Mittwoch, 4. Juni 2014

Immergut 2014: (Nicht nur) Die Höhen vom Freitag

 Letztes Wochenende verbrachte ich, wie schon erwähnt auf dem wundervollen immergut Festival in Neustrelitz. Gut, der Bericht ist noch nicht fertig, aber ich mag schonmal ein paar Bilder zeigen, damit habe ich angefangen, um mich in die richtige Schreiblaune zu bringen. Ich habe nicht alle Bands und Autoren abgelichtet, darum habe ich eine kleine Auswahl getroffen.


 PAUL BOKOWSKI eröffnete das Festival mit einer Lesung, die im Liegen eingenommen, die Bauchmuskulatur sehr gut lockerte.

 
 Genau der richtige Einstieg, um langsam anzukommen und warm zu werden.
 Nach einer kleinen ruhigeren musikalischen Einlage, betraten alte Bekannte die Bühne.


 TIERE STREICHELN MENSCHEN sind schon fast Stammgäste auf dem Immergut und haben auch dieses Jahr wieder bestens unterhalten. Dieses Mal zur Chancenverbesserung beim weiblichen Publikum teilweise in Verkleidung.
 Musikalisch gab es später bei feinstem Sonnenschhein mit ALL THE LUCK IN THE WORLD, bekannt aus Funk und Fernsehen und zum gemütlichen Einstieg genau das Richtige.






 Das erste Strahlelicht waren FEINE SAHNE FISCHFILET, die bewiesen, dass das Immergut nicht nur zuckersüßen Indie kann:


 Leider habe ich die nicht aus dem Fotograben ablichten können, da der im Zelt eh schon knapp bemessen war und die Securitys Angst hatten, dass sie eine Menge zu tun bekommen und ihn somit für sich brauchen könnten.


 Es wurde auch ordentlich getanzt.


 Doch für die Securitys blieb es offensichtlich friedlich. Ein bisschen wollten sie den Fotograben vielleicht doch für sich- hehe. Es sei ihnen gegönnt.


 Mein lieber Kumpel aus dem Fotograben hat da von hinten filmen können. Einen kleinen Einblick in dieses feine (SAHNE FISCHFILET) Konzert könnt ihr hier gewinnen.
Das war schonmal ein großartiger Einstieg und es war nicht klar, was da noch kommen sollte. JUDITH HOLOFERNES jedenfalls lieferte eine schöne, aber nicht berauschende Show ab.



 Der Mantel war definitiv ein wenig abgefahren.



 Ein Duett mit dem Sänger von BONAPARTE gab es auch.

Zum Abschluss des Tages gab es dann eben noch jene BONAPARTE. Ich hatte sie noch nie live gesehen, als sie das letzte Mal auf dem Immergut waren, war ich nicht da. Alle schwärmten immer von deren unglaublichen Shows. Ich fand es dann allerdings weniger berauschend. Darum höre ich dann auch hier auf. Die Highlights vom Samstag gibt es dann morgen. Und da waren so einige dabei.
 Mehr Bilder zu den hier gezeigten Bands wird es bald auf allschools.de geben, ich werde die Galerien dann nachträglich verlinken.

Dienstag, 3. Juni 2014

Immergut 2014 Impressionen

 Bevor ich anfange, über Bands und Musik und so zu schreiben und zu bildern, steige ich heute mal mit allgemeinen Eindrücken vom jetzt schon schönsten Festival des Jahres ein. Denn das war es: Perfekt! Normalerweise habe ich immer Heimweh, sobald ich in Hamburg den Zug auch nur besteige, egal wohin. Das hatte ich bevor ich nach Hamburg zog nie. Doch das Immergut Festival hat dafür gesorgt, dass ich eigentlich gar nicht so richtig nach hause wollte. Vermutlich das beste Anzeichen dafür, dass ich mich dort wirklich wohl fühlte. Auch dieses Jahr wieder- immerhin für mich zum siebten Mal. Erklärung in Bildern:


 Da ich Donnerstag schon angereist war, um das Konzert im Theater noch mitzunehmen, konnte ich Freitag vorm Start des eigentlichen Festivals noch ein bisschen durch Neustrelitz streifen.


