Frau Postriot ist ja meine großartigste Lehrerin, wenn es um Sachen mit Häkeln und Stricken geht. Irgendwann hatte ich dieses Strickmuster im Netz gefunden und es ihr so spaßeshalber geschickt. Ich durfte danach Zeugin werden, wie sie mal kurz die Fassung verlor. Ein bisschen habe ich gebettelt und sie hat auch für mich die Nadeln klappern lassen. Denn so weit, dass ich das hätte stricken können, bin ich noch lange nicht. Keine Tierwolle versteht sich. Auf so etwas kann man ja achten. Zur Smbolik muss ich glaube ich nichts sagen.


 Liebe Frau Postriot: Ich dankedankedanke dir! Ich bin so verliebt! Jetzt braucht es nur noch ein bisschen mehr Winter. Vielleicht sollte ich auch einfach nach Nordschweden fahren. Nur zum Handschuhe testen natürlich. So behält man doch gerne warme Hände. Zum Kämpfen. Und vielleicht kann ich ja auch bald sowas stricken. Den Ansporn habe ich jedenfalls.