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Mittwoch, 16. Juni 2021

Flotte Handyschoner

 

 Handyhüllen. Flottes Projekt. Dieses Mal habe ich mir gleich drei auf einen Schlag genäht. Eine verlege ich immer. Immer!!! Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich die neuen drei irgendwo verbuddelt habe...


  Es braucht auch gar nicht viel. Ein Sweat- oder Jerseyreste und ein bisschen breiteres Gummiband. Ein gutes Resteprojekt.


  Der Schnitt wird auch immer verbummelt. Aber es ist schnell gemacht. Handyumfang plus eine Umklapplasche, fertig. Einmal die Seitennaht geschlossen, dann das einmal mittig falten, Gummiband einlegen, Bodennaht schließen. Die Oberkante kettele ich nur einmal grob ab. Passt.


  Handy reinschieben, Klappe umklappen (höhö), Gummiband drumziehen, fertig. Ein bisschen elastisch, je dicker der Sewat, desto besser gepolstert. Meinen Taschentelefonen ist noch nie was passiert. Klingeling!


Dienstag, 23. Januar 2018

Propagandastickeralbum zur Schädlingsbekämpfung


 In meinem Flur gibt es jetzt eine kleine Propagandazentrale zur Schädlingsbekämpfung. Endlich einen Ort, an dem ich die Propagandaaufkleber aufbewahren kann und nicht ständig vergesse, neue in die Tasche zu packen. Direkt neben der Wohnungstür. Natürlich alles selbstgemacht. Wie? so:


 Supersimpel sind die Grundzutaten. Graupappe, Mausefallen, Kleber in allen erdenklichen Variationen. Statt Mausefallen gehen natürlich auch Wäscheklammern, aber das wäre ja nicht so lustig. Außerdem geht es ja um Schädlingsbekämpfung. Zu nichts anderem sollte man diese Fallen nutzen.


 Mit Hilfe des Sprühklebers habe ich die Graupappe mit weißem Papier bespannt. Die Mausefallen habe ich anschließend mit der Heißklebepistole draufgeklebt. Hält super!


  Die Propagandaüberschrift nochmals auf Tonpapier gekritzelt, auschneiden, aufkleben, Aufhängung anbringen, fertig.


 Ich bin ja der festen Überzeugung, dass solche Klebedinger den ein oder anderen Menschen auf den Straßen mal gedanklich stolpern lassen. Das kann ja sehr hilfreich sein.


 Den höchsten Verbrauch habe ich immer an Nazipropagandaüberklebeaufklebern. Da kann mensch selbst in Hamburg niemals genug in der Tasche mit sich rumschleifen. Erschreckend bisweilen. Solange ich die noch brauche, klebe ich auch gerne noch alle anderen Botschaften in der Landschaft rum. Mein neues Lieblingsmotiv ist der Antifant, der den Faschismus wegrüsselt. Denn Faschismus ist ja so ungefähr das Hauptproblem. Kapitalismus natürlich auch, ähm ja. 


 Mit den Lieblingsmenschen bin ich da auch immer in freudigem Austausch, was diese Aufkleber angeht. Ist wie in der Grundschule auf dem Schulhof, nur dass wir halt keine Stickeralben mehr haben. Wahlweise ist das hier mein neues Stickeralbum aber cool bis zum Anschlag. Ist ja alles ganz harmlos. Mir fehlen irgendwie noch so ein paar Proinklusionsaufkleber. Das ist ja so nen Ding in der "Szene", das mir echt fehlt. Aber mal wieder politisch gehandarbeitet, Politik in meinen privaten(!!!) vier Wänden undsoweiterundsofort. Geht in die Politisierungssammlung. Öfter mal eine kleben. Vor allem den Schädlingen, die uns an Solidarität, Freiheit und die schönen Dinge des Lebens wollen. Einige der Aufkleber stammen mal wieder von den fabelhaften Menschen von roots of compassion. Die bezahlen mich nicht dafür, dass ich das hier erwähne, ich finde die einfach so knorke. Von Propagandafalle möchte ich hier nichts hören. Heute noch in der Dienstagssammlung.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Ich weiß, wie man Feuer macht