 Ich möchte hier keine Klischees schüren, doch irgendwie mag ich diese alten Fassaden. Sie erzählen Geschichten.


 Direkt am Wasser sieht es auch schon neuer aus.


 Mit dem wunderbaren alten Zug ging es nachmittags aus der Stadt aufs Festivalgelände. Betrieben von den ehrenamtlich arbeitenden Freunden dieses wunderbar roten Relikts.


 Mit Kind und Kegel durchs Grüne. Für alle ein Erlebnis. Jedes Jahr wieder.


 Herzlich willkommen!


 Die Kamera bekam ihren eigenen Pionierausweis.


 Der Kiosk war neu. Vermutlich auch praktisch.


 Die Zeltplatzstraßen halfen bei der Orientierung. Und diesen Himmel gab es das ganze Wochenende! Abends lösten die Sterne die Sonne ab.


 Und dann ging es rein- Hurra!


 Die Kunz waren dieses Jahr getreu dem Motto unter anderem zwei Ausgucke (Ausgucks?), die mit einem Dosentelefon verbunden waren.


 Zum Fest durften Wimpelketten natürlich nicht fehlen.


 Bühnendekoration ebenso.


 Und ja nicht das Motto vergessen: Auszeitpioniere.


 Nachts mit Beleuchtung.


 Auch am Baum.


 Von diesem Baum aus kann man auch jedes Jahr aufs Neue die Lesungen und Konzerte auf der kleinen Bühne am Birkenhain verfolgen.


 Recorderkunz gab es auch.


 Das Publikum brachte Luftballons.


 Und Pferdchen durften in die erste Reihe. Irgendwie habe ich einen Hottehühtrip gerade.


 Konfetti gab es natürlich auch.


 Und Blumen im Haar. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass das diesjährige Motto im Gegensatz zu den letzten Jahren verkleidungstechnisch nicht so sehr einschlug. Es waren nur vereinzelt PionierInnen unterwegs. War aber nicht schlimm, die BersucherInnen sind jedes Jahr fein anzusehen.


 Dafür konnte man eine PionierInnenprüfung ablegen. Hier: Rucksack aus Hose bauen. Es gab dafür Abzeichen. Meisterpionier bei bestandener Festivalsurvivalprüfung, Umweltpionier für vollen Müllbeutel, Partypionier für ausdauerndes Feiern und den Kulturpionier, wenn man schon am Donnerstag im Theater war.
 So war es wieder einmal wundervoll, wundervoll. Entspanntes Publikum, mehr als ein Highlight pro Tag auf der Bühne, perfektes Wetter und dieser unverwechselbare Hang dazu, dass ein Festival nicht alleine daraus besteht, ein paar Bühnen aufzubauen und Bands draufzustellen. Die Ästhetik die ein Festival haben kann, soll erstmal jemand so gut hinbekommen, wie es die MacherInnen des Immergut nun schon zum 15ten (!!!) Mal hinbekommen haben. Danke dafür! Ich freue mich aufs nächste Jahr!
 Demnächst dann ein paar Bandfotos.

Montag, 2. Juni 2014

Mailiteratur

  Die Bahn ist morgens mein Lesesessel. So lese ich mich auf den Weg zur Arbeit und auch zurück. Darum am Ende des Monats nun (wenn ich es schaffe) eine kurze bibliothekarische Rückschau auf die Bücher in meinen Händen, vor meiner Nase, durch meine Augen, in meinen Kopf.
 Dieses Mal etwas verspätet, da ich am Wochenende was Tolles vorhatte und es nicht geschafft habe, "vorzubloggen". Aber vorenthalten möchte ich die Bücher des letzten Monats niemandem.