  Du weißt nicht wie man Feuer macht? Ernsthaft? Püh! Da kann ich ja nur lachen. Ich weiß, wie man Feuer macht. Jahrelanges Training bei den Pfadfindenden. Bei jedem Wetter bekomme ich ein Feuer an. Und jedes Mal, wenn Nichtpfadfindende versuchen, ein Feuer in Gang zu bekommen, rollen sich mir die Fußnägel hoch. Da wird Papier angezündet, Grillanzünder, flüssiger Brandbeschleuniger verwendet und weiß der Geier was noch. Zuletzt erlebt auf meiner Wanderung auf dem Vasaloppsleden. Dumm und gefährlich. Macht man nicht. Dabei ist Feuer machen doch so einfach. Und damit alle anderen das jetzt auch mal können, mache ich euch heute mal ein bisschen den Rüdiger Nehberg. Funktioniert an offenen Feuerplätzen und im Kamin. Vorneweg schicke ich natürlich, dass Feuer nur auf ausgewiesenen Feuerplätzen gemacht wird. Wild Lagerfeuern ist in Deutschland schlimm verboten! Das Feuer niemals unbeaufsichtig lassen! Bei zu großer Trockenheit macht man natürlich kein Feuer im Wald oder sonstwo! Für Waldbrände egal wo übernehme ich keine Verantwortung. Übernehmt selbst Verantwortung! Gefälligst!


 Gute Vorbereitung ist alles. Alles Holz was benötigt wird, sammelt man am Besten, bevor man das Feuer anzündet. Wenn es mal brennt, will man nur noch im zauberhaften Feuerschein sitzen und genießen und nicht für Nachschub sorgen. Wie man auf dem Bild sehen kann, hilft es, Holz in verschiedenen Stärken zu sammeln. Man braucht auch nicht unbedingt Säge und Spaltaxt. Im letzten Schwedenurlaub mit dem Fussel hatten wir beides nicht zu Hand, aber im Wald lag genug Holz rum. Nehmt totes, trockenes Holz. Sammelt am Boden. Frisches Holz brennt nicht. Noch ein kleiner Trick 17: Laubholz brennt heißer als Nadelholz. Ist hilfreich, wenn man kochen möchte. Außerdem hat Laubholz den Vorteil, dass es im Feuer nicht "aufplatzt" und Funken durch die Gegend fliegen und unschöne Löcher in Klamotten brennen. Wer natürlich ein richtig schön knackendes Feuer haben will, greift zu Nadelholz. Hat was mit der Holzstruktur zu tun, aber das würde hier und jetzt den Rahmen sprengen.


 Echte Pfandfindende schaffen es ein Feuer mit nur einem Streichholz anzuzünden. Das ist tendentiell super, doch manchmal sind die Dinger auch echt unpraktisch, weil sie eben durchweichen können, wenn es viel regnet. Feuerzeug tut´s auch.


 Dieses dünne, tote Tannenreisig ist ein super Anzünder. Das kann man an großen Tannen ganz unten einfach abbrechen. Dadurch, dass es im Wald ganz unten aber noch am Baum hängt, ist es auch meistens trocken. Etwa eine Hand voll davon bündeln und dann unten anzünden.  


 Das Bündel so lange fest- und zusammenhalten, bis es gut brennt. Kurz bevor man sich die Finger anbrutzelt, legt  man es vorsichtig auf die Feuerstelle. Passt auf, dass es nicht auseinanderfällt.


 Auf das brennende Reisig legt man dann vorsichtig die nächststärkeren Holzstücke. Feingespaltenes Holz geht auch. Kurz warten, bis auch diese Holzstücke Feuer gefangen haben.


 Vorsichtig kann man dann die nächstdickeren Holzstücke drauflegen und schon brennt das Lagerfeuer. Danke an den Fussel fürs Fotos knipsen. Der kann jetzt auch total super Feuer machen.


 Richtig super ist übrigens auch Birkenrinde zum Anzünden. Natürlich wird sie nicht von lebenden Bäumen abgepopelt. Auf meiner Wanderung auf dem Vasaloppsleden hatte ich das Glück öfter an Birkenholz zu kommen, das schon gefällt und trocken war. Da habe ich immer große Stücke abgepuhlt und hatte immer welche im Rucksack dabei. Die kann man dann einfach auf die Feuerstelle legen, kleine Stöcke oder gespaltenes Holz drauflegen, anzünden und fertig. Brennt wie nichts gutes.


 Wenn das Feuer dann brennt, kommt die Gemütlichkeit von ganz alleine. Wenn man mit einer großen Gruppe um ein Feuer sitzt und alle schweigen ist das keineswegs so unangenehm, wie wenn man mit einer Gruppe ohne Feuer zusammensitzt. Eine Feststellung aus Pfadfindendenzeiten. Feuer ist wie Fernsehen. Nur unendlich viel geiler. Wenn ich in Schweden wandern bin, habe ich auch nie einen Gaskocher oder so nen Quatsch dabei. Über Feuer kann ich viel besser kochen als am Herd. Und zwar mehr als Stockbrot. Jetzt wisst ihr Bescheid, oder? Und niemals Papier, Grillanzünder oder Tannenzapfen nehmen. Ist klar! Am Freitag darf das noch in die Grünzeugsammlung.

Dienstag, 30. Mai 2017

Gegen Kabelsalat


 Bevor ich euch mit Bildern und Berichten vom IMMERGUT FESTIVAL zuschmeiße, gibt es heute noch eine kleine Anleitung gegen Kabelsalat. Salat in der Küche mag ich ja am Liebsten in Blatt- und weniger in Kabelform. In meiner Kaffeeecke gab es so ein ganz mieses Exemplar. Espressomaschine, Kaffeemühle und eine Lampe warfen da ihre Schwänze aus. Aber das muss ja nicht so bleiben. Ich habe da jetzt so eine Kabelaufbewahrung gebaut. Nicht das erste Mal. Das erste Expemplar habe ich vor Jahren mal für den Fussel gebastelt. Und das ging so:


 Eine stabile Schere, ein abwischbarer Marker (in einem Lehrendenhaushalt gibts sowas) und eine leere, gespülte Weichspülerflasche (oder was auch immer sich sonst so an Plastikgefäß finden lässt..


 Mit dem Marker die ungefähre Ausschnittkontur auf die Flasche zeichnen. Da meine Kabelhalterung von diesem Doppelstecker gehalten werden sollte, habe ich den als Maß genommen.


 Die Flasche auf- und zurechtschneiden. Meine Finger sahen danach aus wie nach einer guten Unterrichtsstunde mit Overheadprojektoreinsatz. Alles halb so wild. Die Aufhängelasche bekam das passende Loch für den Stecker. Für evtl. Handyladestecker kann man das Loch an eben jene anpassen. Anschließend den Kabelsammler nochmal spülen, damit die Markerreste sowohl vom Plastik als auch von den Fingern abgehen.


 Kabelsammler mit dem Stecker an der Steckdose aufhängen, Kabel reinstopfen, fertig. Man kann die Kabel natürlich auch schöner reinstopfen, als ich das hier getan habe. Wahlweise könnte man das ja auch mit dem Handyladestecker festmachen und das Handy direkt da rein legen.


 Sicherlich hätte man das Ganze auch noch mit wer weiß was verzieren können, aber so unauffällig fand ich es irgendwie am Besten. Das darf heute noch in die Dienstagssammlung. Jetzt gibt es in meiner Küche nur noch Blattsalat. Yeah!

Dienstag, 23. Mai 2017

Messer auf der Blumenwiese


 Wie war das? Es sind die kleinen Dinge im Leben? In diesem Sinne heute ein kleines Ding, das vor Kurzem in meine Küche eingezogen sind: Diese supersimple Messermagnetleistenverschönerung.


 Eigentlich ist das so eine schäbbige, billige vom Möbelschweden. Man kann die obere Leiste ganz einfach abnehmen. Für alles Weitere benötigt man ein Stück Stoff und etwas Klebeband.


 Stoff um die Leiste spannen, mit Klebeband etwas diletantisch fixieren. Es reicht eine Fixierung an den kürzeren Enden.


 Der Rest des Stoffes spannt sich, wenn man die obere wieder auf die untere Magnetleiste pappt.


 Die Messer halten trotz des Stoffes immer noch. Meine Leiste hängt wirklich senkrecht und selbst das hält. Die Idee ist nicht ganz von mir. Der Holzwurm hat seine Messerleiste mit Furnier beklebt. Das funktioniert auch. Allerdings muss man da auf die Holzwahl achten, da einige Hölzer mit Metal reagieren und Messer evtl. angreifen. Mit hübschem Papier oder Klebefolie geht das sicherlich auch. Aber ich habe ja einen Stoffhaushalt. Das darf heute noch in die Dienstagssammlung. Nächsten Dienstag gibt es noch was Praktisches für die Küche oder andere Räume.