 Mal wieder Özdogan wie ich ihn immer schon so sehr geliebt habe. Diesmal mit Rezensionen fiktiver Alben von fiktiven Bands. Man möchte dennoch sofort losstürmen und den ein oder anderen Titel hören. Doch da gibt es nichts zu hören, "nur" zu lesen. Selim aber baut Klang mit Buchstaben die zu Worten werden. Leider können sie nicht klingen. Aber dennoch sind es Zeilen voller Verständnis, unzählige Seiten mit Eselsohren markiert als wäre dort das Mittel gegen das Hadern versteckt. Ebenso der poetische Teil über Klang, Worte, Schreiben und Musik. Man möchte singen statt zu sprechen.


 Ein Kauf wegen dieser Klappengestaltung. Wundervolle Farben. Und eine wunderbare Geschichte vom Aufstieg und Fall vierer Freunde. Vom alleine Fallen und sich gegenseitig aufhelfen, von Träumen und natürlich von Freundschaft, vom Loslassen ohne die Wohnungstür abzuschließen. Voller Traurigkeit und Vertrauen, von den guten Zeiten, die nunmal selten funktionieren, wenn man alleine ist.


 Wie kam Anne Kaffeekanne eigentlich wirklich herum? Was passierte zwischen den Strophen dieses sehr bekannten Kinderliedes? Jetzt kann man es erfahren. Kurzweilige Geschichte, die aber defintiv für alle Fredrik Vahle Fans etwas ist. (Meiner Meinung ja einer der besten Kinderliedermacher aller Zeiten)


 Schöne realistisch erschütternde Geschichte über zwei Brüder. Einer mit einem gewissen Extra. Dieses Buch erzählt über das "Anderssein" in der vermeintlich normalen Welt. Zu Recht mit dem Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Unbedingt zu empfehlen! Wo ich hier doch gerade erst zum Thema Inklusion etwas erzählt hatte.


 Ein Paar geht zu Ende, will das nicht wahrhaben, bis einer von beiden eben nicht mehr kann. Es könnte die traurige Geschichte vom Ende einer Beziehung sein, doch ganz bitter muss es ja nicht immer ausgehen. So gibt es am Ende eine wahre Heldentat. Helmut Krausser hat so eine wundervoll echte Sprache. Eine Freude das zu lesen.


 Aus der Kiste mit den Mängelexemplaren (haha). Mit dem ersten Buch tat ich mich schwer und habe es angelesen wieder weggestellt. Dieses Mal kam ich irgendwie durch. Nichts Hochtrabendes. Eine Beziehung geht zu Ende, dieses Mal weil Frau erschreckend hysterisch wird. Ich kann so was nicht nachvollziehen und verstehen noch weniger. Da tut es mir eher für die Hysterische als für den verlassenen Kerl leid und ich mag kein Mitleid.

Sonntag, 1. Juni 2014

7 Sachen # 22.14

 Immer wieder Sonntags... 7 Bilder von Sachen, für die ich an diesem Tag meine Hände gebraucht habe. Ob für 5 Minuten oder 5 Stunden ist unwichtig. Nach einer Idee von Frau Liebe.


1. Getragen: Zeug zum Bahnhof in Neustrelitz.


2. Gestanden: Gastauftritt Füße im gelben Quadrat auf Gleis 3 in Rostock.


3. Geknuspert: Kekse.


4. Geblättert: Seiten um. Ich hatte laaaaange Umsteigezeit in Rostock.


5. Gepackt: Aus. Nicht das Bändchen abgeschnitten dieses Jahr. Es fiel mir gestern abend von alleine vom Handgelenk... Schade. Ich werte das nicht als Omen. Es war ganz zauberhaft dieses Jahr! Mal wieder! Die Begeisterung wird sich noch in dem ein oder anderen fotografischen Beitrag hier und meinem Bericht für allschools.de niederschlagen. Ich habe fast 1000 Fotos gemacht, ein paar davon sind auch was geworden- haha!


6. Gelegt: Norweger auf oder ein, oder was auch immer. Noch ein bisschen in schönen Erinnerungen schwelgen.


7. Gewickelt: Nach dem Bad in die Decke auf dem Sofa. Da bewege ich mich heute nicht mehr weg.

 Habt eine gute Woche!
 Mehr 7 Sachen gibt es wie jeden Sonntag bei Anita.