Dienstag, 2. Mai 2017

Rote Fahne im Maiwind


 Ich muss nochmal meine Fahne zeigen. Gestern habe ich wenige Worte zu ihr verloren. Das darf ja nicht sein. Nicht meine erste Fahne, die ich selbst gemacht habe. Ich habe ja schon mein Bunt statt braun Fähnchen. Aber gestern war 1. Mai, es war Zeit mal wieder auf die Straße zu gehen und am 1. Mai schwenkt man nunmal rote Fahnen. Ein Stück Stoff, Stoffmalfarbe (Abtönfarbe tut es auch), an der Seite einschlagen und für das Fahnenmästchen absteppen, Fahnenmästchen reinschieben und mit Tacker oder Nagel gegen Wegfliegen sichern. Fertig. Und dann natürlich ab auf die Straße damit!





 In Hamburg war gestern perfektes Demonstrationswetter. Ich bin keine Schönwetterdemonstrantin. Ich gehe auch bei Regen, Sturm und Minusgraden auf die Straße wenn es sein muss. Aber schönes Wetter zieht eben mehr Menschen auf die Straßen. Es gibt mehrere Gründe, weshalb ich Demonstrationen immer gerne mitnehme. Demonstrieren ist eine Möglichkeit, Meinungen zu transportieren und dabei nicht alleine zu sein. Eine Gruppe wird sichtbar. Durch Fahnen, Transparente, Sprechchöre, Lieder, Reden. Das Demonstrationsrecht ist in Deutschland im Grundgesetz verankert. Das ist ein sehr hohes gut. Man kann für und gegen etwas demonstrieren. Ich finde es immer schade, wenn Menschen sich dieses Rechts und seines Wertes nicht bewusst sind. Oft macht mich das auch sauer. Menschen in meinem Umfeld, die nicht zu Gegendemonstrationen von Naziaufmärschen o.ä. mitkommen, dürfen sich von mir dann gerne auch mal anhören: "Wer heute nicht auf die Straße geht supportet Nazis." Das gilt natürlich für viele Demonstrationen, denen man fern bleibt. Es ist eine stille Zustimmung an den Umständen.




 Das Gefühl auf Demonstrationen finde ich ebenfalls immer ganz fanstastisch. Herzerwärmend.  Vermutlich sind in so einer großen Demonstrationsmasse immer Menschen dabei, die abseits des Demonstrationsthemas Meinungen und Lebensweisen vertreten, die nicht meine sind. Aber auf einer Demo gibt es mindestens einen gemeinsamen Nenner. Egal ob Antifaschismus, gerechte Arbeitsteilung/ Löhne/ Altersvorsorge, Feminismus.... Da gehen viele Menschen gemeinsam für die eine Sache auf die Straße und es ist dieses Gemeinschaftsgefühl da. Nach einer Demo schwingt bei mir immer dieses Wohlgefühl mit, dass ich in einiger Hinsicht eben nicht alleine bin.


 Und auf Demos gibt es immer viel Handgemachtes zu bewundern. Lisa Simpson ist ja auch eines meiner großen Vorbilder. In vielerlei Hinsicht sind wir uns sehr ähnlich.



 Man muss ja nicht immer nur im Democotureversandhandel einkaufen. Auch Klassiker kann man mal selber machen. 


 Mein Fähnchen war relativ klein. Dafür konnte ich den Stiel in den Rucksack stecken, hatte die Hände frei zum Knipsen und konnte trotzdem Fläggchen zeigen.


 Mit den Profitranspimalenden in der Hafenstraße kann ich da natürlich nicht mithalten. Aber zumindest in diesem Fall mussten sie die Transparente anschließend ja auch nicht tragen.


 Ist ja irgendwie auch ein zauberhaftes Bild oder? Hafen und rote Fahnen. 


 Wer keine Lust auf Reden hatte, kann in Hamburg auf vielen Demos bekannterweise auch noch eine Runde weiterziehen. Man beachte allerdings das Begleitkommando in schwarz-blau. Auf sowas muss man dann halt stehen. Wer meint, auf Demonstrationen sei es immer so gefährlich, war noch nie auf einer. Es gibt immer Züge, die gemäßigt die Straßen entlang ziehen. Da kann man auch Kinder mitnehmen und das sollte man auch. Von dem Vorwurf der politischen Indoktrination von Kindern bei solchen Veranstaltungen, halte ich ebenfalls nichts. Wenn man Kindern mal ganz unaufgeregt erklären würde, was in der Welt so abgeht und was sie tun können, dann wären sie sicherlich schnell von sich aus dabei. Zu vieles wird im Umgang mit Kindern tabuisiert, was totaler Quatsch und auch nicht hilfreich ist. Im Zweifel gibt es für Kinder auf einer Demo viel zu staunen, zu lernen und zu erfahren. Ich freue mich immer über Kinder bei Demos. Auf der anderen Seite durfte ich auch schon sehen, wie Kinder und Teenager mit auf Nazidemos und  -veranstaltungen geschleift wurden. Da darf man es nicht versäumen die andere Seite auch zu fördern.


  Die Fahne war auf jeden Fall wieder das beste Wiederfindungszeichen, wenn mein Kleinstblock und ich uns verloren haben. Sowas ist bei Demonstrationen ja auch nicht zu unterschätzen. Ein wenig bin ich zwar von dem niemals alleine auf Demos gehen abgerückt, aber mit ein paar netten Leuten macht es natürlich viel mehr Spaß. Auf Sofas und an Kaffeetafeln sitzen kann ja jeder. Leute, die den 1. Mai als "Hurra! Füße hoch!" abfeiern, möchte ich ja am liebsten hauen. Geht mal wieder auf die Straße, geht mal wieder demonstrieren! Frische Luft und Bewegung sollen ja auch recht gesundheitsförderlich sein. Die nächste Demo kommt bestimmt. Meine Fahne darf heute noch in die Dienstagssammlung. Und das nächste Fähnchen baue ich dann mal für Pulse of Europe. Da war ich tatsächlich nämlich noch nie und sollte das mal ganz zügig ändern. Es gäbe noch so viel mehr zum Themenkomplex "Demonstration" zu erzählen. Das kommt dann ein anderes Mal.

Dienstag, 10. Januar 2017

Ein echtes Scheißgeschenk


 Voll das Scheißgeschenk. Ich habe zu Weihnachten (!!!) eine Klopapierhaltevorrichtung verschenkt. Ich sage jetzt nicht, wer in meinem Lieblingsmenschenkreis so etwas ganz dringend brauchte. Dafür habe ich für euch eine kleine, simple Anleitung gebaut.


 Gebraucht werden Ringschrauben, eine Kette in gewünschter Länge (ich habe mich für eine Knotenkette entschieden), etwas Rundholz (mit trockenen Haselruten geht es auch, hatte ich leider nicht zur Hand), Säge, Zange.


 Die Ringschrauben müssen ein wenig aufgebogen werden. Das ist auch so ungefähr der anstrengendste Teil der Bastelaktion. Wer zwei Zangen sein eigen nennen kann, hat weniger schmerzende Fingerkuppen als ich. Sicherlich.


 Das Rundholz auf 12cm lange Stücke zurechtsägen. Evtl. an den Enden noch etwas abschleifen, Ringschrauben reindrehen.


 Die Haltestäbe in mehr oder weniger gleichmäßigen Abständen an der Kette einhängen. Auf einer Seite kann man die Ringschrauben nun auch wieder zusammendrücken. Es reicht ja, wenn man zum Klopapier nachfüllen eine Seite von der Kette heben kann.


 Klopapier drauschieben und fertig. Wer cool ist und die Möglichkeit hat, schenkt gleich eine oder mehrere Packungen Viva Con Agua Goldeimerpapier dazu. Für den guten Zweck, sanitäre Anlagen in Entwicklungsländern. Und schick sieht es noch dazu aus. Der Vorteil von mehreren Rollen direkt an einer Kette liegt auf der Hand: Auf das sich spätestens bei der wirklich letzten Rolle jemand erbarmt und neues Papier aufzieht. Hoffentlich. Dieses Scheißgeschenk darf heute noch rüber in die Dienstagssammlung.